Neue Arbeitsstelle - Frage zur Berechnung des Aufstockungsbetrages

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Hannes63

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Hallo,

ich frage für jemanden der lange arbeitslos war und nun ab Mai eine neue Arbeit aufnimmt.

Und zwar hat der jenige bisher immer monatlich den Regelsatz von 416 EUR + Miete 320 EUR, Gesamt also pro Monat 736 EUR erhalten.

Der Arbeitsvertrag beläuft sich auf 20 Wochenstunden und einem Bruttolohn von 800 EUR im Monat.
Da bleiben also Netto ca. 640 EUR von übrig.

Wie errechnet man nun die Summe die durch "Hartz4" noch aufgestockt wird?

Danke schon einmal für eure Rückmeldungen!
 
M

Mitglied 6000

Gast
Der Arbeitsvertrag beläuft sich auf 20 Wochenstunden und einem Bruttolohn von 800 EUR im Monat. Da bleiben also Netto ca. 640 EUR von übrig.

Brutto 800 - 100 € Grundfreibetrag (Kann höher sein, bei Fahrtkosten über 70 €!, oder wenn man Werkzeug o. ä. braucht. Muss man aber geltend machen!)
Brutto 800-100=700 x 20 % = 140 € Freibetrag 1
240 (Grundfreibetrag + Freibetrag 1) werden vom Netto abgezogen = 400 anrechenbares Einkommen.

Bedarf 736 - 400 = 336 € aufstockendes Alg 2
 

Hannes63

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Also wären das der Nettolohn von ca 640 EUR + 336 EUR Aufstockung = 976 EUR was am Ende auf dem Konto landet?
 
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Mitglied 6000

Gast
Korrekt. Plus evtl. NK und Heizkosten Nachzahlungen.

Man kann rechnen. Die Höhe des Freibetrags ist das, was man für die Maloche dann mehr hat.
Für einen fast Halbtagsjob nicht gerade viel.
 

Hannes63

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Man kann rechnen. Die Höhe des Freibetrags ist das, was man für die Maloche dann mehr hat.
Für einen fast Halbtagsjob nicht gerade viel.

Einerseits richtig, das ist wahrlich nicht viel, wenn ich aber mal überlege das ich "Idiot" jahrelang für einen monatlichen Nettolohn von 1000 Euro, wöchentlich 40 Stunden arbeiten musste und hier bei 20 Stunden am Ende auch fast soviel rauskommen, da frage ich mich wieso ich mir das angetan habe ;)
 
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Hannes63

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Noch eine Frage, die erste Lohnzahlung erfolgt zum 30.05.

Muss dann der komplette Regelsatz sowie die komplette Miete zurück gezahlt werden?
Habe mal irgendwo gelesen das die Miete nicht zurück gezahlt werden muss.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Noch eine Frage, die erste Lohnzahlung erfolgt zum 30.05.

Muss dann der komplette Regelsatz sowie die komplette Miete zurück gezahlt werden?
Habe mal irgendwo gelesen das die Miete nicht zurück gezahlt werden muss.
Die meisten Jobcenter stellen sowieso die Leistungen ein wenn man meldet, dass man Arbeit hat.
Alg kommt im Voraus. Daher musst du diese 400 € erstatten.
Aufpassen! Die dürfen das nicht sofort komplett aufrechnen! Sondern nur 10 % vom Regelsatz (§ 43 Abs. 2 SGB II)
Das sind dann 42,40 € pro Monat. Du bekommst seit Januar 424 €, nicht 416 € Regesatz ;)
 

HermineL

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Noch eine Frage, die erste Lohnzahlung erfolgt zum 30.05.
Muss dann der komplette Regelsatz sowie die komplette Miete zurück gezahlt werden?
Habe mal irgendwo gelesen das die Miete nicht zurück gezahlt werden muss.
Du musst komplett in der Höhe der Aufstockung zurückzahlen deswegen ist es bares Geld wert mit dem AG zu reden das die erste Lohnzahlung erst am 01.06. eingeht denn dann must du das nicht zurückzahlen.
 

Nena

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deswegen ist es bares Geld wert mit dem AG zu reden das die erste Lohnzahlung erst am 01.06. eingeht denn dann must du das nicht zurückzahlen.
Das ist doch aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn man danach nicht mehr im Bezug ist. Da es hier ja um einen Aufstocker geht, bleibt sich das doch gleich?
 

HermineL

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Das ist doch aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn man danach nicht mehr im Bezug ist. Da es hier ja um einen Aufstocker geht, bleibt sich das doch gleich?
Hier geht es nicht um den Bezug sondern um das Zuflussprinzip und es macht sehr wohl einen Unterschiede ob ich einen Zufluss im Mai habe der von den Leistungen im Mai abgezogen wird oder erst im Juni. In einer Hinsicht hast du Recht und das ist das sich dies im laufenden Bezug irgendwann in eine späteren Monat wieder ausgleicht.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Zuerst wollte ich das mit der verspäteten Lohnzahlung auch vorschlagen, habe es aber wieder verworfen.
Das ist doch aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn man danach nicht mehr im Bezug ist. Da es hier ja um einen Aufstocker geht, bleibt sich das doch gleich?
Das sehe ich auch so. Entweder es wird aufgerechnet mit monatl. 42,40 €, oder es wird zur sofortigen Erstattung aufgefordert und man kann eine Ratenzahlung in Höhe von mindestens 10 % v. RS beantragen. So oder so holen sie sich i.d.R. das Geld zurück.
Auch wenn man auf Dauer den Lohn im Folgemonat bekommt, entfällt die Nachzahlung erst dann, wenn man aus dem Bezug fällt.

HermineL hat aber auch ein bisschen recht, da sich die Nachzahlung dann verschiebt. Man hält sich die Chance offen, beim gleichen Arbeitgeber einen Vollzeitjob zu bekommen und damit der Nachzahlung zu entgehen.
Die Katze beißt sich aber dann wieder in den Schwanz, wenn man wieder arbeitslos wird und in Alg 2 fällt. Entweder man muss dann den Antrag einen Monat später stellen, damit der Lohn vom 1. des Monats nicht angerechnet wird, oder man bekommt den "Folgemonatslohn" angerechnet und zahlt diese 400 € letztlich doch. Allerdings auf einen Schlag, da man im Antragsmonat entsprechend weniger Anspruch hat. Nämlich nur diese 336 €.

Fazit: Nur falls man ganz heraus fällt, und nach erneuter Arbeitslosigkeit Alg 1 Anspruch hat, bleibt der Lohn anrechnungsfrei.

Finanziell lohnen tut sich dies in der aktuellen Nullzinsphase also nicht wirklich. Vorteil wäre bestenfalls eine vorübergehend erhöhte Liquidität.
 

Hannes63

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Hallo,

eine Anhörung zur Überzahlung ist nun eingetroffen.

Es steht einmal drin das man die Rückzahlung per Aufrechnung vornehmen kann und dann steht aber ganz unten das die Zahlung grundsätzlich in einer Summe zu erfolgen hat.
Das geht ja auf keinen Fall. Ist die Aufrechnung mit den 10% hier möglich?

Und dann steht da noch das der jenige seine Mitwirkungspflichten verletzt haben soll (siehe roter Rahmen) :unsure:
Die Arbeitsstelle begann am 06.05.
Eingereicht wurde die Veränderungsmitteilung am 02.05., ist das nicht ausreichend? Ist doch vor Arbeitsantritt.
Wir haben natürlich gewartet bis das Mai Geld da war, da sie ja sonst den kompletten Monat mittellos wäre.

Wie soll man jetzt auf die Anhörung am besten antworten?
 

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ExUser 1309

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Eingereicht wurde die Veränderungsmitteilung am 02.05., ist das nicht ausreichend? Ist doch vor Arbeitsantritt.
Wir haben natürlich gewartet bis das Mai Geld da war, da sie ja sonst den kompletten Monat mittellos wäre.
Wann wurde der Arbeitsvertrag unterschrieben, vorher? Wenn ja, dann hätte spätestens dann eine Mitteilung an das JC erfolgen sollen. Ob ihr sonst Mittellos gewesen wärt, spielt dabei leider keine Rolle. Vor Arbeitsantritt hätte man noch Einstiegsgeld beantragen können, gegebenenfalls ein Darlehen, was nach eigenen Erfahrungen oft nicht gewährt wird ( Das Darlehen, Einstiegsgeld schon).
 
E

ExUser 2606

Gast
Da kommt ja noch eine Mitteilung, wohin der Betrag zu überweisen ist, wählscheinlich vom BA Inkasso aus Recklinghausen. Mit denen kann man dan eine Ratenzahlung vereinbaren.
 

Hannes63

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Finde es schon eine Frechheit dem Elo dann auch noch eine reindrücken zu wollen wegen angeblicher Verletzung der Meldungspflicht.
Da muss man sich nicht wundern, dass sich einige Elos lieber auf den Sozialleistungen ausruhen anstatt sich um einen Arbeitsplatz zu bemühren, wenn hinterher noch Sanktionen drohen könnten.

Die die sich bemühen werden noch bestraft und diejenigen die "nix" machen passiert auch nix.
 

sunnytn

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Finde es schon eine Frechheit dem Elo dann auch noch eine reindrücken zu wollen wegen angeblicher Verletzung der Meldungspflicht.

Es kommt drauf an, wann die Person den Arbeitsvertrag unterschrieben hat? Wäre dies erst Anfang Mai gewesen, hat man nichts falsch gemacht. Wurde hingegen schon unterschrieben, bevor das JC die Zahlungen für den Folgemonat veranlasst hat, sieht das anders aus.
Denn das JC ist wohl angehalten (laut SB), das keine wissentlichen Überzahlungen getätigt bzw. dafür eben das Einstiegsgeld beantragt werden soll.
Wir haben es selbst durch. Ein SB erteilte sofortigen Zahlstopp, nachdem wir angaben das im Folgemonat eine Arbeitsaufnahme erfolgt. Wie wir den Monat überbrücken sollten spielte für ihn keine Rolle, da ja schließlich am Ende des Monats Geld kommt und somit ja eine Überzahlung stattfinden und dies zu mehr Papierkram, Rückforderung usw... führen würde.
Als dann zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Arbeitsaufnahme anstand, haben wir dies natürlich wieder gemeldet. Hier wurden wir von einem anderen SB jedoch gefragt, ob ein sofortiger Zahlstopp veranlasst werden soll, oder ob wir die Zahlung noch erhalten möchten (als Überbrückung) und wir dies dann per Rückforderung wieder ausgleichen. (da wir diese Vorgehensweise aber vom ersten mal schon kannten, haben wir vorgesorgt und stimmten dem sofortigen Zahlstopp zu, um keine Rückforderung zu erhalten)


Zudem ist es ja erstmal nur eine Anhörung und demzufolge kann man sich zu diesem Sachverhalt auch äußern.
 
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Hannes63

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Der Arbeitsvertrag wurde so um den 20. April herum unterschrieben, genaues Datum kenne ich jetzt nicht.
Wir warten jetzt mal ab was noch so kommt.
Jedenfalls war es garantiert besser die Veränderungsmitteilung später abzugeben als den Monat ohne Geld dazustehen und sämtliche Lastschriften platzen zu lassen.
Ehe das Einstiegsgeld genehmigt worden wäre (wenn es denn überhaupt bewilligt worden wäre) würden bestimmt auch 2 Wochen vergehen.

Nächstes mal ist man dann eben schlauer und sucht sich lieber keine Arbeit wenn dann wieder die Gefahr besteht das einen nur Steine in den Weg gelegt werden.
 

sunnytn

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Der Arbeitsvertrag wurde so um den 20. April herum unterschrieben, genaues Datum kenne ich jetzt nicht.
Wir warten jetzt mal ab was noch so kommt.
Wenn es in diesem Zeitrahmen passiert ist, dann ist klar warum eine Verletzung der Meldepflicht erwähnt wurde.

Jedenfalls war es garantiert besser die Veränderungsmitteilung später abzugeben als den Monat ohne Geld dazustehen und sämtliche Lastschriften platzen zu lassen.
Das mag sein, jedoch muss man sich dann aber nicht wundern, wenn sowas vorgeworfen wird.

Ehe das Einstiegsgeld genehmigt worden wäre (wenn es denn überhaupt bewilligt worden wäre) würden bestimmt auch 2 Wochen vergehen.
Wie lange solch eine Bewilligung dauert, kann ich nicht sagen, da ich sowas noch nie hatte.

Nächstes mal ist man dann eben schlauer und sucht sich lieber keine Arbeit wenn dann wieder die Gefahr besteht das einen nur Steine in den Weg gelegt werden.
Im Grunde genommen werden einem keine Steine in den Weg gelegt. Es wird auch nur nach Gesetz gehandelt. Ob man diese Vorgehensweise nun nachvollziehen kann oder nicht, bleibt jeden selbst überlassen.
 
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