Neues Auto im Leistungsbezug, Anrechnung? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

eljey

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Mein Auto ist 15 Jahre alt und war mein erstes nach der Prüfung vor 6 Jahren. Nun muss aber viel repariert werden und der Zahnriemen ist porös. Mein Großvater hatte mir den damals gekauft und würde mir nächstes Jahr einen Wagen im Wert von 7000 Euro kaufen. Mein jetziges wäre vielleicht noch 800-1000 wert und würde in Anzahlung genommen werden beim Händler.

NNun ist aber die Frage, ob das für das Jobcenter in Ordnung ist? (Auto wird für Arbeit benötigt) muss ich einen Darlehensvertrag vorlegen oder ist es erlaubt, dass ich einen Wagen geschenkt bekomme?
 

avrschmitz

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ist es erlaubt, dass ich einen Wagen geschenkt bekomme?
erlaubt ist das, aber dann wird der Wert des Fahrzeugs als Einkommen angerechnet.

Dein Großvater kann das Auto kaufen und bleibt Eigentümer. Du darfst es nutzen. Diese Möglichkeit funktioniert. Hier war vor einigen Tagen ein ähnlicher Thread. Da wurde das schon besprochen. Hier steht alles.
 

eljey

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erlaubt ist das, aber dann wird der Wert des Fahrzeugs als Einkommen angerechnet.

Dein Großvater kann das Auto kaufen und bleibt Eigentümer. Du darfst es nutzen. Diese Möglichkeit funktioniert. Hier war vor einigen Tagen ein ähnlicher Thread. Da wurde das schon besprochen. Hier steht alles.
[
erlaubt ist das, aber dann wird der Wert des Fahrzeugs als Einkommen angerechnet.

Dein Großvater kann das Auto kaufen und bleibt Eigentümer. Du darfst es nutzen. Diese Möglichkeit funktioniert. Hier war vor einigen Tagen ein ähnlicher Thread. Da wurde das schon besprochen. Hier steht alles.
Danke, ich würde das Geld monatlich zurückzahlen, kann man da einen Darlehensvertrag dem Jobcenter vorlegen, sodass es nicht angerechnet wird?
 

avrschmitz

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Danke, ich würde das Geld monatlich zurückzahlen, kann man da einen Darlehensvertrag dem Jobcenter vorlegen, sodass es nicht angerechnet wird?
Das geht auch. Aber das sollte glaubwürdig sein. Bei 7.000€ abzgl. dem Wert Deines Fahrzeugs, bleibt ein Darlehn in Höhe von 6.000€. Bei 50€ im Monat macht das eine Laufzeit von 120 Monaten. Also 10 Jahre. Ob Dir das einer abnimmt? Ich könnte mir auch vorstellen, dass kontrolliert wird, ob das Geld tatsächlich von Deinem Konto monatlich abgeht.
 

Helga40

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erlaubt ist das, aber dann wird der Wert des Fahrzeugs als Einkommen angerechnet.

Dein Großvater kann das Auto kaufen und bleibt Eigentümer. Du darfst es nutzen. Diese Möglichkeit funktioniert. Hier war vor einigen Tagen ein ähnlicher Thread. Da wurde das schon besprochen. Hier steht alles.
Das stimmt nicht. Gem. § 11 Abs. 1 SGB II ist Einkommen nur Geld. Sachleistungen sind nur Einkommen, wenn sie auf Erwerbstätigkeit basieren.

Das Auto ist daher vollkommen anrechnungsfrei. Ab dem nächsten Bewilligungsabschnitt zählt es jedoch in die Vermögensprüfung.
 

eljey

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Das stimmt nicht. Gem. § 11 Abs. 1 SGB II ist Einkommen nur Geld. Sachleistungen sind nur Einkommen, wenn sie auf Erwerbstätigkeit basieren.

Das Auto ist daher vollkommen anrechnungsfrei. Ab dem nächsten Bewilligungsabschnitt zählt es jedoch in die Vermögensprüfung.
Vielen Dank, aber was bedeutet genau Vermögensprüfung? Dass es dann relevant ist, ob ich das Auto geschenkt bekommen habe oder als Darlehen?
 

Uhus

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Vielen Dank, aber was bedeutet genau Vermögensprüfung? Dass es dann relevant ist, ob ich das Auto geschenkt bekommen habe oder als Darlehen?
Es bedeutet, dass der Zeitwert des Autos ermittelt wird. In dieser Höhe wird es zunächst einmal als Vermögen bewertet. Danach sind Freibeträge zu berücksichtigen (7.500 EUR fürs Auto, Rest des allg. Vermögensfreibetrages). Falls etwas übrigt bleibt, mindert es deine Leistungen nach SGB II.
 
Zuletzt bearbeitet:

eljey

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Es bedeutet, dass der Zeitwert des Autos ermittelt wird. In dieser Höhe wird das deinem Vermögen zugeschlagen. Danach sind Freibeträge zu berücksichtigen (7.500 EUR fürs Auto, Rest des allg. Vermögensfreibetrages). Was übrigt bleibt, mindert deine Leistungen nach SGB II.
Dankeschön. Mehr als 7000 wird es nicht sein.

Also verstehe ich das richtig, dass ein geschenktes Auto nicht als Einkommen gewertet werden darf?
 

Uhus

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Dankeschön. Mehr als 7000 wird es nicht sein.

Also verstehe ich das richtig, dass ein geschenktes Auto nicht als Einkommen gewertet werden darf?
Ja, ein geschenktes Auto ist gem. der aktuellen Fassung des SGB II kein Einkommen. Mit der nächsten Gesetzesnovellierung könnte sich dies allerdings schon wieder ändern.
 

JusticefPeople

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Es ist kein Vermögen.
§ 12 Absatz 3 SGB II:
"Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person."
 

Uhus

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Zu Details siehe auch Randnummer 12.26 der Fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit zu § 12 SGB II:


Ein angemessenes Auto für jede erwerbsfähige Person in der Bedarfsgemeinschaft oder ein Motorrad ist nicht als Vermögen zu berücksichtigen. Die Prüfung der Angemessenheit hat unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls (Größe der Bedarfsgemeinschaft, Anzahl der Kfz im Haushalt, Zeitpunkt des Erwerbs) zu erfolgen. Ist ein Verkaufserlös abzüglich ggf. noch bestehender Kreditverbindlichkeiten von maximal 7.500,00 EUR erreichbar, ist eine Beurteilung, ob ein Kfz angemessen ist, entbehrlich. Nicht plausible Angaben im Antrag sind insbesondere mit den im Internet angebotenen Wertermittlungsprogrammen zu überprüfen. Soweit ein Kfz nicht angemessen ist, ist der die Angemessenheit übersteigende Wert auf den Vermögensfreibetrag nach § 12 Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 anzurechnen (vgl. Rz. 12.13); die Gründe für die Entscheidung sind im Bescheid zu dokumentieren
 
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