Neue EGV mit einigen Ungereimtheiten erhalten - Bitte um Vorschläge zur Mitwirkung (1 Betrachter)

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Dirk B.

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Hallo in die Runde!
ich hatte in der vergangenen Woche einen Termin im JC. Neben einem Gespräch über meine Bewerbungsbemühungen ging es auch um den Abschluss einer neuen EGV. Diese liegt mir im Entwurf vor, allerdings stören mich einige Punkte:

- die EGV kann im gegebenen Fall fortgeführt werden ohne dass ein Enddatum genannt würde
- ich soll dem JC Bewerbungsanschreiben sowie möglich Absagen vorlegen, zudem soll dies zu einen festen Zeitpunkt geschehen.

Ich weiß nun nicht welche Nachteile für mich entstehen können, wenn die Dauer der EGV nicht zeitlich begrenzt ist. Mit der Vorlage von Bewerbungsunterlagen bin ich in keinem Fall einverstanden, da ich finde, dass diese nur mich und den Arbeitgeber was angehen. Zudem wurde durch einen externen Berater (Coach) festgestellt, dass meine Unterlagen in hervorragendem Zustand sind.

Bitte schaut euch den Entwurf mal an. Über Verschläge, was ich der SB schreiben könnte, würde ich mich freuen.

Beste Grüße, DirkB,
 

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Couchhartzer

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- die EGV kann im gegebenen Fall fortgeführt werden ohne dass ein Enddatum genannt würde
Das ist seit der letzten Gesetzesänderung der Standard und zulässig, wie du aufgrund deiner schon langen Forenzugehörigkeit selber mitbekommen haben solltest.


- ich soll dem JC Bewerbungsanschreiben sowie möglich Absagen vorlegen
Nein, so steht das da sehr deutlich nachlesbar nicht und zudem steht es unter den Pflichten des Jobcenters!
Dort steht außerdem ganz klar erkennbar "... eine der Unterlagen...", als Oder-Regelung (!)womit du also folglich die Wahl hast welchen der zwei Nachweise du vorlegst.



zudem soll dies zu einen festen Zeitpunkt geschehen.
Allerdings wird dir auch ganz klar erkennbar überlassen, wie du das Vorlegen erledigst (auch per Mail möglich, laut Inhalt der EGV).
Ergo kannst du das auch per Fax (wegen rechtssichereem Empfangsprotokoll) bewerkstelligen und aufgrund dieser Möglichkeiten (Mail / Fax) auch unschwer bereist noch vor dem 10. des jeweiligen Monats erledigt haben (es liegt an dir diese Regelung mit deiner eigenen und vorstehend genannten Zustellungshandlung auszuhebeln!).
 

DoppelPleite

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Steht dort nicht Glasklar drin:

"unaufgefordert zum 10. des Folgemonats beginnend ab dem 10.05.2017"

Da fehlen 3 Buchstaben: bis

Bedeutet also "zum (am) 10. des Folgemonats" und nicht "bis zum 10. des Folgemonats".

Stichtag-Nachweise sind unzulässig, deshalb den VA abwarten > WS > aW beim SG stellen.


Btw. Dirk Du könntest dich ja als SB beim hiesigen JC bewerben, wie vorgeschlagen in EGV :first:
 

Sonne11

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-Bewerberprofil ist nicht anonym

-wozu Bewerbungen zum 10. vorlegen? Für Sanktionen? Ich würde stumpf jeden Monat zum 10. einen Bewerbungskostenantrag für nur schriftliche Bewerbungen zu 5€ beantragen! Wenn sie die doppelt wollen, sollen die es doch bekommen!

-warum wird AU erwähnt? Die Änderung besagt, dass der Text über das Vorlegen eingetragen werden soll. Aber so wie es dort steht, könnte man sanktionieren, "wenn man nicht unverzüglich" anzeigt. Was ist unverzüglich? Eben, wen ich die AU in Händen halte! Habe doch bis zu 3 Tag Zeit? Wenn es so stehen muss, dann will ich schriftlich, dass ich nicht über die EGV (oder VA) sanktioniert werde. Es gibt schwere Erkrankungen inkl. Krankenhaus, da habe ich keinen Lakaien oder Briefmarke um dem JokeCenter meine AU zuzusenden.

Ich würde trotzdem nie eine Unendliche EGV unterschreiben. :icon_evil: Auch wenn die nur ein Satz enthalten würde! Die sollen ruhig fortschreiben, dann will ich aber eine Widerspruchsmöglichkeit haben!
 
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arbeitsloskr

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Nein, so steht das da sehr deutlich nachlesbar nicht und zudem steht es unter den Pflichten des Jobcenters!
Dort steht außerdem ganz klar erkennbar "... eine der Unterlagen...", als Oder-Regelung (!)womit du also folglich die Wahl hast welchen der zwei Nachweise du vorlegst.
Hallo Couchhartzer,

die von dir genannte Oder-Verknüpfung gilt aber nur für den Nachweis bei der Beantragung zur Erstattung der Bewerbungskosten.

In Punkt 5 dieser EGV steht kein "oder" bei den vorzulegen Bewerbungsnachweisen.

Diesen Widerspruch in der EGV bzgl. Bewerbungsnachweisen sollte Dirk B. unbedingt klären lassen.
Wobei eigentlich für den Bewerbungsnachweis allgemein als auch zur Kostenerstattung eine Übersichtsliste genügen sollte.

@ Dirk B. du solltest zudem den Punkt zum Nachweis telefonischer und persönlicher Bewerbungen ändern lassen. Da das JC ohne deine Einwilligung nicht deinen Bewerbungen hinterhertelefonieren darf, braucht es auch keine Angaben zu Ansprechpartner/in und Telefonnummer.

Nachtrag:

Ich würde trotzdem nie eine Unendliche EGV unterschreiben. :icon_evil: Auch wenn die nur ein Satz enthalten würde! Die sollen ruhig fortschreiben, dann will ich aber eine Widerspruchsmöglichkeit haben!
Hallo Sonne11,

genau der Punkt ist noch zu klären, wie das überhaupt genau ablaufen soll. Es müsste eigentlich schon irgendwelche Erfahrungen, bzw. Rückmeldungen seitens eLB geben, denn aktuell müssten ja die ersten EGV seit 08/2016 zur Fortschreibung anstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Couchhartzer

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die von dir genannte Oder-Verknüpfung gilt aber nur für den Nachweis bei der Beantragung zur Erstattung der Bewerbungskosten.
Ja, sicher und nichts anderes habe ich auch nur ansatzweise irgendwo behauptet, wie sehr deutlich nachlesbar ist.
Zudem ist es ja auch als Pflicht dem Jobcenter auferlegt, wie ebenfalls sehr deutlich nachlesbar ist (Seite 2, Punkt 4, Absatz 6). :idea:

Folglich ist der EGV-Vorschlag ganz deutlich erkennbar in sich aus der inhaltlichen Gestaltung heraus schon komplett sinnfrei, widersprüchlich, unbestimmt und somit auch völliger intelligenzfrei per Textbausteinschubserei zusammengeklickter Blödsinn, wenn die schon nicht mal genau wissen, wem sie welche Verpflichtungen unterjubeln wollen und sich die Pflichten der Nachweise als eigene Pflicht selber auferlegen. :peace:
 

arbeitsloskr

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Ja, sicher und nichts anderes habe ich auch nur ansatzweise irgendwo behauptet, wie sehr deutlich nachlesbar ist.
Hallo Couchhartzer,

das habe ich auch nicht behauptet, sondern ich wollte nur darauf hinaus, dass ein Punkt weiter erneut die Bewerbungsunterlagen, diesmal als Pflicht von eLB aufgeführt wurden ;)

Was eben auch zu deiner Gesamteinschätzung führt:

Folglich ist der EGV-Vorschlag ganz deutlich erkennbar in sich aus der inhaltlichen Gestaltung heraus schon komplett sinnfrei, widersprüchlich, unbestimmt und somit auch völliger intelligenzfrei per Textbausteinschubserei zusammengeklickter Blödsinn, wenn die schon nicht mal genau wissen, wem sie welche Verpflichtungen unterjubeln wollen und sich die Pflichten der Nachweise als eigene Pflicht selber auferlegen. :peace:
Von daher alles gut ;)
 

Dirk B.

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Vielen Dank für eure Anregungen.

@ Couchhartzer: Ich bin zwar bereits einige Zeit hier dabei, dennoch ist das erst meine dritte EGV. Von daher bin ih mit diesem Bereich des SGB II noch nicht so vertraut.

Es ging mir inhaltlich gar nicht darum, was genau als Nachweise für Bewerbungsbemühungen verlangt wird. Sondern mich stört, dass ich die Anschreiben vorlegen soll. In der Regel führt das dann dazu, dass man an Bewerbungstraining aufgedrückt bekommt. Zudem zählen Anschreiben für mich zum Privatbereich, den in dem Fall nur mich und den Arbeitgeber was angehen. Außerdem ist es unter Punkt 4 als meine Pflicht bestimmt. Dort steht: " Als Nachweis legen Sie bitte ..." Mit dem Sie bin unmißverständlich ich gemeint.

Das die EGV's nach Gesetzesänderung fortschreibbar sind, ist auch bei mir angekommen. Ich habe aber in keinem der Beiträge etwas darüber gelesen, was das für Konsequenzen für den Elo haben könnte. Von daher meine Scheu, da was zu unterschreiben.

@ Doppelpleite: Das Stichtagnachweise unzulässig sind, habe ich auch gehört. In welchem Paragrafen ist das denn festgelegt?

@ arbeitsloskr: Ist das durch das SGB II geregelt, dass SB nicht überprüfen darf, dass man sich bei Firma XY beworben hat? Auf den Formularen des JC ist das nämlich alles sehr ausführlich aufgeführt.
 

arbeitsloskr

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Es ging mir inhaltlich gar nicht darum, was genau als Nachweise für Bewerbungsbemühungen verlangt wird. Sondern mich stört, dass ich die Anschreiben vorlegen soll. In der Regel führt das dann dazu, dass man an Bewerbungstraining aufgedrückt bekommt. Zudem zählen Anschreiben für mich zum Privatbereich, den in dem Fall nur mich und den Arbeitgeber was angehen.
@ arbeitsloskr: Ist das durch das SGB II geregelt, dass SB nicht überprüfen darf, dass man sich bei Firma XY beworben hat? Auf den Formularen des JC ist das nämlich alles sehr ausführlich aufgeführt.
Hallo Dirk B.,

ich fasse diese 2 Punkte mal zusammen. Generell gilt in Deutschland nachwievor das Post- und Fernmeldegeheimnis, nachzulesen in Art. 10 GG. Es wird zwar in Art. 10 (2) GG ausgesagt, dass dieses Geheimnis aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden darf, jedoch ist mir bis heute nicht bekannt, auf welches Gesetz sich JC beruft, wenn sie unbedingt die originalen und tatsächlichen Bewerbungsunterlagen, die du verschickt hast, sehen will.

Zudem gibt es für AG keine Pflicht auf unverlangt eingesendete Bewerbungen überhaupt zu reagieren. Daher kannst du nicht verpflichtet werden, Eingangsbestätigungen oder Absagen seitens der AG vorzulegen. Deine Mitwirkungspflicht endet dort, wo du auf Reaktionen Dritter angewiesen bist.

Daher kannst du diesen Punkt der Vorlage komplett streichen. Für den Nachweis für Bewerbungsbemühungen als auch die Kostenbeantragung dazu muss JC eine Übersichtsliste genügen. Davon abgesehen besagt eine Kopie eines Anschreibens nicht, dass du jenes Anschreiben überhaupt verschickt hast.

Wenn SB deine Bewerbungsunterlagen prüfen will, dann reichen dafür ein Musteranschreiben (ohne Adressdaten) und ein Musterlebenslauf aus. Wobei, wenn SB meint dich in einen Bewerbungskurs stecken zu müssen, dann wird das gemacht, egal ob deine Unterlagen in Ordnung sind oder nicht ;)

@ Doppelpleite: Das Stichtagnachweise unzulässig sind, habe ich auch gehört. In welchem Paragrafen ist das denn festgelegt?
Dazu findest du in der Urteilssammlung des Forum passende Urteile (dort bitte bis zum Thema "Nachweise von Bewerbungsbemühungen an Stichtagen sind unzulässig" runterscrollen).

Folgende Urteile kannst du gegen diesen Vorlagewunsch anführen (ich kopiere hier nicht die Urteile in Gänze rein, lese sie bitte in der verlinkten Seite nach).

LSG Bayern Az. L 11 B 948/08 AS ER v. 18.11.2008 Beschluss
SG Neuruppin Az. S 18 AS 1569/10 ER v. 15.11.2010 Beschluss
SG Lübeck Az. S 19 AS 342/12 ER {v1} v. 04.05.2012
 

Pixelschieberin

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- die EGV kann im gegebenen Fall fortgeführt werden ohne dass ein Enddatum genannt würde
Das ist seit der letzten Gesetzesänderung der Standard und zulässig, wie du aufgrund deiner schon langen Forenzugehörigkeit selber mitbekommen haben solltest. [...]
Scho recht... :wink:
Es ist nicht davon auszugehen, daß allesamt zufällig in diesen Faden Stolpernde sich das angemahnte Wissen bereits angelesen hat.
Hilfreich wäre eine Verlinkung auf eine passende Diskussion mit Schlußfolgerungen, die sich der Ratsuchende reinhelfen kann, so daß Gebetsmühlen-Themen nicht erneut in epischer Breite abgekaspert werden.


Bei der Analyse der jeweiligen EGV sollte jedes Mal erneut - ohne Abwatscher - darauf hingewiesen werden können, WAS alles in der EGV(VA) unangenehm aufstößt.
Daß der kritisierte Textbaustein seit den sog. Gesetzesvereinfachungen zulässig ist, macht ihn für mich nicht akzeptabler.
Der fühlt sich bindender an als der Beitritt ins Kloster.
Da sind Bestimmer und Regeln besser bekannt.

So wie Sonne, würde ich keinen unbefristeten Vertrag unterschreiben wollen, der mich zu was auch immer verpflichtet.
Wie sie, werde ich mich künftig an Knackpunkten wie diesem aufhalten.

***************
Ich streue mit Bedacht Sand in geschmierte Amigo-Getriebe.
Nur sollte mich die Argumentation nicht lächerlich machen.
[...] Bedeutet also "zum (am) 10. des Folgemonats" und nicht "bis zum 10. des Folgemonats".
Seit wann ist "zum" = "am"?!
Da selbst Muttersprachler in südlichen Regionen zu "halten" "heben" sagen, ist Sprachverwirrung zwar nachvollziehbar, jedoch auch lösbar.

In meinem Sprachverständnis wird "zum" in "zu dem" aufgedröselt.
Das Wort "zum", gefolgt von einem Datum//Ereignis//Sternkosntellation, umspannt m. W. einen begrenzten ZEITRAUM, nach dessen Verlauf ein Vorgang abgeschlossen sein soll.
Der Vorgang - hier Abgabe von Dokumenten - soll keineswegs genau AN einem bestimmten Datum stattfinden - so wie bei "am".
Mindeshaltbarkeitsdaten an Deckelböden sind doch auch nicht nur "AM" gültig sondern sagen aus, bis zum wievielten das Lebensmittel genießbar ist.
Das Datum gibt lediglich an, ab wann genau die Frist verstrichen sein wird.

Mit der Formulierung "zum" wird dem HE ausreichend Zeit eingeräumt, sich vor Fristablauf einen Tag nach SEINEM Gusto herauszusuchen. Er darf selbst zu bestimmen, wann es ihm genehm ist, der vom JC auferlegten - bei EGV = gemeinsam vereinbarten - Verpflichtung nachzukommen.

In der flugs vom SB zugewiesenen BASIS-Maßnahme "Deutsch als Fremdsprache" würde dem aufmerksamen Schüler wahrscheinlich etwas in der Art vorgetragen:
"Am" ist die Verkürzung von "an dem"
Also ein fest stehendes Datum, AN DEM etwas zu bewerkstelligen ist.
Wie z. B. AM selben Tag jeden Jahres den Geburtstag von wem auch immer in Erinnerung bringen.

Von einer anderen Seite beleuchtet:
Den Geburtstag hat keiner "ZUM" soundsovielten sondern stets "AM" soundsovielten.
Damit das Geschenk nicht nach dem Geburtstag eintrudelt, sollte der Versandauftrag (bis) zum soundsovielten ergangen sein.

Das Prinzip läßt sich ebenso auf "UM soundsoviel Uhr" und "BIS soundsoviel Uhr" anwenden.
Die erste Variante dürfte bei Raketenstarts eine übergeordnete Rolle spielen, die zweite interessiert den Schüler bei Klausuren.
:wink:
 
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Dirk B.

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Scho recht... :wink:
Es ist nicht davon auszugehen, daß allesamt zufällig in diesen Faden Stolpernde sich das angemahnte Wissen bereits angelesen hat.
Hilfreich wäre eine Verlinkung auf eine passende Diskussion mit Schlußfolgerungen, die sich der Ratsuchende reinhelfen kann, so daß Gebetsmühlen-Themen nicht erneut in epischer Breite abgekaspert werden.


Bei der Analyse der jeweiligen EGV sollte jedes Mal erneut - ohne Abwatscher - darauf hingewiesen werden können, WAS alles in der EGV(VA) unangenehm aufstößt.
Ich muss dem JC bis morgen meine Einwände mitteilen. Da das der Stichtag in der EGV einigermaßen sinnvoll formuliert ist, werde ich es dabei belassen. Mich stört aber, wie bereits eingangs erwähnt, dass ich meine Anschreiben vorzeigen muss. Der Verweis auf das Grundgesetz scheint mir etwas allgemein. Kennt jemand vielleicht ein Urteil des SG, auf das ich mich berufen könnte?


Daß der kritisierte Textbaustein seit den sog. Gesetzesvereinfachungen zulässig ist, macht ihn für mich nicht akzeptabler.
Der fühlt sich bindender an als der Beitritt ins Kloster.
Da sind Bestimmer und Regeln besser bekannt.
Die zeitlich Unbegrenztheit der EGV, obwohl zulässig, bereitet mir auch Bauchschmerzen. Nur, wenn ich die EGV deshalb nicht unterschreibe, kommt sicher ein VA. Sollte ich darauf in meinem Schreiben nochmals eingehen?
 

arbeitsloskr

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Da das der Stichtag in der EGV einigermaßen sinnvoll formuliert ist, werde ich es dabei belassen.
Hallo Dirk B.,

dir ist aber klar, dass du dich in Sanktionsgefahr beginnst, sobald du die Einreichung deiner Bewerbungsnachweise auch nur um 1 Tag vergessen solltest?

Mich stört aber, wie bereits eingangs erwähnt, dass ich meine Anschreiben vorzeigen muss. Der Verweis auf das Grundgesetz scheint mir etwas allgemein. Kennt jemand vielleicht ein Urteil des SG, auf das ich mich berufen könnte?
Ein Urteil ist mir nicht bekannt, aber das GG, das grundlegenste Gesetz in der BRD sollte jeder kennen ;) Von daher reicht es, wenn du dich darauf berufst, denn Art. 10 GG ist da sehr eindeutig. Du kannst ja den Spieß insofern umdrehen, dass du SB aufforderst dir eine Rechtsgrundlage zu nennen, auf die sich Art 10 (2) GG bezieht. SB ist schließlich zu Auskunft und Beratung nach §13-15 SGB I verpflichtet. Diese Auskunft solltest du in Schriftform verlangen, damit du einen Beleg dafür hast.

Die zeitlich Unbegrenztheit der EGV, obwohl zulässig, bereitet mir auch Bauchschmerzen. Nur, wenn ich die EGV deshalb nicht unterschreibe, kommt sicher ein VA. Sollte ich darauf in meinem Schreiben nochmals eingehen?
Natürlich kannst du den Vorschlag machen (das ist ja dein gutes Recht), die EGV zeitlich auf 6 Monate zu begrenzen. Die Frage ist eher, ob sich SB darauf einlässt.
 

Pixelschieberin

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[...] Mich stört aber, wie bereits eingangs erwähnt, dass ich meine Anschreiben vorzeigen muss. Der Verweis auf das Grundgesetz scheint mir etwas allgemein. Kennt jemand vielleicht ein Urteil des SG, auf das ich mich berufen könnte? [...]
Nein - aber ich kenne die Einschätzung eines RAs, der sich Arbeitsrecht auf die Fahne geschrieben hat.
Klick hier.

Desweiteren fand ich im Sammelsurium heruntergeladener Dokumente einen Bescheid des BfDI, den ich ebenfalls nützlich finde.
Leider weiß ich nicht mehr aus welchem Post/Faden ich das Dokument habe, das Lob für die Federn im Anhang gebührt nicht mir.
Daraus geht hervor, daß vom SB zwar "Pappen" und "Vorlagen" abgefragt werden können, letztere um einzuschätzen, inwiefern der HE in der Lage ist, Bewerbungen zu verfassen,
den SB jedoch Arbeitszeugnisse - und - wie aus der Publikation des Anwalts hervorgeht - die reale Korrespondenz mit realen Gegenübern nichts angeht.
Schließlich würden damit schutzwürdige Daten Dritter berührt/offenbart.
Ich wundere mich stets über die Gesichter der SBs.
Die, wenn der Groschen nach DEM KO-Argument gaaaaaaaanz laaaaaangsam fällt.


Meine Linkliste zu dem Thema:
- eigener Beitrag - SB verlangt Bewerbungsvorlage
- teddybear - Maßnahmeträger Bewerbungsunterlagen vorlegen - personenbezogene Daten müssen nicht preis gegebenw erden
- Der Auflehnende - Bewerbungsunterlagen + Schriftverkehr an-von Jobcenter weitergeben ist verboten
- RA für Arbeitsrecht - Bewerbungsunterlagen im Arbeitsrecht (Anwalt)
- tenzen - SB will Bewerbungsunterlagen kopieren und zur Akte legen
- Anon Nemo referiert über den Unterschied von Bewerbungsbemühungen und Bewerbungen

[...] Die zeitlich Unbegrenztheit der EGV, obwohl zulässig, bereitet mir auch Bauchschmerzen. Nur, wenn ich die EGV deshalb nicht unterschreibe, kommt sicher ein VA. Sollte ich darauf in meinem Schreiben nochmals eingehen?
Manch einer argumentiert, daß sich mit schriftlicher und nachweisbarer Korrespondenz die von Gesetzgeber vorgeschriebene Verhandlung verzögern ließe.
Du kannst damit im Streitfall auch Verhandlungsbereitschaft signalisieren.

Meine Erfahrung:
Ob ich darauf eingegangen bin oder peng.
Der VA kam, sofern der SB sich die Wiedervorlage ins System geschrieben hatte.
In den seltensten Fällen wurde auf meinen Einwand eingegangen - außer - die Abänderungsklausel fehlte.
Da der Punkt mit dem open end offenbar "rechtens" ist, ist nicht davon auszugehen, daß sie im VA entfernt wird.

Mittlerweile arbeite ich nur noch auf VAs hin, da ich gelernt habe, daß DIE bei Beschnitt meiner Rechte angreifbar sind.
Mit einer von mir unterschriebenen EGV habe ich möglicherweise dem Beschnitt meiner Rechte zugestimmt ohne es zu ahnen.
DER durch deren Manipulationen durchaus denkbare Fehler läßt sich selten bis nie auf Start zurücksetzen.

Daß ich nicht unterschreiben werde, sage ich natürlich nicht an, damit mir - alles schon passiert - der VA nicht wieder sofort beim Date über den Tisch geschnippt wird.
Der Zeitvorteil, um sich z. B. Infos hinsichtlich geplanter Sinnlos-Maßnahmen einzuholen, ist damit perdu.
 

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Dirk B.

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@ arbeitsloskr und Pixelschieberin:

Danke für die ausführlichen Antworten und Anregungen. Ich habe meine Wunschliste gerade ans JC gefaxt und kann bereits morgen berichten, welche davon erfüllt wurden. Da ich um Bedenkzeit vor Abgabe der EGV bat, steht der zweite Besprechungstermin an.
 

Dirk B.

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Die Antwort auf mein Fax kam gerade umgehend per Mail. Die EGV wird dahin gehend geändert, dass kein fester Termin für die Abgabe der Bewerbungsnachweise festgelegt wird. Die Nachweise sind in Listenform vorzulegen.

Der Punkt mit der fortlaufenden EGV kann man nicht ändern. Die werden jetzt wohl immer so abgeschlossen, allerdings ist bei jedem Termin zu überprüfen, ob sich grundlegend was geändert hat. Falls ja, kann man das anpassen und etwas Neues vereinbaren.

Ich kann mit dem Rest ganz gut leben.
 
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arbeitsloskr

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Die Antwort auf mein Fax kam gerade umgehend per Mail. Die EGV wird dahin gehend geändert, dass kein fester Termin für die Abgabe der Bewerbungsnachweise festgelegt wird. Die Nachweise sind in Listenform vorzulegen.
Hallo Dirk B.,

wenn die EGV in Papierform, die dir zur Unterschrift vorgelegt wird, ebenfalls diese Punkte in dieser Änderung enthält, dann Glückwunsch, erfolgreich verhandelt ;)
 

Dirk B.

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Hallo Dirk B.,

wenn die EGV in Papierform, die dir zur Unterschrift vorgelegt wird, ebenfalls diese Punkte in dieser Änderung enthält, dann Glückwunsch, erfolgreich verhandelt ;)
Ich habe die EGV eben unterschrieben. Alle vorgeschlagenen Änderungen wurde aufgenommen. :cheer2:
 
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