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Neues ab 2019 bei Hartz4 und neuer Mindestlohn

swavolt

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#2
Insgesamt sind es 470 000 die seit Anfang an nichts anderes bezogen haben.

Und warum gibt es nicht Zuschüsse direkt an die Arbeitnehmer sondern immer nur an die Arbeitgeber?

Von solchen Zuschüssen träumt jeder Selbstständige usw.
 

noillusions

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#3
Jetzt bei der Förderung ja nicht mehr nur Mindestlohn sondern Tariflohn vorgesehen. Steht ja nur das Coaching als möglicher Pferdefuß da. Das muß dann auch Arbeitszeit sein.
Ich nehme aber mal an dass das dann bald eine Neiddebatte nach sich zieht.
 

Gollum1964

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#4
Jetzt bei der Förderung ja nicht mehr nur Mindestlohn sondern Tariflohn vorgesehen.
Ich nehme aber mal an dass das dann bald eine Neiddebatte nach sich zieht.
das fürchte ich auch. Ich denke da nur an die vielen Telefonsklaven, die für 8,84 EUR schuften müssen.
 

Merkur

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#5
Das war alles schon mal da und was hat es gebracht ??? Nix
 

noillusions

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#6
das fürchte ich auch. Ich denke da nur an die vielen Telefonsklaven, die für 8,84 EUR schuften müssen.
Das ist eh der Gipfel der Perversion, dass das subventioniert wird auch über Aufstockerei:
Mit Steuergeldern die von Leuten bezahlt werden, die dann von anderen Leuten ungefragt angerufen werden um ihnen was aufzuschwatzen.
Von wegen "uns geht die Arbeit aus"...

Das war alles schon mal da und was hat es gebracht ??? Nix
Wann gab es schonmal Tariflohn für LZA mit zumindest 100%-Förderung bis Mindestlohn die ersten 2 Jahre?
Das es nix bringt mag sein, da Leute die Tariflohn kriegen zumindest in höheren Lohngruppen auch was können müssen und da haben LZA aus diversen Gründen einen schlechten stand.
Das wird dann vielleicht da genutzt bei den untersten Tarifgruppen oder wo es keine Tarife gibt zum Mindestlohn.
 
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#7
Gilt nur für die, die Hartz4 7 Jahre in den letzten 8 Jahren bezogen haben! :doh:
Sei froh, daß in diese Schikane-Maßnahmen, von der ohnehin nur der Arbeitgeber profitiert, nur einen "kleinen" Kreis treffen, was aber trotzdem einige hunderttausend ELO's sein werden.

Die armen Schweine, die es trifft, bekommen dann ohnehin nur den Mindestlohn, und der AG sackt dafür im Lauf der Beschäftigung des AN zehntausende von Euro an Lohnkostenzuschüssen "für nix" ein.

Noch dazu werden für den Langzeit-ELO dann nicht einmal Arbeitslosenversicherungsbeiträge entrichtet, sodaß er nach Ablauf dieser Zwangsmaßnahme sich vom ersten Tag an wieder im Hartz-IV-Terrorsystem befinden wird.
 

0zymandias

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#9
Der Mindestlohn von 9,19 € (2019) dürfte erheblich wahrscheinlicher als der Tariflohn sein.

Aus dem Link in #1 zitiert:
Nachteiliger Bezug zum Mindestlohn: Die Berechnung dieser Förderung nur nach dem Mindestlohn – und nicht nach dem tatsächlich gezahlten (Tarif-)Lohn – bringt erhebliche Nachteile: Sie setzt Anreize an Arbeitgeber, nur den Mindestlohn zu zahlen und so den »Sozialen Arbeitsmarkt« vorranging im Niedriglohnsektor zu etablieren. Arbeitnehmer mit Mindestlohn können vielfach nicht aus dem Hartz-IV-Bezug herauskommen. Tarifgebundene Arbeitgeber müssen die Lücke zwischen dem Lohnkostenzuschuss (nach Mindestlohn) und dem für sie geltenden Tariflohn mit Eigenmitteln schließen und haben so Wettbewerbsnachteile gegenüber denen, die nur den Mindestlohn zahlen.
 

Regensburg

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#10
Moin :)

ich habe dazu eine Verständnis Frage:

bei:
Lohnkostenzuschuss »Eingliederung von Langzeitarbeitslosen«
war es so, das ich mir ein Job gesucht habe und der AG könnte dieses Zuschuss beantragen.

bei:
Lohnkostenzuschuss »Teilhabe am Arbeitsmarkt«
steht:
wenn sie mit vom Jobcenter zugewiesenen
Heißt es jetzt das AG beim JC ein "Bedarf" anmeldet und JC tut irgendeinen zuweisen?

Nachtrag:

Ist ja Logisch - sonst hätte dieser 16i Zwang § keinen Sinn - also ähnlich wie z.B. beim 1€J.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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#11
Welcher Arbeitgeber laesst sich denn irgendwen zuweisen, den er nicht selber ausgesucht hat? Das wird doch nichts.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Hyana

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#12
Ein paar von uns (unter anderem meinewenigkeit) wurden doch schon für das neue Projekt vorgesehen . . .

"Es gibt zwar schon Geld, Träger und Planung, aber kein Gesetz . . das kommt wahrscheinlich Anfang 2019"

Wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte bei der Aussage.

Habe in meinem Fall dankend abgesagt weil ich noch ne andere Baustelle habe, und nicht wieder einer der ersten sein will.

Na wenigstens kann ich darauf vertrauen im nächsten Jahr mehr als 9€ als ausgelernte Fachkraft zu bekommen . . . .
 
E

ExitUser

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#15
Seid ihr sicher, dass keine Alo-Versicherung gezahlt wird?
Kann ich mir nicht vorstellen, denn dann fallen die Leute ja generell auch nach längerer Beschäftigung wieder zurück ins SGB II.

Berechnet wird der Zuschuss nach der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns (ab 2019: 9,19 pro Stunde) zuzügliche der pauschalisierten Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung – mit Ausnahme der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
Ich verstehe es so, dass der AV-Anteil von den Zuschüssen ausgenommen ist.
Fände ich auch logisch. Denn sonst bezuschusst die BA zusätzlich auch den Erwerb eines Alg 1 Anspruches.

Andererseits irritiert mich
der pauschalisierten Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung
Bei sozialvers.-pflichtigen Beschäftigungen gibt es keine pauschalierte SV. Die gibt es nur bei geringfügiger Beschäftigung.

Anyway, Statistikschönung durch steuersubventionierte prekäre Langzeitarbeitsplätze im Niedriglohnsektor ist totaler Unfug.

Hinzu kommt, wenn Kleinunternehmer dies beantragen haben die vermutlich kaum eine Chance. Vorzug wird sicherlich den gemeinnützigen Lohnausbeutern und größeren nicht tarifgebundenen Firmen und den drecks ZAFn gegeben.
 

noillusions

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#16
"Es gibt zwar schon Geld, Träger und Planung, aber kein Gesetz . . das kommt wahrscheinlich Anfang 2019"
Das ist auch wieder so ein Nepp - erst mal eine wahrscheinlich ewig lange Maßnahme und dann kann man VIELLEICHT einen solc hen geförderten Job machen.
Das ist dann eine tolle Hebelwirkung für die Alo-Statistik. Kommt mir bekannt vor aus dem Finanzmarkt-Bereich - da wird auch gerne gehebelt.
 

cibernauta

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#17
S
Hinzu kommt, wenn Kleinunternehmer dies beantragen haben die vermutlich kaum eine Chance. Vorzug wird sicherlich den gemeinnützigen Lohnausbeutern und größeren nicht tarifgebundenen Firmen und den drecks ZAFn gegeben.
Leihbuden wollen sich wohl kaum schwervermittelbare AN ans Bein binden.

Bei den heutigen Lohnsubventionen gibt es keine Unterscheidung; die kann jeder beantragen, der sich mit den Regularien einverstanden erklärt.

Letztlich werden die Anreize für AG wohl noch erhört, z.Bsp. durch eine Verkürzung der Nachbeschäftigungszeit.
 

fragende25

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#18
Ich kann mir nicht vorstellen, dass da was bei rauskommt und zwar für keine Seite. Auch ein AG der einen Job zu vergeben hat wird ihn wohl mit niemanden besetzen der 7 Jahre ALG 2 bezogen hat. Denn der wird sich denken, dass der Jobnehmer aus irgendeinem Grund so schwere Mängel hat, dass er den Job nicht ausführen kann. Damit ist dem AG ganz sicher nicht geholfen, falls dieser Job tatsächlich gemacht werden muss.

Damit kommen wohl nur merkwürdige Jobs in Frage, oder solche die bis jetzt als 1 Euro Jobs oder so durchgingen, also nichts was dringend erledigt werden muss.

Für mich klingt das wieder eher nach einem Instrument um Leute zu drangsalieren die wirklich nicht arbeiten können, aber von den Amtsärzten als arbeitsfähig eingestuft werden.
 

Gollum1964

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#19
Leihbuden wollen sich wohl kaum schwervermittelbare AN ans Bein binden.
wer denn sonst?
Tolle Jobs werden an dem Kundenkreis sicher nicht vergeben.
Letztlich nur Jobs, auf die sich ein Arbeitssuchender nicht freiwillig bewerben wird und die in der Jobbörse zum Ladenhüter mutieren.
Und da fallen mir als erstes ZAF und CC ein.
Zumal der Arbeitgeber finanziell in den ersten beiden Jahren keine Personalkosten hat wegen der 100%-Förderung.

Aber lassen wir uns in 2019 überraschen.:feiern:
 

Surfing

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#22
Das mit dem dauerhaften Bezug seit 2005: Da fallen sehr viele raus, weil das die BA eigenständig definiert was "dauerhaft" in Zeiträumen heißt. Die bekommen ihre Weisungen vom Bund (BMAS).
«Dauerhaft» heißt nach der BA-Definition, dass der Leistungsbezug nicht länger als 31 Tage unterbrochen wurde.
http://www.n-tv.de/ticker/Jeder-zeh...seit-2005-im-Hilfssystem-article20666398.html

Wer zwischendurch Beschäftigungen von mehr als 4 Wochen hatte, zählt schon nicht mehr als dauerhafter Bezieher.
 

Holler2008

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#25
Ich habe schon für nächsten Monat eine Termin wo das vorgestellt wird obwohl es noch nicht mal beschlossen ist.

- Also ich kann mir dann nicht aussuchen, welchen Arbeitgeber die fördern und mir wird ein Job zugewiesen?

- Wie sieht dieses Coaching aus? Mir wurde schon angedroht, ich müsse dann kurzfristig erreichbar sein und dann endlich Telefon und Email angeben.
Ich habe schon klargestellt dass das nicht passieren wird und wenn einer bei mir vorbeikommt, sofort die Polizei zur Entfernung gerufen wird.
 

erwerbsuchend

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#26
- Also ich kann mir dann nicht aussuchen, welchen Arbeitgeber die fördern und mir wird ein Job zugewiesen?
Das kann dir passieren, dass dir ein Job zugewiesen wird.

- Wie sieht dieses Coaching aus? Mir wurde schon angedroht, ich müsse dann kurzfristig erreichbar sein und dann endlich Telefon und Email angeben.
Vermutlich wird dieses Coaching so ähnlich sein wie beim ESF-LZA-Projekt.

Wer sagt, dass es eine gesetzliche Verpflichtung gäbe, dass du per Telefon und E-Mail erreichbar sein musst? Welche Rechtsgrundlage wurde dir verbindlich genannt?
 

Holler2008

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#27
Welche Rechtsgrundlage wurde dir verbindlich genannt?
Natürlich keine. Ich müsse durch Angabe von Tel. und Email guten Willen zeigen, damit ich dann mit Aufnahme in dieses Programm "belohnt" werde.
Ich fürchte ich werde trotzdem "belohnt".

Außerdem soll ich erreichbar sein, wenn kurzfristig was frei wird, dass der SB fördern möchte.

Ist doch sowas von klar, dass dann Firmen, zu denen SBs persönliche Beziehungen haben, bevorzugt werden und das sind meist ZAFs.
 

Gollum1964

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#28
- Also ich kann mir dann nicht aussuchen, welchen Arbeitgeber die fördern und mir wird ein Job zugewiesen?
nabend Holler,

siehe da:

https://www.elo-forum.org/weiterbil...-18-teilhabechancengesetz-2019-firma-qeu.html

So wie ich das verstanden habe, muß du eine halbjährige Vorbereitungsmaßnahme durchlaufen, um in den "Bewerberpool" für diese Jobs zu kommen.
Ob du letztendlich so einen Job ergatterst und von welcher Qualität dieser ist, steht dann in den Sternen.
Also eine Wundertüte.
 

Holler2008

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#29
@Gollum1964
Ja aber wo steht denn, dass es einer Vorbereitung bedarf, um für diese Förderung in Betracht zu kommen?
Das haben sich doch nur die Jobcenter ausgedacht, um Gründe für wieder eine Maßnahme zu haben. Gesetzlich ist so eine Vorbereitung nicht vorgeschrieben, so wie ich das sehe.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Gollum1964

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#30
Das haben sich doch nur die Jobcenter ausgedacht, um Gründe für wieder eine Maßnahme zu haben. Gesetzlich ist so eine Vorbereitung nicht vorgeschrieben, so wie ich das sehe.
hast recht, so ganz ausgegoren scheint diese Geschichte noch nicht zu sein. Dass du allerdings die ganze Zeit "begleitet" wirst neben der normalen Arbeit, ist jedoch schon bei der Vorstellung dieses Programms im Bundestag letzte Woche freitag mehrfach erwähnt worden. Ich würde mich auch gegen die Zwangsbetreuung sträuben.
Und man möchte die Arbeitgeber, die zu 100% gefördert werden, ja nicht mit unzumutbaren Fällen belasten, so dass diese Vorauswahl sicher Sinn macht.

Nächsten Monat bist du bestimmt schlauer.
 

erwerbsuchend

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#31
Natürlich keine. Ich müsse durch Angabe von Tel. und Email guten Willen zeigen
Außerdem soll ich erreichbar sein, wenn kurzfristig was frei wird, dass der SB fördern möchte.
Wer sagt denn, dass du langfristig überhaupt die notwendige Infrastruktur in betriebsbereitem Zustand vorhalten kannst? Du bist doch schon lange im Forum unterwegs, du müsstest doch die ganzen Tricks kennen, wie man keine Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben muss :wink: Also mach dir da mal keine unnötigen Gedanken. Wenn SB etwas will, dann soll er es dir schriftlich geben. Schließlich musst du nur einen funktionierenden Postkasten aufweisen :wink:
 

cibernauta

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#32
Quasselbuden, verstehe. Ich denke, es wird Kriterien geben, welche AG da in Frage kommen. Bisher ist es ja eher so, dass man sich selbst eine AG sucht, der dann eine Förderung beantragen kann. Wenn sich das nicht ändert, hätten die Betroffenen selbst Einfluss darauf, wer davon profitieren kann.

Das Ganze soll doch auch freiwillig sein, oder nicht?
 

Gollum1964

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#33
Bisher ist es ja eher so, dass man sich selbst eine AG sucht, der dann eine Förderung beantragen kann.

Das Ganze soll doch auch freiwillig sein, oder nicht?
Das Programm ist für Leute ausgelegt, die 0 Chance haben, selber einen Arbeitsplatz zu finden. Also werden diese zwangsbeglückt. Es wurde hier im Forum schon mehrfach erwähnt, dass man zugewiesen wird, also eher nix mit Freiwilligkeit.
 

noillusions

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#34
Dass du allerdings die ganze Zeit "begleitet" wirst neben der normalen Arbeit, ist jedoch schon bei der Vorstellung dieses Programms im Bundestag letzte Woche freitag mehrfach erwähnt worden. Ich würde mich auch gegen die Zwangsbetreuung sträuben.
Warum eigentlich? Wenn der Job langweilig ist, stattdessen mit einem Coach blabla machen, halt aufpassen wie beim SB dass man da nix falsches sagt - statt arbeiten doch besser.
 

erwerbsuchend

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#35
stattdessen mit einem Coach blabla machen, halt aufpassen wie beim SB dass man da nix falsches sagt
Willst du wirklich mit einem Coach über Probleme sprechen, die du gar nicht hast? Da kann dann eine Stunde schon ziemlich lang werden.
 

Holler2008

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#36
Warum eigentlich? Wenn der Job langweilig ist, stattdessen mit einem Coach blabla machen, halt aufpassen wie beim SB dass man da nix falsches sagt - statt arbeiten doch besser.
Ja aber du musst dich mit dem auch abgeben schon bevor du einer Stelle zwangszugewiesen wurdest.
 

noillusions

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#37
Willst du wirklich mit einem Coach über Probleme sprechen, die du gar nicht hast? Da kann dann eine Stunde schon ziemlich lang werden.
Das kenne ich schon aus meiner Umschulung. Die Fast-Pensionärin wollte wohl auch ihr Kunden-Kontakte-Dichte-Soll klarkriegen - eine Stunde blabla belangloses Zeug - dass ich bei privatem Kram mauere schien die zu wissen - versuchte die gar nicht mal mehr. Ergebnis: halben Tag nicht arbeiten (Fahrt dauert ja auch) und eine Stunde blabla. Die müssen arbeiten. Ich hab Zeit. Irgendwann wurde ich immer weggeschickt. Zu Berufsschul-Zeiten wurde ich nie vorgeladen.
Ja aber du musst dich mit dem auch abgeben schon bevor du einer Stelle zwangszugewiesen wurdest.
Das ist was anderes, ich schrieb ja auch dass das Nepp ist mit diesen Massnahmen vorneweg.
 

cibernauta

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#38
Es wurde hier im Forum schon mehrfach erwähnt, dass
Ja, was hier schon alles erwähnt wurde ...:icon_laber:

Ich weiß nicht, was die Freiwilligkeit mit der Zielgruppe zu tun haben soll. AG erwarten in der Regel eine verwertbare Leistung von ihren AN. Wenn ich an unsere Praktikanten denke, ist das eher mit Aufwand und Beeinträchtigung der Arbeitsabläufe verbunden.

Bei der heutigen 100%-Lohnsubvention versteht man es als eine Art Probezeit, wo sich beide Seiten unverbindlich kennenlernen können. Das fände ich gut, wenn mehr "Chancenlose" diese Möglickeit bekämen.
 

Gollum1964

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#39
Ja, was hier schon alles erwähnt wurde ...:icon_laber:
moin cibernauta,

ich kann mir Zahlen gut merken, nicht so sehr Paragraphen::sorry:

https://www.hartziv.org/news/20180711-neue-sgb-ii-aenderung-hartz-iv-zwangsarbeit-gesetz.html

Hier ist auch von "Zuweisung" in §16i SGB2 die Rede, was nicht gleichbedeutend mit Freiwilligkeit ist.

In diesem Thread ist immer die Rede, dass es nur Leute treffen kann, die mindestens 7 Jahre am Stück nur ALG2 bezogen haben. Das ist mitnichten so. Es gibt dazu auch eine "Light Version": §16e SGB2
Auch hier ist eine Zuweisung möglich, wenn man in den letzten 24 Monaten mindestens 21 Monate am Jobcenter-Tropf hing. Der Arbeitgeber erhält hier nicht 100, sondern 75 % der Lohnkosten für 2 Jahre ersetzt und es besteht eine Nachbeschäftigungspflicht von 6 Monaten.
Diese Regelung dürfte sehr viele hier im Forum betreffen.
 

cibernauta

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#40
Hallo Gollum1964,

letztlich ist es nicht unpopulär, dass für den Bezug von Sozialleistungen eine Gegenleistung erwartet werden darf. Bei den MAE's hast du auch Zuweisungen, trotzdem haben sich viele diese Jobs freiwillig gesucht, um ein wenig mehr Geld zu haben.

Die Gewerkschaften waren da auch schon mal weiter als heute. Letztlich kann man Arbeitsplätze nicht schaffen sondern nur die vorhandene Arbeit verteilen. Heute geht es fast nur noch um Bestandsschutz für die eigenen Mitglieder; eine Vision für den Arbeitsmarkt insgesamt haben sie offensichtlich nicht.

Als Einzelner kann man vermutlich nur immer wieder versuchen, etwas Sinnvolles zu finden. Laut Aussage von DRV und AfA ist mir der Arbeitsmarkt auch verschlossen. Letztlich habe ich selbst etwas gefunden. Die Lohnsubventionen hat der AG natürlich gerne "mitgenommen". Die Nachbeschäftigungszeit ist längst abgelaufen und ich arbeite immer noch dort.
 

Hyana

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#41
Ich hab meinen Flyer noch hier liegen.
Alles sehr zweischneidig.

Auf der einen Seite sehe ich das positiv mit der "Betreuung" (Coach), habe immer wieder Menschen kennengelernt, die das bitter nötig gehabt hätten . . .

Auf der anderen Seite sehe ich jene die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und aus vollkommen anderen Gründen schwer vermittelbar sind (Kindererziehung, Pflege in der Familie, jegliche Art von Behinderung . . .) und eventuell im privaten Bereich schon jegliche Hilfe in Anspruch nehmen - die schütteln natürlich den Kopf, weil der Bock zum Gärtner kommt.

Mich stört in diesem Punkt auch diese Zwangs-Coach Sache, denn was soll der mir denn von meinem Leben erzählen, was Ärzte und Gesprächsthera Jahrelang gelernt haben?

Glaskugel-Wunderheilung-Vermittlungshemmnisse wegzauber?

Ich falle leider (wie einige meiner aktuellen Arbeitskollegen) durchs komplette Raster. Ich schätze min 80% sind dort mit IHK Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung.
Doch aufgrund von körperlich/seelischen (was auch immer Gründen) nicht voll einsatzfähig und haben zu allem Überfluss noch eine Menge Pech.
(Wie sollte man sich sonst anders erklären, wie eine Frau Anfang 30 aufgrund ihrer körperlichen Erkrankung nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten DARF und mit allen mitteln für eine Umschulung kämpft? Aktuelle Stand: ob Bewilligung steht erfährt sie frühstens in 6 Wochen . . .)

Da aber auch niemand beim Amt in der Lage ist und anständig zu helfen, heißt es wir wollen nicht arbeiten und/oder sind schwer vermittelbar.
(Ironie) Das könnte man ja aufgrund der Bewertung des ärztlichen Dienstes nachvollziehen.
Dabei glaube ich kaum, dass mehr als 10% jemals anständig vom Psych Dienst oder einem anderen "Fachmann" anständig begutachtet wurden . . .
 
Zuletzt bearbeitet:

Matt45

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#42
Wie werden grundsätzlich Vermittlungshemmnisse intern beim JC "behandelt"? Gibt es hier Erfahrungen?

Dieses habe ich gefunden. Nach meiner Meinung passt irgendein Grund bestimmt bei fast jeden. Ist diese Auflistung noch aktuell(Dieses stammt von einem JC aus 2011)?

- Langzeitarbeitslosigkeit
- Keine oder nur geringe berufliche und/oder schulische Kenntnisse
- Überschuldung
- Unterhaltsverpflichtungen
- Ohne ausreichende oder nur mit geringen Kinderbetreuungsmöglichkeiten
- Negatives Erscheinungsbild
- Schlechtes Berufsbild/ Lücken im Lebenslauf
- Alkoholabhängigkeit
- Drogenkonsum
- Geringe Deutschkenntnisse
- Geringe Motivation
- Geringe Mobilität ( regional und/oder beruflich )
- Unselbständiges Verhalten
- Eintragungen im Führungszeugnis / Vorstrafen
- Erhebliche Schwierigkeiten im familiären Umfeld


Mir war gar nicht bekannt, dass eine Unterhaltsverpflichtung(mit Urkunde ist wohl gemeint) schon ein Hemmniss ist. Ich alleine kenne 5 Familien die es betrifft.
 
Zuletzt bearbeitet:

RobbiRob

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#43
Es -soll- (ohne Wertung) halt Unterhaltspflichtige geben, die es vorziehen Zuhause zu bleiben, statt für den Ex-Partner incl. Kind zu schuften.
 

Matt45

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#44
Genau dieses ist bei Unterhaltspflichtigen nicht möglich, wenn eine Urkunde vorhanden ist. Sonst wäre eine Urkunde völlig nutzlos.

Man muß hier immer unterscheiden ob es einen Titel gibt.

Die Leute die ich kenne denken übrigens alle ganz anders(Väter die alles machen für die Kinder), ein Problem ist allerdings oft der Lohn bzw. Höhe vom Einkommen.

Was mir aber neu ist, dass Unterhaltspflichtige auch zu Leuten mit Vermittlungsproblemen gehören.

Vielleicht sogar wegen Einkommen?
 

götzb

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#46
Hallo Gollum1964,

letztlich ist es nicht unpopulär, dass für den Bezug von Sozialleistungen eine Gegenleistung erwartet werden darf.
Und was wäre, wenn man Geld spart (also das des Steuerzahlers) wenn man den Arbeitslosen einfach in Ruhe lässt ? In Bezug auf Schwervemittelbare mit multiplen Hemmnissen ?

Oder geht es hier um Gegenleistung der Gegenleistung willens ?

Ansonsten Zuweisung und Arbeitsvertrag schneidet sich.
Es ist nicht möglich, in einen Job zuzuweisen, selbst wenn dieser zu 100 Prozent gefördert wird. Zugewiesen werden kann nur in eine Maßnahme.
 

cibernauta

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#47
Oder geht es hier um Gegenleistung der Gegenleistung willens ?
Das musst du schon diejenigen fragen, bei denen das populär ist. Wenn jemand nicht arbeiten will oder kann, werden diese neuen Angebote das auch nicht ändern.

Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass man gemeinsam mit den Menschen eine Lösung findet, ohne Zwang.

AG - vor allem die kleineren - würden sich mit finanzieller Sicherheit vielleicht häufiger trauen einen Bewerber mit Vermittlungshemmnissen einzustellen.

Dass man hier beabsichtigt, Leih- oder Quasselbuden mit billigem Personal zu versorgen, halte ich für arg spekulativ.
Da hilft dann nur noch der Aluhut. :biggrin:
 
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