Neues Darlehen trotz bestehendem Darlehen, doppelte Verrechnung?

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highman1987

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Guten Morgen zusammen,

letztes Jahr sind wir umgezogen und haben die Kaution für die Wohnung in Form eines Darlehens von Jobcenter bekommen.
Dieses ziehen die mir nach einem längeren Hin und Her monatlich mit 36€ ab.
Durch Schwangerschaft meiner Frau ziehen wir in eine größere Wohnung.
Hierfür wird ebenfalls eine Kaution benötigt, welche ich eigentlich selber zahlen wollte, wir bekommen die ja für die jetzige Wohnung zurück.
Unser Sachbearbeiter hat aber gemeint, wir würden ein Darlehen bekommen, welches dann mit 40€ verrechnet werden soll.

Jetzt meine Frage: Werden dann beide Darlehen gleichzeitig verrechnet oder wird erst das eine abbezahlt und dann kommt das zweite dran?

Ich bin da total verunsichert, unser SB konnte mir das nicht beantworten, und der Termin mit der Leistungsabteilung steht noch nicht fest.

Wäre super, wenn mir da wer helfen könnte!
 

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Hilft dir das?

Die maximale Aufrechnungshöhe beim Vorliegen mehrerer Darlehen ist auf 10 % des maßgebenden Regelbedarfs begrenzt. Aufrechnung bei mehreren Darlehen – Dem Antragsteller geht es darum, die monatliche Belastung durch das Vorhandensein mehrerer Aufrechnungen zu senken – Es ist auch unterhalb der wohl bei 30 % zu ziehenden Höchstgrenze für dauerhafte monatliche Kürzungen der Grundsicherung eine Prüfung der einzelnen Kürzungen vorzunehmen, da beispielsweise Darlehensaufrechnungen nach dem Gesetz insgesamt nur maximal in Höhe von 10 % zu einer Kürzung des Regelbedarfs führen können.
§ 43 Abs. 2 Satz 2 SGB II ist keine Grundlage dafür, die Aufrechnungsmöglichkeiten nach § 42a Abs. 2 SGB II über die dortigen Begrenzungen hinaus zu erweitern oder zu begrenzen.
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sg...=esgb&id=168194&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
 

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Heißt auf deutsch:
Auch mit dem zweiten Darlehen dürfen die mir maximal die 36€ abziehen?

Nicht ganz. Es kommt darauf an auf wenn der Darlehens Vetrag läuft. Läuft der ausschließlich auf dich dann
bleibt es bei den 36 €, läuft der aber auf dich und deine Frau dann sind es 72 €. 10 % bei dir und 10 % bei Ihr.

Verschiedene Darlehen müssen aber nacheinander und nicht gleichzeitig bedient werden.
 

#HIV#

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Habe ich das richtig Verstanden, dass zum Beispiel ein Darlehen wegen Stromschulden und ein Darlehen wegen einer defekten Waschmachine nur mit maximal 39,90€ verrechnet werden dürfen? Aktuell werden einer guten Freundin nämlich monatlich 20% des Regelsatzes also knapp 80,00€ einbehalten.

Dachte immer bis 30% wäre es in Ordnung?:icon_frown:
 

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Die von der Behörde erklärte Aufrechnung (Einbehalt von Leistungen wegen Gegenforderungen der Behörde) ist an verschiedenen Voraussetzungen formaler und inhaltlicher Natur geknüpft, die häufig von der Behörde übersehen werden.

Grundsätzlich sind Aufrechnungen möglich bei Darlehen nach § 42 a SGB II in Höhe von monatlich 10% des Regelbedarfes, sowie bei Erstattungsforderungen im Sinne von § 43 SGB II maximal bis zu 30% des Regelbedarfes.

Die Behörde ist jedoch in beiden Fällen verpflichtet, eine Aufrechnung durch eine einseitige schriftliche Entscheidung, also durch Verwaltungsakt, zu erklären (vgl. §§ 42 a, Absatz 2 Satz 2, 43 Absatz 4 SGB II). Schon hieran hält sich die Behörde gelegentlich nicht, sondern schließt „Vereinbarungen“ ab. Diese Vorgehensweise stellt in aller Regel eine unzulässige Umgehung nach § 46 Absatz 2 SGB I dar (BSG, Urteil vom 22.03.2013, B 4 AS 26/10 R). Ein hierauf gestützter Einbehalt von Leistungen erfolgt ohne rechtlichen Grund und kann nötigenfalls durch eine Leistungsklage wieder herausverlangt werden.

Sodann ist hinsichtlich der Aufrechnung ebenfalls hinsichtlich der Rechtmäßigkeit zu prüfen, ob die Aufrechnung gegenüber dem Betroffenen erklärt wird. Zum Beispiel kann die Behörde eine Aufrechnung mit Darlehen nur gegenüber den Darlehensnehmern erklären gemäß § 43 a Absatz 1 Satz 2 SGB II und nicht zum Beispiel gegenüber allen Mitgliedern einer Bedarfsgemeinschaft. Wer Darlehensnehmer ist, muss dem Darlehensbescheid entnommen werden. Zur Zeit ist eine Tendenz der Behörde zu beobachten, auch minderjährige Kinder mit in den Darlehensbescheid aufzunehmen, die in der Regel ein Darlehen nicht beantragt haben; und für Rückstände aus Verträgen, für die in der Regel Darlehen benötigt werden, zivilrechtlich nicht haften. Die Rechtslage ist hier letztendlich noch ungeklärt.

Für Aufrechnungen gemäß § 43 SGB II gilt sinngemäß das Gleiche; auch hier kann die Aufrechnung nur gegenüber den Erstattungsverpflichteten erklärt werden.

Siehe auch das Urteil des SG Karlsruhe im Posting zuvor.


Dachte immer bis 30% wäre es in Ordnung?
Gilt bei Aufrechnungen und nicht bei Darlehen
 

#HIV#

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Ich hatte der Freundin erzählt dies wäre schon so richtig. Da hab ich doch tatsächlich eine falsche Auskunft erteilt. Dann wird es wohl Zeit ihr zu empfehlen mal einen Widerspruch einzureichen. :dank: für die Auskunft
 
S

schnuckelfürz

Gast
Habe ich das richtig Verstanden, dass zum Beispiel ein Darlehen wegen Stromschulden und ein Darlehen wegen einer defekten Waschmachine nur mit maximal 39,90€ verrechnet werden dürfen? Aktuell werden einer guten Freundin nämlich monatlich 20% des Regelsatzes also knapp 80,00€ einbehalten.

Dachte immer bis 30% wäre es in Ordnung?:icon_frown:

Kommt drauf an, ob noch andere mit in der BG leben. Die werden dann mit herangezogen. Dann könnten die 80 € hinkommen.
 

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Kommt drauf an, ob noch andere mit in der BG leben. Die werden dann mit herangezogen. Dann könnten die 80 € hinkommen.
Es ist egal wie viele in der BG leben. Es kommt darauf an wer Darlehensnehmer ist.

Nach altem Recht bezog sich die 10 %ige Höhe der Aufrechnung auf die Regelleistung der gesamten Bedarfsgemeinschaft (§ 23 Abs. 1 Satz 3 SGB II a. F. "… von bis zu 10 von Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung"). Nach der neuen Regelung wird nur noch auf den Darlehensnehmer abgestellt, so dass der maßgebende Regelbedarf ausschließlich der des Darlehensnehmers ist. Die Regelleistungen der anderen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft bleiben demnach unberücksichtigt.

Darlehensnehmer können aber auch beide Erwachsene in der BG sein. Dann wären es 10 % pro Person. Minderjährige sind in der Regel davon ausgenommen.
 

#HIV#

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@Sticker

Ich habe gerade noch einmal mit meiner Freundin telefoniert. Ihr wurde schriftlich per Änderungsbescheid mitgeteilt, dass die 80€ einbehalten werden zur Tilgung. Sie selbst ist eine eigene BG ohne weitere Personen. Ihr würde also das Recht zustehen, den Betrag auf 10% (39,90€) senken zu lassen, richtig?
 

Narayan

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Hallo,

Aufrechnungen nach §43 SGB II bzw. §42a SGB II dürfen 30 % der maßgebenden Regelleistungen nicht überschreiten.

Deine alte Kaution wird nach §42a (2) SGB II aufgerechnet. Genau das gleiche passiert auch mit der neuen Kaution. Die Aufrechnung erfolgt gegenüber dem Darlehensnehmer. Dies ist der Hauptmieter.

Eine zeitgleiche Aufrechnung von 2 unterschiedlichen Darlehen ist also möglich!
§43 (3) SGB II sagt nur, dass die "alte" Aufrechnung beendet wird, sollte der Aufrechnungsbetrag aller Aufrechnungen 30% überschreiten.

Beudetet im Klartext bei euch, dass die alte Aufrechnung von 36,00 Euro bestehen bleibt. Solltet ihr beide Darlehensnehmer sein, kommen für die neue Kaution 2x 36,00 Euro dazu. Ist nur einer Darlehensnehmer dann kommt nur 1x 36,00 Euro dazu.

Das die Rechtsprechung hier andere Entscheidungen getroffen hat weiß ich. Jedoch hat sich das JC an die fachlichen Hinweise und nicht an Urteile zu richten. Die fachlichen Hinweise schließen eine zeitgleiche Aufrechnung nicht aus.

Darlehensnehmer sind idR immer alle Hauptmieter.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Es ist egal wie viele in der BG leben. Es kommt darauf an wer Darlehensnehmer ist.

Nach altem Recht bezog sich die 10 %ige Höhe der Aufrechnung auf die Regelleistung der gesamten Bedarfsgemeinschaft (§ 23 Abs. 1 Satz 3 SGB II a. F. "… von bis zu 10 von Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung"). Nach der neuen Regelung wird nur noch auf den Darlehensnehmer abgestellt, so dass der maßgebende Regelbedarf ausschließlich der des Darlehensnehmers ist. Die Regelleistungen der anderen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft bleiben demnach unberücksichtigt.

Darlehensnehmer können aber auch beide Erwachsene in der BG sein. Dann wären es 10 % pro Person. Minderjährige sind in der Regel davon ausgenommen.

Na, dann lies mal den § 42a SGB II richtig:

Darlehen können an einzelne Mitglieder von Bedarfsgemeinschaften oder an mehrere gemeinsam vergeben werden.

https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai395447.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI395450
Darlehensrückzahlung grds. als Gesamtschuldnerschaft (42a.8b)

(4) Sind Darlehensnehmer eine Mehrheit von Personen, trifft die
Rückzahlungsverpflichtung sie grds. als Gesamtheit (§ 42a Abs. 1 S. 3). Sie sind dann hinsichtlich des Auszahlungsanspruches Gesamtgläubiger und hinsichtlich der Rückzahlungsverpflichtung Gesamtschuldner im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 428 BGB, § 421 BGB). Dies hat zur Folge, dass die Rückzahlung von jedem Darlehensnehmer individuell in voller Höhe verlangt werden kann.

Minderjährige sollten im Rahmen der Rückzahlungsverpflichtung in der Regel von der Gesamtschuldnerschaft ausgenommen sein (siehe Rz. 42a.8a). Sofern eine solche dennoch begründet wurde, sollte das Ermessen bei der Auswahl der Schuldner dahingehend ausge- übt werden, dass der Minderjährige allenfalls nachrangig und regelmäßig nur für seinen Anteil in Anspruch genommen wird.


Darlehen bei Minderjährigen (42a.8a)

Grundsätzlich kommen auch minderjährige Kinder als Darlehensnehmer in Betracht. In diesen Fällen sollte das Darlehen in der Regel nicht gemeinschaftlich vergeben werden, es ist vielmehr darauf zu achten, dass der Minderjährige gesondert betrachtet wird und bereits bei der Vergabe das Darlehen auf seinen auf ihn entfallenden anteiligen Bedarf beschränkt wird. Eine gesamtschuldnerische Haftung des Minderjährigen ist zu vermeiden (Rechtsgedanke aus § 9 Abs. 2 S. 2).

Feste Tilgungsrate von 10 Prozent (42a.13)

(2) Bei mehreren Darlehen nach § 42a ergibt sich mithin eine Gesamtbegrenzung der Aufrechnung entsprechend § 43 Abs. 2 S. 2 auf 30 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfs.

https://dejure.org/gesetze/SGB_II/43.html
(2) Die Höhe der monatlichen Aufrechnung ist auf insgesamt 30 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs begrenzt.

https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai378003.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378006
Aufrechnungsbetrag von 10 % und 30 % des maßgebenden Regelbedarfs (43.8)

Die Höhe der Aufrechnung ist in § 43 Abs. 2 Satz 1 gesetzlich ausdrücklich geregelt und beinhaltet nunmehr keine Ermessensentscheidung. Die Aufrechnungshöhe orientiert sich an der Art der Gegenforderung. Sie beträgt 10 % des maßgebenden Regelbedarfs. Wenn die der Aufrechnung zugrunde liegende Aufhebungsentscheidung auf einem vorwerfbaren Verhalten der leistungsberechtigten Person beruht, beträgt sie 30 % des maßgeblichen Regelbedarfs.
 

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schnuckelfürtz genau das habe ich die ganze Zeit geschrieben.
§ 43 betrifft Aufrechnung und Ersatzansprüche aber nicht Darlehen.
 

Monnie

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Hallo zusammen,

zum Thema möchte ich auch eine Frage stellen:

Wenn man schon eine Rückforderung monatlich begleicht und nun noch ein Darlehen für die Kaution erhalten hat - wie verhält es sich da?

Kann man erst die Rückforderung abzahlen und die Kautionsrückzahlung "wartet" bis zu dessen Schluß?
 
S

schnuckelfürz

Gast
schnuckelfürtz genau das habe ich die ganze Zeit geschrieben.
§ 43 betrifft Aufrechnung und Ersatzansprüche aber nicht Darlehen.



Dann lies noch mal genauer. Es betrifft auch Darlehen.

https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai378003.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378006
Zeitgleiche Aufrechnung nach Abs. 1 und § 42a Abs. 2 möglich (43.14)

(1) Mit § 43 Abs. 3 wird das Verhältnis der Aufrechnungen von § 43 Abs. 1 und § 42a Abs. 2 (Darlehen) geregelt. So wird es ermöglicht, dass zeitgleich sowohl nach § 43 Abs. 1 als auch nach § 42a Abs. 2 aufgerechnet wird.

(2) Bei einer zeitgleichen Aufrechnung ist die Begrenzung des § 43 Abs. 2 Satz 2 zu beachten:

1. Aufrechnungen nach § 43 Abs. 1 und § 42a Abs. 2, die insgesamt 30 % des maßgeblichen Regelbedarfs überschreiten, sind unzulässig und

2. Aufrechnungen nach § 42a Abs. 2 erledigen sich dann, wenn zeitgleich durch eine Aufrechnung nach § 43 Abs. 1 der Aufrechnungshöchstbetrag
von 30 % überschritten würde. Auch hier gilt die Aufrechnungshöchstgrenze von 30 %.


https://dejure.org/gesetze/SGB_II/43.html
(3) Sind in einem Monat Aufrechnungen nach Absatz 1 und § 42a Absatz 2 zu vollziehen, gilt Absatz 2 Satz 2 entsprechend. Würden die Aufrechnungen nach § 42a Absatz 2 und nach Absatz 1 den in Absatz 2 Satz 2 genannten Betrag übersteigen, erledigt sich die nach § 42a Absatz 2 erklärte Aufrechnung, soweit sie der Aufrechnung nach Absatz 1 entgegensteht.
 

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https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai378003.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378006
Zeitgleiche Aufrechnung nach Abs. 1 und § 42a Abs. 2 möglich (43.14)

(1) Mit § 43 Abs. 3 wird das Verhältnis der Aufrechnungen von § 43 Abs. 1 und § 42a Abs. 2 (Darlehen) geregelt. So wird es ermöglicht, dass zeitgleich sowohl nach § 43 Abs. 1 als auch nach § 42a Abs. 2 aufgerechnet wird.
Das ist die Wunschvorstellung der BA. Nur weil die es in Ihren fachlichen Hinweisen schreiben
hat das noch lange keine Rechtsgültigkeit. Die fachlichen Hinweise sind lediglich eine Arbeitsanweisung
für die Jobcenter und sind voll von rechtswidrigen Ausführungen zu gunsten der BA.


https://dejure.org/gesetze/SGB_II/43.html
(3) Sind in einem Monat Aufrechnungen nach Absatz 1 und § 42a Absatz 2 zu vollziehen, gilt § 43 Absatz 2 Satz 2 entsprechend. Würden die Aufrechnungen nach § 42a Absatz 2 und nach Absatz 1 den in Absatz 2 Satz 2 genannten Betrag übersteigen, erledigt sich die nach § 42a Absatz 2 erklärte Aufrechnung, soweit sie der Aufrechnung nach Absatz 1 entgegensteht.
Lesen heißt verstehen.
Dies bedeutet das wenn ein Darlehen nach § 42 und eine Aufrechnung nach § 43 zusammentreffen gilt Absatz 2 Satz 2.

Nochmals:
Darlehen nach § 42a SGB II - Höchstbetrag d. Tilgung
§ 42a(2) SGB II: Solange Darlehensnehmer Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen, werden Rückzahlungsansprüche aus Darlehen ab dem Monat,
der auf die Auszahlung folgt, durch monatliche Aufrechnung in Höhe von 10 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs getilgt.
-Gesetzesbegründung: „ Um dem Betroffenen ausreichend Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zu belassen, ist die Tilgung für mehrere Darlehen
insgesamt auf 10 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs begrenzt. " (BT-Drs 17/3982, S. 10)
Die Höchstsumme aus § 43(2) S.2 mit 30% betrifft nur Aufrechnungen aus Überzahlungen. Die FH der BA 42a,13 sind diesbezüglich rechtswidrig.

Darlehen an Kinder - nur mit Genehmigung d. Familiengerichts
Darlehen an Kinder sind nur mit Genehmigung des Familiengerichts möglich
(§ 1643(1) i.V. m. § 1822, Ziff. 8 BGB
-Schulden von Kindern sind weiterhin auf das vorhandene Vermögen bei Übergang in Volljährigkeit begrenzt (§ 1629a(1) S.1 BGB)


Aufrechnung nach § 43 SGB II
= Rückforderung aus Überzahlung = Erstattung von zu Unrecht erhaltenen Leistungen nach § 50 SGB X

Das was du postest betrifft die Fälle in denen Darlehen und Aufrechnung zusammentreffen.

Darlehensaufrechnungen nach dem Gesetz können insgesamt nur maximal in Höhe von 10 % zu einer Kürzung des Regelbedarfs führen können.
§ 43 Abs. 2 Satz 2 SGB II ist keine Grundlage dafür, die Aufrechnungsmöglichkeiten nach § 42a Abs. 2 SGB II über die dortigen Begrenzungen hinaus zu erweitern oder zu begrenzen.

Lass dich nicht von den fachlichen Hinweisen beeinflussen.
 
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schnuckelfürz

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@ Sticker

Du hast den § 43 Absatz 3 immer noch nicht richtig gelesen und verstanden. Schade, das du mit Unwissenheit glänzt. Du deutest die §§ leider falsch.
 

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Du hast den § 43 Absatz 3 immer noch nicht richtig gelesen und verstanden. Schade, das du mit Unwissenheit glänzt. Du deutest die §§ leider falsch.
Na da bin ich doch in guter Gesellschaft. Von SG Richtern über Thome und andere.

Unwissenheit ist relativ mein Lieber. Es geht nicht darum einfach zu glauben etwas zu wissen sondern es auch zu verstehen.
In diesem Sinne bist du hier, wie auch in vielen anderen Postings, derjenige der etwas glaubt zu wissen es aber nicht versteht.
Aber das ist dein und nicht mein Problem. Auch wenn du da pro BA bist ändert das nicht daran.

Damit habe ich hier fertig denn alles was relevant dazu ist wurde gepostet und dieses Gefürze und im Kreis drehen ist nicht zielführend.
Ich weiß das war jetzt nicht nett aber anders geht es bei manchen einfach nicht.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Na da bin ich doch in guter Gesellschaft. Von SG Richtern über Thome und andere.

Unwissenheit ist relativ mein Lieber. Es geht nicht darum einfach zu glauben etwas zu wissen sondern es auch zu verstehen.
In diesem Sinne bist du hier, wie auch in vielen anderen Postings, derjenige der etwas glaubt zu wissen es aber nicht versteht.
Aber das ist dein und nicht mein Problem.

Das Problem ist wirklich, das du die §§ so verstehen willst, wie es dir passt. Du drehst dir das so zurecht, wie es dir eben passt, machen leider so einige. Nur hilft es den Fragenden nichts, sondern du stürzt sie mit deinen eigenen Fantasien eher ins Unglück.

Leider ist es wegen solchen Ratschlägen wie deiner hier oft schon vorgekommen, das Hilfesuchende deswegen ins Messer gelaufen sind und hier nochmal um Rat fragen, wie sie da wieder raus kommen. Den Ratgebenden scheint es egal zu sein, weil sie für den Schaden nicht aufkommen, den sie angerichtet haben :icon_evil: Denk mal drüber nach.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Das kann ich dir komplett retour auf deine Ratschläge geben. Mehr ist dazu nicht zu sagen zumal ich mit meiner Deutung wahrlich in guter Gesellschaft bin.

Tja, du bist zwar in guter Gesellschaft, aber man muss aus seinen Fehlern lernen können. Und das tust du leider nicht. Du meinst, nur deine Meinung ist die einzig wahre richtige. Aber irren ist ja menschlich, irgendwann lernst du schon.
 

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Es ist gut du hast die Weißheit mit dem Löffel gefressen und alle anderen sind rumpelstumpel dumm. Echt fürz lasse es gut sein.

Schönen Samtag noch an alle anderen :icon_sleep:
 
S

schnuckelfürz

Gast
Es ist gut du hast die Weißheit mit dem Löffel gefressen und alle anderen sind rumpelstumpel dumm. Echt fürz lasse es gut sein.

Schönen Samtag noch an alle anderen :icon_sleep:

Traurig, das du von dich auf andere schließt. Ich sage nämlich nicht, das alle anderen dumm sind. Es gibt nur einige wenige, die die Gesetze nicht begreifen und nicht alle:icon_evil:

Schönen Samstag auch an dich, ich bin ja nicht so...
 
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