Neues Projekt: Stadt plant Job-Initiative für Alleinerziehende (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Abgebrochene Schulausbildung, kein Beruf, Arbeitslosigkeit - besonders alleinerziehende Mütter sehen sich mit nahezu unüberwindbaren Problemen und erheblicher Armut konfrontiert. Ein Fall für Sozialbürgermeisterin Heidemarie Lüth (61, Linke), die jetzt gemeinsam mit der ARGE ein neues Job-Projekt auf die Beine stellen will...

Sächsische Zeitung [online] | Sachsen im Netz

Gruss

Paolo
 

Hexe45

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Zitat:
Die Stadt will sich für die Sprösslinge der Frauen um flexiblere Kinder-Betreuung bemühen, zudem die ARGE unter anderem Hauptschulabschlüsse finanzieren und Ein-Euro-Jobs vermitteln.
-------------------------------------------------------------------------

Hurra noch ne Maßnahme bei der wieder alles ganz anders wird.:confused:

LG
Hexe
 

Paolo_Pinkel

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Zitat:
Die Stadt will sich für die Sprösslinge der Frauen um flexiblere Kinder-Betreuung bemühen, zudem die ARGE unter anderem Hauptschulabschlüsse finanzieren und Ein-Euro-Jobs vermitteln.
-------------------------------------------------------------------------

Hurra noch ne Maßnahme bei der wieder alles ganz anders wird.:confused:

LG
Hexe
Hi,

was mich verwundert ist, das die Dame die das mit ausarbeitet von der Partei DIE LINKE ist. Würde man sich treu bleiben so würde man sowas komplett ablehnen. Das grenzt schon leicht an Doppelmoral.

Jeder von uns hier weiss was Job-Perspektive ist. Und jeder weiss auch, dass die erweiterung von § 16 SGB II zu 16(a) keinen bzw. nur wenige Menschen in Arbeit gebracht hat. Schlimmer ist, dass es nicht aus dem Bezug führt, weil man sich keine Ansprüche von ALG-I erarbeitet.

Und zu den 1euro-jobs kann ich nur :icon_kotz: Das sollte doch mittlerweile jedem Provinzfürste klar sein, dass das nix ist. Jedenfalls nix gutes!

Gruss

Paolo
 

galigula

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Hi,

was mich verwundert ist, das die Dame die das mit ausarbeitet von der Partei DIE LINKE ist. Würde man sich treu bleiben so würde man sowas komplett ablehnen. Das grenzt schon leicht an Doppelmoral.

Jeder von uns hier weiss was Job-Perspektive ist. Und jeder weiss auch, dass die erweiterung von § 16 SGB II zu 16(a) keinen bzw. nur wenige Menschen in Arbeit gebracht hat. Schlimmer ist, dass es nicht aus dem Bezug führt, weil man sich keine Ansprüche von ALG-I erarbeitet.

Und zu den 1euro-jobs kann ich nur :icon_kotz: Das sollte doch mittlerweile jedem Provinzfürste klar sein, dass das nix ist. Jedenfalls nix gutes!

Gruss

Paolo
Ich würde behaupten,dass die wenige Leute,die einen richtigen Job nach einer Ein-Euro-Job-Massnahme gefunden haben,diesen Job auch ohne diese Maßnahme gefunden hätten.
Gibt es diesbezüglich keine Studien?
Die Frau Lüth gehört meiner Meinung nach aus der Partei ausgeschlossen.
 

Paolo_Pinkel

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Ich würde behaupten,dass die wenige Leute,die einen richtigen Job nach einer Ein-Euro-Job-Massnahme gefunden haben,diesen Job auch ohne diese Maßnahme gefunden hätten.
Gibt es diesbezüglich keine Studien?

Würde mich auch interessieren. Wobei wir beide uns denken können wie die aussieht:icon_party: Diese Maßnahme dient nur der Ausbeutung unter dem Deckmantel der Qualifizierung, Erprobung, Wiedereingliederung usw. Der Einzige der sich freut ist der AG der damit Geld macht. Deshalb ist bei sowas Widerstand = Bürgerpflicht!

Die Frau Lüth gehört meiner Meinung nach aus der Partei ausgeschlossen.

Das sehe ich auch so. Jetzt auf Schmusekurs zu gehen aufgrund von Machthornyheit macht DIE LINKE nicht glaubwürdiger. Entweder man ist für etwas oder gegen etwas. Grautöne gibt es bei dieser Sache keine.
Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
Toll, noch mehr Ein-Euro-Jobs! Und alle Tagesmütter, die sich wegen Unrentabilität dieses Jobs in diesem Jahr zurück gezogen haben, werden dann wohl zwangsverpflichtet, wie?
 

a f a

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Die Job-Initiativen der Bundesregierung für Langzeitarbeitslose haben kaum Erfolge gebracht. Insgesamt 200.000 neue Stellen sollten die Programme "Job-Perspektive" und "Kommunalkombi" bringen. Bislang haben damit aber erst knapp 30.000 Erwerbslose eine Stelle bekommen. Die Opposition spricht von einer "blamablen Bilanz".
Lohnkostenzuschüsse nicht gefragt - Die Job-Programme des Bundes floppen - Wirtschaft - sueddeutsche.de

Außerdem sei es immer problematisch, "zusätzliche Stellen zu schaffen", sagte Duppré. Peter Clever, Mitglied der Hauptgechäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, sagte: "Die Programme haben nicht die Wirkung, die man sich von politischer Seite erwartet hatte." Clever, der Vorsitzender des Verwaltungsrates der BA ist, hält dem Arbeitsministerium aber zugute, "keinen politischen Druck auszuüben, um die erwünschten Zahlen zu erhalten".
:biggrin:

Gruß
Norbert

Demokratie statt Kapitalismus
 
R

Rounddancer

Gast
Selbst wenn durch eine Förderung nur ein einziger Langzeitarbeitsloser einen Arbeitsplatz bekommen hat, ist sie schon sinnvoll.

Allerdings dürfen Förderung, z.B. per 16a, nicht der ERsatz sein für persönliche Betreuung, dafür, daß es da Arbeitsvermittler geben muß, in großer Zahl, die in die Betriebe und Verwaltungen gehen, und überall schauen und aushandeln, ihre Erfahrung, ihr Netzwerk nutzend, wo sie noch den einen oder anderen Arbeitsplatz herausluchsen können. Und dann den passenden (oder in etwa passenden) Langzeitarbeitslosen dazu finden, motivieren,- an die Hand nehmen, dem Betrieb empfehlen,- und dann wenigstens über die Probezeit lang Kontakt zu Betrieb und neuem Mitarbeiter halten.

Beides, intensive, persönliche Betreuung, Stellensuche und -vermittlung, und Förderung müssen Hand in Hand gehen.
Das Ganze dann auch noch unbürokratisch, damit potentiell zur Zusammenarbeit bereitwillige Unternehmen nicht mit dem Kleinkrieg des Behördenalltags und seinen Statistiken und so nicht alleingelassen werden.
Denn diese, und meistens dürfte es sich da um KMUs handeln, haben genug mit dem regulären Alltag des Gewerbebetriebs zu tun.

Ich denke, daß dann auch die Situation sich verbessern wird, die bisher dazu führt, daß 16a-Förderung bisher fast nur von öffentlichen, bzw. gemeinnützigen Betrieben, jedoch fast nicht von privaten Unternehmen genutzt wird.
 

zebulon

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Rounddancer schrieb:
Selbst wenn durch eine Förderung nur ein einziger Langzeitarbeitsloser einen Arbeitsplatz bekommen hat, ist sie schon sinnvoll.
Genau wegen so einem exkrement' stehe ich den LINKEN kritisch gegenüber. Wenn DAS die Position der LINKEN sein sollte, dann gute Nacht.

Weil ich schon öfter solche Statements von dir gelesen habe die wirklich völlig daneben liegen, Rounddacer, nochmal ein Apell:
Bitte beschäftige dich einmal mit der Problematik der Geldschöpfung und des Zinses. Es gibt ja wirklich mittlerweile genug darüber zu lesen. Alle Jahre wieder bekommen wir diesen ganzen Schlamassel. Das Geldsystem funktioniert nur einigermaßen in Wachstumsdekaden und ist in Phasen der Stagnation völlig ungeeignet und daher in sich krank, weil es systemisch in den Kollaps führt. Ich persönlich werde mich weigern, in so einem System auch noch Zwangsarbeit zu leisten auch nicht unter den LINKEN.

Zieht euch also schon mal gleich warm an ihr LINKEN. Wenn ihr DEN Weg geht, dann kriegt auch ihr meinen Widerstand zu spüren. Nochmal mach ich sowas wie mit den GRÜNEN nicht mehr mit.
 

Hexe45

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Rounddancer schrieb:
Genau wegen so einem exkrement' stehe ich den LINKEN kritisch gegenüber. Wenn DAS die Position der LINKEN sein sollte, dann gute Nacht.

Weil ich schon öfter solche Statements von dir gelesen habe die wirklich völlig daneben liegen, Rounddacer, nochmal ein Apell:
Wir sind ja oft konträrer Meinung, aber damit hast du mir diesmal aus der Seele gesprochen.
Manchmal denke ich sogar, Heinz ist Müntes bester Mann-die Geheimwaffe der SPD. Der kostet den Linken echt Stimmen. :icon_smile:

LG
Hexe
 

zebulon

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Es gibt schon einen gravierenden Unterschied:
Müntefering ist ein eiskalter Zyniker. Rounddancer glaubt wahrscheinlich noch was er da sagt.
 

Kaleika

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(...) Die Stadt will sich für die Sprösslinge der Frauen um flexiblere Kinder-Betreuung bemühen, zudem die ARGE unter anderem Hauptschulabschlüsse finanzieren und Ein-Euro-Jobs vermitteln.

„ARGE und Stadt arbeiten hier eng zusammen, wollen gezielt für Mütter Qualifizierungsangebote schaffen“, sagt Frau Barthel. (...)
Ein mehr als heftiges Armutszeugnis für Die Linke!
Die ewig neu aufgewärmten arbeitsplatzvernichtenden Ein-Euro-Jobs als Heilmittel zu verkaufen ist eine Katastrophe. Inzwischen ist es doch sogar schon bei der DGB-Spitze angekommen, dass sie der letzte Mist sind und es überhaupt nicht gebracht haben!
Wie damit qualifiziert werden können soll, das möchte ich auch bitte mal erklärt bekommen.

Kaleika
 
R

Rounddancer

Gast
Im Grunde ist die zitierte Idee, Alleinerziehende, Kinderbetreuung sichergestellt, wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern, gut.
Und wenn das mit richtigen Arbeitsplätzen geschähe, oder wenigstens ÖBS,- sprich: Alles, was die Hilfsempfängerin als Alg II, KdU, Alleinerziehenden-Zuschlag, Krankenversicherung und Rentenversicherung, und die anfallenden Fall-Verwaltungskosten, um sie zu gängeln, kontrollieren und sanktionieren, etc., an sie ausbezahlt, und das Kindergeld , Unterhalt, etc. ihr belassen, dann ok.

Aber das auf Ein-Euro-Job aufzusetzen,- das sollte in den Mülleimer der Geschichte, erst recht jetzt, nachdem selbst das zur BA gehörende Institut IAB bei Pro Arbeit 2008 unlängst einräumen mußte, daß nicht nur kaum jemand auf einen Ein-Euro-Job hin in reguläre Arbeit fand. Nein, sondern auch, daß man herausgefunden habe, daß Menschen, die noch nie einen Ein-Euro-Job gemcht hatten, mit großer Mehrheit hofften, darüber in richtige Arbeit zu kommen,- jedoch fast alle, die einen Ein-Euro-Job hatten, diese Hoffnung völlig aufgegeben hatten.
 

zebulon

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Rounddancer schrieb:
Im Grunde ist die zitierte Idee, Alleinerziehende, Kinderbetreuung sichergestellt, wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern, gut.
Und wenn das mit richtigen Arbeitsplätzen geschähe, oder wenigstens ÖBS,- sprich: Alles, was die Hilfsempfängerin als Alg II, KdU, Alleinerziehenden-Zuschlag, Krankenversicherung und Rentenversicherung, und die anfallenden Fall-Verwaltungskosten, um sie zu gängeln, kontrollieren und sanktionieren, etc., an sie ausbezahlt, und das Kindergeld , Unterhalt, etc. ihr belassen, dann ok.
Ja ja, und wenn die Klosettbürste keinen Stiel hätte, dann wäre sie vielleicht ein Igel.

Rounddancer, du solltest mal aus dem Mikrokosmos der Vorstellungen einer Arbeitsverwaltung, bei der beide Parteien eine harmonische Eingliederung anstreben, herausstreten. Die Rahmenbedingungen sind in unserer Gesellschaft wegen gravierender Unterschiede der beiden Parteien im "Arbeitskampf", nicht gegeben.

Na vielleicht wirst du ja wach, wenn dir ein schwarzer "Ein-Euro-Job" Sheriff mit dem Gummiknüppel den Scheitel gezogen hat, weil du auf dem Bahnhof ein Kaugumipapier hingeworfen hast. Hauptsache, er hat wieder eine Arbeit, Hahaha... Gerade wirbt nämlich Andrea Nahles bei uns im lolalen TV für dieses Modell und will dass die in den Mindestlohn aufgenommen werden. Da kann die LINKE so richtig punkten, wenn die sich bei der anbiedert.

So, jetzt könnt ihr euch denken, wo die Reise hingeht, in einen tolalitären Staat.
 
R

Rounddancer

Gast
Na vielleicht wirst du ja wach, wenn dir ein schwarzer "Ein-Euro-Job" Sheriff mit dem Gummiknüppel den Scheitel gezogen hat, weil du auf dem Bahnhof ein Kaugummipapier hingeworfen hast.
Nun, das würde schon deswegen nicht passieren, weil ich weder Kaugummi kaue, noch Kaugummipapier woanders als in den gelben Sack, bzw. den Mülleimer werfe.

Aber ich stehe zu dem, was ich sagte.

Und wie ich, so werden die meisten Menschen, auch die Alleinerziehenden, weiterhin einen regulären Arbeitsplatz anstreben. Sonderwege, alternative Wege wird es aber für die geben und geben müssen, für die kein regulärer Arbeitsplatz mehr übrigbleibt,- und für die, die keinen regulären Arbeitsplatz mehr wollen.
Wie z.B. für die überzähligen Automobilarbeiter in amerikanischen und vielleicht bald deutschen Städten, für die Bewohner der Slums, z.B. in Südafrika, die nun lernen werden, ihre Nahrung in vertikalen Gärten anzubauen. Die, um ein Gemeinschaftszentrum zu bauen, einen riesengroßen Ballon aufblasen werden, den mit Beton bespritzen, dann nach der Trocknungszeit ein großes Gebäude haben werden, das wie das Ding mit der Achterbahn drin im Epcot-Center in Disneyworld aussieht, warum auch immer von keinem Sturm zerstört werden kann,- und in dem dann die Menschen arbeiten, feiern, kommunizieren, ihre Kinder spielen lassen und unterrichten, etc. Und sie werden sich, was sie brauchen, aus Bausätzen bauen, die sie beim lokalen "Fabrikator", erstellen lassen. Bis hin zum Elektroauto. Sie werden versuchen, möglichst autark zu werden und zu leben.

Vielleicht greift das schneller um sich, als wir alle das heute erwarten,- schließlich haben wir (meine Einkäufer-Kollegen und ich bei der Süßwaren- und Spirituoseneinkaufsbörse in Fulda) damals, keine drei, vier Monate vor dem Fall der Mauer auch nicht geglaubt, daß dieser so schnell käme.


Aber bis sich da was tut, so lange, mindestens, brauchen wir den Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Kitas,- und jede mögliche Jobperspektive, auch und gerade für die Alleinerziehenden.
 

zebulon

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Rounddancer schrieb:
Wie z.B. für die überzähligen Automobilarbeiter in amerikanischen und vielleicht bald deutschen Städten, für die Bewohner der Slums, z.B. in Südafrika, die nun lernen werden, ihre Nahrung in vertikalen Gärten anzubauen. Die, um ein Gemeinschaftszentrum zu bauen, einen riesengroßen Ballon aufblasen werden, den mit Beton bespritzen, dann nach der Trocknungszeit ein großes Gebäude haben werden, das wie das Ding mit der Achterbahn drin im Epcot-Center in Disneyworld aussieht, warum auch immer von keinem Sturm zerstört werden kann,- und in dem dann die Menschen arbeiten, feiern, kommunizieren, ihre Kinder spielen lassen und unterrichten, etc. Und sie werden sich, was sie brauchen, aus Bausätzen bauen, die sie beim lokalen "Fabrikator", erstellen lassen. Bis hin zum Elektroauto. Sie werden versuchen, möglichst autark zu werden und zu leben.
Welch hübsche Vision. Wäre auch nach meiner Auffassung auf jeden Falls besser und sinnvoller, als "Die Tafel".
Bei allen kommunalen Aktivitäten zwischen Bürgern, die ICH kennengelernt habe, fühlte ich mich als HartzIV-Empfänger leider wie ein Paria. Deine Vision hätte vielleicht Wirklichkeit werden können, wenn man solche Projekte ins Leben gerufen oder dafür Ressourcen zur Verfügung gestellt hätte und die potentiellen Teilnehmer sich freiwillig so eine Stelle hätten suchen können (ohne vorherige mediale Verhetzung) oder zumindest eine Wahlfreiheit gehabt hätten. Das ist aber bei den diversen MAE's oder Ein-Euro-Job's überhaupt nicht der Fall. Da klafft deine Wahrnehmung und die Realität (und vor allem die Gesetzgebung) meilenweit auseinander. Da mir schon rein rechtlich jede konstruktive Mitwirkung versagt bleibt sehe ich keine Möglichkeit dieses System von innen zu reformieren. Die Leute die sich DAS ausgedacht haben, mögen zur Hölle fahren.

Den Garten habe ich mir letztes Jahr selber angelegt. Die neuerliche völlig sinnlose Ein-Euro-Job, die ich vermutlich spätenstens Februar antreten muß hindert mich nur an dem Projekt. Du siehst also, deine Vorstellung hat nichts mit der Realität zu tun. Ich habe noch "Glück". Wenn du hier mal aufmerksam liest dann stelltst du fest, dass die meisten in ihren Ein-Euro-Job's ncoh richtig malochen müssen und meistens sind die Arbeiten NICHT zusätzlich. Das heiß in letzter Konsequenz, es werden reguläre Arbeitsstellen vernichtet. Bitte aufwachen. Was hier gerade ensteht ist keine rosarote Zukunft sondern Dystopia. Ich sehe keine Möglichkeit da konstruktiv mitzuwirken und das war auch offensichtlich von den Protagonisten nicht erwünscht.
 

Jenie

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mh.

In einem Wirtschaftszyklus in dem Insolvenzen Täglich stattfinden und man jetzt schon weis das in kurzer Zeit Solche Insolvenzen und Entlassungen in Massen zutage treten, frage ich mich als denkender Bürger was sollen wir mit solchen Programmen?

In einem Geldzyklus wie Zebulon ihn benennt, in dem Geld immer weniger Wert ist und Waren immer teurer werden, was sollen wir da mit solchen hingeschönten Programmen anfangen die uns versklaven, dem Staat und den Unternehmen dienen sich länger zu erhalten und letztlich nur den Sturz hinauszögern?

In einem System in dem Schulden nicht mehr zurückbezahlbar sind und Regierungen immer mehr Geld drucken und trotzdem immer weniger da zu sein scheint und man letztlich weis das die Währung immer weniger Wert haben wird, sowie ein Staatsbankrott vor der Türe steht, was sollen wir mit solchen Angeboten die uns im Grunde niemals das bringen was uns vorgegaukelt wird?

Und wie ich, so werden die meisten Menschen, auch die Alleinerziehenden, weiterhin einen regulären Arbeitsplatz anstreben.
Es gibt viele und immer mehr die mitlerweile sich bereits alternativen gesucht haben und besser leben als diejenigen die immer noch brav im Hamsterradsystem laufen.
Ehrlich wäre für mich und auch das was wir wirklich brauchen, wenn der Staat und die Parteien mal Ehrlich wären und die Wahrheiten auf den Tisch packen würden. Ware Hilfe wäre nun den Menschen wieder alte Tugenden und Handwerkliches beizubringen, damit sie eine Überlebenschance damit haben. Alles andere ist wie Entwicklungshilfe in anderen Ländern. Man gebe und stelle nur soviel bereit, das die Menschen sich so gerade versorgen können aber abhängig bleiben.
 

zebulon

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Ich sehe das ja auch so Rounddancer, damit du mich nicht falsch verstehst. Nur ist bei mir der Zeitpunkt vorbei, wo ich noch eine Hoffnung darauf hatte, dass ein konstruktiver politischer Dialog etwas bewirkt hätte. Ich habe solche Versuche etwa 2001/2 eingestellt, damals mit den GRÜNEN. Ich glaube wenn die Bürger ihre Ersparnisse damals in solche Projekte investiert hätten, wäre das für alle besser gewesen. Leider ist es aber anders gekommen und stattdessen wurden die über dem großen Teich versenkt. Nun wandern noch zusätzlich gigantische Steuermittel in die sinnlose Aufrechterhaltung der überflüssigen Bankenstruktur.

Trotzdem wünsche ich dir viel Glück und das dein Treffen noch zustande kommt.
 

Jenie

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mh ok. die Stadt Essen hat das auch vor einem Jahr angefangen. Ok. Gehen wir mal davon aus, das bei einem Bürgergeld gewährleistet sein muss das jeder oder die meisten Menschen auch was tun.
Sehe ich völlig ein. Für ein gutes ausreichendes BGE sollte man auch bereit sein was für die Gesellschaft dazu zu tun.

Um das zu Gewährleisten das dann noch alles funktioniert, muss der Bürger auch bereit dazu sein zu arbeiten. Dem vorraus erfolgt der Bruch des alten Lohnarbeiter lebens, und dann die schönere Zeit des angagierenden Ehrenamtlichen Helfers und die Möhre ist das BGE die wir vor die Nase gehalten bekommen. Den wenn wir ein gutes BGE wollen, muss es dennoch die Menschen geben die dann alte Menschen versorgen usw...

Warum will mir das nicht gefallen was ich da jetzt schreibe? Es wäre wenn es so wäre so einfach, uns Menschen zu sagen, auf kommt wir packen es an usw.. Also kann dieses schöne hinreichen von solchen Projekten keinen wirklich positiven Hintergrund haben. Zumindest nicht für uns.

Oder bin ich jetzt schlichtweg zu Misstrauisch geworden?
 

maniac

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aber mal echt..als mitglied von der DIE LINKE bin ich desmaßen sauer über diesen artikel und auf diese "genossin"... wer einen 1eur job als mittel zur postiven beinflussung der zukunftsperspektive bezeichnet hat den schuss nicht gehört. wenn daraus öffentlich finanzierte aber trotzdem versicherungspflichte und ausreichend zum leben bezahlte jobs werden würden... wäre all das eine gute maßnahme... aber so: setzen, 6: thema verfehlt!

die bekommt meine meinung noch zu hören...
 
E

ExitUser

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Abgebrochene Schulausbildung, kein Beruf, Arbeitslosigkeit - besonders alleinerziehende Mütter sehen sich mit nahezu unüberwindbaren Problemen und erheblicher Armut konfrontiert.
Jede professionell qualifizierte Alleinerziehende dankt dazu auch gleich mal wieder für die wunderbare Imagepflege! Und danke für die Blumen von der Tanke, danke! Armut Alleinerziehender soll ja unter anderem auch davon kommen, dass Kindern in Deutschland systematisch das gesetzlich geregelte Recht auf Unterhalt fahrlässig verweigert wird.

Heißt konkret: Die Stadt will sich für die Sprösslinge der Frauen um flexiblere Kinder-Betreuung bemühen, zudem die ARGE unter anderem Hauptschulabschlüsse finanzieren und Ein-Euro-Jobs vermitteln.
Und warum nicht weiterführende Schulabschlüsse und Berufsabschlüsse?

Ansonsten ist das rein als Maßnahme billigstmöglicher Beschaffung auf immer höriger Arbeits- und Gebärkraft zu betrachten.


Und damit gegen jegliche Menschenwürde, wenn nicht sogar mehr.

Und somit im Wesen auch nichts Neues.

Emily
 
R

Rounddancer

Gast
Und warum nicht weiterführende Schulabschlüsse und Berufsabschlüsse?
ganz einfach: Es ist ja aktuelle Vorgabe der Bundesregierung, daß nun jeder ein Recht auf die Möglichkeit habe, den Hauptschulabschluß zu machen.
Das bedeutet für die besagte Stadt: Sie kriegt das Geld für die Hauptschulabschluß benötigenden Alleinerziehende von Land oder Bund, muß es nicht aus der Stadtkasse holen. DAS, und nur das zählt.
So kann man sich gut profillieren, wenn die anderen zahlen.

Ist aber immer so. Daß immer mehr Bundesländer den Hauptschulabschluß entweder bereits abschafften,- abschaffen, oder umbenennen wollen, das kratzt die Stadt nicht, denn für mehr, für höhere Abschlüsse ist ja von Land oder Bund kein Geld zu kriegen.
 

zebulon

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Das Problem ist doch, dass gut ausgebildete Leute schlicht nicht gebraucht werden ( später nicht bezahlt werden können/wollen) , auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird. So bleibt die "Bildung" schön unter sich (den Wohlhabenden) und deren Sprößlinge haben später weniger Konkurrenz bei den wenigen gut bezahlten Jobs, die Hochqualifikation vorraussetzen, zu befürchten, vor allem wenn man noch die eigenen "Elite"-Seilschaften einspannen kann dem Sprößling später auch einen entsprechen Job in den Führungsetagen zu besorgen. Das ist doch eine regelrechte Kette an Mechanismen, die eine ganze Schicht systematisch von den Bildungs- und Berufschancen ausschließt. Da ist völlig fraglich ob daüberhaupt ein Interesse an Bildung für die Unterschicht besteht. Es müsste also zuerst mal mit diesen Lügereien aufgeräumt werden. Da könnte sich die LINKE in meinen Augen profilieren.
 
E

ExitUser

Gast
zebulon!

Ich bin zwar aus der Unterschicht, doch unter großen Schmerzen konnte ich mein Gehirn dazu bringen, Deinem Gedankengang zu folgen. Ich muss nun sagen: so ist es.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Bildung! Und die Elite meint, dass die Unelite es nicht zu merken vermag. Doch ich befürchte, ich muss da aus einem bekannten Raster ausbrechen und mich fragen; ob ich überhaupt noch so zu funktionieren vermag, wie es für mich vorgesehen ist.

Ich habe keine Lust mehr, mich gegen diese Unbildung wehren zu müssen. Ich will gleiche Bildung! Unabhängig vom "Poppmonee *"

Indes fragt sich nur, ob der Sinn der Bildung nicht neu definiert werden muss, um überhaupt zu Sinnhaftigkeit zu gelangen. Was meint Bildung? Ich denke da schwimmt vieles in einem trüben Teich aus Definition.

Für die echte Elite: Ich will auch mal mitspielen. Du bist blöd, Alter.


* um nicht zu extravagant zu klingen.

Spaß beiseite und Ernst K. auch. Bildung ist Planung.
 
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