• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Neuer Arbeitgeber zahlt nicht pünktlich

Hase66

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2013
Beiträge
405
Gefällt mir
57
#1
Hallo , habe nach 2 Jahren endlich wieder einen Job und auch noch unbefristet. Bin in der Probezeit. jetzt ist es schon zum 2 mal hintereinander passiert, das der AG verspätet Lohn auszahlt mit der Begründung:
Liebe Kollegen,
leider konnten wir heute die Lohnzahlung nicht durchführen, da unsere Kunden Ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sind. In der kommenden Woche wird die ….Bank den Mittelabruf vom 1. Quartal anweisen. Selbstverständlich zahlen wir umgehend, sobald Geldeingänge da sind.

Mit freundlichen Grüßen

Einmal habe ich verständnis , nun habe ich von Mitarbeitern gehört das wäre die Regel,nun habe ich keinerlei Reserven und kann auch nicht mein Konto überziehen da ich so lange ohne Job war.
Ist ein top Unternehmen hätte ich nie gedacht.
Nun trau ich mich nicht stress zu machen weil ich ja erst 2 Monate dort bin aber ich habe viele verpf die am 1 abgebucht werden und nun warsch zurückgebucht werden. Konnte am wochenende nichts einkaufen weil kein Geld da.
was tun ??? Kann ich darauf bestehen ?
 

bla47

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
31 Mai 2014
Beiträge
1.667
Gefällt mir
321
#2
Laut Arbeitsrecht hast du nur Anspruch auf Zinszahlung. Solange keine Insolvenz mit Aktenzeichen vorliegt für SGB III.
Im SGB II kannst du ein Darlehen beantragen, wenn in deinem Arbeitsvertrag Monatsende steht für Lohnzahlung.....dann entsteht aber ein Erstattungsanspruch des JC gegen dein AG für den Kredit vom JC.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Die Begründung geht mal gar nicht.
Schreib doch deinem AG einen netten Brief, dass du für ihn Insolvenz anmelden wirst, wenn er seinen Pflichten nicht mehr zeitnah nachkommen kann.
 
Mitglied seit
25 Jan 2013
Beiträge
1.587
Gefällt mir
271
#4
Also es gilt bei H4 doch das Zuflussprinzip wenn du in einem Monat keinen Lohn bekommst steht dir H 4 zu auch ohne Kredit oder?
Muß sich das JC vom Schuldigen also deiner Firma halt die Knete holen.Schuldig daher weil ich davon ausgehe das in deinem Arbeitsvertrag ein konkreter Auszahltermin steht , soweit ich weiß muß der Lohn laut Gesetz spätestens am 20 des Folgemonats ausgezahlt sein( glaube ich zumindest).
Genaue gesetzliche Regelungen sollte man nochmal nachlesen.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Also es gilt bei H4 doch das Zuflussprinzip wenn du in einem Monat keinen Lohn bekommst steht dir H 4 zu auch ohne Kredit oder?
Wenn der Arbeitgeber vor dem Monatsende bekanntgibt, daß es kein Geld geben wird, dann könnte man ja noch schnell einen Leistungsantrag stellen. Ansonsten hat man eben Pech gehabt.
Aber die meisten sind leider nicht so freundlich. Die zahlen aus Prinzip nicht und haben offenbar eine diebische Freude daran sich vorzustellen, wie der Pimpf vor dem "leeren" Geldautomaten steht ...

Die Begründung geht mal gar nicht.
Schreib doch deinem AG einen netten Brief, dass du für ihn Insolvenz anmelden wirst, wenn er seinen Pflichten nicht mehr zeitnah nachkommen kann.
Dann weiß der, daß Du keine Ahnung hast ...

Lohnbetrug ist nicht nur ein Kavaliersdelikt, sondern ein anerkanntes Mittel zur Unternehmensfinanzierung. Dazu braucht man keiner Bank die Bilanzen vorlegen, keine Gebühren abdrücken und man kann das trotz schwarzer Schufa haben. Einfach so. Bis die Lohnzahlungsklage durch und der Angestellte den Gerichtsvollzieher in Marsch gesetzt hat, vergehen drei, vier Monate. Eher mehr. Und den Insolvenzantrag gibt es auch erst dann, wenn der Gerichtsvollzieher nichts finden kann - eine vergeigte Kontopfändung allein reicht nicht.
Aber wie gesagt, vorher erstmal klagen und ein vollstreckbares Urteil haben. Sonst kann man alles Weitere vergessen.

Daß man im Gegenzug zur Klage oder zum Mahnbescheid die Kündigung bekommt, ist ja wohl klar. Und gerade deshalb funktioniert das so prächtig.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Ich sprach nicht davon zu klagen. Es geht nur um die Drohung, um Druck auszuüben.
Krankenkassen machen das sehr oft, wenn Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge schulden. Sie drohen damit, dass sie für den AG Insolvenzantrag stellen und haben damit Erfolg. Kein AG ist an einem solchen Antrag interessiert, wenn er nicht pleite ist.
Aber gut, das Jobcenter kann das eventuell noch besser.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Ich sprach nicht davon zu klagen. Es geht nur um die Drohung, um Druck auszuüben.
Die so nichts bringt. Diese Leute wissen ganz genau, was geht und was nicht. Und verhalten sich entsprechend.

Krankenkassen machen das sehr oft, wenn Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge schulden. Sie drohen damit, dass sie für den AG Insolvenzantrag stellen und haben damit Erfolg.
Die übersiehst hierbei, daß ein Beitragsnachweis ein vollstreckbarer Titel ist. Die AOKen haben ihre eigenen Vollstreckungsleute, die Ersatzkassen bedienen sich des Hauptzollamtes. Wie auch immer, wenn die rote Lampe einmal brennt, hat man von denen binnen vierzehn Tagen die Kontenpfändung.

Der Arbeitnehmer ist davon sehr weit entfernt. Der muß erst zum Arbeitsgericht. Und je nachdem, ob man gleich Lohnzahlungsklage erhebt oder es erstmal mit dem Mahnbescheid probiert, dauert es eben zwei, auch mal drei Monate bis zum ersten Termin. Und selbst wenn Du dann einen Vergleich mitnimmst und nicht erst auf den Kammertermin warten mußt, dauert es auch noch mal wenigstens einen Monat, bis der Gerichtsvollzieher mit dem Pfandabstand um die Ecke kommt. Normalerweise trifft der Gerichtsvollzieher den Chef gar nicht an. Erst mit der Fruchtlospfändung kannst Du den Insolvenzantrag stellen.

Kein AG ist an einem solchen Antrag interessiert, wenn er nicht pleite ist.
Eigentlich nicht. Uneigentlich ist der Insolvenzantrag nur bei Kapitalgesellschaften interessant. Und bis Du ihn stellen kannst, ist das Tischtuch mit dem AG schon lange zerschnitten.
Bei natürlichen Personen kannst Du dagegen den Gerichtsvollzieher nach mehreren Pfändungsversuchen beauftragen, die Eidestattliche Versicherung abnehmen zu lassen bzw. deren Abgabe per Haftbefehl zu erzwingen. Und das steht dann auch in der Schufa.

Aber wie gesagt: Wenn der Arbeitgeber Geld hat und nur nicht zahlen will, kann das bis zu einem halben Jahr dauern, bis Du Kohle in der Hand hast - von dem Zeitpunkt an gerechnet, zu dem Du das erste Mal beim Gericht bist. Und bis dahin passiert dem gar nichts, da ist der offiziell immer noch ein ehrenwerter Mann ...
 
Oben Unten