Neue EGV evtl. mit Tücken???

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Ich habe eine neue Eingliederungsvereinbahrung bekommen mit der Bitte an Euch sie zu Prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Sie ist von mir noch nicht unterschrieben und konnte aushandeln, mir 14 Tage zeit zu lassen.
 

Anhänge

  • Eingliederungsvereinbahrung vom 30.04.04.doc
    27,5 KB · Aufrufe: 180

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Als Anhang die Leistungen der ARGE:
 

Anhänge

  • Leistungen der ARGE 30.04.04.doc
    27 KB · Aufrufe: 161
E

ExitUser

Gast
Frage: Wie lange ist diese EGV gültig? Wie lautet das Ziel?


Leistungen der ARGE:

Ihr Träger für Grundsicherung SGBII ARGE Köln unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederungsvereinbahrung

Er Unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.

Er nimmt Ihr anonymes Bewerberprofil in -www.arbeitsagentur.de auf.

Unterstützung Ihrer Aktivitäten zur Anbahnung oder Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit Leistungen aus dem Vermittlungsbudget, soweit die Vorraussetzung von § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit dem § 45 SGB III ( in der Fassung ab 01.01.2009 vorliegen. Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von Kosten für schriftliche Bewerbungen auf vorherige Antragsstellung und schriftlichen Nachweis nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V. m. §§ 45 ff SGB III. Bewerbungskosten werden bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen und nach gesonderter Antragsstellung bis zu einem Betrag von 260 Euro jährlich übernommen. Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V. §§ 45ff. SGB III durch Übernahme von Fahrkosten zu Vorstellungsgesprächen auf vorherige Antragstellung und Nachweis.


Das ist so OK



Er hängt Ihnen einen Vermittlungsgutschein aus.


Sollte das evtl. lauten: „Er händigt Ihnen einen Vermittlungsgutschein für einen privaten Arbeitsvermittler aus? Dann wäre das OK, wenn es um einen privaten Arbeitsvermittler ging.



Er fördert eine Arbeitsaufnahme durch die Gewährung eines Eingliederungsvorschusses (§ 16 Abs. 1 SGB II i.V.m.§§ 217ff.SGB III § 421F, o, p SGB III an den Arbeitgeber, bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen und vorheriger Antragsstellung durch den Arbeitgeber.

Bemühungen von Herrn W Paulus zur Eingliederung von Arbeit

Sie unternehmen in den nächsten 6 Monaten – beginnend mit dem Datum der Unterzeichnung – mindestens 4 Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige pro Monat und Legen hierüber nach Aufforderung der ARGE entsprechende Nachweise vor.


Ist OK




Sie bewerben sich zeitnah, d.h. Spätestens am siebenten Tag nach Erhalt des Stellenangebotes, auf Vermittlungsvorschläge, die Sie von der Agentur für Arbeit / ARGE erhalten haben.

Der Absatz gehört gestrichen. Begründung:

„Ihre Vermittlungsvorschläge enthalten eine Rechtsbelehrung, die mich zu einer „umgehenden“ Bewerbung verpflichten. Außerdem wird der Verstoß von Meldepflichten vom Gesetzgeber eigenständig sanktioniert. Ihre Vermittlungsvorschläge enthalten ja deswegen auch eine Rechtsfolgebelehrung. Wenn Sie mich zum Nachgehen Ihrer Vermittlungsvorschläge zusätzlich hierfür noch per Eingliederungsvereinbarung verpflichten möchten, können Sie mich bei Verstoß zusätzlich noch wegen Verstoß einer Pflicht aus der Eingliederungsvereinbarung sanktionieren.

Es ist nicht zulässig, in einer Eingliederungsvereinbarung etwas zu „vereinbaren“, das der Gesetzgeber anders vorgesehen hat. Dieser Satz gehört ersatzlos gestrichen, denn er steht im Widerspruch mit dem Gesetz.“




Halten Sie sich innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches auf, muss sichergestellt sein, dass Sie persönlich an jedem Werktag an Ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von Ihnen benannten Anschr3eift (Wohnung) durch Briefpost erreichbar sind.

Sie sind verpflichtet, Änderung (z.B. Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug) unverzüglich mitzuteilen und bei einer Ortsabwesenheit vorab die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners einzuholen.

Bei einer unangemeldeten oder unerlaubten Ortsabwesenheit entfällt der Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch bei nachträglichem Bekannt werden. Wird ein genehmigter auswärtiger Aufenthalt unerlaubt verlängert, besteht am dem ersten Tag der unerlaubten Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen mehr. Nähere Informationen finden Sie in Kapitel 13.3 des Merkblatts „Arbeitslosengeld II/Sozialgeld.


Das gehört gestrichen. Begründung:

Die ausdrücklich im Gesetz festgelegten Rechtsfolgen von Meldepflichtverletzungen (Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug), postalische Erreichbarkeit und Ortsabwesenheiten dürfen nicht durch eine abweichende Regelung in der Eingliederungsvereinbarung umgangen und durch Sanktionierung nach § 31 Abs. 1 . S.1 Nr. 1b ersetzt werden.

Es ist nicht zulässig, Regelungen zu Mitwirkungs- und Meldepflichten in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen und Verstöße gegen diese Festlegungen infolgedessen nach § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 b zu sanktionieren, denn die Tatbestände und Rechtsfolgen zu Meldepflichtverletzungen sind im Gesetz eigenständig geregelt.

Sollten diese Sätze nur zur Information in der Eingliederungsvereinbarung enthalten sein, bitte ich Sie, sie entsprechend zu titulieren. Ansonsten kann man sie als „meine Pflichten“ verstehen.



Ebenfalls unzulässig ist die Aufnahme der Meldung von Ortsabwesenheit in eine Eingliederungsvereinbarung, die der Gesetzgeber anders regelt (s. § 7 Abs. 4a SGB II). Ihr Text verstößt gegen die Erreichbarkeits-Anordnung vom 23. Oktober 1997 (ANBA 1997, 1685), geändert durch die Anordnung vom 16. November 2001 (ANBA 2001, 1476). Nach den vorstehenden Vorschriften hängt die Verfügbarkeit von Arbeitslosen davon ab, dass sie Vorschlägen zur Eingliederung in Arbeit zeit- und ortsnah nachkommen können. Sie müssen deshalb an allen Werktagen persönlich an ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt erreichbar sein. Entfernen dürfen sie sich von ihrem Wohnort für mehr als 24 Stunden nur an Feiertagen und mit Zustimmung des Amtes. Es reicht aus, wenn ein Erwerbsloser statt am Samstag oder einem Tag vor dem gesetzlichen Feiertag am Sonntag oder dem Feiertag eingehende Post zur Kenntnis nehmen kann (§ 1 Abs. 1 Satz 3 EAO).





Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird. Das gleich gilt, wenn sich herausstellt, dass ein Ziel Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen Vereinbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.

Gehört gestrichen. Begründung:


Der Satz „Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Verpflichtungen erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird“ wird vom Gesetzgeber in § 59 SGB X geregelt. Bei Veränderung der Verhältnisse, die zum Abschluss der Eingliederungsvereinbarung führten, kann der Vertrag von beiden Seiten gekündigt werden oder aber angepasst werden. Ich bitte Sie, ihn deshalb ersatzlos zu streichen.

Der Satz: „Das gleiche gilt, wenn sich herausstellt, dass das Ziel Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen der Vereinbarung erreicht bzw. beschleunigt werden kann“. Auch diesen Satz bitte ich ersatzlos zu streichen. Die Eingliederungsvereinbarung wird genau in § 15 SGB II geregelt und es ist nicht zulässig, etwas zu vereinbaren, dass das Gesetz in dieser Form nicht vorsieht. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, mir per Bescheid etwas zuzuweisen, wenn es meiner Integration dient.




Die Eingliederungsvereinbahrung wurde mit mir besprochen. Unklar Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden erläutert. Ich bin mit den Inhalten der Eingliederungsvereinbahrung einverstanden und habe ein Exemplar erhalten. Ich verpflichte mich, die vereinbarten Aktivitäten einzuhalten und beim nächsten Termin über die Ergebnisse zu berichten.


Gehört gestrichen. Begründung:

Leider kann ich Ihnen nicht bestätigen, dass ich alles verstanden habe und dass unklare Punkte verdeutlicht wurden, denn dies war nicht der Fall.

Mein nächster Termin wird mir sicherlich von Ihnen per Einladung nach § 59 SGB II i.V.m. § 309 SGB III schriftlich zugesandt. Dort ist bereits der Grund der Einladung enthalten.
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Hallo Mobydick,

vielen Dank für Deine Mühe!
Das ist ja schon heftig, auf was man alles achten muss.
Ich werde es auch so übernehmen wie Du es mir vorgeschlagen hast.

Die EGV soll für 6 Monate abgeschlossen werden, ab dem Tag der Unterzeichung.

Was mich aber noch sehr stutzig macht ist folgender Absatz:

Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird. Das gleich gilt, wenn sich herausstellt, dass ein Ziel Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen Vereinbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.

Das hört sich für mich so an, wenn die ARGE eine passende (für mich sinnlose) Maßnahme gefunden hat, so kann man mich wärend der EGV in so einer stecken. Liest du das auch daraus? Den Absatz mag ich überhaupt nicht.:icon_evil:


Gruß
Paulus
 
E

ExitUser

Gast
Das sind lediglich vorgefertigte Textbausteine, die in einer Vielzahl von EGVs verwendet werden. Da solltest du nichts Besonderes herauslesen.
 
E

ExitUser

Gast
Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird. Das gleich gilt, wenn sich herausstellt, dass ein Ziel Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen Vereinbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.

Das hört sich für mich so an, wenn die ARGE eine passende (für mich sinnlose) Maßnahme gefunden hat, so kann man mich wärend der EGV in so einer stecken. Liest du das auch daraus? Den Absatz mag ich überhaupt nicht.

So hört es sich wirklich an. Aber ohne deine Zustimmung läuft nichts. Gegen diesen SAtz sollte man sich wehren, denn es ist wirklich so, dass du danach irgend eine neue EGV von denen unterschreiben sollst und das mit Ärger verbunden ist. Übrigens steht dieser Satz auch in den Verwaltungsakten drin, ebenfalls mit "Die Vertragsparteien sind sich einig".
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Hallo Mobydick, hallo gurckenaugust,

vielen Dank für Euro Hilfe.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Gruß
Paulus
 

rheinlaenderin

Elo-User*in
Mitglied seit
29 Juni 2008
Beiträge
393
Bewertungen
4
Hallo Mobydick,

vielen Dank für Deine Mühe!
Das ist ja schon heftig, auf was man alles achten muss.
Ich werde es auch so übernehmen wie Du es mir vorgeschlagen hast.

Die EGV soll für 6 Monate abgeschlossen werden, ab dem Tag der Unterzeichung.

Was mich aber noch sehr stutzig macht ist folgender Absatz:

Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird. Das gleich gilt, wenn sich herausstellt, dass ein Ziel Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von Anpassungen und Änderungen Vereinbarung erreicht, bzw. beschleunigt werden kann.

Das hört sich für mich so an, wenn die ARGE eine passende (für mich sinnlose) Maßnahme gefunden hat, so kann man mich wärend der EGV in so einer stecken. Liest du das auch daraus? Den Absatz mag ich überhaupt nicht.:icon_evil:


Gruß
Paulus

Gerade weil es sich um Standard-Textbausteine handelt, würde ich über solche Textpassagen besonders nachdenken. Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass sie mit Bedacht und einer bestimmten Absicht gerade so und nicht anders formuliert wurden.

Mit der genannten Formulierung hätte ich große Schwierigkeiten, weil sie viel zu viele Spielräume eröffnet. Außerdem zeigt sich hier sehr deutlich, was für ein "Witz" so eine EGV ist. Wir vereinbaren etwas verbindlich, und wenn Du Dich nicht daran hältst, wirst Du sanktioniert. Fällt uns aber ganz plötzlich etwas Neues für Dich ein, sind wir uns einig darüber, dass Du das dann machst, egal worum es sich handelt. Wer bestimmt denn wohl, wann eine Anpassung der Strategie "erforderlich" ist? Diesen Absatz würde ich komplett streichen.

Fast zwei Wochen Bedenkzeit hast Du ja zum Glück ausgehandelt.

Alles Gute!
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Hallo Rheinländerin,

genau so wie du es beschrieben hast, hatte ich auch diesen Absatz gelesen, war mir aber unsicher, es ganz zu streichen.
Vielen Dank, dass Du meine Meinung stärkst.

Gruß
Paulus
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Wenn ich die von mir geänderte EGV abgebe, soll ich das auch mit Begründung machen, so wie ihr es begründet habt, oder wäre das nicht so günstig?

Gruß
Paulus
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du es in einem Anschreiben begründest, schläft das Verfahren manchmal ein und du hörst nichts mehr davon. Ansonsten rufen sie dich. Wenn du es nicht begründest, wird man dich entweder rufen, oder direkt einen Verwaltungsakt schicken. Was auch immer hier geschieht: Es kann erstmal nichts passieren und man müsste weitersehen.

Wenn man dich ruft, dann traut man sich nicht einen VA zu schicken und will probieren, ob du nicht doch noch deren Version (vielleicht geben sie ja ein wenig nach, dort wo es sie ncihts kostet) unterschreibst. Unterschreibe bitte nichts sofort. Alles einstecken und prüfen lassen. Und gehe bitte nicht allein zu diesem Gespräch, denn die können übel werden. Nehme einen Beistand nach § 13 SGB X mit (irgend jemand aus dem Bekanntenkreis; der kann bezeugen und das GEspräch verläuft besser).

Wenn du einen Verwaltungsakt bekommst, dann melde dich hier bitte wieder. Da müsste ein Widerspruch und ein Antrag auf aufschiebende Wirkung geschrieben werden. Da helfen wir dir. Der Verwaltungsakt ist auch keine schlechte Lösung. WEnn man dir damit droht, dann mach ruhig GEgendruck ("Schicken Sie ruhig mal, dann kann ich einen Widerspruch und einen Antrag auf aufschiebende Wirkung schreiben"). Gem. einer Dienstanweisung dürfen die ARGEn vorerst nicht bei Verwaltungsakt sanktionieren. Tun sie erfahrungsgemäß auch nicht mehr.
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Wenn du einen Verwaltungsakt bekommst, dann melde dich hier bitte wieder. Da müsste ein Widerspruch und ein Antrag auf aufschiebende Wirkung geschrieben werden. Da helfen wir dir. Der Verwaltungsakt ist auch keine schlechte Lösung. WEnn man dir damit droht, dann mach ruhig GEgendruck ("Schicken Sie ruhig mal, dann kann ich einen Widerspruch und einen Antrag auf aufschiebende Wirkung schreiben"). Gem. einer Dienstanweisung dürfen die ARGEn vorerst nicht bei Verwaltungsakt sanktionieren. Tun sie erfahrungsgemäß auch nicht mehr.

Hallo Mobydick,

vielen Dank für dein Angebot, ich komme bestimmt gern darauf zurück, wenn es dazu kommen sollte.

Gruß
Paulus
 

rheinlaenderin

Elo-User*in
Mitglied seit
29 Juni 2008
Beiträge
393
Bewertungen
4
Reiche Deine Änderungen ein, so dass Du den Eingang belegen kannst. Deine SB wird einige Zeit brauchen, bis sie sich der Sache widmet und die Angelegenheit bearbeitet. Bis dahin ist etwas Zeit verstrichen, und etwas Rückdatiertes unterschreibst Du ohnehin nicht.

Ansonsten hat ja Mobydick schon alles geschrieben.

Halt uns auf dem Laufenden!
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Hallo liebe Forenmitglieder liebe Freunde,

nach fast 4 Monate hat sich die Fallmanagerin mit einer neuen und auch gleich der fast-alten Eingliederungsvereinbarung bei mir gemeldet, mit der Bitte an euch mal drüber zu schauen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Verbesserungsvorschläge, dank eurer Hilfe, wurden ignoriert und von einer hauseigener Rechtsabteilung geprüft (siehe anhängendes Begleitschreiben).

Bewerbungskostenübernahme wurde abgelehnt mit der Begründung, dass ich nur die Bewerbungsanschreiben und nicht die kompletten Bewerbungsschreiben eingereicht habe.

-Muss ich das, oder nehmen die sich wieder einfach zu viel raus?


Kann man bei einer EGV auch Urlaub mit einfließen lassen, dass er mir auch in dieser Zeit möglich ist? ( Wie formuliert man das am besten?)

Ich danke euch im voraus!
 

Anhänge

  • Eingliederungsvereinbarung die 2.doc
    32,5 KB · Aufrufe: 163
E

ExitUser

Gast
Ein wenig stutzig macht mich dieser Absatz:

"Sie bewerben sich zeitnah, d.h. Spätestens am siebenten Tag nach Erhalt des Stellenangebotes, auf Vermittlungsvorschläge, ohne Rechtsfolgebelehrung die Sie von der Agentur für Arbeit / ARGE erhalten haben."


Vermittlungsvorschläge enthalten nämlich alle eine Rechtsfolgebelehrung. Wenn sie keine enthalten, braucht man sich nicht zu bewerben. Dies würde bedeutet: Wenn man dir einen Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung schickt, musst du dich trotzdem darauf bewerben, weil du sonst wegen Nicht-Einhaltung einer EGV-Pflicht sanktioniert werden kannst.



Ansonsten ist an dieser EGV nichts auszusetzen, in der Hinsicht dass dich nichts sonderlich benachteiligen kann. Die Bewerbungskosten bekommst du verbindlich erstattet. Die Höhe von 4 Stück ist nichts besonderes.



Du hast hier 2 Möglichkeiten:



1) du unterschreibst das (dann hast du damit vorerst Ruhe). Wenn man dir in Kürze eine weitere EGV vorlegt, brauchst du diese nicht zu unterschreiben, weil du ja schließlich schon eine hast.


2) Du unterschreibst das nicht und reagierst gar nicht. Dann bekommst du das per Verwaltungsakt. Man müsste sehen, ob der VA auch genauso aussieht. Evtl. hat man dir da nämlich etwas gestrichen oder dazu auferlegt.



Man kann sich gegen einen VA immer viel leichter durch Widerspruch und Klage wehren. Diese Möglichkeit hast du bei einer EGV nicht. WEnn sie einmal unterschrieben ist, hast du dich daran zu halten, oder du wirst sanktioniert.



Da diese EGV aber keine Nachteile hat (und du nicht weisst, wie ein entsprechender VA aussehen wird), würde ich fast meinen, dass du sie unterschreiben solltest. Du musst selber entscheiden, was du hier machst.








 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Hallo Mobydick,

ich danke dir rechtherzlich für deine Mühe!

Soll, bzw. kann ich denn "ohne Rechtsfolgebelehrung" streichen in meiner EGV und sie denen unterschieben zurück senden?
Vielleicht wird sie so akzepgieren!?
Mit was muss man rechnen, wenn ich es so mache?


Anbei noch zwei Probleme wo du evtl mit Rat und Tat helfen könntest.

Bewerbungskostenübernahme wurde vom letzten Jahr abgelehnt mit der Begründung, dass ich nur die Bewerbungsanschreiben und nicht die kompletten Bewerbungsschreiben eingereicht habe.
-Muss ich das, oder nehmen die sich wieder einfach zu viel raus?

Kann man bei einer EGV auch Urlaub mit einfließen lassen, dass er mir auch in dieser Zeit möglich ist? ( Wie formuliert man das am besten?)
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
dass ich nur die Bewerbungsanschreiben und nicht die kompletten Bewerbungsschreiben
Irgendwie bin ich blöd, was wollen die haben??? Ich hab immer ein Anschreiben an den potentiellen Arbeitgeber gesandt und dann die Bewerbungsmappe. Also was wollen die denn sehen?
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Die ARGE möchte von mir nicht nur die Anschreiben (Anschrift) von den Firmen bei denen ich mich bworben habe, sonder das ganze Bewerbungsschreiben (den kompletten Text) an den Firmen.

Sorry, wenn ich mich hier was ungeschickt ausdrücke!
 
E

ExitUser

Gast
Die meisten Firmen schicken keine Absagen oder Eingangsbestätigungen.

Wenn du zu einigen Sätzen Bedenken hast, dann würde ich

"Sie bewerben sich zeitnah, d.h. Spätestens am siebenten Tag nach Erhalt des Stellenangebotes, auf Vermittlungsvorschläge, ohne Rechtsfolgebelehrung die Sie von der Agentur für Arbeit / ARGE erhalten haben."


doch mit einem schwarzen Edding komplett streichen. Der Satz hat da sowieso nichts zu suchen, denn die Vermittlungsvorschläge kommen alle mit Rechtsfolgebelehrung.




Und bei "Legen hierüber nach Aufforderung der ARGE entsprechende Nachweise vor" würde ich darauf bestehen, dass die das reinschreiben, was sie als Nachweis auch akzeptieren. Ansonsten ist das ja unklar. Lass dich bitte nicht mit "Absagen" abspeisen!



Kannst denen ja sagen, dass du das sonst nicht unterschreibst. Vielleicht schicken sie dir das dann per Verwaltungsakt. Das ist auch OK.


Da bei Nicht-Unterschrift einer EGV keine Sanktion mehr auferlegt werden kann und das Nicht-Nachkommen der Pflichten eines Verwaltungsakt nicht richtig sanktionierbar ist, sind die Ämter neuerdings ziemlich scharf darauf, dass die EGV unterschrieben wird. U.U. geben sie bei Kleinigkeiten sogar nach, weil so sonst leer ausgehen.
 

nightangel

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
17 Juli 2005
Beiträge
1.728
Bewertungen
655
Die ARGE möchte von mir nicht nur die Anschreiben (Anschrift) von den Firmen bei denen ich mich bworben habe, sonder das ganze Bewerbungsschreiben (den kompletten Text) an den Firmen.

Sorry, wenn ich mich hier was ungeschickt ausdrücke!

Das heißt dann, die wollen von dir nicht nur die Auflistung der AG's wo du dich beworben hast sondern auch zu jedem AG noch das Bewerbunsanschreiben was du mit den Unterlagen dort hin geschickt hast.
Das wäre ja kein Problem. Also entweder nochmal ausdrucken oder vor dem verschicken der Bewerbung jeweils eine Kopie vom Anschreiben machen. Das ganze dann zu der Liste legen und vorlegen.

Was mich aber immer wieder an diesen EGV's stört ist das bei deren Pflichten steht:

Er Unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.
Unsereinen will man aber zu einer gewissen Anzahl im Monat zwingen, egal ob geeignete Stellenangebote vorhanden sind oder nicht.
Dann müsste man doch auch die Argen dazu verpflichten können eine gewisse Anzahl geeigneter Stellenangebote pro Monat zu verschicken.
Weil so können die sich rausreden "Es gab ja keine Stellen", wir können das aber nicht. Oder eben man nehme diesen passus auch bei unseren Verpflichtunge auf. Sprich man verpflichte sich zu X Bewerbungen pro Monat, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen bzw. vorhanden sind.

Müsste man echt mal als Gegenvorschlag mit rein nehmen, das Gesicht der SB würde ich dann wirklich gerne sehen. Heißt es nicht immer, gleiches Recht für alle? :biggrin:
 

PaulusW

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
1 April 2009
Beiträge
36
Bewertungen
1
Sind wir nicht alle gegen eine Eingliederungsvereinbarung???
Ich werde es deswegen auf eine VA ankommen lassen.

Wenn es alle Erwerbslose machen, die eine EGV angeboten bekommen, werden die in Arbeit ersticken.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten