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Neue EGV - Bitte um Prüfung

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Deckard

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
25 Okt 2009
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#1
Am 01.07.2009 habe ich Antrag auf ALG II gestellt. Da von mir einige zusätliche Unterlagen verlangt wurden, wurde ich aufgefordet diese bis 16.07.2009 einzureichen.

Am 09.07.2009 habe ich die Unterlagen ARGE überreicht. Gleich wurde bei mir ein Profiling durchgeführt.

Dann hat dieser Mitarbeiter mir eine EGV für Bewerbungscoaching angeboten. Diese Maßnahme sollte eine Woche dauern und mir bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen unterstützen. Gesagt, getan. Ich habe die EGV unterschrieben und ab zur Maßnahme. Nach einer Woche war ich fertig mit der Maßnahme. Ich habe die ARGE darüber informiert.

Endlich am 30.09.2009 habe ich den Bewillingsbescheid bekommen. Gleich mit dem Bescheid kam eine Einladung mit dem Text „Ich möchte mit Ihnen über Ihr Bewerberangebot bzw. Ihre berufliche Situation sprechen“ usw. Der Termin war heute.

Der für die Arbeitsvermittlung zuständige FM (der auch damals das Profiling gemacht hat) sagte, dass da die alte EGV ja hinfällig ist, sollten „wir“ eine neue abschliessen. :-/

Nachdem er mir fast den ganzen Text vorgelesen hat, hat er es unterschrieben und mir einen Kulli in die Hand gedrückt und mich gebeten, es auch gleich zu unterschreiben.

Gewappnet mit dem Wissen von diesem Forum, habe ich ihn freundlich gefragt, ob ich das Schreiben zur Überprüfung mit nach Hause mitnehmen kann, was er sofort bejahte. Ich habe eine Frist bis zum 06.11.2009.

Na ja, jetzt habe ich das Schreiben hier liegen. Da ich keinen Scanner habe, habe ich den ganzen Text eingetippt. Von daher bitte ich für Schreibfehler um Entschuldigung.


Ist es so hinnehmbar? Scheint ja auf dem ersten Blick harmlos zu sein(zumindest mir), aber man weiß ja nie. Deswegen wollte ich als Laie hier in die Runde fragen.



Vielen Dank im voraus!

Gruß
 

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Ingvar

Elo-User/in

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17 Jul 2008
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531
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#2
Schon wieder ne EGV mit 10 Bewerbungsbemühungen pro Monat!
Eindeutig zuviel, ist doch offensichtlich das hier nur Sanktionen provoziert werden sollen!
Ich glaube so langsam drehen die auf den ARGE´n total ab!:icon_neutral:
 
E

ExitUser

Gast
#3
In meinen Augen ist die EGV ziemlich... Sinnfrei also abgesehen von den 10 Bewerbungen pro Monat hat die irgendwie keinen Zweck.

Also keine wirklichen Pflichten, keine sinnfreie Maßnahme... nichts. An sich also garnicht mal so schlecht wobei die 10 Bewerbungen pro Monat leider etwas zu viel wären. Ich würde vielleicht versuchen per Gegenvorschlag die Anzahl an Bewerbungen auf 4 zu drosseln. Sonst könnte man nix bemängeln (enthält ja auch nix :icon_klatsch:).

So eine EGV hät ich gerne mal wieder... :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
#4
Na ja, eigentlich hätte der SB nicht die andere EGV für 6 Monate abschließen brauchen, wenn das Bewerbungstraining nur für kurze Zeit ging. Außerdem hätte er einen Grund gehabt, diese 1. EGV zu kündigen. Tat er aber nicht und legt stattdessen eine neue vor. Wie dem auch sei: Er hat schon einen Grund, dir eine neue eGV vorzulegen.

Diese EGV ist schon korrekt, bis auf die 10 Bewerbungsbemühungen. Unter Berücksichtigung, dass es wenig offene Stellen gibt, musst du wissen, ob du dieser Forderung auch nachkommen kannst, denn du wirst sonst sanktioniert,wenn du die EGV unterschreibst.

Wenn du dieser Forderung nicht nachkommen kannst, würde ich die EGV auch nicht unterschreiben. Ich würde dem SB ein Briefchen in etwa so schicken: "Leider kann ich Ihren Eingliederungstext nicht unverändert unterschreiben. Unter Berücksichtigung der schlechten Arbeitsmarktlage befürchte ich, dass ich mich monatlich nicht 10 x sinnvoll bewerben kann. Ich erkläre mich bereit, eine klare, zulässige Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben, die mich auch fördert".

Entweder setzt er die Bewerbungsbemühungen runter oder er schickt dir das per Verwaltungsakt. Der Verwaltngsakt hat den Vorteil, dass du - falls du den hohen Forderungen nicht nachkommen kannst - auch nicht sanktioniert werden kannst. D.h. du wirst sanktioniert, du kannst das aber erfolgreich im Eilverfahren einklagen, weil es keine gesetzliche Grundlage für die Sanktionierung bei Verwaltungsakt gibt.

Der Rest der EGV ist ansonsten OK oder er hat zumindest keine Auswirkungen. So will man dir die Bewerbungsbemühngen erstatten (musst vorher einen Antrag stellen) und auch die Fahrtkosten für Bewerbungsgespräche erstatten (musst vor jeder Fahrt einen Antrag stellen und erst mit genehmigtem Antrag reisen).
 

Deckard

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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25 Okt 2009
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#5
Hallo Allerseits,

Vielen Dank für die Antworte!

Ich werde versuchen, die 10 Bewerbungen pro Monat auf 4 oder vielleicht 5 runterzuhandeln. Das schaffe ich schon, denke ich mal.

Der meinte noch, dass persönliche und telefonische Bewerbungen auch möglich wären, obwohl es in der EGV nicht steht. Aber wie kann ich eine persönliche Bewerbung nachweisen? Soll er das auch in der EGV schriftlich bestätigen?

Eine Obergrenze für Bewerbungskostenerstattung hat er nicht gennant, aber er würde Pauschal 5€ / Bewerbung zahlen. Das steht auch nicht in der EGV. Auch schriftlich machen lassen?


Danke!
 
E

ExitUser

Gast
#6
Der meinte noch, dass persönliche und telefonische Bewerbungen auch möglich wären, obwohl es in der EGV nicht steht. Aber wie kann ich eine persönliche Bewerbung nachweisen? Soll er das auch in der EGV schriftlich bestätigen?
"Vorlage der Bewerbungskopien bzw. Auflistung nach übergebenem Muster." steht in deiner EGV. Was ist denn das für ein Muster? Kann man da auch persönliche oder telefonische Bewerbungen eintragen? wenn ja, ist das OK. Schreibe immer den Namen des Ansprechspartners und die Telefonnummer rein! Dann kann der SB - wenn er sich die Blöße geben will - Stichproben machen.

Es gilt immer das was im Vertrag steht, und nicht das was der SB gesagt hat.
 

Deckard

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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25 Okt 2009
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#7
"Vorlage der Bewerbungskopien bzw. Auflistung nach übergebenem Muster." steht in deiner EGV. Was ist denn das für ein Muster? Kann man da auch persönliche oder telefonische Bewerbungen eintragen? wenn ja, ist das OK. Schreibe immer den Namen des Ansprechspartners und die Telefonnummer rein! Dann kann der SB - wenn er sich die Blöße geben will - Stichproben machen.

Es gilt immer das was im Vertrag steht, und nicht das was der SB gesagt hat.
Mit dem Muster meint er ein Blatt, das tabellarisch aufgebaut ist. Drin steht:

"Nachweis von Eigenbemühungen"

Datum / Firma (Anschrift, Telefon) / Ansprechspartner / Tätigkeit, Funktion / Art der Bewerbung / Ergebnis
 
E

ExitUser

Gast
#8
Wenn dein SB sagt, dass er alle Bewerbungsbemühungen berücksichtigen will, dann soll er das bitte auch in den Vertrag reinschreiben.

Es wird für dich ein Problem, wenn er nur Absagen und Eingangsbestätigungen berücksichtig und offen lässt, was in die Tabelle eingetragen werden kann. Der Vertrag muss klar sein. Ansonsten soll er einen Verwaltungsakt schicken. Du bekommst ja keine Sanktion, wenn du die EGV nicht unterschreibst! Wenn er dir irgend etwas von Sanktionen sagt, blufft er. Gegen den Verwaltungsakt wird ein Widerspruch eingereicht und fertig. Außerdem ist das Nicht-Nachkommen der Pflichten aus dem VA nicht sanktionierbar (im gegensatz zur unterschriebenen EGV).
 
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