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Neuer Job zum 1.9. - Vorgehen & was MUSS ich meinem neuen Arbeitgeber sagen?

ExtraO

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#1
Hallo zusammen,

ich beziehe aktuell noch als selbstständiger Aufstocker ALG2, habe zum 1.9. aber eine Festanstellung gefunden.

Ich habe eben meinen SB angerufen, bin bei der Zentrale bei einer Mitarbeiterin gelandet, die schon mal grob die Rahmenbedingungen aufgenommen hat (Arbeitsbeginn, Stundenzahl, Arbeitgeber, ...)
Sie meinte mir werden noch Unterlagen zugeschickt, die ich vom neuen Arbeitgeber unterschreiben lassen soll und man braucht dann eine Kopie von der Lohnsteuerabrechnung und Nachweis des 1. Gehalts.

Ehrlich gesagt ist es mir aber nicht Recht, dass mein neuer Arbeitgeber weiß, dass ich nebenbei ALG 2 bezogen habe. Inwiefern muss ich das zulassen? Bekommt er es evtl. so oder so mit (z.B. über die Krankenkassen- oder Pflegeversicherungs-Ummeldung)? Wie gehe ich am besten vor um das zu verhindern und was sind meine Pflichten beim Umstieg von ALG2 zur Festanstellung?

Mein BWZ geht noch bis inkl. 30.09. und ich würde die Leistungszahlung für den September gerne noch mitnehmen, da es sonst finanziell evtl. etwas knapp wird. Vielen Dank schon mal!
 

TazD

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#2
Ich an deiner Stelle würde mich schon mal auf den WorstCase einstellen und damit rechnen, dass du zum 01.09. keine Leistungen mehr ausgezahlt bekommst.
Mit Leistungseinstellungen aufgrund Arbeitsaufnahme sind die JC immer sehr schnell. Dass du dein erstes Gehalt erst im nachhinein für den September bekommst, ist dem JC herzlich egal.

Schau mal hier hinein:
https://www.elo-forum.org/allgemein...unden-01-09-laeuft-abmelden-anspruch-alg.html

Das ist im Endeffekt genauso wie bei dir. Nur dass derjenige vorher gefragt hat.
 

ExtraO

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#3
Erstmal danke für die schnelle Antwort! Ja, eigentlich sollte ich es besser wissen, vorher hier zu fragen...

Die Mitarbeiterin hat extra gefragt, wann das Gehalt voraussichtlich eingeht (Ich: "Wahrscheinlich Anfang Oktober") und ob ich freiwillig auf die Leistungen für September verzichten möchte ("Nein."). In einem vorherigen Post hast du mir bereits erklärt, dass das Zuflussprinzip gilt, das ist mir nun klar. Mir geht es aber gar nicht mal primär nur um die Leistungen, zur Not kann ich das überbrücken.

Es geht mir vor allem darum, wie ich vorgehen muss, damit mein neuer Arbeitgeber nichts vom ALG mitbekommt. Ich arbeite in einer recht prestigeträchtigen Branche und da kommt das leider bestimmt nicht so gut an.

Was geht es das JC überhaupt an, was ich nach der Abmeldung mache, also Verdienst, Arbeitszeiten, etc? Die Stelle ist unbefristet und ich habe sie selbst gefunden.
 

TazD

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#4
Für das JC ist es relevant, ob du tatsächlich komplett aus dem Leistungsbezug fällst und aufgrund des Zuflussprinzips ist der erste Geldeingang relevant.
Dafür sind idR Verdienstbescheinigung/Einkommensnachweis und die Kontoauszüge vorzulegen.

Beides sind Unterlagen, die dir früher oder später ohnehin bei dir vorliegen sollten, ohne dass du damit den AG belästigen musst.
Eine gesonderte Unterschrift des AG halte ich für überflüssig (und die Forderung für rechtlich nicht haltbar).
Der Einkommensnachweis wird ja direkt vom AG ausgestellt und den bekommst du so oder so. Dort vermerkt sind alle Zahlungen und Abzüge und mehr hat das JC nicht zu interessieren.

Irrelevant ist auch deine Stundenanzahl. Trotz aller Freude über die Vollzeitstelle solltest du weiterhin sparsam mit Infos gegenüber dem JC umgehen und alles schriftlich erledigen. Dann kann man auch einen Moment über die Anfrage nachdenken und wird am Telefon nicht mit Fragen überrumpelt.
 

ExtraO

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#5
Alles klar, danke für deine Hilfe!

Dann werde ich der Forderung nicht nachkommen und dem JC dann im Oktober den Einkommensnachweis + Kontoauszug vorlegen.

Du hast schon Recht mit deinem Hinweis. Bin bis jetzt zwar immer fair behandelt worden, aber es stimmt leider, je weniger Infos das JC hat, desto besser.
 

qwertz123

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#6
Hättest du dir alles sparen können, ein Anruf am 1.9 ich habe Arbeit meldet mich ab und tschüss hätte gereicht, mehr geht die nicht an. Und dann einfach Abrechnungen einmal vorlegen, fertig.

Was geht den SB der Arbeitgeber, Arbeitszeit etc... an, du bist weg vom Amt das ist das einzigste was die zu interessieren hat.
Klar will der das wissen, der schreibt das dann auf seine Kappe und stellt das so hin als hätte er dich vermittelt weil der sicher dann irgendwelche Prämien bekommt, den Gefallen würde ich ihn nicht utn.
 

ExtraO

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#7
Sprich: Die Fragen diesbezüglich waren rein für statistische Zwecke, richtig? Also ich brauche keine Angst haben, dass die in der neuen Firma anrufen und fragen, ob ich dort tatsächlich beschäftigt bin?
Bin immer wieder überrascht, wie neugierig das JC doch ist bei Angelegenheiten, auf die sie rechtlich keinen Auskunftsanspruch haben...
 
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#8
Sprich: Die Fragen diesbezüglich waren rein für statistische Zwecke, richtig? Also ich brauche keine Angst haben, dass die in der neuen Firma anrufen und fragen, ob ich dort tatsächlich beschäftigt bin?
Bin immer wieder überrascht, wie neugierig das JC doch ist bei Angelegenheiten, auf die sie rechtlich keinen Auskunftsanspruch haben...

Bitte vorsichtig sein bei mir hat das JC auch mal einen AG angerufen, und Infos verlangt, das ende vom Lied war das ich entlassen wurde.
 

ExtraO

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#10
Bitte vorsichtig sein bei mir hat das JC auch mal einen AG angerufen, und Infos verlangt, das ende vom Lied war das ich entlassen wurde.
Mist, genau auf so etwas habe ich eben keine Lust...
Dann werde ich, sobald ich die Unterlagen habe, die ich unterschreiben lassen soll, ein Schreiben an das JC aufsetzen, in dem ich ihnen schildere, dass sie von mir den Einkommensnachweis + Kontoauszüge bekommen, nicht mehr, und sie es unterlassen sollen, den AG zu kontaktieren, wenn sie mich nicht bald wieder am Hals haben wollen.

@qwertz123: Ich hoffe du hast Recht. In dem Moment war ich überrumpelt und dachte mich nichts Böses, nach Sanktionen o.ä. habe ich nicht gefragt. Wieder eine Lektion, warum Schriftverkehr der König ist.
 

TazD

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#11
Mist, genau auf so etwas habe ich eben keine Lust...
Dann werde ich, sobald ich die Unterlagen habe, die ich unterschreiben lassen soll, ein Schreiben an das JC aufsetzen, in dem ich ihnen schildere, dass sie von mir den Einkommensnachweis + Kontoauszüge bekommen, ....
Empfiehlt sich auf alle Fälle.

.... und sie es unterlassen sollen, den AG zu kontaktieren, wenn sie mich nicht bald wieder am Hals haben wollen.
Das würde ich mir sparen. Das ist denen nämlich egal, ob du da bald wieder auf der Matte stehst oder nicht.
"Anruf des JC" ist auch kein zulässiger Kündigungsgrund, also nicht gleich verunsichern lassen. Da wird schon mehr hinter der Kündigung gesteckt haben, als nur ein simpler Anruf des JC.

Du hast dich beworben, du hast gegenüber anderen Bewrbern den Vorzug erhalten; also will man auch dich in der Firma. Wenn ich Personalverantwortlicher wäre und will eine Person XY, weil ich der Meinung bin, dass der zum Unternehmen passt und dem Unternehmen hilft, dann wird mich ein poppeliger Anruf eines poppeligen JC nicht umstimmen. Da müssen schon andere Gründe kommen.
 
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#13
Mist, genau auf so etwas habe ich eben keine Lust...
Dann werde ich, sobald ich die Unterlagen habe, die ich unterschreiben lassen soll, ein Schreiben an das JC aufsetzen, in dem ich ihnen schildere, dass sie von mir den Einkommensnachweis + Kontoauszüge bekommen, nicht mehr, und sie es unterlassen sollen, den AG zu kontaktieren, wenn sie mich nicht bald wieder am Hals haben wollen.
Ich will wünsch Dir alles gute und viel Spaß und ich möchte Dir keine Panik machen, ich hatte mich erkundigt welche unterlagen sie verlangen können (Datenschutzbeauftragten) als Antwort habe ich bekommen das die Anmeldung zur RV als Kopie ausreichend ist da geht alles daraus hervor Du kannst auch einiges schwärzen z.B. alles was mit dem AG zusammenhängt auch die Betreibsnummer.

Das hatte ich auch gemacht, das JC hat mir dann einen Außendienstler los geschickt um mir nach zu Spionieren, ich dachte wir hatten bespitzeln mit der DDR hinter uns gelassen. Ich habe es erfahren weil ich Akteneinsicht verlangte, und es fehlten offensichtlich ein paar Seiten die ich dann Gerichtlich erzwingen musste.

Ich Frage mich, was der AG da unterschreiben soll.
Der AG soll unterschreiben das der Arbeitsplatz auf seine Vermittlung hin zustande gekommen ist, damit das JC bzw auch der SB die Vermittlungsprämie kassieren kann,
 
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Kerstin_K

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#14
Der AG soll unterschreiben das der Arbeitsplatz auf seine Vermittlung hin zustande gekommen ist, damit das JC bzw auch der SB die Vermittlungsprämie kassieren kann,
Ein vernünftiger Arbeitgeber wird das nur unterschreiben, wenn es stimmt.
 

RoxyMusic

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#15
Ich schätze, das wird eher die Einkommensbescheinigung sein, die, wie schon geschrieben wurde, nicht nötig ist, wenn Lohnabrechnung und Kontoauszug eingereicht werden. Am besten - um die doppelte Datenerhebung (Anforderung beim Arbeitgeber) zu verhindern - mit kurzem Begleitschreiben, dass man sich bei weiteren Fragen an den LE wenden möge.
 
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ExtraO

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#16
Update: Das Schreiben des JC ist da!


Hier mein Antwortschreiben, über ein kurzes Feedback, ob das so passt, wäre ich sehr dankbar!

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantworte ich Ihr Schreiben vom 17.08.2017, in dem Sie Folgendes von mir angefordert haben:

- Die Anlage EK
- Eine vom Arbeitgeber ausgefüllte Einkommensbescheinigung
- Meinen Arbeitsvertrag

Nachfolgend meine Stellungnahme:

Mein zukünftiger Arbeitgeber hat keine Kenntnis davon, dass ich Leistungen nach SGB II bezogen habe. Da ich nicht arbeitslos, sondern selbstständig tätig war/bin, ist dies für ihn keineswegs ersichtlich und meiner Ansicht nach auch nicht relevant.
Da es nicht nur in meinem, sondern auch in Ihrem Interesse sein sollte, dass mein neues Arbeitsverhältnis von langer Dauer ist, will ich auch in Zukunft nicht, dass mein neuer Arbeitgeber davon erfährt, da sich hierdurch u.U. ein negatives Bild von mir ergeben und sich dies zu meinem Nachteil auswirken könnte. Ich kann Ihrem Wunsch auf die vom Arbeitgeber ausgefüllte Einkommensbescheinigung also nicht nachkommen und fordere zudem, jegliche Kontaktversuche gegenüber der Firma zu unterlassen.

Ebenso unterliegt der Arbeitsvertrag dem Datenschutz und ich sehe leider keine Möglichkeit, Ihnen diesen vorzulegen, ohne gegen das Datenschutzgesetz zu verstoßen, außer in einer beinahe komplett geschwärzten Form, in welcher der Informationsgehalt für sie gegen Null ginge. Auch ist mir hier die Notwendigkeit und die gesetzliche Grundlage dafür nicht wirklich ersichtlich.

Was ich Ihnen gerne vorlegen werde, ist die erste Lohnabrechnung und einen Konto-Nachweis des Gehaltseinganges. Da mein BWZ sowieso zum 30.09.17 endet und ich logischerweise keinen BWA stellen werde, geht es letztendlich ja nur um den Zeitpunkt des Zuflusses des ersten Gehaltes und eine eventuelle Rückzahlungspflicht der Leistungen des Monats September meinerseits, sollte das Gehalt noch in diesem Monat gezahlt werden. Dies sollte aus den beiden oben genannten Unterlagen ohne Probleme ersichtlich sein.

Die Notwendigkeit des Ausfüllens der Anlage EK erschließt sich mir nicht wirklich, da mein Leistungsbezug zum 30.09. endet und sie wie bereits erwähnt die Höhe und den Zahlungszeitpunkt des September Gehaltes von mir nachgewiesen bekommen werden. Wenn Sie die Anlage dennoch zwingend benötigen, bitte ich Sie, mir dies noch einmal zu begründen.

Mit freundlichen Grüßen,

XXX
Passt das so?

@TazD: Du hast schon Recht, den Job werde ich sicherlich nicht verlieren, allerdings habe ich auch keine Lust, dass irgendwelche Gerüchte in Umlauf kommen, es ist ein recht kleines Unternehmen.

@Heidschnucke: Danke dir! Das ist ja wirklich erschreckend, was für Methoden da teilweise angewandt werden...
 

ExtraO

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#17
Ich pushe das Ganze nochmal hoch, würde mich immer noch über eine Antwort freuen!
 
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#18
Weniger ist mehr.

Sehr geeherte Damen und Heren,
ich bedanke mich für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Hiermit verzichte ich zum 30.8 auf Ihre Leistungen, ich bin in der Lage meine Existenz rückwirkend zum 1.9 selbstständig zu sichern.
Ggf. bitte ich um die Nennung einer Bankverbindung sowie eines verwendungszwecks um die nicht mehr benötigten Leistung für September zurück zuüberweisen. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg mit freundlichen Grüßen,

Tschüß&Weck
 

Holler2008

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#19
So ein Schreiben würde ich vorsichtshalber erst am 1.9. abgeben, weil dann (hoffentlich) dein letztes ALG2 Geld da ist.

Weniger ist mehr.

Sehr geeherte Damen und Heren,
ich bedanke mich für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Hiermit verzichte ich zum 30.8 auf Ihre Leistungen, ich bin in der Lage meine Existenz rückwirkend zum 1.9 selbstständig zu sichern.
Ggf. bitte ich um die Nennung einer Bankverbindung sowie eines verwendungszwecks um die nicht mehr benötigten Leistung für September zurück zuüberweisen. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg mit freundlichen Grüßen,

Tschüß&Weck
Von was soll er im September leben? Das mit den Daten halte ich für komplett falsch.
 
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#20
Wenn ich richtig überflogen hatte meinte der TE doch er kann selbst überbrücken. Ansonsten den Verzicht erst nach eingang der September zahlung Alg II und Gehalt abschicken und dann selbst weil die vollständig 100% überzahlung festgestellt wurde um Bankverbindung etc für Rücküberweisung erbitten. (Dann kann das jobcenter aber noch kontoauszüge etc über die höhe des einkommens verlangen)

Stimmt die Daten stimmen nicht ganz 31.08 wäre korrekt.

Der hintergrund ist ,das man so ziemlich Datensparsam sich einfach abmelden. Da eine Auskunftspflicht nur für Monate besteht in den Leistungen bezogen werden. Sprich es gibt wenn man sich 2-3 Tage vor monats ende so abmeldet keine Grundlage mehr für das Jobcenter irgendwas an nachweisen zu fordern. Ohne nicht zumindestens einen trifftigen Grund aktenkundig zu machen dafür.

Hatte mich so bereits 2x erfolgreich abgemeldet und sämtlichen mitwirkungsaufforderungen die folgten in diesem zusammenhang mit Nein danke beantwortet.

§ 46 SGB I Verzicht wäre hier das stichwort.
 

ExtraO

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#21
Wenn ich richtig überflogen hatte meinte der TE doch er kann selbst überbrücken. Ansonsten den Verzicht erst nach eingang der September zahlung ALG II und Gehalt abschicken und dann selbst weil die vollständig 100% überzahlung festgestellt wurde um Bankverbindung etc für Rücküberweisung erbitten. (Dann kann das jobcenter aber noch kontoauszüge etc über die höhe des einkommens verlangen)

Stimmt die Daten stimmen nicht ganz 31.08 wäre korrekt.

Der hintergrund ist ,das man so ziemlich Datensparsam sich einfach abmelden. Da eine Auskunftspflicht nur für Monate besteht in den Leistungen bezogen werden. Sprich es gibt wenn man sich 2-3 Tage vor monats ende so abmeldet keine Grundlage mehr für das Jobcenter irgendwas an nachweisen zu fordern. Ohne nicht zumindestens einen trifftigen Grund aktenkundig zu machen dafür.

Hatte mich so bereits 2x erfolgreich abgemeldet und sämtlichen mitwirkungsaufforderungen die folgten in diesem zusammenhang mit Nein danke beantwortet.

§ 46 SGB I Verzicht wäre hier das stichwort.
Hätte ich mal vorher gefragt.. das klingt nach einer guten Vorgehensweise!

Und richtig Holler2008, die Leistungen vom September wären schon sehr praktisch, auch wenn ich sie evtl. zurückzahlen muss.

Also einfach sobald das ALG2 Geld Anfang September eingegangen ist abmelden mit dem Hinweis, dass bei einer evtl. Überzahlung (durch das Gehalt, wenn es denn im September kommt) ich den Betrag zurückzahlen werde und dafür gerne Nachweise (Lohnsteuerbescheinigung + Kontoauszug) einreiche?
 

TazD

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#22
@TazD: Du hast schon Recht, ....
Natürlich hab ich Recht! Tzzzzzz.... :icon_mad:

Ne, mal Spaß beiseite und zurück zum Schreiben des JC und deiner Antwort.
Ich bin auch eher ein Freund kurzer Schreiben und halte den Vorschlag von @ZusammenAllein für nicht so verkehrt.

Des Weiteren kann ich auch @Holler2008 zustimmen und würde ebenfalls mit der Abgabe des Schreibens warten.

Also einfach sobald das ALG2 Geld Anfang September eingegangen ist abmelden mit dem Hinweis, dass bei einer evtl. Überzahlung (durch das Gehalt, wenn es denn im September kommt) ich den Betrag zurückzahlen werde und dafür gerne Nachweise (Lohnsteuerbescheinigung + Kontoauszug) einreiche?
:icon_daumen:
In der Hoffnung natürlich, dass dein ALG-II nicht ohnehin schon zum 01.09. eingestellt wurde.

Kannst du das Schreiben des JC mal anonymisiert einstellen? Bzw zumindest mal sagen, ob die eine Frist gesetzt haben, bis wann du die Unterlagen einreichen sollst?
 
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#23
Du musst abschätzen wieviel bammel du vor ner möglichen kontakt aufnahme hast.

Du selbst und Dritte(z.B. der Arbeitgeber) sind im ersten Schritt nur auskunftpflichtig in Monaten in den du Leistung bezogen hast.

Sprich entweder einen monat aus schonvermögen überbrücken oder aber ein Darlehen(erst nach dem 31.8 festsetzen und auszahlen lassen) aufnehmen (mit unter dispo verzinsung) bei nem bekannten.

Somit beziehst du keine Leistung mehr im September und fällst auch diritten nicht zu lasten (verzinsung des darlehens) und jedwede Kontakt aufnahme bis auf die Drückerartigen versuche dich zur dubiosen Mitwirkunge zu verführen haben im ersten Schritt keine Rechtsgrnudlage und sind ganz dünnes Eis. Ebenfalls kannst du weil du nicht mehr hilfebedürftig bist ein wesentlich höheres Risiko eingehen, im SGB II bist du ja unter strafe dazu angehalten deine hilfe bedürftigkeit nicht zu vergrößern.

Habe beide Verzichte so kurz vor Monats ende abgegeben beim 2. mal waren Sie so schnell das sie nicht überweisen haben. Beim ersten mal gabs nach hin und her dann ne angenerfte überweisung von mir mit selbst ausgedachten verwendungszweck und ne anschreiben via post. Wo dann auch bald ruhe war.


Sollten die trozdem so gehässig sein und deinen AG nerfen .. Selbstständig hin und her du musstest halt mal nen monat aufstocken bleibt nicht aus (hier gibs grad aktuell ne petition für faire KK Beiträge wäre ja die möglichkeit da gleich mal ne bisschen lobbyarbeit zu machen davon leben ja petitionen ) .. hast ja nicht ohne grund den festen job angenohmen ;). Und dann solltest du dich nochmal hier melden damit wir den sau haufen da mal aufräumen xD
 

ExtraO

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#24
Danke euch beiden!

Kannst du das Schreiben des JC mal anonymisiert einstellen? Bzw zumindest mal sagen, ob die eine Frist gesetzt haben, bis wann du die Unterlagen einreichen sollst?
Folgendes steht dort:
"Wie bereits telefonisch mit Ihnen besprochen, übersende ich Ihnen die entsprechenden Unterlagen für Ihre Tätigkeit.

Als Anlagen erhalten Sie die Einkommenserklärung und Einkommensbescheinigung.

Bitte reichen Sie die angeforderten Unterlagen zeitnah, spätestens innerhalb von 8 Tagen nach Ihrer ersten Lohnzahlung bei uns ein. Eine Kopie des Arbeitsvertrages lassen Sie uns bitte schnellstmöglich zukommen."


So, das heißt ja eigentlich, dass ich noch bis Anfang Oktober Zeit habe zu antworten, wie ich das sehe, außer sie haken vorher nochmal wegen dem Arbeitsvertrag nach (den ich ihnen zur Not großzügig geschwärzt vorlegen könnte, den Namen des Unternehmens kennen sie ja eh schon).

Mein Vorgehen wäre also:
1. Schauen ob das ALG für September noch kommt (sollte es)
2. Warten bis das Gehalt ausgezahlt wird (Ende September/Anfang Oktober)
3. Dem JC die Lohnsteuerbescheinigung und Kontoauszug übersenden
4. Falls das Gehalt im September kommt die Überzahlung zurückzahlen

Damit sollte dann alles erledigt sein, oder?
 

RoxyMusic

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#25
Mein Vorgehen wäre also:
1. Schauen ob das ALG für September noch kommt (sollte es)
2. Warten bis das Gehalt ausgezahlt wird (Ende September/Anfang Oktober)
3. Dem JC die Lohnsteuerbescheinigung und Kontoauszug übersenden
4. Falls das Gehalt im September kommt die Überzahlung zurückzahlen

Damit sollte dann alles erledigt sein, oder?
:)

- Lohnabrechnung und Kontoauszug in Kopie nachweisbar einreichen
- bei Zufluss im September - Bescheid über die Rückforderung abwarten, auf dem stehen dann die Bankdaten für die Überweisung (und Kontaktdaten, falls Ratenzahlung gewünscht)
- falls an die Einreichung des Arbeitsvertrags erinnert wird - nach der Rechtsgrundlage fragen, wenn du den Job selbst gefunden hast und kein Einstiegsgeld oder Eingliederungszuschuss beantragt wurde
 
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antares2

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#26
:)

- falls an die Einreichung des Arbeitsvertrags erinnert wird - nach der Rechtsgrundlage fragen, wenn du den Job selbst gefunden hast und kein Einstiegsgeld oder Eingliederungszuschuss beantragt wurde
Der Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag kann notwendig sein, damit das Amt prüfen kann, ob vorrangige Ansprüche, zB auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bestehen. Ansonsten ist der Vertrag nötig, damit das Einkommen nach § 41a SGB II vorläufig geschätzt werden kann. Rechtsgrundlage sicherlich die Mitwirkungspflicht nach §§ 60ff. SGB I.
 

Kerstin_K

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#27
Wenn man aus dem Bezug fällt gibt es keine vorrangigen Ansprüche zu prüfen.

Und vorläufig schätzen ist auch nicht, das verführt nur zur vorzeitigen Zahlungseinstellung.

Die Mitwirkungsparagrafen werden derart gummiartig angewndt, auf das Niveau müssen wir uns nicht auch noch begeben.
 
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