Neue Wohnung Jobcenter will volle Miete nicht übernehmen (1 Betrachter)

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Frank34

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Hallo ich hoffe jemand kann mir helfen.

Ich bin vom Elternhaus, in die eigene Wohnung gezogen.

Leider habe ich einen Bescheid bekommen, das die Kaltmiete nur bis 290 Euro übernommen wird.

Der Mietspiegel in der Stadt ist 7 Euro je Quadratmeter.

Die Wohnung hat 50 Quadratmeter und kostet kalt 349 Euro.

Jetzt muss ich von Meinen 409 Euro, 60 Euro selber übernehmen.

Ist das so in Ordnung, oder wollen die mich übers Ohr hauen?

Bescheid habe ich abgehangen.
 

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HermineL

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Ich kann leider nicht erkennen ob Neuwied ein schlüssiges Konzept hat und finde auch keine Tabelle aus der die anerkannte Miethöhe hervorgeht.

Anhand des Betrages von 290 Euro gehe ich davon aus das Neuwied sich nach der WOGG in der Fassung von 2015 richtet. Lt. dieser liegt der LK Neuwied in Stufe 1. Bei einer Person sind dies dann 312 Euro max. Miethöhe (bis 2015 292 Euro Mietstufe - Mietstufen 2017 nach Bundesland sortiert ).

Das würde so passen allerdings sagt das BSG das auch ein Sicherheitszuschlag von 10 % bei Berechnung nach WoGG zu Grunde gelegt werden muss. Das würde die zulässige Miete auf 343,20 Euro erhöhen. (WoGG +10% Sicherheitszuschlag)

BSG zur Berechnung nach WoGG:
§ 8 WoGG aF angemessen und ausreichend ist (vgl BSG Urteil vom 22.3.2012 - B 4 AS 16/11 R - SozR 4-4200 § 22 Nr 59 RdNr 20 ff; BSG Urteil vom 7.11.2006 - B 7b AS 18/06 R - BSGE 97, 254 = SozR 4-4200 § 22 Nr 3, RdNr 23; BSG Urteil vom 11.12.2012 - B 4 AS 44/12 R - RdNr 19) sowie BSG Urteil vom 12.12.2013 B 4 AS 87/12 R
 

Gaestin

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das ist der springende Punkt, vor dem Umzug muss die
Wohnung vom JC genehmigt werden.
 

Frank34

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Ich hatte der Sachbearbeiterin bescheid gesagt die meinte ist kein Problem.

Eine günstigere Wohnung gibt es nicht in der Gegend.

Ich werde mal Widerspruch einlegen und dann mal sehen.

Wenn der Mietspiegel 7 Euro ist müssen die das auch bezahlen.

Vielen Dank.
 

Seepferdchen 2010

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@Frank34

Ich hatte der Sachbearbeiterin bescheid gesagt die meinte ist kein Problem.
Für die Zukunft mündlich ist "Schall und Rauch" ein Mietangebot wird immer schriftlich eingereicht und lies bitte diesen § 22 SGB II Abs.:

(4) 1Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die neue Unterkunft örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. 2Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.
Text hervorgehoben.

Da wirst du mit einem Widerspruch nicht weit kommen.

Wenn der Mietspiegel 7 Euro ist müssen die das auch bezahlen.
Nö hier irrst du, du hättest ein Mietangebot einreiche müßen,
siehe oben den §§
 

TazD

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Ich hatte der Sachbearbeiterin bescheid gesagt die meinte ist kein Problem.
Man macht nichts mündlich mit der SB aus.
Das kann man hier aber anscheinend immer wieder aufs Neue predigen.

Wenn der Mietspiegel 7 Euro ist müssen die das auch bezahlen.
Müssen sie nicht. Entweder ist ein schlüssiges Konzept vorhanden oder die Orientierung findet am WoGG statt. Siehe dazu auch den Beitrag von @HermineL

Probieren ansonsten zum Anwalt der regelt das schon.
Auch ein Anwalt kann sich nicht über geltende Gesetze hinwegsetzen.
 
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