Neues ab 2019 bei Hartz4 und neuer Mindestlohn

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Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Insgesamt sind es 470 000 die seit Anfang an nichts anderes bezogen haben.

Und warum gibt es nicht Zuschüsse direkt an die Arbeitnehmer sondern immer nur an die Arbeitgeber?

Von solchen Zuschüssen träumt jeder Selbstständige usw.
 

noillusions

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Jetzt bei der Förderung ja nicht mehr nur Mindestlohn sondern Tariflohn vorgesehen. Steht ja nur das Coaching als möglicher Pferdefuß da. Das muß dann auch Arbeitszeit sein.
Ich nehme aber mal an dass das dann bald eine Neiddebatte nach sich zieht.
 

Gollum1964

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Jetzt bei der Förderung ja nicht mehr nur Mindestlohn sondern Tariflohn vorgesehen.
Ich nehme aber mal an dass das dann bald eine Neiddebatte nach sich zieht.

das fürchte ich auch. Ich denke da nur an die vielen Telefonsklaven, die für 8,84 EUR schuften müssen.
 

Merkur

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Das war alles schon mal da und was hat es gebracht ??? Nix
 

noillusions

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das fürchte ich auch. Ich denke da nur an die vielen Telefonsklaven, die für 8,84 EUR schuften müssen.

Das ist eh der Gipfel der Perversion, dass das subventioniert wird auch über Aufstockerei:
Mit Steuergeldern die von Leuten bezahlt werden, die dann von anderen Leuten ungefragt angerufen werden um ihnen was aufzuschwatzen.
Von wegen "uns geht die Arbeit aus"...

Das war alles schon mal da und was hat es gebracht ??? Nix

Wann gab es schonmal Tariflohn für LZA mit zumindest 100%-Förderung bis Mindestlohn die ersten 2 Jahre?
Das es nix bringt mag sein, da Leute die Tariflohn kriegen zumindest in höheren Lohngruppen auch was können müssen und da haben LZA aus diversen Gründen einen schlechten stand.
Das wird dann vielleicht da genutzt bei den untersten Tarifgruppen oder wo es keine Tarife gibt zum Mindestlohn.
 

JobcenterAffe

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Gilt nur für die, die Hartz4 7 Jahre in den letzten 8 Jahren bezogen haben! :doh:
Sei froh, daß in diese Schikane-Maßnahmen, von der ohnehin nur der Arbeitgeber profitiert, nur einen "kleinen" Kreis treffen, was aber trotzdem einige hunderttausend ELO's sein werden.

Die armen Schweine, die es trifft, bekommen dann ohnehin nur den Mindestlohn, und der AG sackt dafür im Lauf der Beschäftigung des AN zehntausende von Euro an Lohnkostenzuschüssen "für nix" ein.

Noch dazu werden für den Langzeit-ELO dann nicht einmal Arbeitslosenversicherungsbeiträge entrichtet, sodaß er nach Ablauf dieser Zwangsmaßnahme sich vom ersten Tag an wieder im Hartz-IV-Terrorsystem befinden wird.
 

0zymandias

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Der Mindestlohn von 9,19 € (2019) dürfte erheblich wahrscheinlicher als der Tariflohn sein.

Aus dem Link in #1 zitiert:
Nachteiliger Bezug zum Mindestlohn: Die Berechnung dieser Förderung nur nach dem Mindestlohn – und nicht nach dem tatsächlich gezahlten (Tarif-)Lohn – bringt erhebliche Nachteile: Sie setzt Anreize an Arbeitgeber, nur den Mindestlohn zu zahlen und so den »Sozialen Arbeitsmarkt« vorranging im Niedriglohnsektor zu etablieren. Arbeitnehmer mit Mindestlohn können vielfach nicht aus dem Hartz-IV-Bezug herauskommen. Tarifgebundene Arbeitgeber müssen die Lücke zwischen dem Lohnkostenzuschuss (nach Mindestlohn) und dem für sie geltenden Tariflohn mit Eigenmitteln schließen und haben so Wettbewerbsnachteile gegenüber denen, die nur den Mindestlohn zahlen.
 

Regensburg

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Moin :)

ich habe dazu eine Verständnis Frage:

bei:
Lohnkostenzuschuss »Eingliederung von Langzeitarbeitslosen«
war es so, das ich mir ein Job gesucht habe und der AG könnte dieses Zuschuss beantragen.

bei:
Lohnkostenzuschuss »Teilhabe am Arbeitsmarkt«
steht:
wenn sie mit vom Jobcenter zugewiesenen
Heißt es jetzt das AG beim JC ein "Bedarf" anmeldet und JC tut irgendeinen zuweisen?

Nachtrag:

Ist ja Logisch - sonst hätte dieser 16i Zwang § keinen Sinn - also ähnlich wie z.B. beim 1€J.
 
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ExUser 2606

Gast
Welcher Arbeitgeber laesst sich denn irgendwen zuweisen, den er nicht selber ausgesucht hat? Das wird doch nichts.
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G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Ein paar von uns (unter anderem meinewenigkeit) wurden doch schon für das neue Projekt vorgesehen . . .

"Es gibt zwar schon Geld, Träger und Planung, aber kein Gesetz . . das kommt wahrscheinlich Anfang 2019"

Wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte bei der Aussage.

Habe in meinem Fall dankend abgesagt weil ich noch ne andere Baustelle habe, und nicht wieder einer der ersten sein will.

Na wenigstens kann ich darauf vertrauen im nächsten Jahr mehr als 9€ als ausgelernte Fachkraft zu bekommen . . . .
 
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ExitUser

Gast
Seid ihr sicher, dass keine Alo-Versicherung gezahlt wird?
Kann ich mir nicht vorstellen, denn dann fallen die Leute ja generell auch nach längerer Beschäftigung wieder zurück ins SGB II.

Berechnet wird der Zuschuss nach der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns (ab 2019: 9,19 pro Stunde) zuzügliche der pauschalisierten Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung – mit Ausnahme der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.

Ich verstehe es so, dass der AV-Anteil von den Zuschüssen ausgenommen ist.
Fände ich auch logisch. Denn sonst bezuschusst die BA zusätzlich auch den Erwerb eines Alg 1 Anspruches.

Andererseits irritiert mich
der pauschalisierten Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung

Bei sozialvers.-pflichtigen Beschäftigungen gibt es keine pauschalierte SV. Die gibt es nur bei geringfügiger Beschäftigung.

Anyway, Statistikschönung durch steuersubventionierte prekäre Langzeitarbeitsplätze im Niedriglohnsektor ist totaler Unfug.

Hinzu kommt, wenn Kleinunternehmer dies beantragen haben die vermutlich kaum eine Chance. Vorzug wird sicherlich den gemeinnützigen Lohnausbeutern und größeren nicht tarifgebundenen Firmen und den drecks ZAFn gegeben.
 

noillusions

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"Es gibt zwar schon Geld, Träger und Planung, aber kein Gesetz . . das kommt wahrscheinlich Anfang 2019"

Das ist auch wieder so ein Nepp - erst mal eine wahrscheinlich ewig lange Maßnahme und dann kann man VIELLEICHT einen solc hen geförderten Job machen.
Das ist dann eine tolle Hebelwirkung für die Alo-Statistik. Kommt mir bekannt vor aus dem Finanzmarkt-Bereich - da wird auch gerne gehebelt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
S
Hinzu kommt, wenn Kleinunternehmer dies beantragen haben die vermutlich kaum eine Chance. Vorzug wird sicherlich den gemeinnützigen Lohnausbeutern und größeren nicht tarifgebundenen Firmen und den drecks ZAFn gegeben.

Leihbuden wollen sich wohl kaum schwervermittelbare AN ans Bein binden.

Bei den heutigen Lohnsubventionen gibt es keine Unterscheidung; die kann jeder beantragen, der sich mit den Regularien einverstanden erklärt.

Letztlich werden die Anreize für AG wohl noch erhört, z.Bsp. durch eine Verkürzung der Nachbeschäftigungszeit.
 

fragende25

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass da was bei rauskommt und zwar für keine Seite. Auch ein AG der einen Job zu vergeben hat wird ihn wohl mit niemanden besetzen der 7 Jahre ALG 2 bezogen hat. Denn der wird sich denken, dass der Jobnehmer aus irgendeinem Grund so schwere Mängel hat, dass er den Job nicht ausführen kann. Damit ist dem AG ganz sicher nicht geholfen, falls dieser Job tatsächlich gemacht werden muss.

Damit kommen wohl nur merkwürdige Jobs in Frage, oder solche die bis jetzt als 1 Euro Jobs oder so durchgingen, also nichts was dringend erledigt werden muss.

Für mich klingt das wieder eher nach einem Instrument um Leute zu drangsalieren die wirklich nicht arbeiten können, aber von den Amtsärzten als arbeitsfähig eingestuft werden.
 

Gollum1964

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Leihbuden wollen sich wohl kaum schwervermittelbare AN ans Bein binden.

wer denn sonst?
Tolle Jobs werden an dem Kundenkreis sicher nicht vergeben.
Letztlich nur Jobs, auf die sich ein Arbeitssuchender nicht freiwillig bewerben wird und die in der Jobbörse zum Ladenhüter mutieren.
Und da fallen mir als erstes ZAF und CC ein.
Zumal der Arbeitgeber finanziell in den ersten beiden Jahren keine Personalkosten hat wegen der 100%-Förderung.

Aber lassen wir uns in 2019 überraschen.:feiern:
 

Surfing

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Das mit dem dauerhaften Bezug seit 2005: Da fallen sehr viele raus, weil das die BA eigenständig definiert was "dauerhaft" in Zeiträumen heißt. Die bekommen ihre Weisungen vom Bund (BMAS).
«Dauerhaft» heißt nach der BA-Definition, dass der Leistungsbezug nicht länger als 31 Tage unterbrochen wurde.
https://www.n-tv.de/ticker/Jeder-ze...seit-2005-im-Hilfssystem-article20666398.html

Wer zwischendurch Beschäftigungen von mehr als 4 Wochen hatte, zählt schon nicht mehr als dauerhafter Bezieher.
 

Holler2008

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Ich habe schon für nächsten Monat eine Termin wo das vorgestellt wird obwohl es noch nicht mal beschlossen ist.

- Also ich kann mir dann nicht aussuchen, welchen Arbeitgeber die fördern und mir wird ein Job zugewiesen?

- Wie sieht dieses Coaching aus? Mir wurde schon angedroht, ich müsse dann kurzfristig erreichbar sein und dann endlich Telefon und Email angeben.
Ich habe schon klargestellt dass das nicht passieren wird und wenn einer bei mir vorbeikommt, sofort die Polizei zur Entfernung gerufen wird.
 
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