Neue EGV: trotz 450 Euro-Job Erhöhung des 1-Euro-Jobs von 15 auf 30 Stunden

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rheinperle

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Möglicherweise ein Versehen?
Meine EGV läuft am 30.6. aus, dann ebenso nach 6 Monaten Dauer ein Ein-Euro-Job. Ich habe mit dem Träger besprochen, ein halbes Jahr zu verlängern.
Da ich 450 Euro verdiene ( ca. 17 Stunden in der Woche für 6 Euro), arbeite ich beim Träger nur 15 Stunden in der Woche. Alles gut.
Der Sachbearbeiter hat gewechselt und per Post bekomme ich eine EGV mit jetzt 30 Stunden. Werde ich nicht unterschreiben. Kann auch den Sachbearbeiter nicht erreichen.

Gehe ich jetzt ohne Termin hin und dann wenn kein Einsehen zur Teamleitung?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Dein 1 € Job Träger stellt dich ja für deinen Job frei. Das muss er auch, weil dein 450 € Job vorgeht.

Deinen SB auf den Fehler aufmerksam machen, damit er dir eine neue EGV schickt. Ja, einfach mit der EGV bei deinem SB aufschlagen.

Wenn dein SB meint, das du auch 23 Stunden beim € Job arbeiten kannst, einfach ablehnen, da du die übrige Zeit für Bewerbungen usw. brauchst.
 

gelibeh

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Dann sende dem SB einen Änderungsvorschlag für die EGV. wenn er darauf nicht eingeht, soll er die EGV als Verwaltungsakt schicken. gegen den kannst Du dann Widerspruch erheben. Dein Job geht vor dem EEJ.
 

Caso

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Möglicherweise ein Versehen?
Möglich.
Meine EGV läuft am 30.6. aus, dann ebenso nach 6 Monaten Dauer ein Ein-Euro-Job. Ich habe mit dem Träger besprochen, ein halbes Jahr zu verlängern.
Den Ein-Euro-Job verlängern? Das willst du? Echt?
Der Sachbearbeiter hat gewechselt und per Post bekomme ich eine EGV mit jetzt 30 Stunden. Werde ich nicht unterschreiben. Kann auch den Sachbearbeiter nicht erreichen.
Gehe ich jetzt ohne Termin hin und dann wenn kein Einsehen zur Teamleitung?
Warum zur Teamleitung? Fragen, ob das ein Versehen ist?
Für den Ein-Euro-Job hat der neue SB die Verlängerung, aber mit 30 Wochenstunden angeboten?
Es bleiben dir 17 Wochenstunden für deinen Minijob?

Frag doch zunächst den Träger, ob er dich für 15 oder 30 Wo-Std. verlängert haben will...Den kennst du, der will dich, der wird wissen, ob 30 Wo-Std. BEI IHM überhaupt möglich sind.
Da du anscheinend gierig auf Ein-Euro-Job bist, kann das natürlich auch was ganz anderes sein---dann eben mit 30 Std.
Also kein Versehen, sondern volle Absicht---? oder steht der bekannte Träger wieder in der neuen EGV?

EGVen unterschreibt man nicht und Ein-Euro-Job macht man nicht.
Oder?
Unverhandelte EGV sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Schade ums Porto.
 
E

ExitUser

Gast
Meine EGV läuft am 30.6. aus, dann ebenso nach 6 Monaten Dauer ein Ein-Euro-Job. Ich habe mit dem Träger besprochen, ein halbes Jahr zu verlängern.
Da ich 450 Euro verdiene ( ca. 17 Stunden in der Woche für 6 Euro), arbeite ich beim Träger nur 15 Stunden in der Woche. Alles gut.

Hier scheint es Mißverständnisse zu geben. Nochmal:
Du hast einen 450-Euro-Job mit 17 Arbeitsstunden a 6 Euro und daneben einen Ein-Euro-Job mit 15 Arbeitsstunden? Macht zusammen 32 Arbeitsstunden.

Der Sachbearbeiter hat gewechselt und per Post bekomme ich eine EGV mit jetzt 30 Stunden.

Diese 30 und Deine 17 Stunden zusammen ergeben 47, also mehr als Vollzeit. Daß man Leute versucht, aus den 450 Euro-Jobs rauszudrängen (gehäufte Einladungen während der Arbeitszeit, Zuweisung in Vollzeitmaßnahmen) hat jahrelange Tradition. Das haben die schon in den neunzigern so gemacht.

Dagegen kannst Du Dich effektiv nur wehren, indem Du den 450 Euro-Job stundenmäßig ausbaust (Zielmarke: nach Möglichkeit über 25 Stunden) und damit daraus einen sozialversicherungspflichtigen machst (was auch dem Arbeitgeber billiger kommt).

Werde ich nicht unterschreiben.

Vernünftig.

Kann auch den Sachbearbeiter nicht erreichen.

Dokumentiere Deine fortlaufenden Kontaktversuche mit Datum und Uhrzeit: Sachbearbeiter stand zur Erörterung der EGV nicht zur Verfügung.
 

Makale

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Die gleichzeitige Ausführung eines Minijobs und einer AGH ist gesetzlich verboten. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut des § 2 Abs. 1 S. 3 SGB II. Ein Minijob ist eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
 
E

ExitUser

Gast
Die gleichzeitige Ausführung eines Minijobs und einer AGH ist gesetzlich verboten. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut des § 2 Abs. 1 S. 3 SGB II.

Falsch. Dieser Satz 3 lautet

3
Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

Wo steht da, daß ein Minijobber keine AGH ausführen darf? Die Vorschrift verpflichtet ihn im besten Fall lediglich nicht dazu, die anzunehmen.
 

Caso

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Die gleichzeitige Ausführung eines Minijobs und einer AGH ist gesetzlich verboten. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut des § 2 Abs. 1 S. 3 SGB II. Ein Minijob ist eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Falsch. Der TE hat den Minijob doch schon.
Außerdem:
Wenn du Recht hättest, hätte jeder einen Minijob und wäre die Sorgen und Nöte um AGH sofort los.
Manche Minijobber verdienen nur 50-60,- im Monat. Oder 100,-
 

Makale

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Natürlich habe ich recht. Das in dieser Konstellation bestehende Gesetzesverbot erstreckt sich schon allein darauf, dass keine AGH angeboten werden darf.

Mich würde mal interessieren wie das leistungsrechtlich berechnet wird. Die bis zu 170 € anrechenbares Einkommen aus dem Minijob werden ja de facto durch die MAE wieder ausgeglichen. Eine ziemlich verwerfliche Ungleichbehandlung gegenüber anderen Minijobbern.

Rein rechtlich müsste die AGH unverzüglich vom Jobcenter beendet werden, weil keines der Voraussetzungen für dessen Durchführung in diesem Fall vorliegen.
 

Caso

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Mich würde mal interessieren wie das leistungsrechtlich berechnet wird. Die bis zu 170 € anrechenbares Einkommen aus dem Minijob werden ja de facto durch die MAE wieder ausgeglichen.
Wieso würde durch die MAE der Freibetrag ausgeglichen? Was meinst du damit?
-Der Minijob bringt Erwerbseinkommen und wird nach der Alg-2-VO berücksichtigt.(100,- +20%)---max. 170,- Freibetrag.
-Die AGH mit MAE wird nach §16d SGB II berücksichtigt.
Die Vorschriften hier:
https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai626714.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI626717

Beim Minijob werden nicht bis zu 170,- angerechnet, sondern es bleiben bis zu 170,- als Freibetrag un-angerechnet.
Bis zu 280,- werden auf Alg2 angerechnet.
Für die AGH gibt es eine unterschiedliche MAE, von 1,- bis X € pro Stunde. Das entscheidet nicht das Gesetz, sondern JC mit Träger. Da gibt es nichts anzurechnen.

Im positivsten Falle bleibt dem TE aus dem Minijob den 170,--Freibetrag+die gesamte MAE aus der AGH.
Das träfe zu, wenn für beides gar keine Aufwendungen nötig wären.

Ich verstehe auch noch nicht, wie du auf die Unzulässigkeit bei Gleichzeitigkeit kommst...
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich habe ich recht. Das in dieser Konstellation bestehende Gesetzesverbot erstreckt sich schon allein darauf, dass keine AGH angeboten werden darf.

Nein. Der Fredstarter kann die AGH als erstes gehabt haben, dann hätte er nach Deiner Meinung den 450-Euro-Job nicht antreten dürfen. Der Fredstarter kann den 450- Euro-Job als erstes gehabt haben, dann konnte er vielleicht die AGH ablehnen - mußte das aber nicht.

Im Gesetz steht aber nur, daß jemand, der am Arbeitsmarkt nicht unterkommt, eine ihm angebotene AGH annehmen muß. Nichts weiter.

Mich würde mal interessieren wie das leistungsrechtlich berechnet wird. Die bis zu 170 € anrechenbares Einkommen aus dem Minijob werden ja de facto durch die MAE wieder ausgeglichen. Eine ziemlich verwerfliche Ungleichbehandlung gegenüber anderen Minijobbern.

Nö. Du konstruierst ein einklagbares Recht auf eine AGH. Auch das gibt es nicht.

Rein rechtlich müsste die AGH unverzüglich vom Jobcenter beendet werden, weil keines der Voraussetzungen für dessen Durchführung in diesem Fall vorliegen.

Die AGH sind in § 16d SGB II geregelt. Da steht

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit, die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden, wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind.
...
(5) Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach diesem Buch, mit denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unmittelbar unterstützt werden kann, haben Vorrang gegenüber der Zuweisung in Arbeitsgelegenheiten.

(6) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte dürfen innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nicht länger als insgesamt 24 Monate in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden. Der Zeitraum beginnt mit Eintritt in die erste Arbeitsgelegenheit.

Ausgeschlossen wäre die AGH aus Gründen, die in der Person des Zugewiesenen liegen nur dann, wenn

- er nicht leistungsberechtigt und / oder nicht erwerbsfähig ist oder
- man ihn in eine andere Maßnahme zuweisen könnte oder
- das 24-Monate-Budget aufgebraucht ist

Was passiert, wenn das Amt letzteres verpeilt, steht nicht im § 16d SGB II - ist aber auch hier nicht Diskussionsgegenstand.
 

gelibeh

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rwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit, die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist,
Hier arbeitet jemand schon auf dem ersten Arbeitsmarkt, dürfte also eine Beschäftigungsfähigkeit haben. Da muss nichts erhalten oder wieder erlangt werden.
Und eine Tätigkeit, auch ein Minijob, geht immer vor, denn man ist verpflichtet, seine Bedürftigkeit zu verringern (§2 SGBII)
 
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