Neue Wohnung: Günstig, aber zu groß

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Halodri

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Hallo,

Ich muss zum 1.5. aus meiner WG raus und habe eine neue Wohnung in Aussicht.

Maximalsätze hier sind 256,- Euro kalt und 50m² für eine Person.

Die neue Wohnung ist aber 60m² groß, kostet dafür aber nur 217,- Euro kalt. Was Günstigeres findet man hier auch nicht. Dementsprechend ist es nicht gerade die beste Gegend, Dusche ist in der Küche und das Klo auf dem Hausflur. Das stört mich aber überhaupt nicht, dafür hätte ich halt jede Menge Raum zur Entfaltung.

Natürlich habe ich jetzt die Sorge, auf einen bürokratischen Sachbearbeiter zu treffen, der sagt "Nö, zu groß, basta!".

Ich werde natürlich mit der niedrigeren Miete argumentieren, mit nicht anfallenden Umzugskosten und der Tatsache, dass ich theoretisch auch alleine in der WG bleiben könnte und sie mir ein halbes Jahr die volle Miete zahlen müssten.

Ein wenig schlau gemacht habe ich mich auch schon, was Produktheorie angeht.

Wer noch weitere Argument hat, immer her damit!

Was aber eigentlich mein Anliegen ist: In dem Infoblatt, dass ich zur angemessenen Wohnungsgröße bekommen habe, steht folgender Absatz:

"Sollten Sie dennoch ohne vorherige Zustimmung eine Wohnung anmieten, werden die Kosten der Unterkunft und Heizung auf die bisherigen angemessenen Unterkunftskosten begrenzt, sofern unter Ausschöpfung der durch den kommunalen Träger festgelegten Angemessenheitsgrenzen für Wohnraum eine Wohnung mit höheren, gerade noch angemessenen Kosten angemietet wird."

Lese ich das richtig, sodass die mir auf jeden Fall die bisherigen Kosten bezahlen müssten? Dann wäre ich im Zweifelsfall nämlich immer noch auf der Gewinnerseite, weil ich dann nur ein bisschen aus eigener Tasche drauf zahlen müsste.

Viele Grüße,
Halodri
 

Arania

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Lese ich das richtig, sodass die mir auf jeden Fall die bisherigen Kosten bezahlen müssten?
Das liest Du richtig, Deine Argumente sollten aber eigentlich auch schlüssig sein, wenn nicht die Neben-und Energiekosten deutlich zu hoch sind bei der größeren Wohnung, das musst Du mit in Betracht ziehen
 

Kikaka

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Lese ich das richtig, sodass die mir auf jeden Fall die bisherigen Kosten bezahlen müssten? Dann wäre ich im Zweifelsfall nämlich immer noch auf der Gewinnerseite, weil ich dann nur ein bisschen aus eigener Tasche drauf zahlen müsste.
- Bitte längerfristig das Risiko steigender Energiekosten einbeziehen, der nicht von der Arge geleistete Teil kann sich multiplizieren
 

Halodri

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Für meine jetzige Wohnung zahle ich 230,- Euro inkl. Heiz- und Nebenkosten (33 m² in Zweier-WG). Die neue Miete würde 327,- Euro all inclusive kosten, was aber gegenüber anderen Wohnungen mit 250,- Kaltmiete noch vergleichsweise günstig ist.

Naja, die Möglichkeit, einfach ohne Genehmigung anzumieten, fällt dann wohl flach, 100 Euro + evtl. mehr Nebenkosten draufzahlen kann ich nicht.

Dann hoff ich mal, dass sie sich trotzdem drauf einlassen, wirklich glauben tue ich nicht dran.
 

Shearing

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Hallo Du Halodri...,

Du schreibst: "wirklich glauben tue ich nicht dran."

Bloß nicht verzagt mit der ARGE umgehen, Du kannst ruhig ein wenig "dramatisieren" und dieses Argument ausreizen, Zitat:

"Ich muss zum 1.5. aus meiner WG raus"

Das kann ein guter Grund sein, eine "Erforderlichkeit" anzunehmen und Dir dann auch gestatten, eine Wohnung aus einem höheren Preissegment anzumieten.
In dieser kurzen Zeitspanne eine angemessene und gleichteure Wohnung zu finden, das ist fast überall problematisch, darauf kannst Du ruhig hinweisen.

Außerdem ist das Wohnen in einer WG immer preiswerter als in einer abgeschlossenen "eigenen" Wohnung.

Wenn die angebotene Wohnung nicht übernommen würde, dann könnten für die ARGE noch höhere Kosten entstehen, das wissen die auch ganz genau!
Viel Erfolg wünscht
Shearing
 

Kikaka

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Für meine jetzige Wohnung zahle ich 230,- Euro inkl. Heiz- und Nebenkosten (33 m² in Zweier-WG)
-Wichtig ist also die Erkenntnis das die Arge ohne Genehmigung Dir die Differenz zur neuen Wohnung abzieht. ( 327 ( Neu ) - 230 ( Alt ) !!= 97 Euro zzgl. der zukünftigen nicht anerkannten Nebenkostenanteile.... xyz...
geht wohl so nicht
-Welche KdU werden denn eigentlich bei Euch für eine Person anerkannt ?
 

Shearing

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Kikaka fragt: "-Welche KdU werden denn eigentlich bei Euch für eine Person anerkannt ?"

Guckst Du noch mal ins erste Posting....:

Zitat:
"Maximalsätze hier sind 256,- Euro kalt und 50m² für eine Person."
 

Pasquino

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"Gestattet die ARGE einem ALG 2-Empfänger in einer größeren Wohnung zu leben als es ihm eigendlich zu steht, heißt es nicht, dass sie auch bereit ist, die kompletten Heizkosten zu übernehmen. In einem aktuellen Fall gewährte die ARGE einem in einer 55m² großen Wohnung lebenden Hartz-IV-Empfänger lediglich einen anteiligen Heizkostenzuschuss für die vorgesehenen 45 m², die einer alleinstehenden Person rechtlich zustehen. Der so Benachteiligte wollte dies nicht hinnehmen und bekam vom Sozialgericht Düsseldorf Unterstützung. Dieses verurteilte die ARGE zur Übernahme der Heizkosten in tatsächlicher Höhe. Experten erklären, dass eine Trennung von Heiz- und Unterkunftskosten nicht möglich ist, da diese vom Mieter nicht zu beeinflussen sind, sondern von der Beschaffenheit der Wohnung abhängen. Zudem sind von der Gesetzgebung her lediglich unangemessene Unterkunfts-, nicht aber Heizkosten, zu sanktionieren (SG Düsseldorf, AZ.: S 23 AS 119/06)."

vieleicht hilft das ja ;)
 

Halodri

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Danke für eure Hilfe, das Angebot wurde aber abgelehnt mit Hinweis auf die zu erwartenden höheren Nebenkosten. Da half auch alles Diskutieren nicht. Ich bin da wohl an einen Bürokraten geraten, selbst wenn die Wohnung nur 51m² groß wäre, würde sie nicht genehmigt werden.

Dann werde ich mal weitersuchen.
 
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