• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Neue Wirtschaft-Neue Arbeit-Neue Kultur

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Rounddancer

Forumnutzer/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
7.151
Gefällt mir
1.531
#1
Das aktuellste Statement vom Prof. Frithjof Bergmann als Diskussionsansatz:

DER AUFSTIEG ZUR


NEUEN WIRTSCHAFT, NEUER ARBEIT, NEUER KULTUR


NEUE WIRTSCHAFT:


Eine Wirtschaft die die jetzt herrschende nicht auf den Kopf sondern im Gegenteil, wieder auf ihre Beine stellen wird kann bedeutend schneller und auch mit viel weniger Anstrengung erreicht werden als fast alle sich auch nur dunkel traeumen lassen.
Um das zu verstehen muss man nur erkannt haben das eine Herde von weit intelligenteren Technologien als die des letzten Jahrhunderts jetzt auf uns zu gallopieren; Technologien welche die zentralistischen, kollossalen Buerotuerme und Fabriken der Vergangenheit im Abendstaub hinter sich lassen. In der ganz nahen Zukunft wird es moeglich sein fast alles was man zu einem freien Leben braucht in hoch-raffinierten viel kleineren, gemeinschaftlichen Nachbarschafts – Dorf – oder Stadteil – Zentren herzustellen.
Entscheidend ist das diese kommende “lokalisierte” oder auch “de-zentralisierte” Wirtschaftsform unvergleichlich effizienter, und deshalb auch wettbewerbsfaehiger sein wird als die jetzt absterbende. Und eben weil sie viel “oekonomischer” ist, und nicht aus anderen Gruenden, wird diese Neue Wirtschaft die “alte” ueberraschend schnell schrittweise verdraengen.
Der Grad zu welchem diese “lokalisierte” Wirtschaft menschlicher und auch oekologischer sein wird als die “globalisierende” wird uns ueberraschen – und auch den weiteren Aufstieg moeglich machen.
Was sind fuenf oder sechs von den wichtigsten dieser kommenden Technologien? Woraus ergiebt sich ihre wirtschaftliche Ueberlegenheit ? Auf welchen Gebieten hat ihre Anwendung schon begonnen? Wie wird diese Wirtschaft den Machtkampf gegen die sich natuerlich wehrende globalisierende erfolgreich bestehen?






B: NEUE ARBEIT


Die Notwendigkeiten fuer ein freies Leben zu schaffen wird nur etwa sechs Stunden pro Woche in Anspruch nehmen. Viel davon wird in den schon erwaehnten Gemeinschaftszentren statt finden und das ist der erste von den drei Teilen der Neuen Arbeit.
Der zweite Teil ist ganz der jetzigen Job-arbeit aehnlich. Man verdient Geld in einem Betrieb, aber in einem der die Neuen Technologien (die neuen Materialien, Werkzeuge Maschienen, Software, etc.) fuer den schnell wachsenden Markt der nicht mehr in der globalisierenden Wirtschaft leben wollenden (aber auch den noch groesseren Markt der nicht mehr in dieser Wirtschaft leben koennenden) erzeugt.
Der dritte Teil ist die eigentliche Neue Arbeit. Zusaetzlich zu den zwoelf schon skizzierten Stunden wird allen Menschen die Moeglichkeit gegeben nicht nur Arbeit zu tun die sie als “milde Krankheit” erleben, sondern mit viel Begleitung und Unterstuetzung Arbeit zu entdecken die sie “wirklich, wirklich tun wollen” und diese entdeckte Arbeit dann auch zu tun.


C: NEUE KULTUR


Warum nur Arbeit die wir wirklich, wirklich wollen? Warum nicht eine Gesellschaft die wir wirklich, wirklich wollen? Warum nicht eine Oekonomie die diesem Masstab, entspricht? Warum nicht Menschliche Beziehungen die ebenso weit weg von “milder Krankheit” sind? Warum nicht Architektur die unser Wuenschen und Wollen fuettert und naehrt? Warum nicht Staedte die uns Kraft und Energie geben? Gleich zum Anfang, warum nicht eine “Bildung” die uns darin unterstuetzt Menschen zu werden die zu jeder Stunde wissen was sie wirklich, wirklich wollen und die auch den Mut und die Kraft haben das mit Exactheit zu tun? Warum nicht Schluss mit der Kultur die uns feig macht und hoerig und brav und statt dessen eine Kultur die uns in allem und jedem zuruft das Leben wirklich, wirklich zu leben!


Wie steht Ihr dazu, wärt Ihr da angesprochen, mitzureden, mitzuarbeiten?
Was könnte wie besser alternativ funktionieren?


 
E

ExitUser

Gast
#2
Mein Vertrauen in die gegenwärtige Menschheit ist leider nicht groß genug, um derartigen Überlegungen größere Chancen einzuräumen. Die Masse der Menschen möchte feige, brav und hörig sein und - vor allem - von anderen angeführt werden, denen sie letztlich bei Scheitern auch alle Verantwortung zuschieben können.

Zwar sehe ich die Zukunft der Lebensweise in kleinen Kommunen, aber erst nach dem großen Crash, den es zwangsläufig eines Tages geben wird. Diese Gemeinden werden sich aber meines Erachtens dann eher wie in den "Mad Max"-Filmen darstellen.

Nichts desto trotz kann man natürlich darüber diskutieren.
 

zebulon

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
1 Aug 2005
Beiträge
2.633
Gefällt mir
60
#3
Zu: neue Wirtschaft:

klingt utopisch. Ob das alles so stimmt, sei mal dahingestellt. Allerdings weiß ich aus eigener Beobachtung in meinem Umfeld (einige geniale Ingenieure sind darunter) dass weltweit Erfindungen und Technologien unterdrückt werden, die die die Macht der Großkonzerne gefährden könnten. Im Zweifelsfall werden solche Technologien aufgekauft und verschwinden in der Versenkung.
Im Übrigen ist unser ganzes Patentsystem darauf ausgelegt, die Nutzung und Auswertung der Patente zu behindern oder sogar die Erfinder schnellstmöglichst um die Früchte ihrer Kopfarbeit zu bringen und im schlimmsten Fall zu ruinieren. Ich sage das nicht ganz ohne Hintergrund. Ich war am Rande in die Entwicklung eines revolutionären Kinematik- und Motorsystems und dem Patentverfahren involviert und hab' den Trouble und auch die Beutelschneiderei mitbekommen, die mit der Patentanmeldung verbunden war. Trotzdem ist der Patentnehmer anschließend Freiwild für die Konzerne. Hier ein kleiner Einblick in die Problematik für den, den es interessiert. Auf den Text bin ich im Zug meiner Recherchen damals gestoßen:

Über das Patent-Chaos und die Erschöpfung kreativer Ressourcen

Von daher könnte diese Utopie tatsächlich von der technischen Seite gesehen gar nicht nicht so unrealistisch sein. Leider werde Kräfte an den wichtigen Schaltstellen, das nicht wollen. Und die haben auch kein Interesse an freien Bürgern. Das untergräbt alles nämlich ihre Machtbasis. Diese Bremsklötze sind meiner Meinung nach das Hauptproblem.

Zu: neue Arbeit:

Also ich weiß, wie sich sowas positiv entwickeln kann. Das wäre wirkliche Freiheit. Wir hätten dann erheblich weniger Drogensüchtige und Alkoholkranke.

Zu:neue Kultur:

wenn die ersten zwei Bedingungen erfüllt sind, ergibt sich eine neue Kultur von selbst.

Ob ich mitarbeiten würde? Selbstverständlich. Das tue ich ja in gewisser Weise schon. Dazu muß die alte Ordnung aber erst mal ähh.. gehörig hinterfragt werden. :biggrin:
Wer meine Postings ab und zu liest, der weiß das ich im derzeitigen Finanz-/ Geldsystem das größte Problem auf dem Weg in die skizzierte Utopie sehe, weil das eben auf Wachstum und die Erzeugung von Profiten auf Teufel komm 'raus angewiesen ist, sonst kollabiert es. Da bleibt für die meisten "Marktteilnehmer" kaum Spielraum oder die Kraft, andere Ziele ins Auge zu fassen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten