Neue Diagnose: PTBS, wie wird dadurch meine Chance auf Erwerbsminderungsrente beeinflusst?

franzi

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Habe heute eine neue Diagnose bekommen: Posttraumatische Belastungsstörung in einem besonders schweren Fall.

Mir wurde diesbezüglich dringend angeraten, mich in eine Therapie zu begeben. (Der derzeitige Therapeut ist dafür nicht der Richtige.)

Der Arzt, der mich heute untersucht hat, meinte, ich brauche eine Traumatherapie.
Er sagte, psychische Erkrankungen wiegen bei der DRV deutlich mehr als andere und würden meine Chance auf EM-Rente erhöhen.

Wie ist eure Einschätzung dazu?
 

Buchfan

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Er sagte, psychische Erkrankungen wiegen bei der DRV deutlich mehr als andere und würden meine Chance auf EM-Rente erhöhen.

Wie ist eure Einschätzung dazu?

Ich habe auch eine EMR aufgrund Traumafolgen und daraus erwachsener psychischer Erkrankung.
Ich halte den Weg der Therapie für den richtigen.

Es gibt übrigens in Bad Bevensen eine ausgezeichnete Klinik für Traumatherapie. Sie arbeiten dort u.a. mit REM.


Edit

REM steht für Rapid Eye Movement und die Therapie EMDR

Anerkannt und Wirkungsvoll
Als wissenschaftliche Methode ist EMDR seit vielen Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch international anerkannt, da seine Wirksamkeit durch zahlreiche Studien belegt ist. Sie gilt als eine der effektivsten Methoden innerhalb der Psychotherapie zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und den damit einhergehenden emotionalen Belastungen. Darüber hinaus wurde EMDR weiterentwickelt und wird mittlerweile in vielen angrenzenden Bereichen (Schmerztherapie, Suchttherapie, im Sport,...– um nur einige zu nennen)
erfolgreich eingesetzt.

 
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franzi

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Kann ich bereits bewilligte Therapiesitzungen, die noch nicht konsumiert wurden, zu einem anderen Therapeuten "hinüberziehen", wenn ich meinen bisherigen Therapeuten wechsle oder muss der neue wieder bei Null anfangen und die Therapie neu beantragen bei der KK?
 

abcabc

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Der Arzt, der mich heute untersucht hat, meinte, ich brauche eine Traumatherapie.
Kennt der Arzt dich schon länger oder warst du da heute zum ersten Mal?

Mir wurde diesbezüglich dringend angeraten, mich in eine Therapie zu begeben. (Der derzeitige Therapeut ist dafür nicht der Richtige.)
Dann trau dich doch endlich mal den Mund aufzumachen bei deinem Therapeuten. Frag den mal, wie er das einschätzt. Der wird wohl eher was dazu sagen können, als irgendein Arzt, der dich heute (vermutlich) zum 1. Mal gesehen hat.
Und vor allem Rede endlich mal Klartext mit dem, was seine Diagnosen/Einschätzungen betrifft. Sollte der sich weiterhin weigern offen mit dir zu reden, solltest du dir einen anderen suchen. Aber nicht weil irgendein Arzt irgendwas behauptet, der dich nur mal kurz gesehen hat, sondern weil ohne offene Kommunikation die Behandlung keinen Sinn macht.


Ein wesentliches Problem scheint bei dir zu sein, dass du extrem unsicher bist und dir selbst weder eine eigene Meinung bildest, noch Entscheidungen treffen willst oder kannst. Sieht zumindest bei einem Blick auf deine erstellten Threads so aus.
So wirst du nie wirklich vorankommen, wenn du bei allem unsicher bist und dich sofort durch alles mögliche beeinflussen/verunsichern lässt....
 
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franzi

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@abcabc:
Ich bin nicht unsicher, und eine eigene Meinung habe ich auch.
Ich bin durchaus in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Sonst wäre ich nicht an den Punkt gelangt, wo ich nun stehe. Manche Dinge brauchen aber auch eine bestimmte Vorlaufzeit, wenn z. B. Voruntersuchungen nötig sind, Details abgeklärt werden müssen etc. Da braucht man auch einen langen Atem.
Das war nicht irgendein Arzt, sondern ein ausgewiesener Spezialist, der mir empfohlen worden ist.
Habe mich nun bei einer Traumaambulanz angemeldet. Endlich kommt Bewegung in die Sache, nach immerhin 20 Jahren.
Mit einer soliden Diagnostik kann ich deutlich besser als bisher argumentieren.
Möglicherweise ergibt sich dann auch ein Wechsel meines Therapeuten.
Von der Ambulanz werde ich eine Liste mit Therapeuten und Kliniken erhalten.
 

grün_fink

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Liebe Franzi,
bei der Diagnose Trauma in besonders schwerem Fall wäre es eventuell ratsam, sich eine zweite Meinung zu holen.
Ohne Einzelheiten zu kennen, kann man da wenig dazu sagen.
Ich weiß, dass Kliniken oft auch Listen von Therapeuten für die weitere Therapie nach der Entlassung mitgeben.
 

Kerstin_K

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Das Ding ist vor allen Dingn, wenn @franzi bisher wegen Depressionen psychotherapeutisch behandelt wurde, und sich jetzt herausstellt, dass es sich um eie PTBS handelt, dan war die bisherige Behandlung wahrscheinlich nicht nur nutzlo, sonderns sogar scädlich. Bestimmte Therapien, die sonst bei Depressionen helfen, sind bei Depressionen im Rahmen einer PTBS kontraindiziert.

Was mich wundert: Wieso kommt das jetzt erst raus? Normalerweise weiss man, dass man mal ein Trauma erlitten hat, oder? die Folgestörungen können alerdings auch erst nach Jahren auftreten oder man kann sie nicht mehr kompensieren.
 

Buchfan

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In der Regel wird bei Depressionen als auch bei PTBS die (lange) erste Zeit stabilisierend gearbeitet. Umsonst war die bisherige Therapie sicher nicht.
Ein Trauma zieht meistens weitere Traumata nach sich. Es ist nicht selten, dass das ursprüngliche Trauma verdrängt bzw. unbewusst war.
 

grün_fink

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Die Definition von Trauma wenn man anschaut, findet man Typ1 (Monotrauma) und Typ2 (Mehrfachtrauma). Neuerdings gibt es auch Stimmen, die die Mikrotraumata dazu zählen wollen. Letztere sollen durch mache Erziehungsmethoden (und meiner Meinung nach noch andere Traumata) zustande kommen.
Und nein, man bekommt nicht alles mit, wenn es die Umstände erfordern oder einem selber das Wissen fehlt.

Manches steckt man ganz gut weg. In Abhängigkeit davon, was die Konstitution eines Menschen ist, was an Lebensbelastungen und Unterstützungen und Bewältigungsmechanismen vorhanden ist, ist die Kompensation sicher unterschiedlich. Sicher spielt auch eine Rolle, wie ein Leben insgesamt gelingt, oder das Nachlassen der eigenen Kräfte durch das Alter, oder auch durch die Notwendigkeit sich helfen zu lassen.

Dass Traumastörungen, Depressionen, Angststörungen und auch Persönlichkeitsstörungen Hand in Hand gehen, ist ja bekannt.

Manches Mal wird sich auch kräftig verschätzt von Profis Seiten. Da wird nicht immer genau diagnostiziert, weil auch da spielen Fachwissen und Vorlieben/Einstellungen der Therapeuten und Psychiater eine Rolle.
Manchen Aufschluss über erlittene Traumata bekommt man auch erst über die Folgen, meine ich persönlich.

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Psychodiagnostik nur eine bestmögliche Annäherung an den Sachverhalt leisten kann und wenn hinreichend sauber gearbeitet wird, das meist ausreichen dürfte.
Es wird sich allerdings auch öfter verschätzt, und das kann auch Therapieschäden hervorrufen. Im letzten Jahr gab es mal in Jena (glaube ich) eine (erste oder eine der ersten) Fachkonferenz zu unerwünschten Nebenwirkungen von Therapien. Zwei gute Artikel zum Thema sind mir untergekommen.

Ich persönlich bin mal gespannt, wann und ob überhaupt mal Traumastörungen durch die deutsche Wiedervereinigung anerkannt werden. Der Kulturschock ist glaube ich im ICD 10 drin (wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, aber ich bin ja auch nur traumatisiert und merke mir nicht alles).
 

franzi

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Das Ding ist vor allen Dingn, wenn @franzi bisher wegen Depressionen psychotherapeutisch behandelt wurde, und sich jetzt herausstellt, dass es sich um eie PTBS handelt, dan war die bisherige Behandlung wahrscheinlich nicht nur nutzlo, sonderns sogar scädlich. Bestimmte Therapien, die sonst bei Depressionen helfen, sind bei Depressionen im Rahmen einer PTBS kontraindiziert.

Was mich wundert: Wieso kommt das jetzt erst raus? Normalerweise weiss man, dass man mal ein Trauma erlitten hat, oder? die Folgestörungen können alerdings auch erst nach Jahren auftreten oder man kann sie nicht mehr kompensieren.
Ich wurde bisher nicht wegen Depressionen behandelt sondern wegen meines Tinnitus.

Wieso das erst jetzt rauskommt? Ich kann auch nicht mehr tun, und den Ärzten das sagen, was Sache ist. Wenn die dann keine entsprechende Diagnostik machen bzw. eine passende Therapie einleiten, das ist nicht meine Schuld.

Ich wurde jahrelang wegen meinen chronischen Schmerzen und Rückenproblemen behandelt. Da wurde der psychische Aspekt völlig außen vor gelassen.
Mit meinen Schmerzen wurde ich auch allein gelassen. Außer Ibuprofen fiel ihnen nichts ein.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass Orthopäden aber auch Schmerztherapeuten oft keinen Blick haben für die Psyche und daher auch nicht drauf schauen. Oft nicht einmal in Erwägung ziehen, dass die Beschwerden ursächlich psychosomatisch sein könnten.
 
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franzi

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In der Regel wird bei Depressionen als auch bei PTBS die (lange) erste Zeit stabilisierend gearbeitet. Umsonst war die bisherige Therapie sicher nicht.
Ein Trauma zieht meistens weitere Traumata nach sich. Es ist nicht selten, dass das ursprüngliche Trauma verdrängt bzw. unbewusst war.
Ich habe schon früh erkannt, was meine Traumata sind und mich auch ausführlich mit ihnen befasst. Aber Hilfe habe ich nicht bekommen. Ich wurde nicht ernst genommen, als Simulant beschimpft etc.

Ich war sogar 2011 schon mal bei dem gleichen Therapeuten, bei dem ich jetzt wieder bin. Ich habe damals die Therapie nicht weiterführen können, weil ich für das, was ich durchgemacht habe, einfach keine Worte finden konnte. Heute bin ich deutlich weiter, aber das war ein langer Prozess.
 
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saurbier

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Hallo franzi,

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass Orthopäden aber auch Schmerztherapeuten oft keinen Blick haben für die Psyche und daher auch nicht drauf schauen. Oft nicht einmal in Erwägung ziehen, dass die Beschwerden ursächlich psychosomatisch sein könnten.

Na da kann ich dir leider überhaupt nicht zustimmen, denn ich habe da ganz andere Erfahrungen.

Aber ja, es kommt halt immer auch auf einen guten Hausarzt an, denn daran scheitert es zumeist. Wenn der nicht gewillt ist den Rat von Fachärzten hinzu zu ziehen, nun dann hat man bereits verloren.

Und über die Qualität der Fachärzte entscheidet man als Patient doch selbst mit, indem man bereits am Anfang feststellen kann ob einem der Arzt persönlich zusagt oder eben nicht. Im letzteren Fall wäre ich ganz schnell wieder weg und würde das dann auch mit meinem Hausarzt (Arzt des Vertrauens) besprechen wollen.

Also ich hab mir z.B. einen Schmerztherapeuten gesucht, der sehr wohl als erstes mal die psychischen Hintergründe aufklärte, ob da eine somatoforme Erkrankrankung oder doch ein echte orthopädisches/organnisches Problem vorliegt. O.K. ich geb zu meiner ist menschlich eher schwerer umgänglich, aber fachlich halt top und darauf lege ich halt meine prorität. Dort dauerte meine erste Untersuchung mal mehr als 6 Std. incl. langer Gesprächanamnese. Danach kam dann auch unverzüglich der Vorschlag für eine 10 tägige stationäre Therapie aus der ich dann - wen wundert es - mit entsprechender Diagnose zu meinem Hausarzt zurück geschickt wurde, weil mir nur noch Medikamente dauerhaft weiter helfen konnten und ich dafür nicht jedes mal 100km anreisen muß. Mir wurde allerdings kein Ibu verschrieben, sondern ich wurde auf BTM eingestellt (im KH 10 Tage mit BTM-Pumpe eingestellt) und das hilft mir jetzt seit mehr als einem Jahrzehnt.

Also wenn du schlechte Erfahrungen gesammelt hast, dann hast du wohl leider auch dazu beigetragen, als das du dir dann nicht unverzüglich einen anderen Arzt gesucht hast bis die Arzt Patient Chemie gestimmt hat, oder. Wir haben dir schon vor langer Zeit mal gesagt, daß ein Arzt der bei einem Schmerzpatienten lediglich IBU verschreibt eher ein absoluter Fehlgriff ist und du dir schleunigst einen passen Arzt suchen solltest der sich deinem Problem annimmt. IBU ist ein Medikament das man frei in der Apotheke erhalten kann das eher gegen Verspannungen und Prellungen hilft als gegen echte dauerhafte Schmerzzustände. Für sowas geht es eher ab Tramadol, Voloron,Tilidin und dann zu Morphine bzw. Opiate in deren speziellen Darreichungsformen hin. Ich nehme zum Beispiel ein retadiertes BTM in Form von 3x tägl. einer Tablette und wenns mir echt beschi.... geht noch eine 4 dazu, mein Bekannter war mal wegen seiner Schmerzen bei über 300mg Oxycodon am Tag (irre Dosis) und ist heute nach 20 Jahren auf auf 3x tägl. 10mg runter, dann dem Schmerztherapeuten.

Gute Ärzte verstehen halt hier Handwerk, nur die zu finden ist leider leider nicht so einfach.


Grüße saurbier
 

franzi

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@saurbier:
Ich hatte 15 Jahre lang einen fachlich guten Hausarzt, der kannte sich in vielen Bereichen aus, allerdings das Psychische war bei ihm nie Thema.
Dann hatte ich 7 Jahre lang einen anderen Hausarzt, von dem ich mich getrennt habe, weil er sich als Mensch veränderte und ich merkte, wo er fachliche Defizite hat.
Erst seit letztem Jahr habe ich einen prima Hausarzt, der mich vom ersten Tag an sehr unterstützt hat. Er ist menschlich zugewandt, fachlich kompetent, denkt mit, ist kooperativ, nimmt sich Zeit für Gespräche, bespricht mit mir verschiedene Behandlungswege und Optionen, berät mich in vielen Fragen.
Er sieht, dass ich sehr aktiv und bemüht bin, mein gesundheitliches Schicksal in die Hand zu nehmen und voranzukommen. Er ist auch entgegenkommend, wenn ich eine Überweisung oder eine Krankschreibung brauche. Ich habe Vertrauen zu ihm, kann mit ihm über alles reden.
Ein echter Glücksgriff, aber eben erst spät ... Mit ihm als Unterstützer habe ich nun erstmals die Chance, dass sich gesundheitlich eine Wende hin zu einem Fortschritt ergeben kann.

Ich habe durchaus Ärzte gewechselt, wo ich merkte, da geht nichts voran oder da stimmt die Chemie einfach nicht. Manchmal braucht aber die Suche nach dem richtigen Arzt Zeit. Manche sind menschlich super, dafür fachlich schwach. Das hilft einem dann auch nicht.
Mittlerweile sehe ich Licht am Ende des Tunnels ...
 

Buchfan

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Ich war sogar 2011 schon mal bei dem gleichen Therapeuten, bei dem ich jetzt wieder bin. Ich habe damals die Therapie nicht weiterführen können, weil ich für das, was ich durchgemacht habe, einfach keine Worte finden konnte. Heute bin ich deutlich weiter, aber das war ein langer Prozess.

Das kenne ich auch gut. Ich hatte auch keine Worte mehr. Aber meine Therapeutin und ich haben nicht aufgegeben.
Aufgrund von Alltagsthemen, grösseren und kleineren Problemen sind wir immer wieder zu Glaubenssätzen und Sichtweisen gekommen, die auf meine frühe Traumatisierung hinwiesen. Damit konnte ich dann weiterarbeiten.
Auch bei mir war es ein langer Prozess. Aber es hat sich gelohnt. Heute empfinde ich mich als weitestgehend geheilt.
 

franzi

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Welcher Facharzt hat die PTBS diagnostiziert?

Das ist ein Facharzt für Orthopädie, Schmerztherapie und rehabilitative Medizin. Spezialisiert auf Fibromyalgie und PTBS. Ein anerkannter Fachmann auf dem Gebiet, Leiter verschiedener Studien und mitbeteiligt am Aufbau mehrerer Kliniken.
 

Krautkopf

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Aber auch hier gilt wahrscheinlich dass es nicht auf eine Diagnose bei der Entscheidung über eine EM ankommt, sondern in wie weit diese Störung das Alltagsleben und insbesondere die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.
 

franzi

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Das kenne ich auch gut. Ich hatte auch keine Worte mehr. Aber meine Therapeutin und ich haben nicht aufgegeben.
Aufgrund von Alltagsthemen, grösseren und kleineren Problemen sind wir immer wieder zu Glaubenssätzen und Sichtweisen gekommen, die auf meine frühe Traumatisierung hinwiesen. Damit konnte ich dann weiterarbeiten.
Auch bei mir war es ein langer Prozess. Aber es hat sich gelohnt. Heute empfinde ich mich als weitestgehend geheilt.

Bei mir ist das Problem, dass die Traumatisierung nicht nur in der Vergangenheit liegt, sondern weiter andauert.
 

Krautkopf

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Noch hinzufüg: es gibt Schwerstbehinderte die einer normalen Arbeit nachgehen. Und dass sogar auch Menschen mit Psychosen, z.B. Schizophrenie, das machen können. Oft ist bei diesen Menschen natürlich auch der Wunsch da zu arbeiten, und sich nicht von Sozialleistungen abhängig zu machen.
 

AnnikaK

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Ich habe u.a. auch eine PTBS, die aber momentan noch nicht behandelt werden kann, weil die Belastungssituation noch andauert...
Ich kann dadurch nicht mehr im medizinischen Bereich arbeiten und werde jetzt umschulen. Hoffe, dass das klappt, es sind halt ja noch andere psychische Probleme da, die mich einschränken.
Aber ich glaube, mir geht es besser, wenn ich arbeiten könnte statt wirklich nur zu Hause zu sein, deshalb werde ich alles tun, um diese Umschulung durchzuziehen...

Antrag auf EM-Rente habe ich trotz des Anratens meiner Ärzte nicht gestellt, wie gesagt, ich denke das mir arbeiten eher hilft.
Aber da ist ja jeder Mensch anders und jeder muss gucken, was für ihn am besten ist.

GdB 50 hab ich übrigens gleich bei Erstantrag unbefristet bekommen mit meinen rein psychischen Diagnosen, so hab ich dann ja auch einige Vorteile beim arbeiten.
 

Luna007

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Einen GdB für die Fibromyalgie zu bekommen ist schwierig. Sie wird gerne als psychosomatisch eingestuft / behandelt, das ist sie jedoch nicht.
 
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