neue EGV mit ganzheitlicher Integrationsleistung

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Es ist mal wieder soweit ....... :icon_cry:

Mir wurde mal wieder eine EGV vorgelegt, mit der Zielmaßnahme: ganzheitliche Integrationsleistung ( GanzIL II ) bei dem Träger kombrecht-engel-schule

da soll ich dann ein ganzes Jahr alle 2 Wochen für 1 oder 2 Stunden hin ..........

Hatte die Wahl zwischen Weiterbildung bei der DEKRA oder einer Integrationsmaßnahme.

Tja, habe mich schlau gemacht, zwecks Weiterbildung bei der DEKRA und bin zum Entschluß gekommen, daß ich so ne Sinnlosweiterbildung nicht brauche.

Über die Integrationsmaßnahme wurde mir nichts genaues gesagt.
In der EGV konnte ich dann lesen, daß es sich um GANZIL handelt.
(GANZIL - Orientierung, Beratung, Coaching und Perspektivenvermittlung)

...... ganzheitliche Integration, Perspektivenvermittlung, Orientierung?
Bin 50+ und kein kleines Kind, das man an die Hand nehmen muß! :icon_eek:

FM ist erpicht darauf, mich irgendwo reinzustecken, meinte auch, da ich noch nie an irgendwelchen Maßnahmen teilgenommen habe, muß das jetzt unbedingt sein!
.......... und nein, es geht nicht um die Statistik schönen, FM will was für mich tun ............ hat FM versucht, mir glaubhaft zu machen ......... jaja


ich hab es so satt!!!
Da ich die letzte EGV nicht unterschrieben habe, kam sie dann per VA, dafür hab ich ne 30%ige Sanktion bekommen, die aber nach Sanktionsende zurückgezogen und ausbezahlt wurde ........
hab dem VA damals widersprochen, bekam aber nicht mal nen Widerspruchsbescheid .......... :icon_kinn:


und jetzt geht der ganze Zirkus von vorne los ......... :eek:
 

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  • Eingliederungsvereinbarung.pdf
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Moin,

bevor ich dir überhaupt etwas vorschlage, möchte ich gern von dir wissen, ob du überhaupt gedenkst diese EGV zu unterschreiben.
Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass lt. aktueller DA die Nichtunterzeichnung einer EGV nicht mehr sanktioniert wird.

LG :icon_smile:
 

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Moin,

bevor ich dir überhaupt etwas vorschlage, möchte ich gern von dir wissen, ob du überhaupt gedenkst diese EGV zu unterschreiben.
Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass lt. aktueller DA die Nichtunterzeichnung einer EGV nicht mehr sanktioniert wird.

LG :icon_smile:

definitiv NEIN!
ich unterschreibe diese EGV nicht!

ich hab es echt satt mit dem ganzen Dreck!
...... Gegenvorschlag, eigene EGV ......... hab ich alles schon durch ...... bin deshalb bis jetzt auch um jede Sinnlosmaßnahme herumgekommen .....

muß dazusagen, hab nen scharfen FM, aber mit den § die ich ihm dann immer wieder auf den Tisch lege, ist er machtlos, weil absolut keine Ahnung ........
FM probiert´s aber trotzdem immer wieder und legt mir so ein Ding vor, so im Abstand von 8 - 9 Monaten.
 
E

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definitiv NEIN!
ich unterschreibe diese EGV nicht!

ich hab es echt satt mit dem ganzen Dreck!
...... Gegenvorschlag, eigene EGV ......... hab ich alles schon durch ...... bin deshalb bis jetzt auch um jede Sinnlosmaßnahme herumgekommen .....

muß dazusagen, hab nen scharfen FM, aber mit den § die ich ihm dann immer wieder auf den Tisch lege, ist er machtlos, weil absolut keine Ahnung ........
FM probiert´s aber trotzdem immer wieder und legt mir so ein Ding vor, so im Abstand von 8 - 9 Monaten.
Ok, wie wäre es denn damit? Hier versammeln sich alle, die nie oder nie mehr eine EGV unterschreiben wollen.
https://www.elo-forum.org/off-topic/41056-schreddern-beifallsbekundungen-mal-neues.html#post434569
Der Titel des Threads passt nicht ganz. :icon_wink:

Ich selbst habe vor einiger Zeit eine EGV nicht unterschrieben. Stattdessen erhielt mein SB folgendes Schreiben von mir. #349.
https://www.elo-forum.org/eingliede...hi-hab-mal-frage-thema-gegenvorschl%E4ge.html
Eine Antwort von der Arge erhielt ich ebenfalls, siehe #385 gleicher Thread.
Ansonsten kein VA, keine Anhörung, keine Sanktion.

Wäre das möglicherweise etwas für dich?

LG :icon_smile:
 

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Ok, wie wäre es denn damit? Hier versammeln sich alle, die nie oder nie mehr eine EGV unterschreiben wollen.
https://www.elo-forum.org/off-topic/41056-schreddern-beifallsbekundungen-mal-neues.html#post434569
Der Titel des Threads passt nicht ganz. :icon_wink:

Ich selbst habe vor einiger Zeit eine EGV nicht unterschrieben. Stattdessen erhielt mein SB folgendes Schreiben von mir. #349.
https://www.elo-forum.org/eingliede...hi-hab-mal-frage-thema-gegenvorschl%E4ge.html
Eine Antwort von der Arge erhielt ich ebenfalls, siehe #385 gleicher Thread.
Ansonsten kein VA, keine Anhörung, keine Sanktion.

Wäre das möglicherweise etwas für dich?

LG :icon_smile:

Danke Hamburgeryn :icon_smile:

ich les mich schon seit Tagen quer durch sämtliche Trööts was EGV betrifft ....... natürlich auch die von Dir genannten!

ich find das echt super, daß immer mehr das nicht unterschreiben wollen! :icon_daumen:
ich will nämlich auch nicht, wollte noch nie und hab noch nie!
 
E

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Gast
Danke Hamburgeryn :icon_smile:

ich les mich schon seit Tagen quer durch sämtliche Trööts was EGV betrifft ....... natürlich auch die von Dir genannten!

ich find das echt super, daß immer mehr das nicht unterschreiben wollen! :icon_daumen:
ich will nämlich auch nicht, wollte noch nie und hab noch nie!
Na, dann passt du ja perfekt in den Club der EGV-Verweigerer! :icon_daumen:
https://www.elo-forum.org/off-topic/41056-schreddern-beifallsbekundungen-mal-neues.html#post434569
Wir freuen uns über jeden, der da seinen Senf reinschreibt, und so dazu beiträgt andere zu ermutigen diesen Zwangsvertrag nicht zu unterschreiben.

ich hab es echt satt mit dem ganzen Dreck!
...... Gegenvorschlag, eigene EGV ......... hab ich alles schon durch ....
Kenn´ ich! Von meiner Tochter und hier aus dem Forum: Was für ein Krampf! Und am Ende ist man doch nicht zufrieden! Hat eine EGV samt RFB an der Backe und darf sich nur noch in einem Radius von 5 Metern am Strick seines SBs bewegen - ohne mich!
Das Schreiben s.#349 ist aus zwei Musterschreiben aus dem I-Net zusammengestellt worden, von mir überarbeitet, gekürzt und ein wenig in Form gebracht. Gemeinsam mit den Usern hier, wurde das Ding nochmals getrimmt - ich hatte um jede Menge Kritik und Anregungen gebeten - um am Ende von einer Userin den Feinschliff zu erhalten. Ich korrigierte in meiner Privatausgabe noch ein paar kleine Fehler und voilá, ich konnte den fertigen Schrieb ausdrucken!
Wäre mir in meiner EGV noch ein Ein-Euro-Job aufgezwängt worden, hätte ich mein Schreiben um das ILO-Abkommen Nr. 29 und 105 ergänzt.

LG :icon_smile:
 

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Na, dann passt du ja perfekt in den Club der EGV-Verweigerer! :icon_daumen:
https://www.elo-forum.org/off-topic/41056-schreddern-beifallsbekundungen-mal-neues.html#post434569
Wir freuen uns über jeden, der da seinen Senf reinschreibt, und so dazu beiträgt andere zu ermutigen diesen Zwangsvertrag nicht zu unterschreiben.

Kenn´ ich! Von meiner Tochter und hier aus dem Forum: Was für ein Krampf! Und am Ende ist man doch nicht zufrieden! Hat eine EGV samt RFB an der Backe und darf sich nur noch in einem Radius von 5 Metern am Strick seines SBs bewegen - ohne mich!
Das Schreiben s.#349 ist aus zwei Musterschreiben aus dem I-Net zusammengestellt worden, von mir überarbeitet, gekürzt und ein wenig in Form gebracht. Gemeinsam mit den Usern hier, wurde das Ding nochmals getrimmt - ich hatte um jede Menge Kritik und Anregungen gebeten - um am Ende von einer Userin den Feinschliff zu erhalten. Ich korrigierte in meiner Privatausgabe noch ein paar kleine Fehler und voilá, ich konnte den fertigen Schrieb ausdrucken!
Wäre mir in meiner EGV noch ein Ein-Euro-Job aufgezwängt worden, hätte ich mein Schreiben um das ILO-Abkommen Nr. 29 und 105 ergänzt.

LG :icon_smile:

ich war gerade so unverschämt und hab das Schreiben kopiert .........

darf ich das auch nutzen?
 
E

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Gast
ich war gerade so unverschämt und hab das Schreiben kopiert .........

darf ich das auch nutzen?
Ich bitte darum.
Übrigens, alles was blau ist, sind die aktuellen Änderungen, um dem Schreiben den letzten Schliff zu verpassen. D.h. du musst jeden Satz durcharbeiten und korrigieren, sonst ergibt es keinen Sinn. :icon_wink: Die Userin, die alles so schön hergerichtet hat, mochte nämlich nicht einfach so in mein Schreiben eingreifen - deswegen dieser Umstand.

LG :icon_smile:

Sonst hier einfach das korrigierte Schreiben:

Sehr geehrter Herr Arge,


nach sorgfältiger Prüfung Ihres, mir am 13.Mai.2009 überreichten, Entwurfs einer Vereinbarung (hier Eingliederungsvereinbarung gemäß § 15 SGB II) ist festzustellen, dass dieser etliche Unklarheiten und Unzulässigkeiten enthält und nicht gesetzeskonform ist.

Ich erlaube mir Ihnen mitzuteilen, dass ich diesen o.g. Entwurf nicht unterzeichne.



Der Zwang, eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II unterschreiben zu müssen, greift unverhältnismäßig in meine Vertragsfreiheit ein (Artikel 2 GG), und setzt mich einem "sanktionsbewehrten Zwang zur rechtsgeschäftlichen Selbstunterwerfung aus" (Art. 20 Abs. 1 GG).
Der Inhalt dieser
Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir nicht frei verhandelt wie es dem Charakter eines öffentlich-rechtlichen Vertrages entspricht, sondern Ihrerseits einseitig vorgegeben.

Bei Nichteinhaltung dieser
Eingliederungsvereinbarung meinerseits kann es zu Sanktionen Ihrerseits führen, was wiederum zu schweren sozialen Folgen, bis hin zur Obdachlosigkeit u.a. für mich und meine Angehörigen führen würde.
Dies jedoch entspricht einem eindeutigen Verstoß gegen den Artikel 1 Abs. 1 und Art. 2 Grundgesetz.

Aus der Vermischung von hoheitlichen Eingriff und sozialer Dienstleistung ergibt sich klar ein Formenmissbrauch (Vertragsform trotz Fehlen von Vertragsfreiheit), der dem Rechtsstaatsprinzip diametral entgegensteht.


Gegen den geschlossenen Vertrag habe ich keine öffentlichen Rechtsmittel, so kann ich beispielsweise weder das Sozialgericht, noch das Verwaltungsgericht anrufen, wie es bei einer Anordnung durch einen Verwaltungsakt der Fall wäre.


Mit der Beantragung von Arbeitslosengeld II werde ich durch Kontrahierungszwang eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben zu müssen, in meinen Rechten darunter Art. 1, Art. 2, Art. 3, Art. 11 und Art. 12 GG verletzt.
Mir droht gemäß § 31 SGB II, durch die Weigerung eine Eingliederungsvereinbarung zu unterzeichnen, zwingend eine Absenkung bzw. gar der Wegfall der Regelleistungen für 3 Monate.
Diese Vorgehensweise gilt sogar dann, wenn ich in Folge der ersten Wirkungen von Kürzungen genötigt würde nunmehr die
Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben.
Dass in diesem Fall vor dem Ablauf von 3 Monaten die Leistungen nicht wieder aufgenommen werden, verstößt gegen das Grundrecht auf Menschenwürde, hier in Verbindung mit dem Sozialstaatsgebot Artikeln 1 und 14, sowie Artikel 20 GG.
Diese Handlungsweise verstößt weiter gegen das Übermaßgebot und des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes als Teil des Rechtsstaatsprinzips (Artikel 20, Artikel 28 GG) (vgl. BverfGE 30, 1, 40 ff. m. w, NW.; ähnlich schon BverwGE 1, 159) sowie gegen Art. 2 und Art. 3 GG.

Eine nicht unterzeichnete Eingliederungsvereinbarung hat zur Folge, dass sie durch einen Verwaltungsakt ersetzt wird.
Gegen diesen kann ich Widerspruch einlegen, doch entfaltet dieser keine aufschiebende Wirkung.
Das jedoch steht im Widerspruch zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches bereits in seiner Entscheidung vom 13. Juni 1979 festgestellt hat, dass eine Verwaltungspraxis, die Verwaltungsakte generell für sofort vollziehbar erklärt, nicht mit der Verfassung vereinbar wäre (BVerfG 51, 268 >284f<).
Das verstößt auch gegen meinen Anspruch auf rechtliches Gehör nach Artikel 19 Abs. 4 GG.
Gemäß § 39 SGB II haben Widerspruch und Anfechtungsklagen bei Leistungen der Behörden (Dienstleistung, Geld- und Sachleistung - also fast alles) keine aufschiebende Wirkung mehr.
Dem entsprechend können auch willkürliche, unrichtige oder falsche Bescheide ausgeführt werden (z.B. unberechtigter Entzug von Leistungen, Zuweisung von sittenwidrigen oder unzumutbaren Arbeitsgelegenheiten), ohne dass ich als Betroffene die Möglichkeit habe, persönliche und finanzielle Auswirkungen rechtlich
prüfen zu lassen.

Aus obiger Darlegung dürfte meiner Meinung nach klar hervorgehen, dass das SGB II
als Ganzes nicht nur gegen das Grundgesetz verstößt, es ist auch abzusehen, dass sich ein klarer Verstoß gegen eine zukünftige Verfassung der EU- Staaten abzeichnet.
Deutlich wurde das bereits bei dem Verstoß gegen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union .



MfG
Auf dem ersten Blick fallen die Änderungen gar nicht auf. :icon_smile:
 

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Ich bitte darum.
Übrigens, alles was blau ist, sind die aktuellen Änderungen, um dem Schreiben den letzten Schliff zu verpassen. D.h. du musst jeden Satz durcharbeiten und korrigieren, sonst ergibt es keinen Sinn. :icon_wink: Die Userin, die alles so schön hergerichtet hat, mochte nämlich nicht einfach so in mein Schreiben eingreifen - deswegen dieser Umstand.

LG :icon_smile:

Sonst hier einfach das korrigierte Schreiben:

Auf dem ersten Blick fallen die Änderungen gar nicht auf. :icon_smile:

Herzlichen Dank dafür :icon_knutsch:

hab inzwischen selbst dran rumgefeilt ....... hab allerdings einen Satz weggelassen ...... denn mit mir hat man ja die EGV verhandelt, aber eben nicht so, wie ich das gerne hätte ........
 

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so, jetzt hab ich das für mich zurechtgefuselt in der Hoffnung, daß ich nix falsch gemacht habe :icon_smile:

Sehr geehrte xxxxx xxxxxxx,

nach sorgfältiger Prüfung Ihres, mir am 17.Juni 2009 überreichten Entwurfs einer Vereinbarung
(hier Eingliederungsvereinbarung gemäß § 15 SGB II) ist festzustellen, dass dieser etliche Unklarheiten und Unzulässigkeiten enthält und nicht gesetzeskonform ist.

Ich erlaube mir, Ihnen mitzuteilen, dass ich diesen o.g. Entwurf nicht unterzeichne.

Der Zwang, eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II unterschreiben zu müssen, greift unverhältnismäßig in meine Vertragsfreiheit ein (Artikel 2 GG), und setzt mich einem "sanktionsbewehrten Zwang zur rechtgeschäftlichen Selbstunterwerfung aus" (Art. 20 Abs. 1 GG).

Bei Nichteinhaltung dieser Eingliederungsvereinbarung meinerseits kann es zu Sanktionen Ihrerseits führen, was wiederum zu schweren sozialen Folgen, bis hin zur Obdachlosigkeit u.a. für mich und meine Angehörigen führen würde.
Dies jedoch entspricht einem eindeutigen Verstoß gegen den Artikel 1 Abs.1 und Art. 2 Grundgesetz.

Aus der Vermischung von hoheitlichen Eingriff und sozialer Dienstleistung ergibt sich klar ein Formenmissbrauch (Vertragsform trotz Fehlen von Vertragsfreiheit), der dem Rechtsstaatsprinzip diametral entgegensteht.

Gegen den geschlossenen Vertrag habe ich keine öffentlichen Rechtsmittel, so kann ich beispielsweise weder das Sozialgericht, noch das Verwaltungsgericht anrufen, wie es bei einer Anordnung durch einen Verwaltungsakt der Fall wäre.

Mit der Beantragung von Arbeitslosengeld II werde ich durch Kontrahierungszwang eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben zu müssen, in meinen Rechten darunter Art. 1, Art. 2,
Art. 3, Art. 11, und Art. 12 GG verletzt.
Mir droht gemäß § 31 SGB II, durch die Weigerung eine Eingliederungsvereinbarung zu unterzeichnen, zwingend eine Absenkung bzw. gar der Wegfall der Regelleistungen für 3 Monate.
Diese Vorgehensweise gilt sogar dann, wenn ich in Folge der ersten Wirkungen von Kürzungen genötigt werde und wäre und nunmehr die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben würde.
Dass in diesem Fall vor dem Ablauf von 3 Monaten die Leistungen nicht wieder aufgenommen werden, verstößt gegen das Grundrecht auf Menschenwürde hier in Verbindung mit dem Sozialstaatsgebot Artikel 1 und 14, sowie Artikel 20 GG.
Diese Handlungsweise verstößt gegen das Übermaßgebot und des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes als Teil des Rechtsstaatsprinzips (Artikel 20, Artikel 28 GG)
(vgl. BverfGE 30, 1, 40 ff. m. w, NW.; ähnlich schon BverwGE 1, 159) sowie gegen Art. 2 und Art. 3 GG.

Eine nicht unterzeichnete Eingliederungsvereinbarung hat zur Folge, dass sie durch einen Verwaltungsakt ersetzt wird.
Gegen diesen kann ich Widerspruch einlegen, doch entfaltet dieser keine aufschiebende Wirkung.
Das jedoch steht im Widerspruch zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches bereits in seiner Entscheidung vom 13. Juni 1979 festgestellt hat, dass eine Verwaltungspraxis, die Verwaltungsakte generell für sofort vollziehbar erkläre, nicht mit der Verfassung vereinbar wäre (BVerfG 51, 268 >284f<).
Das verstößt gegen meinen Anspruch auf rechtliches Gehör nach Artikel 19 Abs. 4 GG.
Gemäß § 39 SGB II haben Widerspruch und Anfechtungsklagen bei Leistungen der Behörden (Dienstleistung, Geld- und Sachleistung - also fast alles) keine aufschiebende Wirkung mehr.
Dem entsprechend können auch willkürliche, unrichtige oder falsche Bescheide ausgeführt werden (z.B. unberechtigter Entzug von Leistungen, Zuweisung von sittenwidrigen oder unzumutbaren Arbeitsgelegenheiten), ohne dass ich als Betroffene die Möglichkeit habe, persönliche und finanzielle Auswirkungen rechtlich prüfen zu lassen.

Aus obiger Darlegung dürfte meiner Meinung nach klar hervorgehen, dass das SGB II als Ganzes nicht nur gegen das Grundgesetz verstößt, es ist auch abzusehen, dass sich ein klarer Verstoß gegen eine zukünftige Verfassung der EU- Staaten abzeichnet.
Deutlich wurde das bereits bei dem Verstoß gegen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Mit freundlichen Grüßen

Hamburgeryn, den gönnen wir uns jetzt:icon_pause: .......
:icon_smile:
 
S

Sissi54

Gast
Ein wichtiger Punkt sollte noch mit rein.

Unzulässige Geltungsdauer, bis 16.06.2010 ! :icon_evil:

Max. 6 Monate, laut § 15 SGB II !

...nicht unterzeichne ? ....nicht akzeptiere wäre vielleicht besser ausgedrückt und würde keine Weigerung erkennen lassen.

:icon_daumen:
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

mir ist noch eine Sache in diesem Schreiben aufgefallen:
Mir droht gemäß § 31 SGB II, durch die Weigerung eine Eingliederungsvereinbarung zu unterzeichnen, zwingend eine Absenkung bzw. gar der Wegfall der Regelleistungen für 3 Monate.
Ist das nicht seid dem 01.01.2009 hinfällig?

Ab dem 01.01.2009 gibt es keine Sanktionen mehr, wenn man sich weigert eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen.
(2) Bei Weigerung des Hilfebedürftigen, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, liegt – unabhängig vom Wortlaut des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a - kein Sanktionstatbestand vor. Dadurch wird einer gesetzlichen Regelung vorgegriffen, die aufgrund verschiedener sozialgerichtlicher Entscheidungen vorgesehen ist. Bei Nichtzustandekommen einer Eingliederungsvereinbarung sind die zu bestimmenden Rechte und Pflichten in einem Verwaltungsakt nach § 15 Abs. 1 Satz 6 verbindlich zu regeln. (siehe BA-DA § 31 SGB II Rz. 31.6a i.d.F. vom 20.12.2008)
https://www.elo-forum.org/eingliede...g-erste-tipps-umgang-damit-10.html#post348480

Gruss

Paolo
 

Dora

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so, jetzt hab ich das für mich zurechtgefuselt in der Hoffnung, daß ich nix falsch gemacht habe :icon_smile:



Hamburgeryn, den gönnen wir uns jetzt:icon_pause: .......
:icon_smile:

Habt ihr ja richtig gut gemacht!

Mir fällt noch was ein (wir - meine KollegInnen und ich - haben ja noch nie schriftlich vorgetragen), was mir ich mal auf Nachfrage im Thread AW: Auswegberater will EGV mit 1-Euro-Job dann wieder eingefallen ist und dort im Beitrag # 16 steht. Vielleicht könnt ihr es ja noch brauchen. Es geht um das Existenzminimum als einzigstes Vermögen. Das darf nicht leichtfertig gefährdet werden.
Das mit dem Eingehungsbetrug fällt unter den § 263 Starfgestzbuch Abs. 3 Satz 2, wenn ich nicht irre. Kannste ja selber lesen. (Insbesondere auch Kommentierungen dazu sind interessant. Hab die aber nur geliehen gehabt.)

Insbeondere also auch wenn da eine BG mit Kindern dran hängt und das Vermögen nur aus der Zahlung eine Existenzminimums besteht, lass ich mich doch nicht zu Straftaten "auffordern", bzw. nötigen oder gar erpressen. Und schon gar nicht werde ich diese Straftat und meine Einwilligung dazu "vertraglich" dokumentieren! :icon_evil:

Nein! Niemals! Statt dessen werde ich Strafanzeige gegen den Mitarbeiter der ArGe, alle weiteren involvierten Mitarbeiter, die Geschäftsführung (die war damals bei meinem Vortrag wegen des vielen Beistands den ich mitgebracht hatte ohnehin anwesend) und alle Verantwortlichen (Landrat, BA) stellen. Seit dem musste niemand eine EGV unterschreiben, dem ich Beistand geleistet habe und das waren schon einge.
Und selbst blieb ich seitdem nun schon gut zwei Jahre völlig unbehelligt.
Aber jede Gelegenheit immer wieder zum Thema in der ArGe vortragen zu dürfen war und ist mir herzlich willkommen.
LG
Dora
.
 

sun2007

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Herzlichen Dank dafür :icon_knutsch:

hab inzwischen selbst dran rumgefeilt ....... hab allerdings einen Satz weggelassen ...... denn mit mir hat man ja die EGV verhandelt, aber eben nicht so, wie ich das gerne hätte ........

Verhandlung kann man das aber nur nennen, wenn sie auch auf Deine Vorschläge eingegangen sind. Wenn sie die einfach unberücksichtigt gelassen haben, war es auch keine Verhandlung.

Gruß

Sun
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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