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Neue Argumente für ein bedingungsloses Grundeinkommen

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Groucho

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#1
liefert die DM-hauseigene, aktuelle Juli-Ausgabe Werbezeitschrift "alverde a tempo" mit dem Artikel "Zukunft der Arbeit VII -Arbeitslohn steuerfrei!", einem Interview mit dem emeritierten Professor Wolfgang Eichhorn:
daraus: "Unser Volkseinkommen ist so immens, dass wir 5 Millionen Arbeitslose mit durchschnittlich 850 Euro im Monat unterstützen können, das sind ca. 50 Milliarden Euro im Jahr und entspricht dennoch nur etwa 3% unseres Volkseinkommens. Um eine Vorstellung des Größenverhältnisses zu bekommen: Sie gehen auch nicht bankrott, wenn Sie von 1700 Euro 50 abgeben.
... Die Hoffnungslosigkeit angesichts der unverändert hohen Arbeitslosigkeit weckt bei vielen Menschen Zukunftsangst. Es muss nicht Nebenprodukt der gesellschaftlichen Veranstaltung Wirtschaft werden, dass Reiche immer reicher und zugleich immer mehr Bürger immer ängstlicher und ärmer werden."
 

Martin Behrsing

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#2
Bitte Grundeinkommensthemen auch im entsprechenden Forum schreiben. Dafür haben wir es eingerichtet. Verschiebe mal
 

Perestroika

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#4
Nun, dahinter steckt der einfache Umstand, daß nur sehr wenig menschliche Arbeitskraft notwendig ist um einen gewissen minimalen "Warenkorb" zu erzeugen.
Von 81 Mio Bürgern sind z.B überhaupt nur 39 Mio erwerbstätig. Der große Rest, d.h. die Mehrheit von 42 Mio Bürgern existiert ohne Erwerbsarbeit. Ein Grundeinkommen gibts ja schon, seit Jahrzehnten, nur halt nicht bedingungslos. Leider befassen sich viel zu viele Grundeinkommens-Freunde mit diversen Finanzierungsmodellen. Dadurch gaukeln sie sich und anderen vor, daß "wir" etwas neues einführen wollen, was aber leider Gottes noch finanziert werden muß. Dadurch gerät diese Bewegung in eine völlig absurde Bahn.
Als "arbeitsloser", bzw als einer der 42 Mio Bürger, die nicht von "Erwerbsarbeit" leben, hat man es in der Realistät mit den vielfältigsten Bedingungen, eben jetzt mit übelster Schikane und Konktrolle zu tun. Wenn man die "beseitigt", haben wir ja ein BGE, welches zunächst ja minimal sein kann, und sich, wenn sich die Gesellschaft daran gewöhnt hat, Vorteile auch in der Praxis für jeden zu erkennen sind, immer noch angehoben werden kann.

Im Kampf gegen Schikane und Kontrolle ist hier natürlich das bedingungslose Grundeinkommen als Ziel sehr wichtig. Beispiel: Auf das bisher übliche Argument, daß ohne Kontrolle des Kontos, ja jemand neben "Stütze" sich ein Vermögen ansparen könnte, weiß man ohne BGE nichts zu sagen. Darum geht es doch! Jetzt kann man argumentieren: zahlen wir allen Bürgern einen Betrag, dann ist es wurscht -ja sogar erwünscht-, ob jemand zusätzlich noch Zaster auf seinem Konto sammelt.

Zurück zu den 39 Mio Erwerbstätigen. Davon ist es wiederum eine Minderheit, welche tatsächlich das zur Existenz aller Bürger notwendige erzeugt. Dazu könnte man sich Statistiken anschauen, welche über die Berufe, die reale Tätigkeit der Menschen Auskunft geben. Ich habs jetzt nur so schlapp im Kopf. Beispielsweise gibt es 1,2 Mio Lehrer aber nur 500.000 "Bauern"...
Klar ist, daß jetzt immerwieder Leute bei Betrachtung von "Geld-Zahlen" dahinterkommen, daß ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Lösung wäre sogar Kosten sparen würde.
Nehmen wir z.B. Kartoffeln: wieviele Menschen produzieren Kartoffeln und wieviele befassen sich damit, diese zu "verteilen", sei es zu verkaufen, sei es Anträge zu bearbeiten um sicherzustellen, daß jemandem die Kartoffeln auch zurecht gegeben werden. Das ist völlig überflüssig, da am Ende jeder -wie auch immer- Kartoffeln erhält, ob nun im Austausch gegen etwas Erwerbsarbeit, durch Anträge, Diebstahl oder Betteln...

Übrigens gibt es in der EU-Landwirtschaft genau dasselbe Phänomen. Leider fehlen mir zur Zeit die konkreten Infos. "Schlaue" Kommissare und andere "Verantwortliche" haben vor wenigen Jahren einfach mal die Summe der Landwirtschaftssubventionen durch die Anzahl aller "Bauern" geteilt und sind dabei auf utopische "Grundeinkommen" gestoßen, die aber kein Bauer jemals gesehen hat. Der größte Teil des schönen Zasters versickert im Nichts. Daher gibt es nun die Bestrebungen, einen Teil des Zasters ohne Antrag usw d.h. bedingungslos an jeden Bauern auszuzahlen, das läuft also auf ein BGE für Leute hinaus, die einen landwirtschaftlichen Betrieb ihr eigen nennen. Vielleicht weiß da jemand was genaueres?

Perestroika
 
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