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neue Begutachtung

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Jasmin72

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#1
Hallo, vor einem Jahr wurde ich vom Amtsarzt untersucht, der mich für arbeitsunfähig eingestuft hat. In einem Jahr sollte ich erneut begutachtet werden. Das Jahr ist nun um und ich bekomme statt einer neuen "Einladung" ein Schreiben, dass das Kreisgesundheitsamt es für angebracht sieht, dass ich einen Rentenantrag stellen soll. Und das ohne neue Begutachtung? Kann ich bei der Rentenabteilung sagen, dass ich gar nicht in Rente gehen will? Ich bin 37 und trotz Erkrankung der Meinung, dass ich arbeiten kann. Ich arbeite Stundenweise und würde auch mehr arbeiten, wenn ich einen Arbeitgeber finde, der sich darauf einlassen würde. Wollen die mich nur aus der Statistik haben?
VG, Jasmin
 

Die Antwort

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#2
Du würdest eine befristete Erwerbsminderungsrente bekommen. In der Regel wirst Du im Auftrag der Rentenversicherung begutachtet werden.

Es ist normal, wenn jemand längere Zeit als nicht arbeitsfähig eingestuft war, auf die Rentenantragstellung zu verweisen.

Das ist kein persönlicher Angriff auf Dich.
 

Jasmin72

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#3
Hallo, danke für die Antwort. Ich war nur irritiert, da ich mit einer erneuten Untersuchung vom Amtsarzt gerechnet hatte. Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus. Ist es so, dass der Amtsarzt also dem Amt bereits mitgeteilt hat, dass vermutlich keine Besserung eingetreten ist und man darum diese Begutachtung überspringen kann und ich gleich einen Rentenantrag stellen soll? Oder kommt das von der Rentenversicherung? Ich habe ein Sauerstoffgerät von der Krankenkasse bekommen und bin auch in ärztlicher Behandlung. Das aber weiß doch das Amt nicht. Hätte nicht erst ein Gespräch mit meinem SB stattfinden müssen, ob ich nicht eventuell voll einsatzfähig bin. Die Krankenkassen geben doch keine Befunde weiter oder arbeiten die mit der Rentenversicherung zusammen?
 

Muzel

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#4
Jasmin, es ist davon auszugehen, dass die KK die Abrechnungsunterlagen an die Arge geschickt hat. Ich weiß, dass das Leistungsträger untereinander machen. Wie weit das zulässig ist, solltest du mit dem Datenschutzbeauftragten sprechen. Was die ganze Angelegenheit besonders schwierig macht, dass es Kassen gibt, die dem Bund unterstehen (Barmer) und andere dem Land (BKK, AOK).
 

Hopefull

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#5
Hallo Mitleidende,
also das ist schon komisch im Land der Rente.
Der eine ist 37, wird dazu aufgefordert die Rente einzureichen, wahrscheinlich wirklich, um aus der Statistik rauszufliegen.....will aber lieber (verständlich) weiter arbeiten, trotz Handicap.....und darf nicht.

Bei uns der entgegengesetzte Fall
60 Jahre, nie im Leben Krankenschein,100% schwerbehindert, Krebs, unheilbar, keiner weiß wie lange noch
.....v e r s u c h t Rente zu beantragen.......A B G E L E H N T!!!!!!
Folge-AU seit Januar 2009......Amtsarzt kommt nicht, weder Ankündigung noch sonstiges.
Zwischenzeitig Pflegestufe beantragt......PS 1 bewilligt.
Da ich davon ausgehe, dass KK und Arge zusammenarbeiten, dürfte das die Arge mittlerweile also wissen.
Dafür haben wir aber einen Untersuchungstermin vom Versorgungsamt, was den Schwerbehinderungsgrad festlegt, für JULI 2011 erhalten.....wie gesagt bei "Krebs im Endstadium".....einfach lächerlich.
Man(n) ist zur Eintagsfliege geworden, lebt von heut auf morgen, Amtsarzt kütt aber nicht, Rente gibt`s schon gar nicht, arbeiten geht erst recht nicht (Chemo-Down) aber man muß dem Arbeitsmarkt weiter zur Verfügung stehen.

DAS VERSTEHE, WER WILL, WIR NICHT MEHR.

Vielleicht besteht noch die Möglichkeit, unsere Argen zu tauschen......
Gruß
Hopefull
 

Jasmin72

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#6
Erst mal danke an euch beiden.
Da soll noch einer durchblicken.... Dann geht es gar nicht um die Erkrankung, sondern eher nach dem Losverfahren.
In meinem Fall ist es wahrscheinlich einfacher, denn wenn ich den Antrag stellen muss, werde ich ja von einem "unabhängigen" Arzt begutachtet, der dann entscheiden soll, ob ich Rente bekomme oder eben nicht (so habe ich es gerade gelesen). Dem kann ich ja sagen, dass alles gar nicht so schlimm ist. Ich habe hier schon öfter gelesen, dass Ärzte sich nicht wirklich die Unterlagen ansehen und dass es oft fachfremde Ärzte sind.
Für dich, Hopefull, muss es doppelt schlimm sein. Bestraft mit so einer Erkrankung und dann so eine "Behördenwillkür". Ich stelle mir gerade vor, wie es für dich sein muss, meinen Eintrag zu lesen. Da kämpft jemand eigentlich an einer anderen Front und muss sich zusätzlich mit etwas rumärgern, was doch definitiv rund laufen sollte. Und dann sind da Menschen, die genau das gegenteilige Problem haben.
Ich wünsche dir dennoch, dass du immer wieder die Kraft findest, dich dem zu stellen. Ich wünsche es dir wirklich. Gib nicht auf!
Viele Grüße,
Jasmin
 
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