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Neue Wohnung 17 Euro zu teuer, abgelehnt?

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xter12

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Hallo,

ich beziehe seit 01.07.2009 ALG 1 , Meine Frau verdient durch Minijobs ca. 385,00. Wie bekommen bekomme von der ARGE zusätzlich noch Kosten für Unterkunft und Heizung von ca. 230,- Euro. Die Wohnung ist ca. 180 Euro zu teuer. Eine Aufforderung zur Wohnkostensenkung habe ich erhalten, und bin auch gleich losgerannt und habe mir ein Mietangebot eingeholt.

Achso, wir sind Verheirtatet mit 1 Kind (5 Jahre alt)

Diese Wohnung ist nun 17,00 Euro zu teuer. Die KM ist 325,00, Betriebskosten sind veranschlagt mit 138,00 und dazu kämen außerdem noch Heizkosten und Warmwasser = 119,00.

Der Kostenzuschuß ist ja max. für ein 1/2 Jahr. Danach bekomme ich ja noch weiterhin ALG 1. Abgesehen von den Umzugskosten, die wir abstottern müssten (neuer Kühlschrank, Teppische usw. Renovierung altwohnung)=, würden wir damit wohl erstmal klarkommen.

Ensteht mir ein Nachteil, wenn ich die Wohnung trotzdem nehme, bzw. kann mir die ARGE, auch in hinblick auf spätere Ansprüche meinerseits?

Hätte ich das Angebot lieber schriftlich einreichen sollen, um wqas in der Hand zu haben, denn bis auf ein Gespräch habe ich ja nichts in der Hand. Sprüche wie: "Farben gibt es beim komunalen Entsorher umsonst" und "Es zwingt Sie keiner, umzuziehen" gab es gratis dazu... ;-)

Ich bin mir überhaupt nicht im klaren, ob ich Ansprüche auf Umzugskostenerstattung habe und ob ich diese, wenn ja, nur als Darlehen bekomme...
 

Kerstin_K

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"Farben gibt es beim komunalen Entsorher umsonst"
Das ist ja wohl eine bodenlose Unverschämtheit!

Wenn die ARGE zur Kostensenkung auffordert, hat sie auch die Kosten zu übernehmen. Allerdings bur für eie Wohnung, die von den Kosten her angemessen ist.

Was ich nocht verstanden habe: Warum ist der Kostenzuschuss nur für maximal 1 Jahr und danach beziehst Du weiterhin ALG 1?
 

xter12

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Hallo! Nein, die Aufstockung von der ARGE ist ja max. für ein halbes Jahr, diese wird (hauptsächlich ? ) für die zu teure Wohnung gezahlt, und ALG 1 bekomme ich ja insgesammt für ein Jahr.

Also ALG 1 bis Ende 06/2010
und ALG 2 bis Ende 12/2009

Rein rechnerisch müssten mir ab dem 01.01.2010 noch 50 Euro von der ARGE zustehen, oder? Die Leistung ist ja 230 Euro, und die Wohnung ist 180 Euro zu teuer :confused:

Ich muß dazu sagen, das der Spruch mit der Farbe eher als Tip zu verstehen war, da ja keine umzugskosten gezahlt würden, aber toll finde ich das auch nicht... Bin da übrigens gleich hingefahren, aber die hatten keine da. In einer Woche vielleicht wieder... oder auch nicht. Und ob die dann weiß ist, weiß verständlicherweise auch keiner. Kann ja keine rote Farbe für sie alte Wohnung nehmen... :icon_twisted: Nach einem Kühlschrank habe ich dann doch nicht gefragt...


Ist eine Wohnung, die 17 Euro zu teuer ist, nicht angemessen? Die 17 Euro bekomme ich auch noch gebacken. Bin ja Nichtraucher. :cool:
Man hätte das Mietangebot auch um 20 Euro billger machen können, was wären dann wohl für Argumente gekommen? Soviel Spielraum wird doch wohl sein? Die tatsächlichen Betriebskosten sagt mir meine Glaskugel auch erst, wenn die erste Abrechnung gekommen ist...
 

Linchen0307

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Wenn keine umzugskosten bezahlt werden, so kannst du auch die Wohnung nehmen oder braucht ihr von der ARGE die Kautionssumme?
Sollte dies nicht der Fall sein, so ist es wurst, ob die ARGE zustimmt oder nicht, allerdings musst du die 17 euro, die die neue Wohnung zuviel kostet selber tragen. Bedenke dabei aber auch mögliche Mieterhöhungen.
 
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ExitUser

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mich wundert sowiso, dass du überhaupt umziehen darfst...

für hartz4 empfänger ist es normalerweise strengstens verboten,
ihr Wohnloch zu verlassen...
 

haef

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hallo,

Deine Fragen sind sowohl von der Thematik als auch den (spärlichen) Informationen die Du gibst, nicht einfach zu beantworten. Daher nur allgemein.

1. Miethöhe
wird immer nach der Produkttheorie berechnet, d.h. Preis/qm (nach Stadt unterschiedlich) x qm (Richtwerte: 1 Person 45-50 qm, jede weitere Person 15 qm dazu), zzgl. Betriebskosten/qm und Heizkosten/qm (beides auch nach Stadt unterschiedlich).
Zu erfragen bei der ARGE.

Beispiel Nettokaltmiete:
Kaltmiete/qm 5,00 €
3 Personen = 75 qm macht 375,00 € Höchstkaltmiete.

5,00 x 75 = 375,00 aber auch
4,15 x 90 = 373,50 oder
7,50 x 50 = 375,00

2. Umzug (Zuschuss)
Da von der ARGE veranlasst (Kostensenkung), müsste sie dafür einstehen. Aber Vorsicht, da gibt es etliche Fallen. Denn die Kostenzusicherung für den Umzug muss grundsätzlich nicht nur vorher beantragt sein, sondern auch vorher schriftlich vorliegen

Eine dieser Fallen besteht darin, dass es Dir natürlich erlaubt ist, einen geringen Betrag zur Miete zuzuschießen, dieses, d.h. eine unangemessene Miethöhe, aber automatisch dazu führt, dass Dir die Umzugskosten nicht gewährt werden. (als ungünstigster Fall)

s. zu diesem Komplex SGB 2, § 22, Abs. 2 + 3
Leider nur der Gesetzestext, bei den Kommentaren zum SGB wird das deutlicher.

3. Aufstockung
Was Dir letztlich an aufstockender Hilfe zusteht, kann man nicht fiktiv (230 - 180) sondern nur anhand konkreter Zahlen berechnen - ALG1, Minijob, Kindergeld, Wohngeld, Miete, Versicherungen, etc.

solidarische Grüße
Horst
 

Erolena

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Die konkreten Angaben zu Deinem Mietkostenproblem findest Du in den "Örtlichen Richtlinien" deiner Stadt bzw. Deines Landkreises.
siehe auf den Seiten von Harald Thomé unter "Örtliche Richtlinien". Ist Dein Landkreis dort nicht enthalten, dann müßte sie aber im Internetauftritt des Landkreise zu finden sein.
Link: Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Damit kannst Du prüfen, ob die Aussage des Sachbearbeiters über die "Angemessenheit der Wohnung" stimmt. (Allerdings könnte auch die Örtliche Richtlinie mangelhaft sein im Vergleich zum Gesetzestext.)
Anträge wie unten schon gesagt nur schriftlich. Auf schneller Antwort bestehen. Gegen eine unberechtigte Ablehnung kann man dann vorgehen.
Ein freiwillig übernommener Eigenanteil an den KdU wirkt sich ggf. auch bei Betriebs-/Heizkostennachzahlungen negativ aus.
 

xter12

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mich wundert sowiso, dass du überhaupt umziehen darfst...

für hartz4 empfänger ist es normalerweise strengstens verboten,
ihr Wohnloch zu verlassen...

Wieso umziehen darf? Ich soll doch! Oder wie ist die Aufforderung zur Wohnkostensenkung zu verstehen? Es geht eben um genau 17,33 Euro. Die Wohnung kostet lt. Mietangebot 463,33, darf lt. ARGE aber nur 446,00 Euro kosten. Wie gesagt, 73,63 qm, 325,33 € kalt (4,42 €/qm), Beriebskosten 138,00 €, zzgl. Heizkosten. (Modernisierter Wohnblock)

Wenn dann würde ich zum 1.12.09 umziehen, die ARGE zahlt bis 01.01.10.

Was heißt strengstens Verboten? Muß ich mir vorher eine genehmigung holen? Versteh' ich jetzt nicht...

@ all, danke für die Infos, muß ich mir erstmal zu Gemüte führen. :icon_daumen:
 

Romeo

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Hi,

muß ich mir erstmal zu Gemüte führen
Bedenke bitte dabei auch, dass ein geforderter Umzug immer wirtschaftlich sein muss, d.h., die kompletten Kosten für den Umzug dürfen nicht höher sein als (zB.) das 24fache der monatlich eingesparten KdU, hier also 17,33 Euro x 24 = 415,- Euro.

Jetzt solltest Du mal anfangen zu rechnen.


Aber obacht: In manchen Kommunen gelten 36 Monate bei der Berechnung der "Wirtschaftlichkeit" eines Umzuges, das solltest Du noch mal in Deinen kommunalen Richtlinien nachschlagen oder Dir von der ARGE (schriftlich!) vorgeben lassen.
HTH!
Romeo
 

haef

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hallo,
Die Wohnung kostet lt. Mietangebot 463,33, darf lt. ARGE aber nur 446,00 Euro kosten. Wie gesagt, 73,63 qm, 325,33 € kalt (4,42 €/qm), Beriebskosten 138,00 €, zzgl. Heizkosten. (Modernisierter Wohnblock)
wie schlüsseln sich die 446,00 € der ARGE auf? D.h. wie hoch sind die max. Beträge für NettoKM/qm und Betriebskosten/qm?

frdl. Grüße
Horst
 

mbc

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Wieso umziehen darf? Ich soll doch! Oder wie ist die Aufforderung zur Wohnkostensenkung zu verstehen?

Eben NICHT !!!

Du sollst lediglich die Ksoten senken. WIE Du das machst ist der Arge erstmal egal.

Du kannst mit Deinem Vermieter eine niedrigere Miete vereinbaren oder aber einen Untermieter aufnehmen und durch diese Mieteinnahmen die Kosten senken.

Du mußt erstmal diese Möglichkeiten nutzen,wenn das nicht geht muß du den Umzug beantragen und erst NACH Bewilligung und Bestätigung der Übernahme der Kosten (sowie des Umfanges) kannst Du anfangen zu suchen. Denn auch die Kosten für die Suche der Unterkunft kannst Du in Rechnung stellen. Aber wie alles andere auch muß der Antrag dafür VORHER gestellt und bewilligt werden.

Des Weiteren ist es überhaupt fraglich ob der Umzug wegen den 17 € verhältnismäßig ist. Die von der Stadt festgelegten Angemessenheitsgrenzen sind oftmals lächerlich. Da kriegt man oft keine Wohnung auf dem freien Markt für.

Ich würde erstmal schauen was die Stadt an Wohnungen selber anbieten kann. Wenn da nichts zu finden ist würde ich die Angemessenheit des Umzuges prüfen lassen.
Wenn es keine freien Wohnungen gibt welche angemessen sind würde ich über das Gericht gehen. Sammel die Zeitungsanzeigen und notfals vor gericht kannst Du belegen das es kaum WOhnungen zu den geforderten Grenzen gibt.

Es gibt bereits viele Dinge die den Umzug ausschliessen könnten, gerade auch in Verbindung mit Kindern.

Informier Dich am Besten erstmal hier im Forum.
 

xter12

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Also, falls das Mißverstanden wurde, meine jetzige Wohnung ist zu teuer (626 Euro KM + NK) und die neue Wohnung im selben Ort, die ich mir gesucht habe, wäre 17,33 Euro über dem Satz von 446 Euro, also 463,33, jeweisl für KM + NK

Eine Aufschlüsselung ist im Aufforderungsschreiben zur Senkung der KdU nicht angegeben, nur die KAltmite incl. Nebenkosten für verscheidene Städte im Kreisgebiet.

Ob der Vermeiter die Miete um sagen wir mal 150 Euro senkt, bezweifele ich, kläre ich aber noch, Untermieter ist nicht möglich. Dazu werde ich im besagten Schreiben auch nicht aufgefordert. Ich soll mindestens acht ernsthafte und intensive Mietgesuche in einem Monat dokumentieren. Nebenbei soll ich einen möglichen Umzug realisieren, und wohlmöglich noch eine Arbeit annehmen, wo ich die ganze Woche oder länger nicht zu Hause bin. OK, wenn ich diese Arbeit hätte würde sich der rest erübrigen, aber wenn bereits ein Mietvertrag unterschrieben / gekündigt ist, wird es unüberschaubar. Davon abgesehen, das ich solche Jobs garnicht machen möchte, ich ziehe "normale" Arbeitszeiten im Handwerk vor. "Dummerweise" habe ich aber noch den Führerschein Klasse 2 für LKW...
 

redfly

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Warum wurde hier keine angemessene Wohnung angemietet? Du hättest dich vorher bei der ARGE über die Obergrenzen für die Nettokaltmiete erkundigen müssen. Als Maßstab kann hier auch nur die reine Grundmiete gelten, Betriebs- und Heizkosten müssen nämlich immer in voller Höhe übernommen werden.
 

xter12

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Ähmm... ich wohne hier seit 10 Jahren, bin im Juni Arbeitslos geworden und habe nun die günstigere Wohnung angeboten bekommen. Und da die ARGE mich aufgefordert hat, KdU zu senken, habe ich Ihnen das 17 Euro zu teure Angebot vorgelegt.

BTW. Bin gerade dabei, die Maximale Kaltmiete herauszufinden, wonach müßte ich googeln?
In meinem Fall wären das ja 4,42€/qm, ist das allgemein zuviel?
 

haef

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Hallo,
Ähmm... ich wohne hier seit 10 Jahren, bin im Juni Arbeitslos geworden und habe nun die günstigere Wohnung angeboten bekommen. Und da die ARGE mich aufgefordert hat, KdU zu senken, habe ich Ihnen das 17 Euro zu teure Angebot vorgelegt.

BTW. Bin gerade dabei, die Maximale Kaltmiete herauszufinden, wonach müßte ich googeln?
In meinem Fall wären das ja 4,42€/qm, ist das allgemein zuviel?
nicht googlen, sondern bei der ARGE die nach ihrer Auffassung maßgeblichen Werte schriftlich erfragen,

1. max. angemessene Nettokaltmiete/qm
2. max. angemessene Betriebskosten/qm
3. max. angemessene Heizkosten/qm

Insbesondere die Punkte 2 und 3 dienen nur zu Deiner Sicherheit. Ob die Werte dann einer Überprüfung standhalten, steht auf einem anderen Blatt.

frdl. Grüße
Horst
 
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