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Gast
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#1
Plädoyer des Wirtschaftsweisen Wolfgang Franz

Wege zu mehr Beschäftigung

Deutschland sei ein sehr solider und ausbaufähiger Wirtschaftsstandort, den man nicht schlecht reden solle. Allerdings müsse man auch die Defizite aufzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen für einen noch besseren Wirtschaftsstandort abzuleiten. Eine der wichtigsten Reformbaustellen sei der Arbeitsmarkt und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, lautet das Plädoyer von Prof. Wolfgang Franz vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für mehr Wachstum und Beschäftigung.

Unser Hauptproblem sind zwei Problemgruppen auf dem Arbeitsmarkt, nämlich die Geringqualifizierten und die Langzeitarbeitslosen. Unter Geringqualifizierten verstehen wir Menschen, die nicht über eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung verfügen und daher außerordentlich schwer zu vermitteln sind. Sie machen rund die Hälfte aller Arbeitslosen aus. Um die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter zu bekämpfen, brauche ich eine Doppelstrategie.

Der erste Teil besteht darin, Arbeitsplätze für Geringqualifizierte bereitzustellen. Solche Arbeitsplätze sind zum Teil längst vorhanden, allerdings in der Schattenwirtschaft. Das heißt, es kommt darauf an, diese Arbeitsplätze in den ersten Arbeitsmarkt zu überführen. Arbeitsplätze werden nur dann geschaffen oder erhalten, wenn die Arbeitskosten nicht höher sind als die Produktivität auf diesem betreffenden Arbeitsplatz. Gegen diese einfache Wahrheit haben wir jahrzehntelang verstoßen, etwa in der Lohnpolitik - wenn auch nicht als Alleinschuldige -, indem sie die unteren Lohngruppen überproportional erhöht oder in einigen Fällen ganz hat wegfallen lassen.

Diese Tendenz muss umgekehrt werden, das heißt, die qualifikatorische Lohnstruktur muss nach unten weiter gespreizt werden, die Löhne im unteren Bereich müssen so lange sinken, bis die vergleichsweise niedrige Produktivität mindestens so hoch ist wie die Lohnkosten. Wenn das dort erzielte Arbeitseinkommen nicht ausreicht, dann sollte der Staat einen Lohnzuschuss zahlen, bis sie ein genügend hohes Einkommen beziehen. Ich halte das für die wesentlich bessere Strategie, als den Arbeitslosen einfach nur etwas zu bezahlen und sie auf der Straße sitzen zu lassen.

Die zweite Säule besteht darin, diese Arbeitslosen auf die geschaffenen Arbeitsplätze zu bringen. Wir haben in den vergangenen Jahren alles getan, um das zu verhindern. Beispielsweise lag bei einem gering qualifizierten Arbeitnehmer, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, die seinerzeitige Sozialhilfe, einschließlich Wohngeld und sonstiger Zahlungen, in vielen Fällen höher als das, was er auf dem ersten Arbeitsmarkt hätte verdienen können. Warum hätte er arbeiten gehen sollen? Aber es kommt noch schlimmer.
INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft - Pl


Kommentar von mir dazu


Selten so viel Mist gelesen!!!!!

Wenn sowas "Wirtschaftsweiser" ist, dann wundert mich nichts mehr
 

Martin Behrsing

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#2
Dieser Mist braucht nicht Off-topic zu stehen. Habe ihn deshalb mal unter News verschoben. Sollen doch alle was davon haben, was die INSM so produziert.
 

Donauwelle

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#3
Ja, der glaubt vielleicht selbst noch, was er schreibt.

Die Löhne im produzierenden Gewerbe sind nicht einmal das Problem - dort kann man zuhauf ja Zeitarbeitsfirmen bezahlen - dadurch wird die Arbeitsstunde auch nicht viel billiger.

Es sind doch gerade die Bereiche des Binnenmarktes, den das Land ja selbst steuert, in denen die niedrigsten Löhne gezahlt werden. Wie bei den Briefzustellern, Friseusen, Zimmermädchen etc. Der Preis der Ware richtet sich hier doch eher nach den Kosten der Arbeitskraft - die Nachfragemenge bleibt doch dadurch fast unbeeindruckt.

Und die Produktionskosten steuern die Löhne hierzulande im Niedriglohnsektor doch schon lange nicht mehr, sondern diese richten sich scheinbar nur noch nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage und der These, wie ein Unternehmer dadurch am besten profitieren kann... Mit dem Wertschöpfungspotential der Arbeitskraft selbst hat das alles doch schon lange nichts mehr zu tun.

Lohnunterstützungen bewirken doch nur, dass noch mehr bisher "normale" Arbeitskräfte in den Sog der "Billiglöhne" einbezogen werden.
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#4
Ja, der glaubt vielleicht selbst noch, was er schreibt.

Die Löhne im produzierenden Gewerbe sind nicht einmal das Problem - dort kann man zuhauf ja Zeitarbeitsfirmen bezahlen - dadurch wird die Arbeitsstunde auch nicht viel billiger.

Es sind doch gerade die Bereiche des Binnenmarktes, den das Land ja selbst steuert, in denen die niedrigsten Löhne gezahlt werden. Wie bei den Briefzustellern, Friseusen, Zimmermädchen etc. Der Preis der Ware richtet sich hier doch eher nach den Kosten der Arbeitskraft - die Nachfragemenge bleibt doch dadurch fast unbeeindruckt.

Und die Produktionskosten steuern die Löhne hierzulande im Niedriglohnsektor doch schon lange nicht mehr, sondern diese richten sich scheinbar nur noch nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage und der These, wie ein Unternehmer dadurch am besten profitieren kann... Mit dem Wertschöpfungspotential der Arbeitskraft selbst hat das alles doch schon lange nichts mehr zu tun.

Lohnunterstützungen bewirken doch nur, dass noch mehr bisher "normale" Arbeitskräfte in den Sog der "Billiglöhne" einbezogen werden.
und wenn die Löhne auf oder unter Hartz IV - Niveau gefallen sind, schreien wieder alle, das die RS gesenkt werden sollen, damit "der Abstand" wieder stimmt.

das höhere Löhne und auch Sozialleistungen (Sozialhilfe, ALG 2 und Renten z. B.) auch zu mehr Nachfrage auf dem Binnenmarkt führt, ist diesem "Weisen" anscheinend nicht bekannt.

Damit wird auch der restliche Mittelstand vollends vernichtet und es gibts nur noch die Oberschicht und die Unterschicht. (die Feudalherrschaft lässt grüßen)
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#5
INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft - Pl


Kommentar von mir dazu


Selten so viel Mist gelesen!!!!!

Wenn sowas "Wirtschaftsweiser" ist, dann wundert mich nichts mehr
Ja, absolut tolles Gesabbel desjenigen.
Gegen diese einfache Wahrheit haben wir jahrzehntelang verstoßen, etwa in der Lohnpolitik - wenn auch nicht als Alleinschuldige -, indem sie die unteren Lohngruppen überproportional erhöht oder in einigen Fällen ganz hat wegfallen lassen.
Was ist denn das für ein Satz??? Und was will er / wir / sie uns sagen? :icon_confused:


Emily
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#6
Ja, absolut tolles Gesabbel desjenigen.


Was ist denn das für ein Satz??? Und was will er / wir / sie uns sagen? :icon_confused:


Emily

erklärt er damit:

Diese Tendenz muss umgekehrt werden, das heißt, die qualifikatorische Lohnstruktur muss nach unten weiter gespreizt werden, die Löhne im unteren Bereich müssen so lange sinken, bis die vergleichsweise niedrige Produktivität mindestens so hoch ist wie die Lohnkosten. Wenn das dort erzielte Arbeitseinkommen nicht ausreicht, dann sollte der Staat einen Lohnzuschuss zahlen, bis sie ein genügend hohes Einkommen beziehen. Ich halte das für die wesentlich bessere Strategie, als den Arbeitslosen einfach nur etwas zu bezahlen und sie auf der Straße sitzen zu lassen.
Also, mit einer rigorosen Absenkung der RS und der Löhne, hätten wir innerhalb kürzester Zeit "Vollbeschäftigung". :icon_party:


Nur vergisst er, das mit weniger Geld auch weniger gekauft werden kann, also würde das Genze wieder von vorne losgehen.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#7
Ich bezog mich mehr auf die nicht vorhandene Aussagekraft - des Satzes an sich -, gepaart mit einem im Deutschen nicht möglichen Bezug - im Satz an sich.

Hm .... und wer nicht einmal die Muttersprache anständig verwenden kann - was kann der dann? Oder ist es nur ein weiterer Fall von Bildungsprekariat, mit dem wir es zu tun haben?

Gruss
Emily
 
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