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Neuer Job - Vorgehensweise?

Detmo2009

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Hallo,
ich wurde gestern nach HH eingeladen, Jobvorstellung. Den Job kriege ich auch, beginn am 15.09. als Teilzeitstelle, 1400 Netto und von Zuhause.

Frage: Welche möglichkeiten gibt es beim JC um die Überbrückung zum 15.10. hinzubekommen? Stehe ja sonst einen halben Monat ohne Geld da?
 

Papu5

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Die genaue Vorgehensweise können dir die Anderen besser erklären. Vor mir gibts nur ein "Herzlichen Glückwunsch zum Job" :biggrin:
 

Fritz Fleißig

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Hier müßte man wissen:

Wann bekommst du dein Gehalt für die zweite Hälfte September ausgezahlt (tatsächlicher Zahlungseingang auf deinem Konto)? Wann das Gehalt für Oktober?
 

Strolchenmann

Neu hier...
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Wenn die erste Kohle im Oktober fließt, dann gibt es doch nix zum überbrücken, ansonsten ein Darlehen beantragen
 

Detmo2009

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Arbeitsbeginn ist der 15.09, erster Gehalt 15.10. dann. Ich habe ALG2 ja für September schon erhalten, ich müsste demnach wohl 15 Tage + Miete überbrücken, also vom 1.10. bis 15.10.

Entsprechend ein Darlehen wäre möglich? Stehe halt sonst einen halben Monat ohne Geld und meinen Chef gleich nach Vorschuss bitten wäre mir unangenehm.
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitsbeginn ist der 15.09, erster Gehalt 15.10. dann.
Bist Du der einzige Angestellte? Ist die Gehaltszahlung in dem ganzen Betrieb tatsächlich erst zur Monatsmitte des Folgemonats? Normalerweise solltest Du zum betriebsüblichen Gehaltszahlungstermin das Geld für die Zeit vom 15.09. bis 30.09. kriegen.

Ich habe ALG2 ja für September schon erhalten, ich müsste demnach wohl 15 Tage + Miete überbrücken, also vom 1.10. bis 15.10.
Du bist hilfsbedürftig, solange das Gehalt nicht auf Deinem Konto eingegangen ist. Kommt es tatsächlich erst Mitte Oktober, mußt Du das Geld für die zweite Septemberhälfte und für Oktober zurückzahlen. Schickst Du dem JC jetzt die Veränderungsmitteilung, dann wird es (rechtswidrig) die Zahlungen einstellen und sofort das Geld für September zurückverlangen. Bis Du das durchgeklagt hast, ist die erste Oktoberhälfte rum.

Außerdem mußt Du damit rechnen, daß die mit dem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen, dem eine "Maßnahme" einreden und Dich damit letztendlich aus dem Arbeitsvertrag kicken - wäre nicht das erste Mal. Schau also, daß die solange als möglich im Dunkeln tappen, wo Du arbeitest.
 

Texter50

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@ P123

Gilt nicht das Zuflussprinzip oder hab ich was verpasst?

Erhält das TE sein Geld für September erst Mitte Oktober, dann sollte das TE sein Geld für September eh komplett behalten dürfen. :biggrin:

Bei mir hat das exakt so funktioniert: zuerst wurde für den Monat, in dem ich die Arbeit aufnahm, die Geldzahlung gestoppt, ich erhielt einen Aufhebungsbescheid. :icon_motz:
Nachdem sich der neue AG geweigert hatte, das Geld für den ersten Monat auch in diesem ersten Monat auszuzahlen (stand so im A-Vertrag), erhielt ich für den ersten Monat der Arbeitsaufnahme eine neue Bewilligung und das ALG II für den ersten Monat der Arbeitsaufnahme. :icon_klatsch:
 
E

ExitUser

Gast
Gilt nicht das Zuflussprinzip ...
Korrekt. Wenn der Fredstarter tatsächlich erst am 15.10.2014 sein erstes Gehalt bekommt, dann muß das JC Anfang Oktober noch zahlen.

Wird es sich natürlich weigern, wie man immer wieder zu lesen bekommt. Gegen den Aufhebungsbescheid müßte er Widerspruch einlegen, beim SG die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs beantragen und bis er dann einen vollstreckbaren Titel in den Händen hält und sich der Gerichtsvollzieher in Marsch gesetzt hat, ist der 15.10. längst durch. Das ist sein Dilemma, was er schon richtig vorhersieht.

Es gibt da noch 'ne Anfrage im Schuldenteil des Forums, die mit der Fragestellung hier in Zusammenhang steht ...

Erhält das TE sein Geld für September erst Mitte Oktober, dann sollte das TE sein Geld für September eh komplett behalten dürfen. :biggrin:
Aber auch das muß er erst durchsetzen. Anläßlich einer Arbeitsaufnahme ist immer mit Zoff mit dem Amt zu rechnen, weil das seine Schäfchen lieber beisammen halten will.
 

Seepferdchen

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Entsprechend ein Darlehen wäre möglich? Stehe halt sonst einen halben Monat ohne Geld und meinen Chef gleich nach Vorschuss bitten wäre mir unangenehm.
Ja das wäre möglich, § 42a SGB II i.V.m. § 24 Abs. 4 SGB II
 

Seepferdchen

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1400 Netto und von Zuhause.
Glückwunsch!

Du schreibst von Zuhause aus der Job, hoffendlich ist da alles gut geregelt im Arbeitsvertrag ohne finanzielle Vorleistung usw.?
 

Detmo2009

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Glückwunsch!

Du schreibst von Zuhause aus der Job, hoffendlich ist da alles gut geregelt im Arbeitsvertrag ohne finanzielle Vorleistung usw.?
Danke für eure Infos. Ich werde vermutlich inkl. Arbeitsvertrag zu meinem FM und das von Angesicht zu Angesicht klären, auch das Problem mit dem ersten Gehalt und ALG2. Bisher konnte man immer relativ gut mit denen reden, hoffe das bleibt so...
Zum Arbeitsbeginn: 15.09. deswegen weil er mich schnellstens fest haben will, wir aber schon mitte des Monats haben, daher wollen wir das so handhaben.


Seepferdchen, ja, das ist keine dubiose Geschichte.

Etablierte Medienagentur mit der ich schon länger freiberuflich zusammenarbeite (JC weiss bescheid). Der Chef will mich nun fest bei sich, versteht aber auch dass ich deswegen nicht mal eben paar hundert KM nach HH ziehe. Und da es bisher auch telefonisch und via Internet klappte wollen wir das so weiterführen, nur halt als Teilzeitanstellung.

Neben den üblichen Regelungen (Urlaub, Krankheitsfall etc.) kriege ich auch die gelegentlichen fahrten nach HH + Hotel bezahlt wenn wir uns persönlich sehen. Dazu will er mich, wenn alles gut läuft, nach einem Jahr auf Vollzeit haben, natürlich mit entsprechender Vergütung.

Ich bin Happy, natürlich war nur mit Vitamin B an diesen Job zu kommen ;)
 

Seepferdchen

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@Detmo na dann ist es doch okay, meine Nachfrage war nur aus dem Gedanken heraus,
das leider diese Jobs von Zuhause fast immer, mit negativen Bedingungen behaftet
sind.

Na dann alles Gute!
 
E

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Gast
Ich werde vermutlich inkl. Arbeitsvertrag ...
Bloß nicht! Arbeitsvertrag und Adresse des Arbeitgebers gehen den JC-Fuzzi nichts an, wenn Du den Job haben und behalten willst. Der wird nämlich dann da anrufen, den Chef zum Maßnahmeträger umfunktionieren und ihm billige Arbeitskräfte aufdrängeln wollen.

... auch das Problem mit dem ersten Gehalt und ALG2.
Beantrage, wie Seepferdchen gesagt hat, für die Zeit ein Darlehen und gut ist. Du bist aus dem Leistungsbezug raus, weshalb - reich geheiratet, geerbt, im Lotto gewonnen, geht den gar nichts an. Letztlich ist das immer noch ein Angestellter des JC und nicht Deine Ehefrau.

Zum Arbeitsbeginn: 15.09. deswegen weil er mich schnellstens fest haben will, wir aber schon mitte des Monats haben, daher wollen wir das so handhaben.
Er könnte Dich auch zum 18. oder 21. anstellen, wenn er unbedingt will. Beim Übergang von Arbeitslosigkeit zum Job ist das egal. Die Computer rechnen Leistungs- und Gehaltsansprüche auch taggenau aus.

Beim Übergang von Job zu Job ist das dagegen nicht egal. Früher warst Du krankenversichert, wenn Du nur in jedem Monat ein sozialversicherungspflichtiges Gehalt hattest. Heute verlangen die Kassen für Tage zwischen Arbeitsverträgen - und seien es nur einzelne Feiertage - freiwillige Beiträge, wenn Du Dich da nicht arbeitslos meldest und Leistungen beziehst.

Ich bin Happy, natürlich war nur mit Vitamin B an diesen Job zu kommen ;)
Klar, das ist heutzutage immer so. Wenn Du mit ihm ein gutes Verhältnis hast, dann laß ihn über Deine Vergangenheit nicht im Unklaren. Könnte sonst als Mißtrauensbeweis in die Hose gehen. Daß man aus einer alten Selbstständigkeit Schulden hat, ist nichts Außergewöhnliches. Sich wieder aufzurappeln und die abzuzahlen ist unter vernünftigen Geschäftsleuten aller Ehren wert.
 
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