Neue EGV - bitte mal drüber schauen

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Kaiserdrache

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Juni 2012
Beiträge
28
Bewertungen
3
Salut zusammen,

mir ist auch als "Weihnachtsgeschenk" eine neue EGV ins Haus getrudelt, zu der ich gerne Eure Meinung hätte.

Zum Hintergrund: Ich war jetzt gut drei Monate ohne EGV, anscheinend weil die Sachbearbeiterin es einfach verschlafen hat. Dementsprechend fällt es auch auf, wenn die neue EGV anscheinend "nur" eine Laufzeit von drei Monaten hat.

Desweiteren: Ich hatte exakt dieselbe EGV schon einmal! Seitdem hat sich eine ganze Menge geändert und wir als Bedarfsgemeinschaft haben nicht mehr nur noch die Selbstständigkeit meiner Frau, sondern zusätzlich noch zwei geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, so dass wir im Prinzip nur noch einen Krankenkassenbeitrag pro Monat als Leistung beziehen (151€). Die Tatsache, dass wir außerdem eine 11 Jahre alte Tochter haben, die nachmittags alleine wäre, ist auch völlig ignoriert worden.

Und zum guten Schluss: Der EGV beigefügt war ein handschriftlicher Schmierzettel mit folgendem Zitat: "...eine EGV als Grundlage für die Erstattung WEITERER Bewerbungskosten..." Das ist schon einmal hahnebüchener Blödsinn, ich habe noch nie Bewerbungskosten geltend gemacht und werde das auch nicht tun. Von den 20 Bewerbungen pro Monat ist maximal eine schriftlich postalisch (Rest: E-Mail) und der Aufwand das zu beantragen ist ja höher als die Erstattung. Wie kommt die Dame dann dazu das als Vorwand zu benutzen? Ebenfalls super: "Wir hatten das telefonisch besprochen..." NEIN! Hatten wir nicht. Besprochen habe ich am Telefon mit meiner SB, dass wir jetzt zwei Minijobs haben und das war es dann auch.

Bevor ich mich jetzt weiter aufrege - "Danke schön" für das durchschauen der EGV, den zynischen Schlußsatz meiner Sachbearbeitern, nämlich "Frohe Weihnachten" schenke ich mir, ich hatte die nämlich nicht.

In diesem Sinne "Danke"!
KD
 

Anhänge

  • egv_2013_1.jpg
    egv_2013_1.jpg
    190,4 KB · Aufrufe: 530
  • egv_2013_2.jpg
    egv_2013_2.jpg
    253,8 KB · Aufrufe: 278

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.150
Bewertungen
18.356

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.550
Bewertungen
9.769
Salut zusammen,

mir ist auch als "Weihnachtsgeschenk" eine neue EGV ins Haus getrudelt, zu der ich gerne Eure Meinung hätte.
Diese EGV ist schlichtweg geistiger Unrat von deiner SB.

Schon die Einleitung "die EGV wäre angeblich mit dir besprochen worden" ist schlichtweg eine wissentliche Lüge der SB, denn wie will sie etwas mit dir besprochen haben was sie dir auschliesslich per Post zukommen liess?

Ebenso ist die Klausel unter 2.1 unzulässig, die einschränkend besagt du müsstes dich "auf Berufe in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Diensten bewerben" unzulässig, denn eine EGV darf keine bestimmten Tätigkeitsfelder fest eingrenzen, aber auch keine pauschal ausgrenzen.

Die feste Terminvorgabe "du hättest die Bewerbungsnachweise an jedem 10-ten eines Monats vorzulegen" ist ebenfalls unzulässig.

Auch die Vorgabe "du hättest sämtliche Nachweise für Kostenerstattungen des Vormonats bis spätesten zum Ende des Folgemonats vorzulegen" ist so in pauschalierter Weise unzulässig.

Desweiteren sind auch große Teile der Rechtsfolgenbelehrungen der Punkte 4 bis 6 auf Blatt 2 der EGV in dieser Weise unzulässig, denn dort werden die verschiedensten und unterschiedlichsten Rechtsfolgen einfach nur in unbestimmter Weise und pauschal mit Paragraphen aufgezählt, ohne konret auf den Einzelfall zutreffend benannt worden zu sein.
Derartiges vollverblödetes Nachplappern von gesetzlichen Regelungen ist rechtsunwirksam, wie in zahlreichen Rechtssprechungen sehr deutlich ausgeurteilt wurde.

Aus allen vorgenannten Gründen ist die EGV insgesamt rechtswidrig und sollte daher auch nicht unterschrieben werden.
Sollte diese SB ihren geistigen Sondermüll dann als VA erlassen hat man gute Chancen, diesen Blödsinn mit einem Widerspruch und einem Verfahren am Sozialgericht einkassieren zu lassen.
 

Kaiserdrache

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Juni 2012
Beiträge
28
Bewertungen
3
Salut noch einmal!

Erst einmal Danke für die Antworten, das hilft schon weiter.

Wie sehen denn jetzt meine Optionen aus und was ist zu empfehlen?

Erste Frage: Einfach den Vorgang ruhen lassen und abwarten bis das JC reagiert oder die nicht unterschriebene EGV zurückschicken mit einer kurzen Nachricht, dass ich die in dieser Form nicht unterzeichne?

Zweite Frage: Lohnt es sich eventuell einen Gegenvorschlag für eine EGV zu unterbreiten oder ist der VA in jedem Fall vorzuziehen. Ich meine, wenn ich das hier im Forum richtig verstanden habe, dass

a) der VA zu 100% dem Wortlaut der EGV entspricht

und

b) ich mich erst einmal (bis der Widerspruch durch ist) an den VA zu halten habe.

Wenn das zutrifft, müsste ich mich tatsächlich erst einmal völlig blödsinnigerweise bei Krankenhäusern etc. bewerben, auch wenn das völlig aussichtslos ist, richtig?
 
G

gast_

Gast
Wie sehen denn jetzt meine Optionen aus und was ist zu empfehlen?

Erste Frage: Einfach den Vorgang ruhen lassen und abwarten bis das JC reagiert oder die nicht unterschriebene EGV zurückschicken mit einer kurzen Nachricht, dass ich die in dieser Form nicht unterzeichne?

Das mußt du für dich entscheiden
Ich würde nicht reagieren.

Zweite Frage: Lohnt es sich eventuell einen Gegenvorschlag für eine EGV zu unterbreiten oder ist der VA in jedem Fall vorzuziehen.

Ich würde den VA abwarten.

Gegenvorschlag macht nur Sinn wenn man was Bestimmtes möchte.

Aber: Kannst ja mal einen entwerfen und hierposten, dann kann man sagen, ob du dir damit nicht selbst schaden würdest...

Ich meine, wenn ich das hier im Forum richtig verstanden habe, dass

b) ich mich erst einmal (bis der Widerspruch durch ist) an den VA zu halten habe.

richtig

Wenn das zutrifft, müsste ich mich tatsächlich erst einmal völlig blödsinnigerweise bei Krankenhäusern etc. bewerben, auch wenn das völlig aussichtslos ist, richtig?
jein. Du kannst auch die Sanktion kassieren und dann dagegen vorgehen.
 

Arathorne

Elo-User*in
Mitglied seit
25 April 2012
Beiträge
83
Bewertungen
14
Egal was man von dem Inhalt hällt, zwei Punkte sind schon einmal deutlich falsch bzw. eine falschaussage.

1. Vertragsinhalt und - dauer.
Die Inhalte der nachfolgenhden Eingliederungsvereinbarrung wurden gemeinsam besprochen und abgestimmt.
Da dies nicht stattgefunden hat wäre dies eine Falschaussage wenn die SB das unterschreibt. Und natürlich auch von dir eine Unterschrift zu einer falschen Darstellung.

6. Rechtsfolgebelehrung
Der/die ... aufgeklährt. Unklare Punkte wurden erläutert, die möglichen Rechtsfolgen erläutert. Er/sie versichert hiermit diese Rechtsfolgen vertanden zu haben und mit dem Inhalt der Eingliederungsvereinbarung einverstanden zu sein.
Und da sind sie wieder die Falschdarstellungen. Da die EGV nicht mit dir besprochen wurde, wurde dir auch nichts erklärt. Und vorallen wie sollst du was verstanden haben was dir nicht erklärt wurde ?
(Das muß zeitnah auf die EGV bezogen erklärt worden sein und nicht irgendwann einmal früher, die Gesetze ändern sich ja sehr oft in dem Bereich)

Wenn du das unterschreibst würdest du absichtlich und wissend eine Falschdarstellung unterzeichnen.

Zweiter Ansatz ist das du halt mit dem Inhalt nicht einverstanden bist dich sinnfrei bei Krankenhäusern usw. zu bewerben. Stellt sich auch hier die Frage wie die SB zu der Erkenntnis kam das du damit einverstanden sein könntest wenn sie sich nicht mal mit dir darüber spricht ?


1. Vertragsinhalt und -dauer
....
Die Vereinbarung gilt solange keine anderne Absprachen getroffen wurden bis zum 31.03.13.
Warum nur 3 Monate ? Überlicherweise gelten die Dinger 6 Monate, liegt bei dir ein Sonderfall vor ? (Das die scheinbar 3 Monate verschlafen haben ist ja ihr Problem)

Verpflichtung des/r erwebsfähigen Leistungeberechtigeten / zu erledigen bis.
...
Erst einmal würde ich den teil mit dem "zu erledigen bis" streichen wenn da kein Zieldatum für gedacht ist.

Dann stellt sich die Frage warum du eine Vorgabe für einen Arbeitgeberkreis hast. Das liest sich so als würden auch nur dafür Bewerbungskosten übernommen.

Tja du hast keine Pflichtberwerbungsmengenvorgabe (was ja schon mal ne gute Sache ist) und keinen Zeitraum in dem du diese zu erledigen hast, aber sollst diese Monatlich zum 10. nachweisen. ??

Außerdem steht dort das du diese persönlich vorlegen sollst. Also einmal pro Monat zum Jobcenter fahren. Mal ganz davon abgesehen das dies reichlich umständlich ist im Zeitalter von Internet ja selbst die Post wäre einfacher, würde ich mir schriftlich versichern lassen das sie die entstehenden Fahrtkosten für ihre Nachweispflichten die sie dir auferlegen auch übernehmen und auch in welcher Höhe. Am besten an genau dieser Stelle wo sie auch die Forderung danach stellen.

Hier könnte man auch gleich einen Antrag schriftlich auf Fahrtkostenvorschuß dafür stellen.

Seite 2

Reisenkosten.
Tja sie übernehmen die Kosten für öffentliche Verkehrmittel. OK aber was wenn dein potenzieller Arbeitgeber nicht damit erreicht werden kann und du andere Verkehrmittel nutzen must ? Eben auch diese Kosten sind zu erwähnen. Der Jahreshöchstbetrag fehlt ebenso.

Bewerbungskosten.
Vor vielen Jahren hat das ArbeitsAmt schon 5 Euro für angemessen als Pauschalbetrag gehalten. Seit dem sind verschiedene Kosten für Bewerbungen gestiegen und nicht gesunken. Daher sind 3 Euro pro Bewerbung zu niedrig.

Außerdem fordern sie von dir Nachweise für eben diese Bewerbungen. Die Kosten für Nachweise ans Amt muß auch das Amt das sie stellt übernehmen. Diese sind wie die Bewerbungskosten und Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen nicht im ALG 2 Regelsatz enthalten.


18.12.2012 bei beiden Unterschriften
Woher möchte der SB den wissen wann du unterschreibst und wann der die EGV wieder in Händen hat das er/sie unterschreiben kann ? Also solange du nicht wirklich am 18.12.2012 unterschrieben hast, was du wirklich NICHT tun solltest, würde ich stumpf beide Daten deutlich sichtbar durchstreichen.

Und zwar aus dem Grund das es evtl. irgendwelche Widerspruchszeiten oder wer weiß was ich geben könte die man mit einer vordatierung einem selber gegenüber verschlechtert. Achja außerdem wäre es wieder eine Falschaussage von dir und der SB wenn man unter einem Vertrag ein falsches Abschlußdatum setzt.


Tja was machen sprach Zeus ;) Gute frage du hast zwei Möglichkeiten. Hmm eigentlich sogar drei, du könntest die EGV unterschreibe, was ich an deiner stelle aber auf garkeinen fall machen würde.

1. Spiel auf Zeit und Aufwand für die SB erzeugen wodurch sie, zumindestens eine Zeitlang, schon mal keine Lust mehr hat dich zu belästigen

Du kannst einen Termin mit deiner SB machen und ihr alle ihre Fehler mal so nennen (oder nur Teile dann kannste das Spiel mehrfach machen ;) ) und um eine auf deine Situation angemesse EGV bitten. Beistand mitnehmen nicht vergessen. Damit spielst du auf Zeit und erschaffst ihr Aufwand. Am besten beantragst du noch 2-3 Sachen wie z.B. Bewerbungskosten in Höhe von 5 Euro pro Bewerbung, Übernahme von Fahrtkosten auf für Ziele die nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar sind. Hmm vielleicht noch eine Kopie oder Einsicht in dein Profiling weil du dort Fehler bzw. überholte Daten vermutest usw. Und klar die Antworten auf deine Anträge brauchst du schriftlich beantwortet bevor du einen rechtsgültigen Vertrag (die EGV) unterschreiben kannst. Und Klar die Anträge schriftlich stellen und die Abgabe auf einer Kopie der Anträge bestätigen lassen. Achja eine EGV wir im Amt selber nie unterschrieben von dir, immer bedenkzeit erbitten und mitnehmen. Die steht dir zu.

2. Auf eine VA warten und diese dann bekämpfen. Dummerweise müßtest du aber erst machen was in dieser steht. Eine aufschiebende Wirkung dagegen gibt es nicht mehr.
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Guten Morgen. Ich würde solch eine EGV nicht Unterschreiben. Gezwungen werden kann mann auch nicht dazu. In folge dessen würde ich mich wie folg Äußern:


Der Zwang zum Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung stellt einen Eingriff in den Schutzbereich der in Art. 2 Abs. 1 GG normierten Vertragsfreiheit dar. dieser Eingriff in die Vertragsfreiheit, ist aufgrund eines Verstoßes gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verfassungsrechtlich nicht zu gerechtfertigen. Demnach liegt kein Tatbestand des § 31 SGB II vor, der eine Absenkung des Arbeitslosengelds II rechtfertigen könnte. Nicht erfüllt ist zunächst der Tatbestand des §§ 31 bis 31b, weil eine von der Vorschrift vorausgesetzte Eingliederungsvereinbarung zwischen den Beteiligten nicht geschlossen worden ist. Zwar verweist diese Vorschrift ihrem Wortlaut nach auf sämtliche verstöße hin. Jedoch finden die Verstöße im SGB II jedenfalls dann keine Anwendung, wenn sie sinngemäß bereits in §§ 31 bis 31b geregelt sind.

Hinweis zur Rechtsgrundlage :

Die §§ 31 bis 31b Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGBII) sehen bei Verstößen gegen die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungsminderungen vor. Das Arbeitslosengeld II kann dann - auch mehrfach - gemindert oder vollständig entfallen.

:icon_evil:
 

Kaiserdrache

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Juni 2012
Beiträge
28
Bewertungen
3
So!

Ich darf mich bis hierhin erst einmal bei allen bedanken, die so lieb und schnell geantwortet haben.

Meine Entscheidung ist für den Moment gefallen, ich werde meiner SB einen Gegenvorschlag zur EGV einreichen. Dazu habe ich selber eine verfasst, die sich an den Mustern hier im Forum orientiert, in einigen Punkten aber geändert wurde. Ich würde darum bitte, dass sich die Sachkundigen hier im Forum die beigelegten zwei Dokumente einmal genau anschauen.

1) Ein Begleitbrief zu meinem Gegenvorschlag. Den oberen Teil kann man ignorieren, der ist dabei, weil unsere SB IMMER NOCH unsere alte Adresse verwendet, welche schon seit sieben Monaten nicht mehr aktuell ist.

2) Eine EGV, die ich entworfen habe. Das ist eigentlich das wesentliche Dokument, hier bitte ich um Rückmeldung, ob die in dieser Form stimmig ist.

Zusatz: In die EGV hätte ich eigentlich noch ganz gerne einen Zusatz aufgenommen, tue mich aber in der Formulierung schwer. Hintergrund: Wegen der Selbstständigkeit meiner Frau und unserer 400€ Jobs ist es momentan so, dass ich nachmittags für unsere 11 Jahre alte Tochter da sein kann, meine Frau jedoch nicht. Nun würde ich bei der Jobauswahl gerne berücksichtigen, dass meine Tochter nicht unbetreut bleibt, lässt sich da noch was machen?

Ein ganz, ganz herzliches Danke schön!
KD
 

Anhänge

  • Gegenvorschlag_EGV_Brief.pdf
    20,7 KB · Aufrufe: 96
  • egv_eigener_entwurf.pdf
    53,4 KB · Aufrufe: 167

Kaiserdrache

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Juni 2012
Beiträge
28
Bewertungen
3
Könnte vielleicht doch jemand mit Sachkenntnis über den Gegenvorschlag schauen? Ich würde das gerne noch am Sonntag / Montag rausschicken, aber dafür sollte die Sache schon einigermaßen passen.

Danke schön!
KD
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Kaiserdrache,

SGB lll. Bewerbungskosten können bis zu einem Betrag von 300 Euro jährlich übernommen werden.

wozu soll da gut sein, "können" heißt immer "vielleicht" und in einer EGV sollen feste /verbindliche Zusagen gemacht werden, auch vom Amt...

Davon abgesehen kann ich nicht nachvollziehen warum es dir so wichtig ist, fast den selben Unsinn als Gegenvorschlag zu schicken, warte doch einfach den VA ab ...

Das Teil wäre dann 3 Monate gültig und verlangt (als feste Anzahl) KEINE einzige Bewerbung von dir, ich weiß nicht wo dein Problem liegt.

Du schreibst den ganzen Gesetzes-Müll und Sanktions-Müll (fast) genauso ab und glaubst, das wäre nun besser, verstehe ich nicht. :icon_kinn:

Diese EGV ist so unnötig wie ein Kropf, lege sie beiseite (damit du später noch weißt, was da drin gestanden hat) und lass dich überraschen wann der VA kommt.

Was bitte hast du denn damit zu verlieren, man darf dir nicht vorschreiben wo du dich zu bewerben hast, also bewirb dich dort, wo du die besten Aussichten für dich siehst.

Man MUSS sich bewerben wenn man arbeitslos ist und solange du das tust brauchst du dafür keinen Vertrag abzuschleßen.
Mit deinem Vorschlag bringst du sie vielleicht erst darauf, dass sie ganz "vergessen" hat, dir eine feste Bewerbungs-Anzahl aufzuerlegen.

Terminvergaben für persönliche Vorsprachen haben separat schriftlich zu erfolgen, das wäre schon ein klarer Verstoß, wenn das auch so in einem VA stehen würde, außerdem soll eine EGV 6 Monate gültig sein und nicht nur 3 Monate ...

Wie das mit der Betreuung deiner Tochter am Besten klappen kann, das musst du mit deiner Frau abstimmen und nicht per EGV mit dem JC "vereinbaren".

Schreib den Brief wegen der Adresse, aber lass das mit der EGV bleiben, Veränderungen, Job-Aufnahmen (auch Minijobs) teilt man immer schriftlich mit und nicht telefonisch.

Mit dem GG brauchst du den JC-SB nicht zu kommen, das interessiert die nicht, was hast du denn zu verlieren, wenn sie das als VA schickt, gar nichts solange es keine Sanktion gibt (geben soll) wegen Verstoß gegen den VA, ist das ganze doch einfach nur lächerlich.

Man kann sich auch unnötig das Leben schwer machen in Hartz 4.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Das JC ist dafür da dich in Arbeit zu bringen. Dazu sollten sie mit dir verhandeln was dich weiter vorwärts bringt. Vorschläge machen usw. Sie machen das aber nunmal meist anders indem sie bestimmen was du machen sollst.

Also werf die EGV weg und schreib auf was du an Ünterstützung brauchst und das forder vom SB. Pro Bewerbung 5 €, 3 Bewerbungen im Monat, Nachweise vorlegen bei jedem Meldetermin, Irgendwéine Fortbildungsmaßnahme die dir auch was bringt.

Das JC sollte anbieten und du solltest fordern. Aber mach bitte nicht die Arbeit deines SB, dann bewirb dich lieber beim JC.
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Guten Morgen zusammen. Das was Du in Klammern gesetzt hast mit (SOLL) ist ein guter Ansatzpunkt aus Sicht des Verwaltungsrechts zu Analysieren. Betrachtet man nun den § 15 Abs.1 Satz 6 SGB II wird dieser wörtlich so formuliert: Kommt eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, sollen die Regelungen nach Satz 2 durch Verwaltungsakt erfolgen. Hier dürfte man sich untensiever mit dem Begriff sollen ( Soll ) auseinandersetzen, die sogenannte Soll Vorschrift.

Betrachtet man diese Formulierung weiter unter der Rechtsnachfolge, wenn solch eine Eingliederungsvereinbarung nicht zu stande kommt, (Sollen ) die nach Satz 2 durch Verwaltungsakt Reglungen in kraft Treten. In Satz 2 steht im Wortlaut : Die Eingliederungsvereinbarung soll insbesondere bestimmen,
1.
welche Leistungen die oder der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält,
2.
welche Bemühungen erwerbsfähige Leistungsberechtigte in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen müssen und in welcher Form diese Bemühungen nachzuweisen sind,
3.
welche Leistungen Dritter, insbesondere Träger anderer Sozialleistungen, erwerbsfähige Leistungsberechtigte zu beantragen haben.

Reglung beendet: Hier wird nicht geregelt das Sanktionen erfolgen, demzufolge, dürfen nach dieser Gesetzesgrundlage auch keine Sanktionsandrohungen aufgenommen werden, bei einem Verwaltungsakt, weil nur die nach Satz 2 gegebenen Vorschriften gelten.

Satz 2 weist auch nicht darauf hin, das Pflichtverletzungen nach § 31 SGB II bei einem Verwaltungsakt aufgenommen werden dürfen.

Ermessen der Verwaltung:

Ermessen wird durch kann, darf, ist berechtigt eingeräumt. Bei ist, muss, darf nicht ist ein Fall der gebundenen Verwaltung. Bei Soll-Vorschriften ist die Behörde zum Handeln verpflichtet, kann aber in Ausnahmefällen von Eingreifen absehen, die Berechtigung zum Nichteingreifen muss sie aber begründen (Beweislastumkehr). Die Soll-Vorschrift ist die schwächste Form der Ermessenseinräumung.
 
G

gast_

Gast
Dein Entwurf taugt nichts. Du hast wichtige Ratschläge aus diesemThema hier nicht umgesetzt.

z.B.
Herr Kaiserdrache wird das Bewerbungstagebuch
jeweils zum 10. des Monats rückwirkend für den vorherigen Monat einreichen.
Besser wäre so:
Herr Kaiserdrache wird das Bewerbungstagebuch beim nächsten Termin nach Einladung einreichen.
Denn dann bekämst die Fahrtkosten erstattet

usw
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Es gibt das Formelle Recht, und das Materielle Recht. Formell, haben Bewerbungen keine Formvorschriften. D.h, jeder kann sich Bewerben wie er möchte. Es ist auch nicht zwingend erforderlich sich zu Bewerben mit Lichtbild. Eine Bewerbung gilt auch als Beworben Telefonisch. ( Ansprechpartner, Uhrzeit, Firma, Datum Notieren).
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Für meine Begriffe, bevorzuge ich lieber eine Bewerbung ohne Lichtbild. Die Bewerbung soll, oder sollte die Beurteilung abgeben, nach seinen Fachlichen Kenntnissen, und nicht nach Aussehen. Es sei es ist eine Bewerbung eines Modell usw, dann ist das Aussehen Maßgeblich.Ein Unternehmen sollte den Eindruck Erhalten eines Bewerbers, ob das Interesse vorhanden ist, solch eine Stelle zu Besetzen, oder ob die Voraussetzungen gegeben sind usw. Weiter würde ich wenn eine Bewerbung gut aufgestellt ist, keine Zeugnisse, Urkunden, Diplome oder der gleichen Hinzufügen, sondern in der Bewerbung den Vermerk hinzufügen, das diese selbstverständlich hinzugefügt werden bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Das bewirkt, dass das Unternehmen Einladen soll, um den Bewerber näher kennen zu Lernen. Ich finde in einer Bewerbung muss die Neugier erweckt werden bei einem Unternehmen, wo man sich bewirbt.
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Wer tatsächlich Interesse hat an einen Job, kann vielleicht auch in einer Bewerbung wie folgt aufführen.

Ich kann....

sofort in Ihrem Unternehmen arbeiten, Planen und Organisieren, struktuiert Arbeiten, jederzeit Verantwortung Übernehmen, Prioritäten Setzen, Arbeitsanweisungen zuverlässig befolgen, konstruktive Kritik Annehmen, eigenverantwortlich Arbeiten, sorgfältig Arbeiten.

Zu guter Letzt

Sie gewinnen mit mir einen Mitarbeiter, der vielseitig einsetzbar ist und neue Aufgaben mit großer Motivation annehmen wird. Meinen Kollegen stehe ich hilfsbereit zur Seite. Ich wünsche mir eine Tätigkeit, die mir Freude macht, und mich fordert, gerne mit Kundenkontakt.

Gerne überreiche ich Ihnen, meine vollständigen Bewerbungsunterlagen, in einem persönlichen Vorstellungsgespräch.

______________________________________

So in etwa könnte man eine Bewerbung in einer vernünftigen Textform Formulieren, wenn man ein wirkliches Interesse hat einen nach seinen Vorstellungen gewünschten Job zu Finden. Selbstverständlich kann man das auf seinen eigenen Bedürfnissen Anpassen, oder anders Formulieren. Das Lichtbild, ist nicht unbedingt erforderlich, sondern die Aussagekraft des Bewerbers.

Das ist natürlich nun nur ein Beispiel.
 

Hajoap

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Oktober 2012
Beiträge
80
Bewertungen
9
Wer tatsächlich Interesse hat an einen Job, kann vielleicht auch in einer Bewerbung wie folgt aufführen.


______________________________________

So in etwa könnte man eine Bewerbung in einer vernünftigen Textform Formulieren, wenn man ein wirkliches Interesse hat einen nach seinen Vorstellungen gewünschten Job zu Finden.

Das ist natürlich nun nur ein Beispiel.

Sorry, ich möchte dir ja jetzt wirklich nicht zu Nahe treten, mit Bewerbungen und Bewerbertraining kennen sich hier wohl die meissten aus ... :icon_party:

Ich denke auch, hier hat ein jeder Interesse, eine Arbeit zu finden die gut bezahlt wird, um dem ganzen Jobcenter zu entkommen und nicht aufstocken zu müssen.

Deine Vorschläge sind ja schön und gut .. nur werden die Firmen wo man solche Hinsenden kann, immer weniger.

Meine SB lässt auch immer los sowas los... Jobangebote hat sie aber leider, natürlich nur derzeit keine vorliegen ...
 

Facebook

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
28 Dezember 2012
Beiträge
499
Bewertungen
7
Hajoap, dem Problem bin ich mir bewusst, dass, das meiste nur auf Aufstocken hinausläuft, oder über die Arbeitnehmerüberlassung, dass ich als ein moderner Sklavenhandel bezeichne. Genau das ist das was Du anschreibst, einen gut bezahlten Job zu Finden, ohne Aufstocken zu Müssen. Und genau hier, ist ein Umdenken in der Bundesagentur für Arbeit gefragt, als auch bei den Jobcentern, zu Vermitteln das solch ein Aufstocken nicht mehr erforderlich ist. Es ist absolut falsch, wenn man trotz Arbeit, weiterhin darauf angewiesen ist, Leistungen zum Lebensunterhalt zu Beziehen. Hier werfe ich der Bundesregierung ein völliges Versagen vor, dass man trotz Arbeit, darauf angewiesen ist, in form des Aufstockens, weiterhin Hartz IV in Anspruch Nehmen zu müssen. Das gleiche ist auch so zu Sehen, bei alle denen, die aus einer selbständigen Tätigkeit aufstockende Hartz IV Empfänger sind, weil der erwirtschaftete Erlös nicht ausreicht, um seinen Lebensstandard zu Sichern.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten