Neue alte Bauernfängerei: sogenannte Registereinträge

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Links oben für ganz unbedarfte der zu einem zweiköpfigen, flugfähigen Drachen umfunktionierte Bundesadler, darunter groß die Aufschrift "USTID-Nr.de" und als Briefkopf "Zentrales Gewerberegister zur Erfassung und Registrierung inkl. Umsatzsteuer-Identifikationsnummern".

Im übrigen erstens ein Anschreiben, indem größten Wert darauf gelegt wird, daß das ausgefüllte Beiblatt kostenlos zurückgefaxt werden könne (weil 0800er Nummer). Und das selbige strotzt dann so vor mehr oder weniger sinnvollen Gesetzesverweisen, angefangen mit § 14 BGB, bis hin zu den Steueränderungsgesetzen von 2011 und 2013, die dem Empfänger suggerieren sollen, daßer gesetzlich verpflichtet sei, die Angaben in dem Formblatt zu korrigieren undschnellstens zurückzugeben.

Nur: der Rechtsfreund liest weiter.
So versteckt sich dann auch zwischen den engen Zeilen zum Thema "Eintragungsdarstellung" die lapidare Feststellung, daß der Spaß
398,88 zzgl. Mwst kostet, und das jährlich.

Nicht überraschend, daß die Widerspruchsfrist mit einer Woche ab Absendedatum nicht gerade üppig ausfällt.

Leute, paßt auf, was Ihr da macht ...
 
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398,88 zzgl. Mwst kostet, und das jährlich.
Den Betrag bitte gleich im Hinterkopf verdoppeln.

Man schließt nämlich für mindestens zwei Jahre ab. :icon_mrgreen:

Ich habe den Wisch schon zweimal bekommen. Schreiben Zwei war eine Erinnerung.
 

Roter Bock

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ich habe die Wische schon zig mal bekommen - wegschmeißen und nicht reagieren ist das beste!

Das sind üble Schlangenfänger!

Roter Bock
 
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Seit der Gründung unserer UG haben wir von solchen Angeboten sicher mehr als 15 von den verschiedensten "Unternehmen" bekommen, alle natürlich nur hirnverbranntes. Da geht ein Standardschreiben raus, das wenn ich sowas nochmal bekomme oder ihre Mahnung erhalte, gibt's ne Anzeige wegen Nötigung. Das hat bei allen bis auf einem funktioniert - dem im Thread hier. Der sendet nun schon die dritte Mahnung. (Also der selbe Text mit Mahnung gestyled, weil ich ja die Zahlung vergessen habe, wieder mit Hinweis, dass ich natürlich erst faxen muss und eigentlich erst dann einen Vertrag abschließe, der natürlich total beknackt ist ...)
 
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Vielleicht brauchen die Jungs erst einen Sack voll negativer Feststellungsklagen mit den entsprechenden Kostenbeschlüssen?
 

Texter50

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Ich hab das Ding im Geschäft inne Pfoten bekommen, anne IHK geschickt und Ruhe war. Hat die Firma ca. 1000 Euro gespart...
Schließlich gibbet ja ne Zwangsabgabe für die IHK, dafür dürfen die auch mal was schaffen... :biggrin:
Die sammeln sowat und gehen dagegen vor.
Wechwerfen klingt zwar gut, aber das ändert nix, denn die finden immer welche, die drauf reinfallen - genuch, um das Spiel noch über Jahre hinwech zu betreiben. :icon_stop:
 

franky0815

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ich bekomm das hin und wieder per fax, dabei frage ich mich woher die die faxnummer haben, da kommen eigentlich nur die kammern oder die anzeigenabteilung vom mitteilungsblatt in frage.

meine datenabfrage nach §34 bei der ihk läuft ja, mal sehn was die alles haben.

übrigens der bundesadler auf dem briefkopf, is der nich geschützt? wenn nich wäre das schon eine sauerei, weil das schreiben schon sehr offiziell ausschaut.
 

franky0815

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Koelschejong

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:icon_mrgreen:Das sieht doch jeder, dass dieser Adler kein offizieller Bundesadler ist. Der Bundesadler repräsentiert bekanntlich auch unsere Regierung, und das heißt doch wohl eindeutig, der Blick ist starr nach rechts gerichtet, und nicht nach links, wie bei dem Vogel auf dem Schreiben.
 
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ich hab mich bei dem adler auf die schreiben bezogen die ich per fax bekomme, und die sehn so oder ähnlich aus wie dieses hier:https://132grad.files.wordpress.com/2011/07/zentrales-unternehmensregister.jpg
Na ja, die Vögel drucken ja gleich den Überweisungsträger aus, da weiß dann schon jeder, daß das mit "kostenlos zurückfaxen" nicht erledigt ist.
Im Übrigen gibt es offenbar in jedem Dorf ein "Zentrales Unternehmens-, Gewerbe- und Sonstwasregister": Bei mir kam die Post aus Bonn.
 

schu83

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Es wird vermutlich nichts passieren und die investierten 1,86 € (Porto) hätte man anders verwenden können. Dennoch habe ich es versucht und vielleicht tut sich ja wirklich mal irgendwann etwas, wenn nur genügend Leute reagieren.

Angeschrieben habe ich:

a) die Firma selbst angeschrieben und nach Auskunft i. S. d. BDSG gebeten sowie die Löschung / Sperrung verlangt - Auskunft kam, Bestätigung der Datenlöschung ebenfalls.

b) den Datenschutz NRW
die in Kopie beigefügten Schreiben der DR Verwaltung AG mit Sitz in Bonn, übersende ich Ihnen zur Information und verbunden mit einer Beschwerde.

Die Gesellschaft erweckt mit Ihren Anschreiben den Eindruck, als sei die angebotene Register-Eintragung notwendig bzw. ggf. sogar verpflichtend. Auf den zweiten Blick fällt natürlich die Formulierung „Angebot“ auf, wodurch eine irreführende Werbung zunächst verneint werden könnte. Die Wahl der Internet-Adresse, des Logos mit den „Europa-Sternen“ sowie der Gestaltung im rechten oberen Bereich in Anlehnung an ein IHK- bzw. Verwaltungsdesign, sind meiner Meinung nach dennoch zu prüfen. Ich habe meine Bedenken bereits parallel dem Bundesministerium der Finanzen mitgeteilt.

Auch wenn der Schutz der Informationen von juristischen Personen sicherlich anders zu werten ist, als der Schutz von Daten privater Personen, da deren Informationen in der Regel nicht in öffentlichen Registern veröffentlicht werden, bitte ich dennoch um Prüfung meiner Beschwerde.

Als Geschäftsführer der Gesellschaft (...) habe ich keine Zustimmung zu Werbemaßnahmen durch die DR Verwaltung AG erteilt, ferner habe ich mit separatem Schreiben um Preisgabe sowie Sperrung / Löschung von Adressdaten und Informationen gebeten.

Bitte teilen Sie mir Ihre Einschätzung schriftlich mit.
Einwilligung zur Datennutzung: Ich ermächtige Sie zur Verwendung der Firmendaten der Gesellschaft (...)
c) dem Bundesministerium der Finanzen
Sehr geehrte Damen und Herren,

die in Kopie beigefügten Schreiben der DR Verwaltung AG mit Sitz in Bonn, übersende ich Ihnen zur Information und verbunden mit nachfolgender Fragestellung:

Besteht hinsichtlich dieser Schreiben eine Handlungsmöglichkeit Ihrerseits, um solche „Angebote“ zu unterbinden?

Ich persönlich habe mich hinsichtlich der mehrfachen unerwünschten Ansprache bereits an die zuständigen Datenschutzbeauftragten gewendet.

Meiner Meinung nach erweckt die Aufmachung des Schreibens, im Stile eines IHK- bzw. Verwaltungsschreibens sowie die verwendete Internetadresse und das verwendete Logo, angelehnt an die „Europa-Sterne“ einen sehr starken Eindruck eines offiziellen "Verwaltungsschreibens“. Selbstverständlich hat man sich nicht dazu verleiten lassen das Wort „Angebot“ zu verschleiern. Die gewählte Internet-Adresse beinhaltet jedoch ein hohes Verwechslungspotential. Bitte teilen Sie mir Ihre Einschätzung schriftlich mit.

Randnotiz: Ich bin Geschäftsführer der angeschriebenen (...) arbeite jedoch zusätzlich in einem Steuerbüro. Zu unseren Mandanten gehören auch Existenzgründer und damit potentielle „Opfer“ solcher Offerten. Ich denke es besteht ein großes öffentliches Interesse daran, solche Anbieter aus dem Verkehr zu ziehen bzw. deren Angebote stärker gegen „echte“ Dienstleistungen
abzugrenzen.

Einwilligung zur Datennutzung: Ich ermächtige Sie zur Verwendung (...)
 
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