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Neuantrag und plötzlich Wohnung zu groß - Kann mir jemand helfen ?

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Olivia76

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#1
Hallo,

bis vor kurzem habe ich ca. 2,5 jahre ALG2 bekommen. Durch ein kleines Geldgeschenk meiner Eltern wurden die Leistungen eingestellt.

Jetzt ist das Geld alle und ich möchte einen Neuantrag stellen.
Aber jetzt ist plötzlich meine Wohnung zu gr0ß. meine Wohnung ist etwas über 49 Quadratmeter groß( habe auch einen WGS ). Laut Bescheid darf ich aber nur eine Grundmiete von knapp über 200 Euro haben. meine ist ca. 240 Euro.
Die Grundmiete war bei mir immer dieselbe. Hat sich nichts geändert. kein Sachbearbeiter der ARGE hat das jemals beanstandet...
Und jetzt soll ich jeden Monat 5 Bewerbungen um eine neue Wohnung vorweisen . Was soll das alles ??????

Kann mir jemand helfen ? Evtl. mit pers. Email...

Danke !
Grüße,
Olivia
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Kann mir jemand helfen ?

Moin,

so klein kann das Geldgeschenk gar nicht gewesen sein oder?

"Bewerben" um Wohnungen kannst Du Dich aber erst, wenn Du Geld hast und dann hast Du 6 Monate Zeit.

Mal schauen, was Andere noch dazu schreiben.

Gruß
 

Olivia76

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#3
Das waren ein paar tausend. Nicht viel.

ich verstehe nur nicht, warum jetzt plötzlich die Wohnung zu groß sein soll,

wenn sie es doch ein paar jahre nicht war...
 

Helga Ulla

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#4
Dann schau hier einmal nach, ob die Richtlinien für Deinen Wohnort auch stimmen.
Denn die Arge macht ja immer ihre eignen Gesetze.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Denn wegen 4qm ist es wohl unmöglich einen Umzug zu verlangen. Die haben einen herrlichen Knall.
 
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#5
Nach Schema
ARGE wird die aktuelle KdU übernehmen.
ARGE wird Kostensenkung fordern. Und schon wird es teuer für ARGE.
ARGE hat nur ein Druckmittel. Die Trägheit ihrer Kunden.
Also wenn ARGE nervt, Kostenübernahme Umzug etc. beantragen.
 

Daisy666

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#6
Haben die Argen eigentlich jemals den Betrag für Wohnungen dem jährlich wachsenden Mietspiegel angepasst`?
 

redfly

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#7
Tja, da musst du jetzt durch. Ein Aufforderung zur Kostensenkung bei einer zu hohen Kaltmiete kann dir während des Leistungsbezuges jederzeit ins Haus flattern. Du solltest dich also jetzt um eine neue Wohnung bemühen und alle Aktivitäten schriftlich dokumentieren. Die anfallenden Kosten im Rahmen der Wohnungsbeschaffungskosten bei der ARGE beantragen. Sollte die ARGE die Übernahme dieser Kosten ablehnen, sofort Widerspruch ggf. Klage erheben. Bis zu einer Entscheidung würde ich dann die Suchbemühungen unterbrechen. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Kampf gegen die ARGE.
 

Olivia76

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#8
Ein Aufforderung zur Kostensenkung bei einer zu hohen Kaltmiete kann dir während des Leistungsbezuges jederzeit ins Haus flattern.

Dann frag ich mich, warum ich hier jahrelang wohnen konnte, ohne dass die ARGE was dagegen hatte...

Ich kann nur umziehen, falls sämtliche Kosten ( insbesondere Renovierung, Kaution ) übernommen werden.

Jetzt soll ich 5 Nachweise jeden Monat abliefern bezgl. Bemühungen um eine neue Wohnung. Wie sollen diese NAchweise aussehen ? Prüfen die das nach ???

Danke für alle Antworten!!
 

Berenike1810

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#9
....Irgendwas ist da derzeit -wohl bundesweit- im Gange !

Alleine in den letzten drei/vier Tagen, haben sich auch hier Stimmen mit dem ähnlichen Problem gemeldet ! - Und nicht nur das, sondern mich haben sie auch angeschrieben, ich habe bis 13.07.09 alle Abrechnungsrelevanten Unterlagen (NK, Energie) einzureichen.

- Nur gut, dass das LSG BaWü zu gunsten der HE entschieden hat.

Allerdings werde ich mir keinerlei Sanktion gefallen lassen !

- Wo wohnst Du denn Olivia ?

Berenike
 

redfly

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#11
Dann frag ich mich, warum ich hier jahrelang wohnen konnte, ohne dass die ARGE was dagegen hatte...
Die ARGE kann ja nicht alle gleichzeitig auffordern umzuziehen. Wenn man Glück hat, so wie bei dir, kann sich das über Jahre hinauszögern.

Ich kann nur umziehen, falls sämtliche Kosten ( insbesondere Renovierung, Kaution ) übernommen werden.
Alle Suchbemühungen dokumentieren, Belege wie z .B. Fahrkarten sammeln und die Übernahme beantragen. Ich hatte damals einen Antrag für 3,80 Euro gestellt.


Jetzt soll ich 5 Nachweise jeden Monat abliefern bezgl. Bemühungen um eine neue Wohnung. Wie sollen diese NAchweise aussehen ? Prüfen die das nach ???
Beim örtlichen Wohngsamt melden und Wohnberechtigungsschein beantragen. Das Kostensenkungsschreiben der ARGE mitnehmen, dann wird dort i.d.R. keine Gebühr fällig. Bei Wohnungsgesellschaften vorsprechen und in die Kartei aufnehmen lassen. Kostenlose Stadtanzeiger auswerten. Oder auch im Internet unter www.immobilienscout24.de nach einer Wohnung suchen.
 
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#12
Nachweise über Wohnungssuche?? Wovon träumt SB ??
Kein Vermieter wird eine Bestättigung ausgeben in der er die Nichtvermietung bescheinigt. Ist Unsinn. Nur wenn ARGE dafür Geld gibt, könnte sich was ändern. Da ARGE aber hier auf das nicht nachprüfbare Wort der Vermieter/Makler angewiesen ist,..... Mal ganz abgesehen vom Nachweis der Eigenschaft Vermieter/Makler.
Nachprüfen beim Nichtvermieter?? Der kennt seine Nichtkunden noch nicht einmal. DATENSCHUTZ. Zudem hat ein Vermieter/Makler für Nichtgeschäft auch genau keine Zeit.
 

ARGEakut

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#13
Dann schau hier einmal nach, ob die Richtlinien für Deinen Wohnort auch stimmen.
Denn die Arge macht ja immer ihre eignen Gesetze.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Denn wegen 4qm ist es wohl unmöglich einen Umzug zu verlangen. Die haben einen herrlichen Knall.
Nun, die ARGE hat die Rechtsprechung auf ihrer Seite. Olivia wohnt im Oberbergischen Kreis (in Gummersbach) und stellt nun einen Neuantrag. Maximal 45qm bei 4,50€/kalt pro qm². Bei bestehenden ALG2-Bezug wurde auf Umzug aus "Goodwill" häufig verzichtet. Für die Zukunft gilt dies leider nicht.....
 

Archibald

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#15
E

ExitUser

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#16
Beim örtlichen Wohngsamt melden und Wohnberechtigungsschein beantragen. Das Kostensenkungsschreiben der ARGE mitnehmen, dann wird dort i.d.R. keine Gebühr fällig. Bei Wohnungsgesellschaften vorsprechen und in die Kartei aufnehmen lassen. Kostenlose Stadtanzeiger auswerten. Oder auch im Internet unter www.immobilienscout24.de nach einer Wohnung suchen.
Und was ist, wenn man bereits eine Whg. bei der einzigen örtlichen Genossenschaft hat und die immer noch zu teuer ist? Immoscout würde bei mir nie eine Whg. zu den Bedingungen der Arge anbieten.

Anfangs haben sie sogar versucht mich davon zu überzeugen, dass ich einen Teil der Miete selbst übernehmen muss. Nach 6 Monaten haben sie es einfach abgezogen. Jetzt liegt es bei Gericht. Nachweisen konnte ich nicht viel, weil es keine passenden Angebote gab.
 
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#17
Nachweise.
Z.B. die alten zeitungen. aflls Dir welche fehlen, frag bei der Zeitung nach. Die helfen meist unbürokratisch.

Hat ARGE denn die Kostenübernahme für den Umzug zugesichert?
Ich würde bei ARGE auch die Kündigungsgenehmigung einfordern.
Damit könnte sichergestellt werden, dass nach der Frist nicht Obdachlosigkeit da ist. Und ARGE nur sagt: selbst verursacht.
 

stippy

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#18
hallo,
an deiner stelle würde ich zu Wohnungsbaugesellschaft hingehen und mir drei oder vier Angebote geben lassen, dann rufst du Umzugsfirmen an lasse dir 3 Kostenvoranschläge geben Kostenvoranschläge sind in der Regel um sonst, gehe zu deinen Bearbeiter verlangst 1. Umzugskosten (legst 3 Kostenvoranschläge vor) dann beantragst du Kaution.
und du wirst sehen das sie dich in ruhe lassen.
 
E

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#19
Beim SG klagen gegen die Ablehnung der Übernahme der KdU.

Solange da nichts entschieden ist, brauchst Du keine Wohnung suchen und sie müssen die KdU übernehmen.
Spätestens nach einem halben Jahr wird üblicherweise gekürzt. Dann erst kann man Widerspruch und Klage einreichen. Die Whg. ist leider zu groß, da wird es ohnehin schwierig, zumindest wenn kleinere/ billigere Whgn. auf dem Markt zu haben sind.
Wenn laufend Nachweise über die Whgssuche eingereicht werden, kann die Frist auch verlängert werden. Das handhabt jede Arge anders. Manche kürzen auch schon früher.

Die Alternative wäre eine Feststellungsklage, dass die Berechnung der Grenzwerte falsch ist. Das ist aber nicht einfach.
 

ARGEakut

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#20
hallo,
an deiner stelle würde ich zu Wohnungsbaugesellschaft hingehen und mir drei oder vier Angebote geben lassen, dann rufst du Umzugsfirmen an lasse dir 3 Kostenvoranschläge geben Kostenvoranschläge sind in der Regel um sonst, gehe zu deinen Bearbeiter verlangst 1. Umzugskosten (legst 3 Kostenvoranschläge vor) dann beantragst du Kaution.
und du wirst sehen das sie dich in ruhe lassen.

So einfach ist das leider nicht. Es besteht nämlich kein Anspruch auf Übernahme der Kosten für ein Umzugsunternehmen, Nachbarschaftshilfe und max. 100,00 € für nen Mietwagen :-(
 
E

ExitUser

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#21
hallole,

Irrtum!

Umzugskosten: Zu den notwendigen Umzugskosen gehören alle Kosten, die in Zusammenhang mit dem Umzug entstehen. siehe Eicher/Spellbrink SGB II 22 Rz. 84.

darunter fallen z.b. die Kosten fürs Packen, Packmaterial, Transport, Versicherung, Benzin, die Anmietung eines vollkaskoversicherten Fahrzeuges und die erforderliche Verpflegung der Umzugshelfer. Sie können ja nicht verlangen das ihre kosenlosen Umzugshelfer auch noch hungrig und dehydriert arbeiten:icon_evil:. eine Haftpflicht ist für die privaten Helfer ebenfalls notwendig, weil diese schwerlich für die Beschädigung oder den Verlust des zu transportierenden Gutes persönlich haftbar gemacht werden können.
Sperrmüllgebühren sind ebenfalls von der Arge zu tragen.

Wiederbeschaffungskosten von Hausrat und Möbeln, die aufgrund des geforderten umzuges unbrauchbar oder beschädigt wurden.

Desweiteren: Wer gehalten ist den geforderten Umzug mit Freunden, Nachbarn, Bekannten zu organisieren. Wer das nicht kann, aufgrund von Krankheit, Behinderung oder schlichtweg keine Helfer hat, muß das Amt die Kosten für ein gewerbliches Unternehmen bezahlen, bzw. für gewerbliche Helfer. Vor dem Umzug mit einer Spedition sind lediglich 2 Kostenvoranschläge einzureichen.

Weitere Umzugskosten: Bei Auszug die geschuldete Endrenovierung, bei Einzug die anfallende Einzugsrenovierung falls notwendig.

Maklergebühren sind ebenfalls zu erstatten, Telefongespräche und die Einrichtung eines Telefons falls nicht vorhanden. Nicht zu vergessen: falls es zu Zahlung einer Doppelmiete kommen sollte, Arge ist zuständig.

alle aufwendungen müssen im Vorraus beantragt werden. Unterschrift unter neuen Mietvertrag erst nach schriftlicher Genehmigung aller kosten durch das amt. ansonsten Widerspruch (dowloadbereich des ELO) EA beim SG, und nicht zu vergessen Kostengegenüberstellung der umzugskosten gegen die mehrkosten der derzeitigen Wohnung. Das BSG hat 2008 eine entsprechende richtlinie zum § 22 SGB II herausgebracht, daran orientiert sich die Rechtsprechung, und die sieht nun mal keine Pauschalierung vor, also lohnt eine entsprechende Klage auf die Übernahme der tatsächlichen Wohnungskosten, da erst mal bei einem widerspruch die Arge im Zugzwang ist eine entsprechende wohnung zu benennen.

merke: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.

liebe grüße von barbara
 

Erolena

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#23
DieFrettchen
Das BSG hat 2008 eine entsprechende richtlinie zum § 22 SGB II herausgebracht, daran orientiert sich die Rechtsprechung, und die sieht nun mal keine Pauschalierung vor, also lohnt eine entsprechende Klage auf die Übernahme der tatsächlichen Wohnungskosten, da erst mal bei einem widerspruch die Arge im Zugzwang ist eine entsprechende wohnung zu benennen.
Was meinst Du damit? Wirklich eine Richtlinie? Oder ein Urteil, das besagt, eine Pauschalierung ist nicht rechtskonform, sondern individuellen Kosten sind zu übernehmen? Mich würde das Urteil bzw. Richtlinie interessieren. Danke im Voraus. Und danke für den guten Beitrag.
 

VerBisUser

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#24
nun, recht haben und recht bekommen sind zweierlei. mein posting war der realität geschuldet und nicht dem anspruch.
 

gerda52

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#25
VerBisUser sagte :
nun, recht haben und recht bekommen sind zweierlei. mein posting war der realität geschuldet und nicht dem anspruch.
Welches Posting?
 

nightangel

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#26
Also ich kann nur berichten das die Argen da auch ganz schön stur sein können.
Ich bekam Ende 2007 diese Umzugsaufforderung. Habe dann auch brav die Zeitungen und das Internet nach Wohnungen durchforstet. Sämtliche Anzeigen die der Grösse für eine Einzelperson entsprachen ausgeschnitten mit Datum und aus welcher Zeitung auf Blätter geklebt und in einem Ordner abgeheftet. Das gleiche mit den Anzeigen aus dem Internet, alles was der Grösse entsprach ausgedruckt und mit abgeheftet. Es war auch nicht eine einzige günstigere dabei. Sogar bei meinem Vermiter (Wohnungsbaugesellschaft) eine Bescheinigung geholt das die nicht die Miete absenken und auch keine günstigere zur Zeit haben.

Nach den 6 Monaten dann mit dem Ordner zur Arge. Der wollte die Nachweise garnicht sehen (wofür hab ich mir dann die Arbeit gemacht und alles gesammelt?) und meine Miete wurde sofort um damals ca. 38€ abgesenkt.

Natürlich dann direkt zur Gewerkschaft und Klage eingereicht, das war Anfang 2008.
Seitdem läuft das ganze Verfahren vor Gericht.
Anfang 2009 dann Gerichtstermin. Dort kam von dem Argemenschen doch glatt die Aussage ich hätte ja nur teurere Wohnungen ausgeschnitten und ausgedruckt (schon klar, sollte ich etwa die kompletten zeitungen aufheben als Nachweis das nichts günstiges dabei war? Dann brauch ich aber eine grössere Wohnung wo ich ein Zimmer mehr habe für die Zeitungsstapel :icon_kotz:).
Das gleiche Spiel mit den Ausdrucken aus dem Internet. Weiterhin kam die Frage ob ich mich denn wenigstens mit den Vermietern in Verbindung gesetzt hätte (macht auch Sinn wenn die Whg teurer ist als meine und eh nicht bewilligt würde).

Jedenfalls wollte die Richterin dann Nachweis der Arge ob es, und wenn ja wieviele, Wohnungen zu deren vorgegebenen Mietpreis gibt. Ein paar Seiten dieser Listen hatte der Argemensch wohl schon dabei.
Ach ja, und die Richterin fragte wie die denn den Mietpreis den sie vorgeben berechnen würden. Antwort: Aus dem Mietspiegel die beiden unteren Wongruppen (also I und II) davon der durchschnitt der untergrenzen minus 5%. Was bewilligt wird liegt also noch unter dem niedrigsten Betrag der unteren Gruppe (also Bj. vor 1948) laut Mietspiegel.

Jedenfalls entschieden wurde bei Gericht noch nichts weil sie noch die Wohnungslisten von der Arge haben wollte als Nachweis das es überhaupt günstige Wohnungen, nach deren Vorgaben, gibt.
Vor einiger Zeit kam dann ein dicker Stapel mit Wohnungslisten von der Arge, hab mal nach gezählt, glatte 168 Seiten. :icon_eek:
So, diese habe ich dann mal ausgewertet (wie auch die paar Seiten, die er bei Gericht dabei hatte, schon) und siehe es waren auf jeder Seite etliche die schon zu gross waren, also über 45m², etliche die von der Kaltmiete höher lagen als erlaubt, etliche wo die Nebenkosten höher waren als erlaubt, einige sogar wo nur die Nebenkosten angegeben waren, etliche wo garkeine Nebenkosten angegeben waren und sogar eine ganz ohne Angaben. Dazu noch sehr viele ohne Angabe von Heizkosten.
Nunja, diese Auswertung ging nun ans Gericht und ich warte nur noch wie da nun entschieden wird. Müsste ja bald mal eine Entscheidung kommen.

Also wer dagegen kämpft braucht einen wirklich langen Atem. Der ganze Kram läuft jetzt schon seit Anfang 2008, seitdem zahl ich die differenz der Miete aus meinem Regelsatz drauf und Anfang diesen Jahres kam noch eine Mieterhöhung von 4,40€ :icon_sad:.

Ach und auch bei mir haben sie davor anstandslos immer die komplette Miete übernommen und plötzlich nicht mehr, obwohl sich bis dahin nichts geändert hatte.
 

Helga Ulla

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#27
Olivia, ich hab Dir schon zu Beginn der Sache auch empfohlen, zu einem Anwalt zu gehen. Denn dieser wird denen auf die Sprünge helfen. In Gummerbach gibt es doch auch Anwälte für Sozialrecht.
Hole Dir einen Beratungsschein beim Amtsgericht, und dann höre dessen Meinung.
 

redfly

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#28
Tja, du sollst natürlich nicht nachweisen, dass es auch unangemessene Wohnungen gibt. Solche Inserate werden als Nachweis nicht gelten. Es ist einfach ein Teufelskreis! Ich denke nur schriftliche Absagen angemessener Wohnungen sind vor Gericht zu gebrauchen. Zumindest sollte man anhand einer Liste die Suchbemühungen dokumentieren. Auch die Namen und Telefonnummern der Gesprächspartner, sowie den Grund der Absage, sollte man unbedingt festhalten.
 

nightangel

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#29
Tja, du sollst natürlich nicht nachweisen, dass es auch unangemessene Wohnungen gibt. Solche Inserate werden als Nachweis nicht gelten. Es ist einfach ein Teufelskreis! Ich denke nur schriftliche Absagen angemessener Wohnungen sind vor Gericht zu gebrauchen. Zumindest sollte man anhand einer Liste die Suchbemühungen dokumentieren. Auch die Namen und Telefonnummern der Gesprächspartner, sowie den Grund der Absage, sollte man unbedingt festhalten.
Also bei mir haben die Nachweise. der unangemessenen Wohnungen, vor Gericht schon gegolten, auch meine Aussage dass das alles war, was zu finden war und eben keine günstigeren dabei waren.
Daraufhin wollte die Richterin ja von der Arge Nachweise in Form von Wohnungslisten haben um zu sehen ob es überhaupt günstigere Wohnungen, zu deren Vorgaben, gibt. Selbst mein Beistand (Rechtssekretär) von der Gewerkschaft, der mich ja dort rechtlich vertritt, meinte das es so schlecht garnicht aussieht. Aber naja, abwarten was dann das Urteil sagt.
 
E

ExitUser

Gast
#30
hallole gerda52,

sieh mal ob es jetzt schnaggelt: ARGEakut und VerBisUser sind ableger voneinander.

liebe grüße von barbara:icon_knutsch:
 

Kikaka

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#31
KdU Niedersachsen

Ein Artikel von Herbert Masslau der sich mit den Klimmzügen der Argen in Niedersachsen bei der Erstellung von gedeckelten KdU-Vorgaben befaßt.
Demnächst legen Demoskopen an Stelle realer statistischer Ermittlungen den Bedarf fest oder was?! –
- Hier sollte unbedingt ein Fachanwalt eingeschaltet werden
 

redfly

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#32
Ach Mensch, klar wird die ARGE immer eine Liste über günstigen Wohnraum vorlegen könne. Somit hätte man mit seinen eigenen unangemessenen Angeboten schon verloren. Also, es müssen Gründe her, warum z. B. ein angemessene Wohnung nicht angemietet werden konnte (Schufa, dem Vermieter passt die Nase nicht, was weiss ich). Aber bitte immer alles schriftlich einreichen.
 
E

ExitUser

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#33
Ach Mensch, klar wird die ARGE immer eine Liste über günstigen Wohnraum vorlegen könne. Somit hätte man mit seinen eigenen unangemessenen Angeboten schon verloren. Also, es müssen Gründe her, warum z. B. ein angemessene Wohnung nicht angemietet werden konnte (Schufa, dem Vermieter passt die Nase nicht, was weiss ich). Aber bitte immer alles schriftlich einreichen.
Das möchte ich erstmal sehen! Soweit ich weiß, sind Umzugsaufforderungen in andere Gemeinden nicht zulässig. Unsere Arge berechnet aber die Pauschale nach den Durchschnittswerten in einem riesigen Landkreis. Wichtig ist ja auch nicht nur die Existenz von billigerem Wohnraum, sondern die Verfügbarkeit für Erwerbslose.
 

redfly

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#34
Wird vom Vermieter ein Hartz IV-Empfänger abgelehnt, hat man einen Nachweis auf seiner Liste! Stellt dir der Vermieter keine "Ablehnungsbescheinigung" aus, braucht man einen Zeugen. Das wird dann mit in die Liste über die Suchbemühungen aufgenommen.
 
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