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Neue Alte EGV und Bewilligung für eine Maßnahme beimTag der Träger

Justus

Elo-User/in
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#1
Hallo Leute,

heute war der Tag, wo sich im Jobcenter 7 verschiedene Träger wie z.B. Ingeneus vorgestellt haben. Man bekam einen Laufzettel (mit Name und Nummer) und man sich bei jeden Stand einen Stempel abholen musste und dann später am Eingang abgeben musste. Es war brechend voll und eine lange Schlange bildete sich vor jedem Stand. Hatte vorher noch einen Termin bei meinem SB. Er ist mit zum Stand von Ingeneus gekommen und ich musste einen Bewilligungsschein zustimmen. Ich wurde total überrumpelt und wusste nicht was ich machen sollte.Eigentlich war vereinbart, dass ich mir den Träger mal anschaue und dann entscheide ob es passen könnte.
Wie komme ich da wieder raus?

Für die Bewilligung musste ich in einen extra Raum, wo eine Angestellte die Bewilligung und eine EGV ausgedruckt hat. Ohne EGV würde keine Maßnahme möglich sein.

Könntet Ihr Euch bitte mal die Dokumente anschauen und
soll ich gegen die neue EGV und die Bewilligung Widerspruch einlegen?
Bin für jede Hilfe sehr dankbar.
Justus
 

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Merse

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#2
Gewöhne dir erstmal dieses "müssen" ab. Wenn dir ein Zettel vorgelegt wird, auf dem steht, dass du einen Gutschein für eine Maßnahme nach Wahl erhalten hast, dir eine Maßnahme freiwillig ausgesucht und diese nun freiwillig antreten willst, obwohl nicht ein Wort davon der Wahrheit entspricht, ist an eine Unterschrift noch nichtmal zu denken. Und wenn du wieder angeblich irgendwas "musst", dann nimmst du den Kram mit, prüfst ihn in Ruhe und entscheidest dann, ob du irgendwas unterschreibst.

Würdest du aus irgendeinem gesetzlichen Grund etwas "müssen", wäre es nicht mehr freiwillig und es bedürfte ohnehin keiner Unterschrift, da bereits gesetzlich geregelt.

Gegen die Bewilligung der Maßnahme kannst du Widerspruch einlegen, Grund wäre, dass du keinen Vermittlungsgutschein erhalten oder eingelöst hast.

Die EGV hast du hoffentlich nicht auch noch unterschrieben, warte ab, bis das Ding als VA kommt und lege Widerspruch ein. Du kannst nicht per VA gezwungen werden, dich in Behandlung zu begeben, zudem sind deine Pflichten widersprüchlich - einerseits sollst du eine Maßnahme zwecks Einzelcoaching aussuchen, andererseits die ausgesuchte Maßnahme zum Einzelcoaching antreten. Es werden Bewerbungen verlangt, ohne dass du die Kosten dafür erstattet bekommst, gleiches gilt für die Nachweise.
 

Sonne11

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#3
EDIT: Merse war schneller :cheer2:

-Nein, man muss ganz sicher keine Laufzettel ausfüllen/stempeln (lassen) dafür gibt es keine gesetzliche Grundlage. Allein schon der Datenschutz spricht für Dich, dass Du keine personenbezogene Daten verbreiten (nennen, besprechen) musst.

-Nein, man muss keinem Bewilligungsschein zustimmen. Denn zustimmen und muss widersprechen sich. Du weißt, was "zustimmen" bedeutet?

-Nein, man muss keine EGV unterschreiben. Weißt Du aber auch so? Und gar nicht erst, wenn man dann nach dem vorangegangenen merkt, dass man überrumpelt wurde und dann vor einer EGV sitzt, die man doch eigentlich kennt.

Hast Du die EGV unterschrieben?


Du hast die EGV unterschrieben und willst Deiner Unterschrift widersprechen? Das geht bei einer EGV nicht. Die "Bewilligungsscheine", also AVGS (Aktivierungs -und Vermittlungsgutscheine) sind freiwillig und der Träger ist von Dir zu wählen. Da hättest Du noch raus gekonnt, aus der Sache.

Der AVGS hat eine Rechtsbehelfsbelehrung. In der EGV ist das Maßnahmedatum falsch, aber im AVGS eben richtig.

Ein schöner Fall, wo ich meinen Spruch wieder begründet sehe, wo die JC nach dem Täuschungs-Schema "das muss so, ist normal und bei allen so" vorgehen. :wink: Hat ja geklappt.
 

Justus

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#4
Vielen lieben Dank Merse und Sonne für Eure Antworten!

Die EGV habe ich natürlich nicht unterschrieben. Das wäre der allergrößte Fehler gewesen. Werde dann den VA abwarten.
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Sonne11

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#5
Dann widerspreche noch dem AVGS mit den schon erwähnten Begründungen u.a. dass Du nicht aufgeklärt wurdest, das Zwang bestand, dass Du Dir keinen Träger gesucht hast -sondern dieser vorher diktiert wurde. Und das Wichtigste: ich habe doch gar keinen AVGS beantragt?

Der AVGS kann allein keine Rechtsfolgen entfalten, erst wenn eingelöst und angetreten, aber dann hast SB schriftlich, dass es nicht von Dir aus ging. Sonst eiern die noch weiter damit.


Einen Va würde ICH nicht abwarten, denn einige SB trauen sich einen AVGS in den VA zu schreiben, obwohl dies eigentlich nicht möglich ist. Aber dann musst Du dagegen vorgehen und das macht Arbeit.

Ist aber nur meine Meinung.
 

Justus

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#6
Danke Sonne! Ohne Unterschrift meinerseits kann ich doch keine Maßnahme beginnen oder ist der AVGS ohne Unterschrift gültig?Glaube den AVGS hat mein SB beim Träger eingelöst. Die haben etwas auf dem Zettel ausgefüllt.Spätestens beim Träger muss noch etwas unterschrieben werden?
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Zuletzt bearbeitet:

götzb

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#7
Den Gutschein muss man nicht einlösen.
Und gratis wird diese australische
Strullerbude nicht arbeiten wollen.
Das hier dazu. :icon_pause:
 

Sonne11

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#8
Danke Sonne! Ohne Unterschrift meinerseits kann ich doch keine Maßnahme beginnen oder ist der AVGS ohne Unterschrift gültig?

Glaube den AVGS hat mein SB beim Träger eingelöst. Die haben etwas auf dem Zettel ausgefüllt.Spätestens beim Träger muss noch etwas unterschrieben werden?
[size=t1]Posted via Mobile Device[/size]
Der AVGS braucht keine Unterschrift, die haben das hinter Deinem Rücken gemacht. Normal bekommst DU den AVGS, suchst Dir eine MN und gibst ihn beim MT Deiner Wahl ab.

Und ja, der Träger erwartet dann vielleicht Unterschriften unter seine "Zettel/Verträge" da Teilnehmer ja von sich aus die Maßnahme wollte und gefunden hat.

Du hast bereits die Bewilligung des AVGS erhalten, deshalb ist dort eine Rechtsbehelfsbelehrung dran.

Du wurdest also komplett umgangen. Du schreibst also einen WS für etwas, was Dir bewilligt, aber von Dir nie beantragt wurde. :peace: Diesen Satz kannst Du auch noch hinzufügen, um die Masche aufzuzeigen, falls das mal vor Gericht geht. :biggrin:

Es könnten jetzt Drohungen und Anhörung folgen, da Du denen das perfide Spiel kaputt machst. Dann musst Du später, falls dies eintritt, ganz klar fordern, Dir Deinen Antrag auf AVGS zuzusenden. Denn diesen wird es nicht geben!

Dein Text aus der PM ist gut.
 

Justus

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#9
Danke Sonne!

Kannte das vorher mit dem AVGS und den Folgen nicht. Jetzt weiß ich besser bescheid. Deswegen bestand mein SB unbedingt darauf zur Veranstaltung mit hochzukommen. Die Teamleiterin war übrigens auch da und mein SB hat ihr grinsend den Wisch gezeigt.
Dreist finde ich außerdem mir noch einmal den selben EGV + der Maßnahme auszuhändigen, gegen den ich dank Euch per Widerspruch gewonnen habe.

Das Jobcenter hat übrigens genügend Beute für die Träger vermittelt. Habs in dem Raum mitbekommen, wo die Leute wegen den Bewilligungsantrag warten mussten. Nicht alle schienen glücklich darüber.

Ja, stimmt! Ich habe nie einen AVGS beantragt, geschweige denn eingelöst.
 

Justus

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#10
Hallo,

hätte da noch eine Frage:

Beim Tag der Träger habe ich einen Laufzettel bekommen. Dort stand mein vollsťändiger Name und Kundennummer drauf. Mein SB hat außerdem den AVGS eingeĺöst und damit quasi meine Daten an Dritte weitergegeben. Ist doch nicht ganz legal oder?

Gruß Justus
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Justus

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#11
Hallo Sonne!

Mein Widerspruch ist überarbeitet und nun fertig. Soll ich es jetzt oder später ans Jobcenter schicken? Das Coaching soll ja erst Ende Oktober beginnen.
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Onkel Tom

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#12
Hallo,

hätte da noch eine Frage:

Beim Tag der Träger habe ich einen Laufzettel bekommen. Dort stand mein vollsťändiger Name und Kundennummer drauf.
...
Solche Laufzettel sind umstritten und sollten nach dem Ringeltanz im JC nicht abgegeben werden..

Habe sowas auch schon erlebt, hab den Laufzettel eingesackt und mich über diese Art Kontrahierungszwang
beschwert.. Kam keine Antwort und ich wurde zu solch dubiosen Verramschmessen nie wieder so
eingeladen und vorgeführt.

Die BG-Nr. unterliegt dem Sozialdatenschutz, also zwischen Privatgeheimnis und allgemeinen Datenschutz
und gehen Dritten zumindest solange nix an, solange mann bei denen keine Masnahme absolviert..

Mit einer BG-Nr. kann man ganz böse Dinge treiben..
 

Justus

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#13
Stimmt Tom! Habe meinen Widerspruch letzte Woche eingereicht und noch keine Antwort bekommen. Habe dafür heute eine Einladung zu einem Termin im Jobcenter und der ist schon am 15. Oktober Montag erhalten.
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Onkel Tom

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#14
Versuche ein Beistand im Sinne des § 13 SGB 10 Abs.4 an die Sonne zu bekommen.

Viel Glück und Daumendrück :wink:
 

Justus

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#15
Hallo Tom,

Ich muss da ohne Beistand durch. Die helfen könnten, sind leider berufstätig. Was erwartet mich wohl am Montag?
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Onkel Tom

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#16
SB wird vermutlich versuchen, dir weiterhin eine Masnahme "schmackhaft" zu machen, zwecks Streichung aus
der Elo-Statistik und das gegenwärtige Widerspruchsverfahen "fallen zu lassen", weil neues vereinbart würde.

Kannst nun eignene "Intregrationskozepte" einbringen und durchsetzen.
Hoffentlich hast Du schon eine Idee, was für Dich sinnvoll ist.

Jedenfalls hast Du nun "zu Gehör verschaffen" erreicht, nehme ich an.
 

Justus

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#17
Danke Tom für Deine Antwort! Das nehme ich auch an. Ich habe mir schon etwas überlegt, was sinnvoll für mich sein könnte. Jedenfalls war die ganze Aktion unverschämt, dass mein SB den AVGS eingeĺöst hat. Jetzt weiß ich jedenfalls wie das mit dem AVGS läuft und das das einlösen des AVGS schon für eine Bewilligung ausreicht. Nochmal lass ich mich nicht überrumpeln.
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