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Neue Jacken gegen Kälte gibt es als tätige Hilfe (2)

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#1
Selb - Es sind die abgewetzten Hosen, die dünnen Winterjacken und die abgetragenen Schuhe - oft Anzeichen dafür, dass es der Familie finanziell schlecht geht. Manche Kinder bekommen zu Hause kein Frühstück, andere können sich kein Mittagessen in der Ganztagssschule leisten. Diese Umstände nimmt Günter Tauber ernst. Der Schulleiter der Dr.- Franz-Bogner-Schule in Selb hat sich im vergangenen Jahr an den Verein Hilfe für Nachbarn gewandt. Mit dessen Hilfe greift er den Eltern armer Kinder unter die Arme.


28 bedürftige Kinder an der Selber Hauptschule werden heuer mit Unterstützung von Hilfe für Nachbarn neu eingekleidet, letztes Jahr waren es 18. Günter Tauber ist von der Initiative begeistert: "Das ist ein tolles Weihnachtsgeschenk."


In vier Geschäften in Selb dürfen Eltern ihre Kinder für 200 Euro einkleiden. "Am nächsten Tag bezahle ich diese Sachen mit dem Geld, das ich vom Verein bekomme", erklärt Tauber. Am Tag darauf holen die Eltern die Kleidungsstücke und die Schuhe aus den Läden ab. Bares auf die Hand gibt es nicht. Tauber wolle den Eltern zwar nichts unterstellen. "Aber so sind wir und auch die Menschen, die dafür spenden, wirklich sicher, dass das Geld den Kindern zugute kommt, bei denen das Weihnachtsfest dürftig ausfallen würde", sagt Tauber.


Diese Hilfe haben viele Familien bitter nötig: Denn auf die Eltern der Schüler kommen Kosten zu, die einige von ihnen nicht schultern können: Kopiergeld, Werkgeld, Geld für Sportbekleidung und Schullandheimaufenthalte.
FRANKENPOST | Neue Jacken gegen Kälte gibt es als tätige Hilfe
 

Martin Behrsing

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#2
Ich habe den Rest abgetrennt. Solche Diskussionen, die derart unter die grütellinie gehen, werden hier nicht geduldet.
 

haef

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#3
hallo sancho (und andere),

Wo ist also das Problem und wo ist hier ein Grund, alles Schlecht zu machen?
ob das überhaupt zutrifft wage ich zu bezweifeln, zumindest bei dem was ich gelesen habe, letzte Seite, wurde sehr genau differenziert.
Tatsächlich halte ich!, keiner muss diese Meinung teilen, Almosen, und darum handelt es sich hier doch wohl zweifelsfrei, für grundsätzlich schlecht. Im Gegensatz zur echten Nothilfe.

Almosen beseitigen nicht die Ursachen, i.d.R. kümmern sich die Almosengeber noch nicht einmal gedanklich darum, sondern verstärken im Gegensatz das gesellschaftliche Beharren - "es wird ja etwas getan", und/oder schieben die Verantwortung auf Institutionen oder Privatpersonen, die auf die Ursachen keinerlei Einfluss haben.
Im schlechtesten Fall, der aber zunehmend zum Normalfall wird, verführt es auch die "Beschenkten" zum unwürdigen Beharren, "irgend jemand wird es schon richten".

Dazu 2 Beispiele, das erste nur Abbau sozialer Verantwortung, das 2. höchst gefährlich.

1. vor der flächendeckenden Errichtung von Notrufsäulen an Autobahnen, sehr lang her :biggrin:, war es völlig natürlich, das eine hochgeklappte Motorhaube binnen kürzester Zeit zu Hilfsangeboten von Mensch zu Mensch führte.
Danach war damit Schluß, da jeder wußte, daß die nächste Säule max. 1 km entfernt war.

2. der rasante Aufbau der "Tafeln". Lassen wir mal den dubiosen Hintergrund um McKinsey beiseite und betrachten stattdessen den gerne übersehenen Zusammenhang mit den "foodbanks".
Was passiert wenn beide Infrastrukturen auch ein flächendeckendes Ausmass erreicht haben?
Wir wissen es nicht, aber Gedanken zu Parallelen oder etwas völlig Neuem sind doch sicher erlaubt. So pervers es klingt, aber ausgerechnet der "freie Markt" bietet da noch einen gewissen Schutz, da manche (Groß)spender z.Zt. wieder dazu übergehen fast abgelaufene Waren lieber selber herabgesetzt zu verkaufen, statt die "Tafeln" als billigere Entsorgung zu missbrauchen.

Noch einen anderen Aspekt möchte ich, gerade in Bezug auf die Kinder einbringen.
Welches Verhältnis entwickeln Kinder zu ihren Eltern, die sich "beschenken" lassen "müssen" um ihre Kinder einzukleiden.
(ist nicht als Zwang gemeint)
Das gilt natürlich grundsätzlich für den "Komplex Armut" aka Hartz4, mit dieser Kleiderspende wird es aber für die Kinder sehr konkret und "fassbar", fremde Menschen sind gut, besser als die eigenen Eltern, zu mir.

Keine sehr berückende Vorstellung wie ich finde.

Genau das, die psychischen Folgen, das demolierte Selbstbild, die aberkannte Würde sind die wenig bis überhaupt nicht beachteten Auswirkungen von Hartz4, die mit Almosen zementiert werden.
Auch wenn sie noch so gut durchdacht und gemeint sind, es bleiben kaum übersehbare Folgen sowohl für Nehmende wie Gebende, wobei letztere ja wenigstens noch, je nach Religion, damit eine "Anzahlung" auf einen besseren Platz im Jenseits geleistet haben. :biggrin:

fG
Horst

Almosen verderben die Seele des Gebers wie des Nehmers und verfehlen zu alledem ihren Zweck, denn sie verschlimmern die Armut. – Fjodor Dostojewski

hallo admins, ich hoffe dieser Bezug ist noch erlaubt, da nicht unter der gürtellinie (und von mir geschrieben vor dem "großen Zusammenbruch" :biggrin:)

Wenn man vehement gegen alles ist und dann nicht mal liest, um was es geht, trotzdem auf der eigenen hier falschen Meinung baharrt, gleichzeitig auch jeder Aktion immer wieder etwas böses unterstellt und Sachen behauptet, die hier auf den Artikel nicht zutreffen, was soll man dann machen?

Mich nervt diese ewige Schwarzmalerei und das alles, was irgendwie auch nur den Ansatz von etwas Gutem für die Betroffenen hat, in den Dreck gezogen wird.

Es wurde Geschenke gemacht, die Leute vorher gefragt, ob sie diese haben wollen, einige haben abgelehnt. Dann wurde ihnen gesagt, das sie in bestimmten Geschäften ihre Kinder für 200€ neu einkleiden können, damit die Kinder zumindest in ihren alten Kleidern nicht frieren müssen, die Rechnung hat der Verein bezahlt, weil Geldgeschenke von der ARGE angerechnet werden.

Also auch Rechtssicher gemacht.

Wo ist also das Problem und wo ist hier ein Grund, alles Schlecht zu machen?
 
E

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  Th.Starter/in  
#4
Du hast es bestimmt nicht ganz gelesen, genauso wie einige Andere.

Es geht hier nicht um Grundsatzdiskussionen, sondern um eine (rechtlich einwandfreie) Aktion eines Vereins.

So seh ich das auch, es geht hier in erster Linie um den Verein.

Mit so einer kleinen Spende kann man den guten barmherzigen raushängen lassen. Wie edel.

Warum gibt es nicht wenigstens für die Kinder einen zusätzlichen Weihnachtsbetrag damit man nicht auf soooo großzügigen Spenden angewiesen ist?
Gehe davon aus das die Kinder der Spender deswegen sicherlich nicht frieren müssen und die Spender selbst deswegen keine Scheibe Brot weniger essen.
Warum schickt man nicht einfach, wenn man schon was gutes tun möchte den Kindern der ELO einen Weihnachtsbrief mit Inhalt aber ohne Absender ?
Und ohne Auflagen.
Wenn es dem Spender wirklich um die Kinder geht, sollte das doch machbar sein.
Oder möchten sich die Spender streicheln lassen?
Wie einfach es doch sein kann sein Gewissen zu beruhigen.
Vordergründig betrachtet tun die Spender ja etwas Gutes.
Aber im Grunde genommen kann man sich auch sehr gut mit so einer kleinen Spende etwas Gutes tun, man erhält ja eine Rückmeldung.
Das nur zu den edelen Spendern.

Um es noch mal auf den Punkt zu bringen, wären die Regelleistungen für Kinder angemessen bräuchte Niemand diese Allmosen.
Wird ja nun hoffentlich anfang des Jahres angehoben.
Was rege ich mich auf, hab ja keine minderjährigen Kinder die es betrfft.
Dennoch betrachte ich immer beide Seiten der Medalie.

Wer hat hier wem geholfen ???

Wünsche allen ein frohes Fest
MM

PS.
Sancho, haste schon mal in der Dienstanweisung nachgesehen?
Unter E wie Entschuldigung das wäre doch das Mindeste.
So geht man nicht miteinander um.
MM
 
E

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  Th.Starter/in  
#5
hallo sancho (und andere),

ob das überhaupt zutrifft wage ich zu bezweifeln, zumindest bei dem was ich gelesen habe, letzte Seite, wurde sehr genau differenziert.
Tatsächlich halte ich!, keiner muss diese Meinung teilen, Almosen, und darum handelt es sich hier doch wohl zweifelsfrei, für grundsätzlich schlecht. Im Gegensatz zur echten Nothilfe.

Almosen beseitigen nicht die Ursachen, i.d.R. kümmern sich die Almosengeber noch nicht einmal gedanklich darum, sondern verstärken im Gegensatz das gesellschaftliche Beharren - "es wird ja etwas getan", und/oder schieben die Verantwortung auf Institutionen oder Privatpersonen, die auf die Ursachen keinerlei Einfluss haben.
Im schlechtesten Fall, der aber zunehmend zum Normalfall wird, verführt es auch die "Beschenkten" zum unwürdigen Beharren, "irgend jemand wird es schon richten".

Dazu 2 Beispiele, das erste nur Abbau sozialer Verantwortung, das 2. höchst gefährlich.

1. vor der flächendeckenden Errichtung von Notrufsäulen an Autobahnen, sehr lang her :biggrin:, war es völlig natürlich, das eine hochgeklappte Motorhaube binnen kürzester Zeit zu Hilfsangeboten von Mensch zu Mensch führte.
Danach war damit Schluß, da jeder wußte, daß die nächste Säule max. 1 km entfernt war.

2. der rasante Aufbau der "Tafeln". Lassen wir mal den dubiosen Hintergrund um McKinsey beiseite und betrachten stattdessen den gerne übersehenen Zusammenhang mit den "foodbanks".
Was passiert wenn beide Infrastrukturen auch ein flächendeckendes Ausmass erreicht haben?
Wir wissen es nicht, aber Gedanken zu Parallelen oder etwas völlig Neuem sind doch sicher erlaubt. So pervers es klingt, aber ausgerechnet der "freie Markt" bietet da noch einen gewissen Schutz, da manche (Groß)spender z.Zt. wieder dazu übergehen fast abgelaufene Waren lieber selber herabgesetzt zu verkaufen, statt die "Tafeln" als billigere Entsorgung zu missbrauchen.

Noch einen anderen Aspekt möchte ich, gerade in Bezug auf die Kinder einbringen.
Welches Verhältnis entwickeln Kinder zu ihren Eltern, die sich "beschenken" lassen "müssen" um ihre Kinder einzukleiden.
(ist nicht als Zwang gemeint)
Das gilt natürlich grundsätzlich für den "Komplex Armut" aka Hartz4, mit dieser Kleiderspende wird es aber für die Kinder sehr konkret und "fassbar", fremde Menschen sind gut, besser als die eigenen Eltern, zu mir.

Keine sehr berückende Vorstellung wie ich finde.

Genau das, die psychischen Folgen, das demolierte Selbstbild, die aberkannte Würde sind die wenig bis überhaupt nicht beachteten Auswirkungen von Hartz4, die mit Almosen zementiert werden.
Auch wenn sie noch so gut durchdacht und gemeint sind, es bleiben kaum übersehbare Folgen sowohl für Nehmende wie Gebende, wobei letztere ja wenigstens noch, je nach Religion, damit eine "Anzahlung" auf einen besseren Platz im Jenseits geleistet haben. :biggrin:

fG
Horst
Du machst das Thema wieder zur Grundsatzdiskussion und das ist dann ein anderes Thema.

Almosen sind eher gebrauchte Sachen, die man in irgendeiner Kleiderkammer holen kann, hier sind es aber neue Sachen, die NEu sind und aus einem Geschäft.

Auch gibt es keinen Grund dafür, alles abzulehnen, was man angeboten bekommt, weil "es ja das System stützt".

Also scheint hier der Gedankengang etwas abwegig zu sein, denn dann könntest Du Dich genauso vor die Kleiderkammern und Tafeln stellen und den Leuten erklären, das sie lieber hungern oder frieren sollen, weil es "das System" stützt.

Die werden Dich wahrscheinlich verjagen.

Die Aktion ist aber auch ein Beweis "sozialer Verantwortung", denn es gibt diesen Verein, weil man erkannt hatte, das es eben Menschen gibt, die Hilfe brauchen.

Was ist daran so verwerflich? Man kann es auch als Nächstenliebe sehen, denn dieser Verein (und ich gehe jetzt nur auf diesen Verein ein), hilft den Menschen auch unter dem Jahr, was ich sogar sehr gut finde.,

Auf der anderen Seite ist es rein menschlich gesehen egal, ob man sie nutzt oder nicht, denn auch bei einer Nichtnutzung würde sich nichts ändern, nur die Ausreden wären anders ("Man kann also von Hartz IV doch einigermaßen gut leben, denn sonst würden sie auf die Hilfsangebote eingehen"). Wo wäre also der Unterschied zum jetzigen Zustand?

Man kann auch mal weiter denken und es wie "die Gegenseite" benutzen, indem man nicht nur das "Schlechte" sieht, was solche Aktionen (und Andere) bringen, sondern solche Nachrichten nimmt und der Öffentlichkeit zeigt, wie um einen immer größer werdenden Teil der Gesellschaft bestellt ist.

Nicht "die Tafeln müssen weg", sondern "seht her, es müssen Tafeln, Kleiderkammern und andere private Hilfen geschaffen werden, um das Desinteresse/Umvermögen der Politik zu vertuschen. Wann werde Sie dort anstehen müssen?"

Auch kann man einige Aktionen positiv herausstellen bzw. auch mal "lobend erwähnen", das die sog. "Nächstenliebe" doch noch kein Wort von vorgestern ist.

Mit dem bisherigen Vorgehen, alles Schlecht zu machen, hatte man keinen Erfolg, auch die Aufrufe, solche Aktionen nicht zu unterstützen, also sollte man mal weiter- bzw. umdenken und es für "die Sache" benutzen.
 

Donauwelle

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#6
Nun - die Spender könnten mit dem Geld doch genauso gut beim Edelitaliener Essen gehen. Je nachdem wie man es strickt, kann man dabei genauso viel bei der Steuer sparen, wie wenn man spendet... Aber nicht jeder dieser Spender ist Krösus. Man sollte bei Spenden auch nicht vergessen, dass sich dafür ein anderer einschränkt - egal, ob er dafür "Lob" haben möchte, oder eben nicht!

Muss man solche Dinge immer schlecht reden?

Klar - am besten wäre es, wenn die Familien ausreichend eigenes Geld hätten, um 200 EUR für neue Kleidung einkaufen gehen zu können - aber das ist ja nicht. Und eben nicht auf derlei Angebote angewiesen sein zu müssen. Aber dem ist eben nicht so.

An den Tafeln stört mich insbesondere, dass dafür 1-EUR-Jobber eingesetzt werden, dass davon wohl eher die falschen HartzIVler etwas haben (die, die sich irgendwie selbst zu helfen wissen, organisieren können und sich nicht zu schade sind - gleichzeitig schadet das Vorhandensein aber denen, für die das nicht zutrifft) und die Art der Waren.

Hier handelt es sich um eine ehrenamtliche Aktion. Es gibt Neuware und nichts abgelegtes. Und hier wird eben nicht nach dem Motto verfahren, wer am lautesten schreit und sich in der Reihe anstellt, sondern es wird versucht, die Leute persönlich anzusprechen (was natürlich jemand auch wieder in eine Scham-position bringen kann).

Mal abgesehen vom Maximalziel - ausreichende, passende Regelsätze (was ja momentan nicht ist und wohl nicht zu erwarten ist!) - wie kann denn sonst noch Hilfebedürftigen geholfen werden? Wenn ich manche höre, könnte man diese ganz einstellen, weil eben alles Almosen sind. Im Anbetracht dessen, dass anders wenigstens ein paar Kinder wieder neue Anziehsachen haben und die Familien ihr Geld anderweitig ausgeben können, kann das aber doch auch nicht das Wahre sein....
 

Tamina

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#7

haef

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#9
es ist schade, dass Du dich noch nicht einmal bemühst auf meine Argumente einzugehen, du interpretierst sie einfach um.

Du machst das Thema wieder zur Grundsatzdiskussion und das ist dann ein anderes Thema.
Armut und Almosen sind als grundlegende Themen miteinander verknüpft, es sei denn, wir sehnen uns nach der wilhelminischen Armenspeisung und christlichen Fürsorge zurück, da waren sie eins.

Almosen sind eher gebrauchte Sachen, die man in irgendeiner Kleiderkammer holen kann, hier sind es aber neue Sachen, die NEu sind und aus einem Geschäft.
eine eigenwillige (dingliche) Interpretation, die nicht das Wesen des Almosens berührt

Auch gibt es keinen Grund dafür, alles abzulehnen, was man angeboten bekommt, weil "es ja das System stützt".
wo hast Du das bei mir gelesen?

Also scheint hier der Gedankengang etwas abwegig zu sein, denn dann könntest Du Dich genauso vor die Kleiderkammern und Tafeln stellen und den Leuten erklären, das sie lieber hungern oder frieren sollen, weil es "das System" stützt.
das ist, mit Verlaub, Unsinn. Denn ich überlasse es jedem, ob er etwas annimmt oder nicht. Versuche aber jeden davon zu überzeugen, dass es ein Fehler sein könnte, die "Brosamen die von der Reichen Tische fallen", aufzuheben.

Die werden Dich wahrscheinlich verjagen.
bin ich gewohnt, früher hieß es "dann geh doch nach drüben" :biggrin:

Die Aktion ist aber auch ein Beweis "sozialer Verantwortung", denn es gibt diesen Verein, weil man erkannt hatte, das es eben Menschen gibt, die Hilfe brauchen.
eine ebenso eigenwillige Uminterpretation. "Es ist nicht sinnvoll Menschen Reis zu schenken, sondern ihnen zu zeigen wie sie anbauen können." DAS ist soziale Verantwortung. Das schließt Nothilfe, völlig übersehen?, nicht aus, d.h. dem Hungernden zunächst etwas zu essen zu geben. Aber darum geht es in Deinem Beispiel ja beim besten Willen nicht.

Was ist daran so verwerflich? Man kann es auch als Nächstenliebe sehen, denn dieser Verein (und ich gehe jetzt nur auf diesen Verein ein), hilft den Menschen auch unter dem Jahr, was ich sogar sehr gut finde.,
bitte unterstelle mir nicht Begriffe, Formulierungen oder Inhalte, die ich nicht verwendet habe (verwerflich)

Auf der anderen Seite ist es rein menschlich gesehen egal, ob man sie nutzt oder nicht, denn auch bei einer Nichtnutzung würde sich nichts ändern, nur die Ausreden wären anders ("Man kann also von Hartz IV doch einigermaßen gut leben, denn sonst würden sie auf die Hilfsangebote eingehen"). Wo wäre also der Unterschied zum jetzigen Zustand?

Man kann auch mal weiter denken und es wie "die Gegenseite" benutzen, indem man nicht nur das "Schlechte" sieht, was solche Aktionen (und Andere) bringen, sondern solche Nachrichten nimmt und der Öffentlichkeit zeigt, wie um einen immer größer werdenden Teil der Gesellschaft bestellt ist.

Nicht "die Tafeln müssen weg", sondern "seht her, es müssen Tafeln, Kleiderkammern und andere private Hilfen geschaffen werden, um das Desinteresse/Umvermögen der Politik zu vertuschen. Wann werde Sie dort anstehen müssen?"
Es ist ein immer wieder und gern begangener Irrtum die eigenen Vorstellungen auf andere zu projizieren. DU würdest Dich davon beeindrucken lassen, die Macher und Befürworter von Hartz4 und die von ihnen bombardierten "Massen" nicht.
Außerdem unterschätzt Du den Hass auf den "Boten der schlechten Nachricht".
Du kannst es drehen und wenden wie du willst, Rechte
(nicht missverstehen :biggrin:) müssen her, keine Almosen

Auch kann man einige Aktionen positiv herausstellen bzw. auch mal "lobend erwähnen", das die sog. "Nächstenliebe" doch noch kein Wort von vorgestern ist.
Tatsächliche Nächstenliebe unterscheidet sich grundlegend von Hilfen, die den Menschen nicht helfen, sondern nur einen prekären Zustand überbrücken, dadurch abhängig halten.
Und, da noch nicht solange her, das Beispiel mit der St. Martins-Legende - der hat nicht einen kleinen Teil seines Mantels gegeben, sondern ihn hälftig geteilt.


Mit dem bisherigen Vorgehen, alles Schlecht zu machen, hatte man keinen Erfolg, auch die Aufrufe, solche Aktionen nicht zu unterstützen, also sollte man mal weiter- bzw. umdenken und es für "die Sache" benutzen.
nun ich habe nicht alles schlecht gemacht, aber dafür weiter gedacht und mich nicht von einzelnen Aktionen beeindrucken lassen, selbst wenn sie völlig koscher wären
Leider übersiehst Du bei Deiner Vorstellung völlig den Charakter der Nothilfe bei den von dir angeführten Institutionen.
Kleinere "Suppenküchen" und Kleiderkammern, fast ausschließlich bei Kirchen angesiedelt, waren Nothilfen i.d.R. für Obdachlose und haben sich erst im Zuge einer immer weiter um sich greifenden Armut als "Zusatz"stationen entwickelt.
Mit der professionellen Entwicklung der Tafeln ff. Sozialkaufhäuser etc. bekommt das Ganze aber eine völlig andere und potenzierte Dimension.
Darin "verschwinden" zwar diese kleineren Initiativen, das ändert aber nichts daran, dass sie Bestandteil dieser neuen alten Form "sozialen Engagements" sind.

fG
Horst
 
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#11
Kleinere "Suppenküchen" und Kleiderkammern, fast ausschließlich bei Kirchen angesiedelt, waren Nothilfen i.d.R. für Obdachlose und haben sich erst im Zuge einer immer weiter um sich greifenden Armut als "Zusatz"stationen entwickelt.
In der Tat, denn z.B. hat die Wuppertaler Tafel so angefangen und ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil für einen Teil der Wuppertaler Bevölkerung geworden.
 
E

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#12
Für die ehemalige Porzellinerin Ute F. ist schon die Fahrt zum Arzt zu teuer. Über ihr Schicksal hatten wir im Dezember im Rahmen der Aktion „Hilfe für Nachbarn“, gemeinsam getragen von der Frankenpost und den hochfränkischen Sparkassen, berichtet. Die 59-Jährige lebt von einer winzigen Erwerbsunfähigkeitsrente und knapp 100 Euro Grundsicherung. Unter dem Strich bleiben ihr im Monat noch 148 Euro zum Leben. Allerdings ist Ute F. auch Schmerzpatientin und kann sich nur mit Krücken fortbewegen. Sie hat mehrere Operationen hinter sich und braucht starke Schmerzmittel. Deswegen muss sie auch öfters zum Arzt oder Facharzt. Und genau dies wurde zum Problem: Denn mit ihrer Krankenkasse hat sie sich schon einmal monatelang um die Übernahme der Fahrtkosten gestritten. Als Ute F. nun am Donnerstag einen Termin bei einem Orthopäden in Hof hatte, ist die Firma Mietauto Helmig eingesprungen und hat die Rentnerin nach Hof und wieder zurück gefahren. Kostenfrei, versteht sich.
Hilfe fr Nachbarn e.V.

Dass ihr das Leben innerhalb dieses Jahres aufgrund einer schweren Krankheit so entgleiten würde, hat sich Nancy S. (Name geändert) nicht vorstellen können. Auch nicht, als sie Anfang März die Diagnose Krebs erhielt. "In einem halben Jahr haben Sie alles überstanden", machten die Ärzte der 34-Jährigen aus dem Landkreis Hof damals Mut. "Dann können Sie wieder arbeiten gehen."

Inzwischen hat die alleinerziehende Mutter die dritte Krebsoperation hinter sich, das halbe Jahr ist längst verstrichen und "alles ist aus dem Lot", sagt die Krebspatientin, die zudem an einem angeborenen Herzfehler leidet, der ebenfalls behandelt werden müsste.


Starke Verlustängste

Vor ihrer Krankheit hat die 34-Jährige sich und ihren Sohn mit zwei Minijobs über Wasser gehalten. Mit Kindergeld und Unterhalt kam sie gerade so hin. Große Sprünge konnte sie zwar auch da nicht machen, aber jetzt fehlt es der kleinen Familie einfach an allem. Das knappe Budget reicht gerade für das Nötigste, für Miete, Lebensmittel, Telefon, Strom. Von der Zuzahlung für Medikamente ist Nancy S. befreit. Aber die Mittel, die ihr Hausarzt und Frauenarzt zur Stärkung der Immunabwehr empfehlen, müsste sie aus der eigenen Tasche bezahlen. Das kann sie nicht.
Hilfe fr Nachbarn e.V.

ich finden den Verein und was die machen immer besser.
 

haef

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#13
hallo sancho,

ich möchte nicht "Recht behalten", dieser Eindruck beschleicht mich ein wenig bei Deiner "Werbung" für diesen Verein, gebe aber doch noch einmal zu bedenken, was dort eigentlich gemacht wird und was gemacht werden könnte.

Mitglieder dieses Vereins sind, AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Frankenpost, Sparkasse
und sogar das Landratsamt, um nur die einflußreichsten zu nennen.
Das ist eine geballte Macht, die viele der Mißstände, die sie jetzt notdürftig zu behelfen suchen, in einer konzertierten Aktion abstellen könnten bzw. im Ansatz bereits lindern könnten, wenn sie nur wollten.

Als willkürliches Beispiel greife ich mal den folgenden Text heraus.

Wenn Vertreter dieser Organisationen ihren erheblichen Einfluss auch auf die ARGE nutzen würden, um diese zu sachgerechten, schnellen und nur rechtskonformen Handlungen zu bewegen, bedürfte es des folgenden "Einsatzes" nicht.
Hinzu kommt, das es offensichtlich auch an sachgerechter Beratung der HE seitens dieser Institutionen fehlt.

Die Bearbeitung und Zahlung der Heizkosten(nachzahlung) ist Sache der ARGE. In den Beiräten und Sozialausschüssen sitzen Vertreter der Wohlfahrtsverbände, Landratsämter sind häufig die Fachaufsichten und die Frankenpost könnte über Rechtsverstöße berichten.
Die Wohlfahrtsverbände unterhalten i.d.R. auch Beratungsstellen.
Damit wäre dieser Mißstand
blitzschnell behoben.

Wenn ich ganz böse argumentieren würde, könnte ich sagen, sie haben kein Interesse daran auf diese Weise zu helfen - Hilfe zur Selbsthilfe bzw. auf eine korrekte Arbeit in dem Landkreis zu achten, da sie als Honoratioren des Landkreises sich in einem anderen Licht darstellen wollen - für die Armen keine Rechte sondern Almosen.
Hinzu kommt noch der übliche, lukrative Kuhhandel zwischen ARGE und den Mitgliedern (Wohlfahrtsverbände) bei Maßnahmen, 1€-Zwangsarbeit etc., da wird auch diese Region wohl keine Ausnahme machen.

fG
Horst

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Hof/Wunsiedel – „Hilfe für Nachbarn“ schlägt Alarm: Trotz einer Rekordspendensumme, die im vergangenen Jahr auf dem Konto der gemeinsamen Aktion von Frankenpost und Sparkassen in Hochfranken zugunsten von Menschen in Not eingegangen ist, gehen die Gelder schon jetzt zur Neige. „Wir haben nur noch wenige Tausend Euro“, erklärt Anja Ried, die das Hilfskonto bei der Sparkasse Hof verwaltet, „im vergangenen Jahr war die Restsumme im Juli noch fünfmal so hoch.“ Über die Hintergründe für diese Entwicklung sprachen wir mit Diplomsozialpädagogin Christine Beyer von der Diakonie Hochfranken in Hof. Sie erlebt die Not der Menschen täglich hautnah in ihrer Arbeit.

Frau Beyer, im Gegensatz zu früheren Jahren sind die Spendengelder von „Hilfe für Nachbarn“ schon Mitte des Jahres fast aufgebraucht. Woran liegt das?

Zu uns kommen immer mehr Hilfesuchende, die ihre Heizkostennachzahlungen oder Nachzahlungen für Gas und Strom bezahlt haben und dann Mitte des Monats kein Geld mehr haben, um sich etwas zu essen zu kaufen. Denen helfen wir dann mit geringen Beträgen, um diese Notlage bis zum nächsten Monat zu überbrücken.

Was ist die Folge der Knappheit in der Spendenkasse?

Das Schlimmste ist, dass wir nur noch über eine Art Notgroschen verfügen und nur ganz kleine Beträge auszahlen können, um die Not zu lindern. Wir müssen sehr sparsam sein, schließlich sollen die Mittel bis Jahresende reichen. Da geht es oft nur noch darum, das reine Überleben zu sichern, wenn die Leute nichts mehr zu essen haben. Alles andere, wie Hilfe bei kaputten Möbeln, können wir momentan gar nicht mehr leisten.

Welche Personengruppen sind besonders betroffen?

Meist sind es Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bei Antragstellern für ALG II dauert es sehr lange, bis die Anträge bearbeitet sind, sodass die Leute oft völlig mittellos sind. Betroffen von finanzieller Not sind auch ältere Leute mit niedriger Rente und Grundsicherung oder Alleinerziehende. Bei jeder außergewöhnlichen Ausgabe kommen sie schnell in finanzielle Not, weil sie von dem wenigen, das sie haben, keine Rücklagen bilden können. Und uns sind momentan – aufgrund der knappen Mittel – die Hände gebunden.

Wie funktioniert eigentlich die Verteilung der Gelder?

Wir schauen uns wirklich jeden Einzelfall an, besuchen die Familien und prüfen die finanzielle Situation. Gegebenenfalls helfen wir auch mit Beratung weiter oder vermitteln Ansprechpartner für spezielle Problemsituationen.

Was macht den Menschen, die zu Ihnen kommen, besonders zu schaffen?

Sehr groß ist die psychische Belastung, wenn Familien zum Beispiel sehen, dass sie ihre Heizkosten nicht mehr zahlen können oder die Stromrechnung. Viele verzichten dann lieber darauf, sich Lebensmittel zu kaufen. Sie versuchen oft alles Mögliche, um die Nachzahlungen hinzukriegen, zum Beispiel vereinbaren sie Ratenzahlungen. Aber auch dann fehlt dieses Geld am Monatsende in der Familienkasse. Es ist ein Teufelskreis: Zahlen sie die Energiekosten, haben sie nichts zu essen. Und kaufen sie Lebensmittel, wird ihnen der Strom abgeschaltet.

Das Gespräch führte Beate Franz
 

haef

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#14
Kleinere "Suppenküchen" und Kleiderkammern, fast ausschließlich bei Kirchen angesiedelt, waren Nothilfen i.d.R. für Obdachlose und haben sich erst im Zuge einer immer weiter um sich greifenden Armut als "Zusatz"stationen entwickelt.
In der Tat, denn z.B. hat die Wuppertaler Tafel so angefangen und ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil für einen Teil der Wuppertaler Bevölkerung geworden.
ich meinte die Nachkriegszeit ff. bis in die 70er und 80er Jahre hinein, da gab es noch keine "Tafeln".

fG
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E

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#15
ich meinte die Nachkriegszeit ff. bis in die 70er und 80er Jahre hinein, da gab es noch keine "Tafeln".
Ok. :icon_smile:

Die "Wuppertaler Tafel" hatte allerdings auch andere Ursprünge, z.B. "Kleiderkammer". Bereits jedoch 1995 (also lange vor ALG II) nahm die Tafel ihre Tätigkeit auf.
Und seit geraumer Zeit hat sie neue und größere Räumlichkeiten und sogar eine "Kindertafel".
Siehe hier
 
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#16
hallo sancho,

ich möchte nicht "Recht behalten", dieser Eindruck beschleicht mich ein wenig bei Deiner "Werbung" für diesen Verein, gebe aber doch noch einmal zu bedenken, was dort eigentlich gemacht wird und was gemacht werden könnte.

Mitglieder dieses Vereins sind, AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Frankenpost, Sparkasse
und sogar das Landratsamt, um nur die einflußreichsten zu nennen.
Das ist eine geballte Macht, die viele der Mißstände, die sie jetzt notdürftig zu behelfen suchen, in einer konzertierten Aktion abstellen könnten bzw. im Ansatz bereits lindern könnten, wenn sie nur wollten.

Als willkürliches Beispiel greife ich mal den folgenden Text heraus.

Wenn Vertreter dieser Organisationen ihren erheblichen Einfluss auch auf die ARGE nutzen würden, um diese zu sachgerechten, schnellen und nur rechtskonformen Handlungen zu bewegen, bedürfte es des folgenden "Einsatzes" nicht.
Hinzu kommt, das es offensichtlich auch an sachgerechter Beratung der HE seitens dieser Institutionen fehlt.

Die Bearbeitung und Zahlung der Heizkosten(nachzahlung) ist Sache der ARGE. In den Beiräten und Sozialausschüssen sitzen Vertreter der Wohlfahrtsverbände, Landratsämter sind häufig die Fachaufsichten und die Frankenpost könnte über Rechtsverstöße berichten.
Die Wohlfahrtsverbände unterhalten i.d.R. auch Beratungsstellen.
Damit wäre dieser Mißstand
blitzschnell behoben.

Wenn ich ganz böse argumentieren würde, könnte ich sagen, sie haben kein Interesse daran auf diese Weise zu helfen - Hilfe zur Selbsthilfe bzw. auf eine korrekte Arbeit in dem Landkreis zu achten, da sie als Honoratioren des Landkreises sich in einem anderen Licht darstellen wollen - für die Armen keine Rechte sondern Almosen.
Hinzu kommt noch der übliche, lukrative Kuhhandel zwischen ARGE und den Mitgliedern (Wohlfahrtsverbände) bei Maßnahmen, 1€-Zwangsarbeit etc., da wird auch diese Region wohl keine Ausnahme machen.

fG
Horst

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tjo, Du hast Dich damit selbst disqualifiziert.
 

haef

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#17
tjo, Du hast Dich damit selbst disqualifiziert.
:icon_lol:

fG
Horst

"Almosen sind die Kunst, Menschen davon abzuhalten, sich um Angelegenheiten zu kümmern, die sie eigentlich etwas angehen."
 
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#18
@Haef:

Bitte bei einer Disqualifikation dringend aufpassen, sonst ereilt Dich noch ein Spruch des Schiedsrichters oder der Jury.

In der Regel wird die Disqualifikation vom zuständigen Schiedsrichter oder einer Jury ausgesprochen. Werden Informationen über unsportliches Verhalten oder Manipulationen erst nach Abschluss eines Wettkampfs bekannt, zum Beispiel durch eine positive Dopingprobe, kann diese auch nachträglich ausgesprochen und das Ergebnis korrigiert werden.
Quelle

:icon_pfeiff: :icon_wink:
 

Tamina

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#19
Man sollte jedem selbst überlassen, ob er Spenden annimmt oder nicht.
Hätte ich bedürftige Kinder, würde ich wohl immer über meinen Schatten springen, auch wenn ich im Gegenzug so manch Demütigung einstecken müßte.
Aber da ich für meine (fiktiven) Kinder sogar stehlen würde, wenn die Not zu groß wäre, sind ein paar dumme, mit Vorurteilen behaftete Sprüche das geringste Übel.

Für mich allein sieht die Sache aber ganz anders aus. Da schaue ich genau, von wem die milden Gaben kommen und was sie tatsächlich bezwecken sollen.
Denn eins sollte wohl jedem klar sein:
Spenden, und seien sie auch noch so gut gemeint, halten die Betroffenen in der Abhängigkeit fest.

Das sieht man sehr gut am Beispiel von vielen Entwicklungsländern.
Dort wo andere Hilfe geleistet wird (z.B. Bau von Brunnen, Vergabe von Micro-Krediten für eine Selbständigkeit ect.) geht es wirklich voran:icon_daumen:
Die Menschen WOLLEN was tun; ich wills auch und ihr sicher ebenfalls.

Bin ich in Not geraten, nehme ich logischerweise auch Hilfe an aber ich möchte mich nicht darauf ausruhen (müssen). Nicht schon jetzt, denn dafür wäre das Rentenalter da.

Mein Vorschlag für solche Vereine wäre:
Sammelt für Musik/Sport oder sonstige -Stunden plus Zubehör und ermöglicht talentierten Kindern so ein Ausbau ihrer Fähigkeiten!
Dazu gehören natürlich auch warme Wintersachen für den Weg:icon_smile:

Diese Förderung wird ihnen mal ermöglichen, für die eigene Familie oder sogar vielleicht für viele andere selbständig zu sorgen.
 
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#20
Man sollte jedem selbst überlassen, ob er Spenden annimmt oder nicht.
Hätte ich bedürftige Kinder, würde ich wohl immer über meinen Schatten springen, auch wenn ich im Gegenzug so manch Demütigung einstecken müßte.
Aber da ich für meine (fiktiven) Kinder sogar stehlen würde, wenn die Not zu groß wäre, sind ein paar dumme, mit Vorurteilen behaftete Sprüche das geringste Übel.

Für mich allein sieht die Sache aber ganz anders aus. Da schaue ich genau, von wem die milden Gaben kommen und was sie tatsächlich bezwecken sollen.
Denn eins sollte wohl jedem klar sein:
Spenden, und seien sie auch noch so gut gemeint, halten die Betroffenen in der Abhängigkeit fest.

Das sieht man sehr gut am Beispiel von vielen Entwicklungsländern.
Dort wo andere Hilfe geleistet wird (z.B. Bau von Brunnen, Vergabe von Micro-Krediten für eine Selbständigkeit ect.) geht es wirklich voran:icon_daumen:
Die Menschen WOLLEN was tun; ich wills auch und ihr sicher ebenfalls.

Bin ich in Not geraten, nehme ich logischerweise auch Hilfe an aber ich möchte mich nicht darauf ausruhen (müssen). Nicht schon jetzt, denn dafür wäre das Rentenalter da.

Mein Vorschlag für solche Vereine wäre:
Sammelt für Musik/Sport oder sonstige -Stunden plus Zubehör und ermöglicht talentierten Kindern so ein Ausbau ihrer Fähigkeiten!
Dazu gehören natürlich auch warme Wintersachen für den Weg:icon_smile:

Diese Förderung wird ihnen mal ermöglichen, für die eigene Familie oder sogar vielleicht für viele andere selbständig zu sorgen.
dem stimme ich zu. :icon_daumen:
 

Linchen0307

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#21
Es geht hier bei auch gar nicht darum, die Spenden anzunehmen, sondern um den schalen Beigeschmack, den Herr Tauber hinterliess...

Pauschalverurteilungen, wir würden den Kindern ihren Unterhalt, Kindergeld, Sozialgeld usw. nicht zugute kommen lassen.
 
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#22
Es geht hier bei auch gar nicht darum, die Spenden anzunehmen, sondern um den schalen Beigeschmack, den Herr Tauber hinterliess...

Pauschalverurteilungen, wir würden den Kindern ihren Unterhalt, Kindergeld, Sozialgeld usw. nicht zugute kommen lassen.
Bares auf die Hand gibt es nicht. Tauber wolle den Eltern zwar nichts unterstellen. "Aber so sind wir und auch die Menschen, die dafür spenden, wirklich sicher, dass das Geld den Kindern zugute kommt, bei denen das Weihnachtsfest dürftig ausfallen würde", sagt Tauber.
Ganz gezielt spricht Werner Mergner die Politiker an, sowie die „ARGEN“, die die staatlichen Geldhilfen verwalten. Sie sollten die Arbeit der Aktion in einem anderen Licht sehen. Als Beispiel berichtet er von einer allein erziehenden Frau, die vom Verein eine Finanzhilfe erhielt, damit ihr Kind zum Schulausflug konnte. Dieses Geld sei der Frau bei Hartz IV gegengerechnet worden. „Darüber sind wir bitter enttäuscht. Das ist moralisch nicht in Ordnung.“ Noch einmal spricht er die Politiker an: „Versuchen Sie, dies zu ändern. Für uns ist das ein Riesenproblem.“
Hilfe fr Nachbarn e.V.

3) Nicht als Einkommen sind zu berücksichtigen

1.Einnahmen, soweit sie als

a)zweckbestimmte Einnahmen,

......
SGB 2 - Einzelnorm


Wenn Du hier immer noch nicht einen Zusammenhang erkennst, kann ich auch nichts dazu.
 

Tamina

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#23
Tauber wolle den Eltern zwar nichts unterstellen. "Aber.................."
Vielleicht hätte er besser sagen sollen "einigen Eltern und der ARGE".

So wäre zumindest klar gewesen, daß evtl. einige Eltern (wird auch wohl niemand bestreiten, daß es solche Fälle gibt?), aber auch die ARGE "querschiesst" und einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Ich weißt aber nicht ob der Herr Tauber letzteres wußte. Das liesse sich aber im Zweifelsfall klären.

Edit: sorry, im Verlauf des Artikel wird klar, daß er von der Möglichkeit wußte.
 

haef

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#25
Ganz gezielt spricht Werner Mergner die Politiker an, sowie die „ARGEN“, die die staatlichen Geldhilfen verwalten. Sie sollten die Arbeit der Aktion in einem anderen Licht sehen. Als Beispiel berichtet er von einer allein erziehenden Frau, die vom Verein eine Finanzhilfe erhielt, damit ihr Kind zum Schulausflug konnte. Dieses Geld sei der Frau bei Hartz IV gegengerechnet worden. „Darüber sind wir bitter enttäuscht. Das ist moralisch nicht in Ordnung.“ Noch einmal spricht er die Politiker an: „Versuchen Sie, dies zu ändern. Für uns ist das ein Riesenproblem.“
das ist moralisch nicht in Ordnung?

Falsch, das ist gesetzlich nicht in Ordnung, s.

§ 23
Abweichende Erbringung von Leistungen
(1) Kann im Einzelfall ein von den Regelleistungen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts weder durch das Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 noch auf andere Weise gedeckt werden,

(3) Leistungen für
3. mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen sind nicht von der Regelleistung umfasst. Sie werden gesondert erbracht.

Auch Schulausflüge sind nicht von der Regelleistung erfasst, wobei über die Art des Ausfluges ja nichts gesagt wurde und die Hanseln (Mitglieder) dieses Vereines, AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Landrat sitzen daneben und wissen von nichts?
Ein Anruf des Landrates bei der ARGE und der SB wäre 10 cm unter der Grasnarbe gekrochen.

sancho zu linchen: Wenn Du hier immer noch nicht einen Zusammenhang erkennst, kann ich auch nichts dazu.
wenn DU jetzt immer noch nicht den Zusammenhang erkennst, dann ist Dir wohl kaum zu helfen.

Im Übrigen bin ich nicht Dein "Feind", auch das solltest Du langsam mal begreifen.

fG
Horst
 
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#26
das ist moralisch nicht in Ordnung?

Falsch, das ist gesetzlich nicht in Ordnung, s.

§ 23
Abweichende Erbringung von Leistungen
(1) Kann im Einzelfall ein von den Regelleistungen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts weder durch das Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 noch auf andere Weise gedeckt werden,

(3) Leistungen für
3. mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen sind nicht von der Regelleistung umfasst. Sie werden gesondert erbracht.

Auch Schulausflüge sind nicht von der Regelleistung erfasst, wobei über die Art des Ausfluges ja nichts gesagt wurde und die Hanseln (Mitglieder) dieses Vereines, AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Landrat sitzen daneben und wissen von nichts?
Ein Anruf des Landrates bei der ARGE und der SB wäre 10 cm unter der Grasnarbe gekrochen.

wenn DU jetzt immer noch nicht den Zusammenhang erkennst, dann ist Dir wohl kaum zu helfen.

Im Übrigen bin ich nicht Dein "Feind", auch das solltest Du langsam mal begreifen.

fG
Horst
Ich habe es schon lange verstanden, Du willst es aber nicht, sonst würdest Du nicht immer vom eigentlichen Thema abscheifen.

Es geht hier um Einzel- bzw. Soforthilfen, weder um "Exkursionen ins letzte Jahrhundert" mit "Aufklärung über Almosen", sondern um einige Leute, die aktiv helfen wollen.

Ob Du es nun verstehen willst oder nicht, es gibt viele Leute die solche Hilfsangebote gerne annehmen würden, besonders wenn sie neue Sachen dabei bekommen würden.

Es ist auch keine Grundsatzdiskussion über "die schrecklichen Auswirkungen von Hartz IV", sondern nur ein Verein, der zumindest etwas die allgemeine und immer größere Not zumindest in Einzelfällen lindern möchte.

Solange sich aber nichts ändert, sondern eher schlimmer wird, werden solche Vereine und Aktionen gebraucht, sollten öfters Publik gemacht werden um den Leuten zu zeigen, das es nicht so ist, wie sie es die Politik gerne beschönigt.

Je mehr, je besser, auch wenn Du das auch nicht verstehen willst.
 
E

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#27
Sancho, Du nimmst das alles sehr persönlich?

Im Nebenraum läuft der Fernseher, da ist von Kältebussen für Obdachlose die Rede und beim gespendeten Festessen wird kollektiv Mitleid geheuchelt. Liegen dieselben Obdachlosen dann nach Weihnachten in der Fußgängerzone, werden sie im besten Fall mit Musik vertrieben.

Bei uns hat es das "Erste(!) Tafelkonzert“ gegeben, für einen Euro Eintritt.

Noble Gesten, die Fortsetzung aber ist bereits fest eingeplant. Jedes Weihnachten wieder...

Dem ALG II-Bezieher wird vorgeworfen, er hätte sich mit Hartz4You eingerichtet, dabei wird vollkommen außeracht gelassen, dass sich ganz D mit der Armut arrangiert.
 

farger4711

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#28
Man sollte jedem selbst überlassen, ob er Spenden annimmt oder nicht.
Hätte ich bedürftige Kinder, würde ich wohl immer über meinen Schatten springen, auch wenn ich im Gegenzug so manch Demütigung einstecken müßte.
Aber da ich für meine (fiktiven) Kinder sogar stehlen würde, wenn die Not zu groß wäre, sind ein paar dumme, mit Vorurteilen behaftete Sprüche das geringste Übel.

Für mich allein sieht die Sache aber ganz anders aus. Da schaue ich genau, von wem die milden Gaben kommen und was sie tatsächlich bezwecken sollen.
Denn eins sollte wohl jedem klar sein:
Spenden, und seien sie auch noch so gut gemeint, halten die Betroffenen in der Abhängigkeit fest.

Das sieht man sehr gut am Beispiel von vielen Entwicklungsländern.
Dort wo andere Hilfe geleistet wird (z.B. Bau von Brunnen, Vergabe von Micro-Krediten für eine Selbständigkeit ect.) geht es wirklich voran:icon_daumen:
Die Menschen WOLLEN was tun; ich wills auch und ihr sicher ebenfalls.

Bin ich in Not geraten, nehme ich logischerweise auch Hilfe an aber ich möchte mich nicht darauf ausruhen (müssen). Nicht schon jetzt, denn dafür wäre das Rentenalter da.

Mein Vorschlag für solche Vereine wäre:
Sammelt für Musik/Sport oder sonstige -Stunden plus Zubehör und ermöglicht talentierten Kindern so ein Ausbau ihrer Fähigkeiten!
Dazu gehören natürlich auch warme Wintersachen für den Weg:icon_smile:

Diese Förderung wird ihnen mal ermöglichen, für die eigene Familie oder sogar vielleicht für viele andere selbständig zu sorgen.
Ich stimme Tamina als Mutter zu. Für mich alleine wäre ich sicherlich Kompromißloser.
viele liebe Grüße
Martina
 
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#29
Ohne diesen Worten Unrecht geben zu wollen, greife ich diese dennoch mal heraus. Im Großen und Ganzen ist richtig, was geschrieben wurde, aus einer Sicht.
Dennoch:

Es geht hier um Einzel- bzw. Soforthilfen, weder um "Exkursionen ins letzte Jahrhundert" mit "Aufklärung über Almosen", sondern um einige Leute, die aktiv helfen wollen.
Es wird in diesem Lande eine nicht unerhebliche Menge Leute geben, die wiederum Leute kennen, welche wiederum Leute kennen, welche sich an der Armutsgrenze durchwurschteln müssen. Wäre ich ich unter diesen Leuten, dann wäre es mir zwar peinlich, wenn mich jemand anspricht und sagt,... komm lass uns zusammen einkaufen, dein Kind kann sich was wünschen, du kannst mir sagen was ihr braucht, ich zahle. Wir machen einen Einkaufsbummel... Diese Hilfe könnte ich annehmen, weil ich nicht bloss gestellt werden würde im Sinne des Wortes. Für andere würde es ausschauen, als wären zwei Freunde unterwegs zum Einkaufsbummel für Weihnachten.
Würde sich diese Person an einen Verein wenden mit den Worten... ich bezahl 200€, damit kann ein Kind eingekleidet werden (mal platt ausgedrückt)... ich würde derartige Hilfe nicht in Anspruch nehmen, weil ich mich bloss gestellt fühlen würde, weil jeder mitbekommt, dass ich eine arme Sau bin, mein Kind dazu. Peinlich, wenn die Schulkollegen einem über den Weg laufen. Das Kinder grausam sein können wissen wir alle.


Ob Du es nun verstehen willst oder nicht, es gibt viele Leute die solche Hilfsangebote gerne annehmen würden, besonders wenn sie neue Sachen dabei bekommen würden.
Hilfsangebote gerne, aber ohne irgendwelche bescheuerten Kommentare, welche demütigend und blossstellend sind.

Es ist auch keine Grundsatzdiskussion über "die schrecklichen Auswirkungen von Hartz IV", sondern nur ein Verein, der zumindest etwas die allgemeine und immer größere Not zumindest in Einzelfällen lindern möchte.
Ein Verein, wo, wie ich mitbekommen habe, Kirche und Co, und indirekt der Staat mit drinne hängen. Denn Kirche und Staat sind schon lange nicht getrennt oder unabhängig voneinander. Da verzichte ich gerne und frier mir den Allerwertesten ab, damit mein Kind die benötigte warme Winterjacke bekommen kann.

Solange sich aber nichts ändert, sondern eher schlimmer wird, werden solche Vereine und Aktionen gebraucht, sollten öfters Publik gemacht werden um den Leuten zu zeigen, das es nicht so ist, wie sie es die Politik gerne beschönigt.
Solange es solche Vereine gibt, die sicher notwendig sind, solange wird die Politik sich einen Bart wachsen lassen und sich nicht um ihre Bevölkerung kümmern, weil es ja die tollen Vereine machen.



Dies wird das erste Weihnachten, an dem mein Kind kein Geschenk erhalten wird, es sei denn mir fällt noch was ein bis morgen. Hatte schon den wahnwitzigen Gedanken betteln zu gehen, so in die Richtung soziales Verantwortungsgefühl, und hochgelobt und trallalla. Aber nein, ich werde so weit nicht absinken, das tue ich meinem Kind nicht an.
Und ausserdem, so wichtig sind Geschenke nicht, sie sind schön, mehr auch nicht. Bloss weil der Kommerz der Meinung ist, dass an Weihnachten Geschenke gekauft werden müssen, damit die lieben Kleinen auch ja glücklich sind, muss ich diesen Mist nicht mitmachen. Es wird vielleicht traurig sein, und ich sitze hier mit weinenden Augen, aber am Ende werden wir uns auch an dieses Weihnachten später erinnern.
 
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#30
Reiche und Arme
Neid und Überheblichkeit schaukeln sich hoch;Toleranz steht nur noch auf dem Papier.
Werner Mergner zur deutschen Wirklichkeit

In diesen Tagen werden - Wirtschaftskrise hin, Kurzarbeit her - wieder LED-Fernseher, iPods, Brillantringe und Spielkonsolen unter vielen Weihnachtsbäumen in Deutschland liegen. Und das ist gut so. Menschen beschenken sich, sind glücklich, dem Partner, den Kindern, zum Fest der Liebe eine Freude machen zu können. All diejenigen, die hier beschrieben worden sind, sollten allerdings nicht vergessen, dass es selbst im reichen Deutschland jede Menge Mitbürger gibt, denen es schlechter geht, viel schlechter sogar. Auch sie feiern Weihnachten, aber anders. Ihre Geschenke sind kleiner, sind oft nur ein Symbol der Liebe und der Freundschaft. Weniger wert aber sind sie nicht.

Was wir sehen, falls wir sehen wollen, ist beschämend für unsere Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Und das hat Folgen, die sich nicht nur an Weihnachtsgeschenken fest machen lassen. Schlimmer ist die Kluft, die sich innerhalb der Gesellschaft auftut. Probleme, die es schon immer gegeben hat, potenzieren sich. Neid auf der einen, Überheblichkeit auf der anderen Seite schaukeln sich hoch. Toleranz steht nur noch auf dem Papier, und das Gebot vom "leben und leben lassen" verkommt zum bloßen, inhaltslosen Gerede.

Die globale Wirtschaftskrise hat die Welt und damit auch Deutschland an den Rand des Abgrunds gebracht. Allein die Gier nach immer mehr Mammon hat ganze Staaten ruiniert, die private Altersvorsorge von Zigtausenden ausradiert, hat Hunderttausende von Arbeitsplätzen vernichtet und genauso viel Existenzen zerstört. Der "Erfolg": Die Armen in diesem Land wurden und werden immer ärmer, die Reichen hingegen immer reicher. Doch hüten wir uns. Der Volksmund weiß es: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. . .

..

Wollen wir es wirklich hinnehmen, dass alte Menschen im Wintermantel in ihren Wänden sitzen, weil sie sich die Heizkosten nicht leisten können? Dürfen wir es zulassen, dass allein erziehende Mütter am 25. des Monats kein Geld mehr haben, um ihren Kindern ein warmes Essen zu geben? Kann es angehen, dass Kleinkinder in Hausschuhen in den Hort gebracht werden, weil kein Geld für Stiefel da ist? An diesen Fragen kommen wir alle nicht vorbei. Vor allem aber nicht ein Staat, dessen Repräsentanten oft genug gar nicht wissen, wie es "da unten" aussieht. Mit Milliarden werden Banken gestützt, Milliarden in zweifelhafte Rüstungsprojekte gesteckt - doch ungerührt sieht man zu, wie sich Lebensqualität und Chancen derer vermindern, die im Schatten des Shareholder-Value-Wahns in einer geldgeilen Gesellschaft stehen.
FRANKENPOST | Reiche und Arme
 

redfly

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209
#31
Das Gesülze von den Wohl(Tätern) und den Tafeln kann ich mittlerweile nicht mehr hören.

Der Staat wird sich immer mehr aus der Verantwortung ziehen und Sozialleistungen kürzen. Für die Politker sicherlich Prima, dann bleibt für die Bonzen noch mehr übrig.
 
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#32
Das Gesülze von den Wohl(Tätern) und den Tafeln kann ich mittlerweile nicht mehr hören.

Der Staat wird sich immer mehr aus der Verantwortung ziehen und Sozialleistungen kürzen. Für die Politker sicherlich Prima, dann bleibt für die Bonzen noch mehr übrig.

und deswegen wird sich auch nichts ändern.
 

Karl Marx

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#33
Auf das ich jetzt gesperrt werde- der pietätose Sch... geht mir echt auf den Keks.
Langsam langt es, solch ein Scheiß ist daran schuld, das viele wirklich glauben, unsereiner könnte nicht für seine Kinder sorgen.
Doch unsereiner kann und legt sich krumm.

:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:Und wenn du vorgesorgt hättest, könntest du auch Weihnachten feiern, und müsstest nicht solch verbitterten Sch.posten.
 

hergau

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#34
Hoffentlich wirst Du nun wirklich gesperrt.
Was Du schreibst geht weit unter die Gürtellinie.
 
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