Neue Eingliederungsvereinbarung

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Passant

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Hallo,

habe vor kurzem eine neue Eingliederungsvereinbarung vorgelegt bekommen. Ich habe sie erst einmal ohne zu unterschreiben nach Hause genommen. Was meint Ihr zu dieser Eingliederungsvereinbarung (die Rechtsfolgenbelehrung habe ich jetzt mal weggelassen)? Würdet Ihr sie unterschreiben? Wenn nein, was wären Eure Kritikpunkte? Würde mich über gute Tipps freuen.

Passant


Eingliederungsvereinbarung nach § 15 Abs. 1 Sozialgesetzbuch II (SGB II)

Leistungen und Pflichten der Vertragsparteien

XXXX verpflichtet sich, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt und den der unterhaltsberechtigten Angehörigen aus eigenen Kräften und Mitteln zu bestreiten und an allen zumutbaren Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken.

Auf der Basis des Beratungsgespräches vom XXXX werden Maßnahmen, die der Eingliederung in Ausbildung, Arbeit oder Beschäftigung oder der Vorbereitung hierzu dienen verbindlich festgelegt.

Die Eingliederungsvereinbarung ist gültig für die Zeit vom XXXX bis XXXX, soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.

Als Ziel wurde festgelegt:

  • Erbringung von Eigenbemühungen
  • Integration in eine versicherungspflichtige Beschäftigung
Durch Ihr Jobcenter XXXX werden Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung in Arbeit unterstützt:

  • Das Jobcenter unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellen vorhanden sind.
  • Die Nutzung der SIS-Geräte sowie das Internetportal werden – zur Stellensuche – zur Verfügung gestellt.
  • Vermittlung in Trainingsmaßnahmen (Gruppenmaßnahmen und Probearbeiten zur Eignungsfeststellung)
  • Bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen – Zahlung eines Eingliederungszuschusses an einen Arbeitgeber, der Sie beitragspflichtig beschäftigen möchte.
  • Aushändigung eines Vermittlungsgutscheins auf Antrag und bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen.
Ihre Bemühungen zur Eingliederung in Arbeit:

  • Sie unternehmen während der Gültigkeit dieser Eingliederungsvereinbarung monatlich mindestens 6 Bewerbungsbemühungen um ausgeschriebene, sozialversicherungspflichtige bzw. geringfügige Beschäftigungen und reichen diese Nachweise (Bewerbungsanschreiben/Absagen/Bewerbertagebuch) dem Jobcenter XXXX monatlich unaufgefordert bis spätestens zum 6. des Folgemonats (Beispiel: Die Nachweise zu den Eigenbemühungen für August sind bis zum 6. 9. einzureichen) ein.
  • Arbeitsunfähigkeitszeiten sind dem Jobcenter XXXX umgehend nachzuweisen.
  • Den Meldeaufforderungen des Jobcenters XXXX ist pünktlich Folge zu leisten.
  • Sie nutzen alle Möglichkeiten, um Ihre Hilfebedürftigkeit zu vermindern bzw. um Ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten zu können und wirken aktiv an allen Maßnahmen zur Eingliederung mit.
  • Auf Stellenangebote des Jobcenters XXXX sind Bewerbungen umgehend (innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt) vorzunehmen. Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und reichen diese – innerhalb der angegebenen Frist – ein.
 

Seepferdchen 2010

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Die Eingliederungsvereinbarung ist gültig für die Zeit vom XXXX bis XXXX, soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.

Welcher Zeitraum, ein 1/2 Jahr?

mindestens 6 Bewerbungsbemühungen

Die Bewerbungskosten fehlen völlig.

Vermittlung in Trainingsmaßnahmen (Gruppenmaßnahmen und Probearbeiten zur Eignungsfeststellung)

Zu unbestimmt.

Das solltest du lesen!

https://www.elo-forum.org/eingliede...ng-egv-man-darueber-wissen-sollte-update.html

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Passant

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Fällt sonst noch jemandem etwas auf an meiner Eingliederungsvereinbarung?

Würde mich auch über weitere Tipps und Ideen freuen. :wink:
 

Solanus

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Hallo,

.....
  • Erbringung von Eigenbemühungen
  • Integration in eine versicherungspflichtige Beschäftigung
Durch Ihr Jobcenter XXXX werden Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung in Arbeit unterstützt:

  • Das Jobcenter unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellen vorhanden sind.
    .....
....

  • Sie unternehmen während der Gültigkeit dieser Eingliederungsvereinbarung monatlich mindestens 6 Bewerbungsbemühungen um ausgeschriebene, sozialversicherungspflichtige bzw. geringfügige Beschäftigungen und reichen diese Nachweise (Bewerbungsanschreiben/Absagen/Bewerbertagebuch) dem Jobcenter XXXX monatlich unaufgefordert bis spätestens zum 6. des Folgemonats (Beispiel: Die Nachweise zu den Eigenbemühungen für August sind bis zum 6. 9. einzureichen) ein.
    .....

96.000 mal schon geschrieben:

Das JC braucht nur etwas tun, "soweit geeignete Stellen vorhanden " Zu gut Deutsch, die brauchen nichts tun um den den "Vertrag" zu erfüllen.

Du mußt "mindestens 6 Bewerbungen " tun, egal ob "vorhanden" oder nicht. Gibt es keine Stellenangebote und Du kannst Dich deshalb nicht bewerben (Worauf denn auch?), wirst Du sanktioniert.
 

freakadelle

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Es geht auch nichts aus EGV hervor wer die Kosten für die unaufgeforderte Vorlage der Bemühungen übernimmt. So wie gänzlich eine Kostenregelung fehlt.
 

Passant

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96.000 mal schon geschrieben:

Das JC braucht nur etwas tun, "soweit geeignete Stellen vorhanden " Zu gut Deutsch, die brauchen nichts tun um den den "Vertrag" zu erfüllen.

Du mußt "mindestens 6 Bewerbungen " tun, egal ob "vorhanden" oder nicht. Gibt es keine Stellenangebote und Du kannst Dich deshalb nicht bewerben (Worauf denn auch?), wirst Du sanktioniert.

Das Problem ist bekannt. Aber wie aussichtsreich ist denn der Versuch, diese Formulierungen abändern zu lassen? Hat das schonmal jemand erfolgreich versucht? Es handelt sich ja meines Wissens um Standardformulierungen, die in praktisch jeder Eingliederungsvereinbarung auftauchen. Oder irre ich mich da?
 

Solanus

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Das Problem ist bekannt. Aber wie aussichtsreich ist denn der Versuch, diese Formulierungen abändern zu lassen? Hat das schonmal jemand erfolgreich versucht? Es handelt sich ja meines Wissens um Standardformulierungen, die in praktisch jeder Eingliederungsvereinbarung auftauchen. Oder irre ich mich da?

Die Änderung bei der "Fallmanagerin" meiner Frau hat ca. 2 Minuten gedauert.

Durch die Änderung hatten sich die Bewerbungsbemühungen erledigt, damit auch die Kostenerstattung und Ruhe war im Karton.

Es gibt ja nur zwei Alternativen:

1. Änderung und wohlwollende Prüfung auf Akzeptanz.

oder

2. Keine Änderung und auch keine wohlwollende Prüfung auf Akzeptanz.

Mindestens ein Grund zum Widerspruch ist diese Formulierung.

Natürlich kann ich mich auch hinstellen und sagen: "Was soll eigentlich der ganze Mist, ich erreiche ja doch nichts." Dann halte ich lieber meine Klappe und mache, was das JC will. So schone ich meine Nerven und brauche nicht selbst zu denken.

Dann viel Spass dabei. Der Untertan läßt grüßen!
 
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