Neue "Obergrenze" bei Erstattung von Bewerbungskosten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Spongebob

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Hallo!

Habe kürzlich eine neue EGV per VA bekommen. Mir geht es um den Passus mit den Bewerbungskosten. (Natürlich erstatten sie nur schriftliche und zudem nachgewiesene, aber das ist ja eh klar.)

Nachdem mir meine frühere SB mal sagte, es sei die Erstattung von bis zu 250€ jährlich möglich, steht nun in der EGV, daß sie maximal nur noch 100€ pro Kalenderjahr erstatten werden.

Gibt es dafür eine (neue) gesetzliche Regelung oder ist das nur ein Einsparungsversuch des Landkreises? Ich vermute stark letzteres, was natürlich meinen Widerspruch gg. die EGV zur Folge hätte.
 

Lilastern

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Dementsprechend sollte auch die Anzahl der Bewerbungen die du nachweisen musst, nicht übertrieben hoch sein.

Wie willst du aus dem Regelsatz auch noch Bewerbungskosten finanzieren.

100 Euro an Bewerbungskosten ist recht wenig.
 
G

gast_

Gast
Hallo!

Habe kürzlich eine neue EGV per VA bekommen. Mir geht es um den Passus mit den Bewerbungskosten. (Natürlich erstatten sie nur schriftliche und zudem nachgewiesene, aber das ist ja eh klar.)

Nachdem mir meine frühere SB mal sagte, es sei die Erstattung von bis zu 250€ jährlich möglich, steht nun in der EGV, daß sie maximal nur noch 100€ pro Kalenderjahr erstatten werden.

Gibt es dafür eine (neue) gesetzliche Regelung

Es gab nie eine gesetzliche Regelung

oder ist das nur ein Einsparungsversuch des Landkreises? Ich vermute stark letzteres, was natürlich meinen Widerspruch gg. die EGV zur Folge hätte.
.
 

Trixi2011

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Ich glaube die Höhe der Erstattungskosten wird nach Kassenlage der Städte und Kommunen entschieden! Je weniger Geld in der Kasse ist, desto weniger Geld gibt es für Bewerbungsbemühungen.

Aber tröste dich - Somit kannst du in der Hinsicht eine ruhige Kugel schieben!

Und lass dir bloss nicht einreden, dass du ja alle Bewerbungen, die in der Gesamtsumme über 100€ gehen per Mail versenden kannst. Dazu kann dich keiner zwingen!
 

franzi

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Also mir war bisher auch bekannt, dass die Grenze 250 E beträgt. Von einer Absenkung habe ich noch nichts erfahren ...:icon_pause:
 

Hartzeola

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Gibt es dafür eine (neue) gesetzliche Regelung oder ist das nur ein Einsparungsversuch des Landkreises? Ich vermute stark letzteres, was natürlich meinen Widerspruch gg. die EGV zur Folge hätte.
Urteil des LSG NRW vom 25.04.2008 - L 20 B 60/07 AS NZB

Die Deckelung der Bewerbungskosten auf 260 € pro Jahr ist auch für Leistungsempfänger nach dem SGB II bindend; für eine weitergehende Übernahme besteht keine Rechtsgrundlage; die Jahresfrist beginnt mit dem Leistungsbezug.
Höchstgrenze der Bewerbungskostenübernahme auf 260 € im Jahr, LSG NRW, L 20 B 60/07 AS NZB, 25.4.08
 
E

ExitUser

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Es besteht keine Rechtsgrundlage für die Übernahme weiterer Kosten.

Im Regelsatz gibt es keinerlei Positionen für Bewerbungskosten.

Aber der Elo soll sich so oft bewerben wie nur möglich. In jeder EGV versuchen sie es mit weit mehr als 5 Bewerbungen, aber woher soll das Geld kommen?
 

Hartzeola

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Es besteht keine Rechtsgrundlage für die Übernahme weiterer Kosten.
Richtig. Nur bis 260€

Im Regelsatz gibt es keinerlei Positionen für Bewerbungskosten.
Auch richtig.

Aber der Elo soll sich so oft bewerben wie nur möglich. [
Falsch.

In jeder EGV versuchen sie es mit weit mehr als 5 Bewerbungen, aber woher soll das Geld kommen?
Aus dem Vermittlungbudget:

§ 3 Anordnung UBV (Anordnung zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung)„(1) Im Interesse einer schnellen Bewilligung und Abwicklung der Leistungen ist es zulässig, diese pauschaliert zu erbringen. (2) Bei Pauschalierung nach Absatz 1 ist je Bewerbung ein Betrag von 5 € zu erstatten. Dabei können nur solche Bewerbungen berücksichtigt werden, die von der Antragstellerin / dem Antragsteller nachgewiesen werden.“
Bewerbungskosten
 

Spongebob

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Ich glaube die Höhe der Erstattungskosten wird nach Kassenlage der Städte und Kommunen entschieden! Je weniger Geld in der Kasse ist, desto weniger Geld gibt es für Bewerbungsbemühungen.
Genau diesen Eindruck habe ich auch!

Aber tröste dich - Somit kannst du in der Hinsicht eine ruhige Kugel schieben!
Genau das werde ich auch machen. Wenn sie nur für 20 Bewerbungen die Kosten übernehmen wollen, werde ich eben auch nur 20 Bewerbungen schreiben. (Die Erfolgsaussichten auf eine Bewerbung sind hier äußerst gering, also werde ich mir gewiss keine unnötigen Kosten aufhalsen.)

Also mir war bisher auch bekannt, dass die Grenze 250 E beträgt. Von einer Absenkung habe ich noch nichts erfahren ...:icon_pause:
Ist also doch, wie oben vermutet, nur eine Auflage des lokalen JC.

Höchstgrenze 260€ per anno ist klar, bei mir persönlich hat das JC aber die Höchstgrenze auf 100€ gesenkt.
 

Der Brian

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Moin,


dass scheinen die zu handhaben, wie sie wollen. Hatte Zeiten, da latzten sie mir weit mehr als die 250€ - unabhängig, ob ich ne EgV (per VA) aufs Auge gedrückt bekam oder auch nicht.
Einmal kam dann ne Bestätigung auf Bewerbungskostenübernahme mit dem Zusatz, es würden nur 250 oder 260€ - was weiß ich, spielt auch keine Rolle - per anno übernommen werden. Ich widersprach, weil diese Begrenzung lediglich ganz zu Anfang der Hartzerei mal akut war, aber schnell fallengelassen wurde.
Die Antwort war, dass es sich um einen falschen Textbaustein handelte, ich würde, wenn nötig, nach wie vor auch mehr als 250 Eusen erstattet bekommen.

Das lief dann ne Weile ganz gut, bis ich dem JC mal wieder "zu frech" wurde,denen die Widerspruchsgranaten und eA´s nur so um die Ohren feuerte und deshalb kurz vor Ausstieg aus der Hartzerei gar nix mehr von den *zensiert*:biggrin: bekam unter der Ausrede, man wolle doch lieber mal meine Bewerbungsunterlagen beschnüffeln lassen; man unterstellte mir des Weiteren, ich würde die Briefmarken "veruntreuen", und da ich das letzte Quantum eh schon bezahlt hatte, sah man sich außer Stande, mir das Geld dafür zu erstatten - als ob ich vom JC jemals Geld dafür im Voraus gesehen hätte...
Egal - meine Lebensqualität hat sich um einiges gebessert, denn es tut richtig gut, keine Bewerbungen mehr zu schreiben.:biggrin: Weit mehr, als der halbe Hunni, den sie ihrem Landrat, Herrn Sch., zur persönlichen Veruntreuung an mir wegbetrogen haben.


MfG
 

Claus.

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Die 100€ als Obergrenze hatte ich schon vor einem Jahr im EGV-VA drinstehen.
Und zusätzlich bin ich Jan. und Febr. ´11 mit ganzen 20 schwachsinnigen VV´s bombardiert worden.

Die darauf folgende Klage gegen den EGV-VA war interessant. :biggrin:
Lt. Arge-Vertretung in der Verhandlung gäbe eine JC-interne Anweisung aus dem Vermittlungsbudget keine höhere Summe für die Bewerbungskostenerstattung her. Von der Richterbank kam dann allerdings umgehend der Spruch "Dann müssen Sie eben einen anderen Topf finden".

Stand dann auch in der Begründung drin, daß ungedeckte Bewerbungskosten nicht sein dürfen. Ist also eine Nullnummer, die nur Klagen provoziert.
(Auch "sollte" eine generelle Höchstgrenze für die monatlich einforderbaren Bewerbungen (Eigenbemühungen + VV´s) festgelegt werden -ist leider bis heute nicht umgesetzt ... ruhige Kugel bei überschrittener Erstattungssumme funktioniert dementsprechend nämlich auch nicht so ohne weiteres).
 

bln1

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Mir wurden, nachdem ich Stress wegen monatl. 10 geforderter Bewerbungen gemacht habe, 350,- EUR als Höchstbetrag genannt. Da ich dem Verein kein Wort glaube, hab ich es mir schriftlich geben lassen. Was der Schrieb wert ist, zeigt sich spätestens in einem Jahr.
 

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Claus.

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Aus bln1´s Schreiben "können pro ... rechtlich korrekter Bewerbung" :icon_lol:

Wäre das schön, wenn das irgendwo konkret festgelegt wäre.
Damit könnten den SG´s jede Menge Arbeit erspart und auch sofort hunderte von ´Fachleuten´ dem freien Arbeitsmarkt ´zur Verfügung gestellt´ werden.
Meine Meinung: Frag 5 Bewerbungstrainer wie eine korrekte Bewerbung auszuschauen hat und man erhält mindestens 6 verschiedene Antworten.
 

Spongebob

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Habe kürzlich eine neue EGV per VA bekommen. Mir geht es um den Passus mit den Bewerbungskosten.
Gegen den VA hatte ich Widerspruch eingelegt, oh Wunder, es ist bis heute nichts passiert.

Da ich die Tage sowieso zum Anwalt muss (laufende Klage wg. komplett abgelehnter Bewerbungskostenerstattung vom letzten Antrag) lass ich wg. dem VA Untätigkeitsklage einreichen.
 
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