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Neue Statistik: Sanktionen dreimal so häufig wie bisher ausgewiesen

E

ExitUser

Gast
Aufschlussreich: Die BA hat Ihre Statistik der Realität angepasst (in BA-Deutsch heißt das: Aufgrund des öffentlichen Drucks "kontinuierlich verbessert" aka weniger geschönt :biggrin:)

Nach der neuen statistischen Erhebung ergibt sich eine Sanktionsquote von ca. 9% für 2013 anstatt den seitens der bisherigen BA-Statistik ausgewiesenen ca. 3%.

Siehe: Hartz IV Sanktionen
 

0zymandias

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Lass mich raten: Nach Berechnungen der BA-Statistiker ist das ein tolerabler Fehler von 6%?

Tjaja, Kaizen hat diese Wirkung auf manche.

:icon_lol:
 

ZynHH

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Dat machen die doch nur, weil dadurch die Zahl der gewonnenen klagen und Widersprüche drastisch sinkt...
 

KristinaMN

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Muß man jetzt wieder davon ausgehen, dass die Statistik abermals nicht stimmt ....?

Wenn die Jobcenter ein Wirtschaftsbetrieb wären, hätten sie längst Insolvenz anmelden müssen. Über 6 % "Einsparungen" würde sich mancher Betrieb sehr freuen.
 

Charlot

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Laut Statistik hat ein Kamel 1,5 Höcker.
Hat einer von euch schon mal ein Kamel mit 1,5 Höckern gesehen ?
 
E

ExitUser

Gast
Tjaja, Kaizen hat diese Wirkung auf manche.
Ja, das ist das "Tolle" an der BA. Man kann da als Manager den größten Bockmist verzapfen und Millionen in den Sand setzen (sind ja nur Steuergelder, das tut keinem weh).

So geschehen mit dem Arbeitsamt 2000 und dem viertuellen Arbeitsmarkt. Und wenn es vor die Wand gefahren ist, kann man den Beratern von McKinsey und Co die Schuld geben, neue Berater ins Haus holen (also noch mehr Steuergelder verbrennen) und zudem eine wahnsinnig bedeutungsschwer daherkommende Phrase von sich geben.

Beispiel gefällig:


"Im Rahmen unseres effizienoptimierten, kunden- und dienstleistungsnahmen KVP-Restructuring-Zyklus ist uns im Nachgang des letzten After-Action-Reviews im Kontext unserers Re-Enactment-Controllings nach Sichtung der kundenstatistik-optimierten BCG-Matrix, welche wir mit Portfolio-Analysen aus dem Jahr 2013 abgeglichen haben, aufgefallen, dass ein partikularer Optimierungsbedarf der Ausweismodalitäten der Sanktionsfeststellung zu konstatieren ist, dem wir uns nach nochmaliger Überprüfung mittels varianzanalyse-optimierter Verfahren annehmen werden, um unsere Kunden noch effektiver durch Sanktionen zu fördern!"

Noch Fragen?
 

0zymandias

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Ja, das ist das "Tolle" an der BA. Man kann da als Manager den größten Bockmist verzapfen und Millionen in den Sand setzen (sind ja nur Steuergelder, das tut keinem weh).[...]
Da fehlt mir jetzt zum Hinreichenden die zwingend notwendige Kondition:
...wenn man auch eine richtig coole PowerPoint-Präsi dazu macht. :biggrin:

(Und wenn man es dabei schafft, einige textilfreie Damen "aus Versehen" über den Beamer huschen zu lassen, rutscht irgendwem garantiert sein Placet von der Krawatte.)

[...]Noch Fragen?
Ja.

Würde es nicht reichen, einfach den Fehler zuzugeben und allen mehr Sanktionen zu versprechen?

Damit wäre endlich das Offensichtliche behauptet und man ersparte sich so um die zweieinhalb Zeilen latino-/anglophilen Geschwurbels.

Zusatzfrage: Ist Weise nicht doch Oxymoron? Oder mindestens ein Moron (engl.)?
 

Passant

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Aufschlussreich: Die BA hat Ihre Statistik der Realität angepasst (in BA-Deutsch heißt das: Aufgrund des öffentlichen Drucks "kontinuierlich verbessert" aka weniger geschönt :biggrin:)

Nach der neuen statistischen Erhebung ergibt sich eine Sanktionsquote von ca. 9% für 2013 anstatt den seitens der bisherigen BA-Statistik ausgewiesenen ca. 3%.
Ganz ehrlich: An die 3 % habe ich noch nie so recht geglaubt und auch die 9 % erscheinen mir noch als zu wenig. Dies auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß hier im Forum naturgemäß gehäuft Leute aufschlagen, die gerade eine Sanktion verpaßt bekommen haben.
 

Passant

Elo-User/in
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Beispiel gefällig:

"Im Rahmen unseres effizienoptimierten, kunden- und dienstleistungsnahmen KVP-Restructuring-Zyklus ist uns im Nachgang des letzten After-Action-Reviews im Kontext unserers Re-Enactment-Controllings nach Sichtung der kundenstatistik-optimierten BCG-Matrix, welche wir mit Portfolio-Analysen aus dem Jahr 2013 abgeglichen haben, aufgefallen, dass ein partikularer Optimierungsbedarf der Ausweismodalitäten der Sanktionsfeststellung zu konstatieren ist, dem wir uns nach nochmaliger Überprüfung mittels varianzanalyse-optimierter Verfahren annehmen werden, um unsere Kunden noch effektiver durch Sanktionen zu fördern!"

Noch Fragen?
Oha, ich würde sagen, beim Lesen des obigen Zitats besteht akute Kopfschmerzgefahr. :icon_hihi:

Quelle?
 
E

ExitUser

Gast
Quelle: Ich! Nach zwei Jahren BA und mehreren Jahren in der Sozialverwaltung/Geschäftsprüfung SGB. Im Bereich Strategie/Konzept-Entwicklung wird in der BA wirklich oft so bzw. so ähnlich geredet/geschrieben. Die ppt-Präsentationen und Strategie-Reports der BA strotzen nur so vor nichtssagenden Anglizismen. Was das angeht, hat man da gut von den Unternehmensberatungen abgekupfert, denen die BA Millionenaufträge beschert hat.

Der Vorteil dieses BA-Consulting-Slang ist, dass man durch solch hochtrabendes Gerede Kompetenz suggerieren kann, zumindest bei Leuten, die sich davon beeindrucken lassen, und das sind nicht wenige. Einfache Sachverhalte erscheinen so super bedeutend. Und so ein Gelaber hört sich immer noch besser an als einfach zu sagen: Wir haben einen Fehler gemacht!

Das Motto lautet: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Kompliziert ist im Consulting-Jargon gut, denn je komplizierter es ist, desto weniger Nachfragen kommen, weil - so die "Logik" - eh keiner durchsteigt. Lässt man die Luft raus, bleibt aber meist nicht viel übrig. Bei der BA ist das nicht anders. Kein Mensch braucht sie, aber ihr Bedürfnis nach Selbsterhalt zwingt sie, ständig irgendwas zu produzieren, und seien es auch nur heiße Luft und geschönte Statistiken.
 

Archibald

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Dat machen die doch nur, weil dadurch die Zahl der gewonnenen klagen und Widersprüche drastisch sinkt...
Das wäre auch eine verfälschte Darstellung der Statistik, die allerwenigsten von Sanktionen Betroffenen erheben Klage oder Widersprechen dagegen.

Hier scheint dies berücksichtigt zu werden. Allerdings sollte man auch diesen Zahlen nicht Blind vertrauen.
Arbeitslose : Erfolgreiche Klagen gegen Hartz-IV-Sanktionen - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

Die Erfolgsquoten sind dabei ähnlich wie bei den Klagen gegen Sanktionen: Jeder dritte Widerspruch (35,5 Prozent) und fast jede zweite Klage (41,7 Prozent) gegen Hartz-IV-Bescheide wurden ganz oder teilweise zugunsten der Leistungsempfänger entschieden.
Auch diese "Postille" kann es nicht lassen Stimmung gegen Kläger bei HatzIV zu machen:
Die Klagewut hat neben berechtigten Einwänden häufig auch andere Gründe. So kostet der Gang vors Gericht Arbeitslose nichts, da ihnen in der Regel Prozesskostenhilfe zusteht.
LG, Archibald
 
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Was mich interessiert;

wie viel von den 3, 6 oder auch 9% Sanktionierten wurden durch das SG von "Mehrfachtätern" wieder zu "Einmaltätern" oder sogar zu "unbescholtene Hartz4-Beziehern"?

AnonNemo

Hm, @Archibald hat seinen Finger schon in die "gleiche Wunde" gelegt :))
 
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