Neuantrag bei Selbstständigkeit (1 Betrachter)

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heinzzhao

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Hallo zusammen und erst mal schön das es dieses Forum gibt.

Zu meiner Person, ich bin 49 Jahre alt und habe mich zum 16.10.2011 mit einen Versandhandel Selbstständig gemacht.

Da ich anspruch auf ALG1 hatte habe ich für 9 Monate den Gründungszuschuss bekommen..

Leider habe ich es in den 9 Monaten noch nicht geschaft so viel Gewinn zu machen das ich davon leben kann.

Ich war daher am 27.08 beim Jobcenter und habe ergänzende Hilfe beantragt, mein Gewinn liegt bei ca 300€ im Monat.

Ich habe dort gleich gesagt das ich den Antag am dem 01.09.2012 stelle.

Am 03.09 habe ich nun die Unterlagen wie Mietvertrag, Gewerbeanmeldung, Nachweis der KFZ-Versicherung, Kontoauszüge der letzten 3 Monate, vorläufige EKS für die kommenden 7 Monate usw abgegeben.

Nun habe ich heute Post vom Team Selbstständige bekommen, ich soll bis zum 20.09 folgendes einreichen:

Gewinnermittlung für 2011
Gewerbeanmeldung ( haben sie schon kopiert)
Buchhaltungsunterlagen von 01/12 bis jetzt
Kontoauszüge von 01/12 bis jetzt
Fahrtenbuch von 01/12 bis jetzt, habe kein Fahrtenbuch geführt, benutze den Wagen aber zu 80% Gewerblich. Fahrtenbuch wird jetzt am dem 01.09.12 geführt.

Vorläufige EKS für den Monat 08/12 (ich beantrage ALG2 erst ab 01.09)

Und ein paar weitere Kleinigkeiten die aber ok sind.

Jetzt meine Frage an die Experten, was muß ich wirklich vorlegen?????

Können die wirklich die Kontoauszüge vom ganzen Jahr verlangen und die Buchhaltungsunterlagen???

Und wie sieht das mit der Gewinnermittlung für 2011 aus???


Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand sagen könnte was ich wirklich machen muß. Vielen dank im Voraus.

Heinz
 

Mollmops

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Gewinnermittlung für 2011
[...]
Und wie sieht das mit der Gewinnermittlung für 2011 aus???
Die Steuererklärung müsstest du für 2011 ja schon gemacht haben. Sofern der Bescheid vom Finanzamt bereits vorlegt, würde ich den kopieren und gut ist.

Fahrtenbuch von 01/12 bis jetzt, habe kein Fahrtenbuch geführt, benutze den Wagen aber zu 80% Gewerblich.
Ganz schlecht, da nicht nachweisbar.

Buchhaltungsunterlagen von 01/12 bis jetzt
Vorläufige EKS für den Monat 08/12 (ich beantrage ALG2 erst ab 01.09)
Steht da explizit "Buchhaltungsunterlagen" drin? Wenn ja, würde ich an deiner Stelle den Begriff zu deinen Gunsten auslegen und des lieben Friedens Willen eine abschließende EKS von 01-08/2012 anfertigen. Denke daran Kundendaten zu schwärzen, erstens wegen Datenschutz, zweitens weiß man nie, ob das JC dort mal nachfragt, ob das wirklich alles so seine Richtigkeit hat.
 

Pfiffi

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Ob und was genau Du vorlegen sollst, kann Dir letztendlich nur Deine SB genau benennen, ob die Unterlagen die Du vorlegst okay sind.

Mache doch eine Excel Tabelle, Einnahmen - Ausgaben für 2011, Kontoauszüge, vorlegen ja zur Einsichtnahme, ob der Zeitraum von einem Jahr rückwirkend, da bin ich im Zweifel.

Ansonsten EKS ab Beginn des Zeitraumes der Bedürftigkeit vorrausschauend, abschließend dann im März 2013. Naja ist schon ein ganz schöner Papierkrieg.

Wichtig ist wenn Du etwas abgibst dann immer nachweislich gegen Stempel und Unterschrift. Und eine Dir vorgelegte EGV nimmst Du zur Prüfung mit und kannst diese hier einstellen im entsprechenden Thread, vorher bitte persönliche Daten schwärzen. Gerade mit "Neulingen" wird oft ein tolles "Tänzchen" vorführt.
 

DeppvomDienst

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Füll die EKS aus und schick sie hin, dazu den Steuerbescheid von 2011 in Kopie, den Du vom Finanzamt bekommen hast.

Belege würde ich erstmal keine beifügen, da solltest Du auch so unbequem wie nur irgendwie möglich auftreten. Je mehr Arbeit die haben, desto weniger werden sie damit zu tun haben wollen.

Kundendaten sind definitiv zu schwärzen auf Kontoauszügen, Rechnungen an Kunden würde ich gar nicht herausgeben, denn wer für was und in welcher Höhe, Menge und zu welchem Preis bezogen hat, gehört zum Betriebsgeheimnis und das geht die schlicht und ergreifend nichts an.

Im Zweifel ist auf einer Rechnung an Kunden alles bis auf die Gesamtsumme zu schwärzen, bei Kontoauszügen ebenfalls.

Bei Lieferantenrechnungen usw. gilt das Gleiche.
Da würde ich die Adressen des Lieferanten oder Herstellers schwärzen, ebenfalls ggf. die ausgehandelten Konditionen.
Auch das ist Geschäfts-Know-How und das geht die nunmal einen Feuchten an und ist auch zur Bewilligung oder Berechnung von Leistungen nicht erforderlich.
Auch hier reicht im Grunde aus, um was für einen Artikel es sich handelte und wie der Endpreis aussieht, der auch überwiesen wurde, also die tatsächliche Ausgabe.

Kundennummern usw. sind auch dort zu schwärzen.

Dass die erstmal wollen, dass Du die Hosen komplett runterlässt, ist klar... Letzten Endes gucken die auch nur wie "Schwein ins Uhrwerk" und haben eigentlich keine Ahnung, was sie da eigentlich "prüfen". Sie tun es aber trotzdem, das hält sie ja nicht davon ab.
Wer mitspielt, wird eben entsprechend ausgebeutet, wer sich wehrt, hat Ärger... das gehört aber eben leider zur Geschäftsführung dazu.

Zum Fahrtenbuch:
Du bist nicht verpflichtet, ein Fahrtenbuch zu führen.
Wenn Du aber die KFZ-Kosten, Tankquittungen, Reparaturrechnungen, Wartungskosten, TÜV-Plakette etc. geschäftlich abrechnen willst, musst Du nachweisen, dass das betriebliche KFZ tatsächlich entsprechend viel betrieblich genutzt wird - und das geht nur übers Fahrtenbuch.

Ansonsten musst Du gegenüber dem Jobcenter jeden betrieblich gefahrenen Kilometer mit der 10-Cent-Methode abrechnen, wie in der ALG-II-VO ( § 3 ) vorgesehen ist. Das ist dann ärgerlich, denn 10 Cent pro Kilometer reichen im Normalfall nicht einmal für die Benzinkosten...

Schaff Dir ein Fahrtenbuch an, gibts in den meisten Büroartikelgeschäften zu kaufen und ist nicht sonderlich kompliziert auszufüllen.
Bei Privatfahrten trägst Du nur die Kilometerstände ein und schreibst zur Nutzung "privat", einzig zu den geschäftlich gefahrenen Kilometern musst Du die gesamte Zeile ausfüllen.
Ist am Anfang lästig, man gewöhnt sich aber schnell dran und es nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, wenn man es gewissenhaft aufschreibt.

Es lohn sich auch, evt. einen Schmierzettel im Auto zu haben und dort mitzuschreiben, und dann zu Hause einmal im Monat die Fahrten ordentlich zu übertragen.
Das wirkt sich deutlich auf die Lesbarkeit aus, glaube mir ^^
 

Koelschejong

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Wie Mollmops schon schreibt - das Problem ist, wie schnell brauchst Du die Stütze. Stellst Du Dich auf die Hinterbeine, was Du meines Erachtens könntest, dann dauert's vermutlich. Spielst Du F.D.P. (wir müssen liefern), geht's vermutlich schneller. Fahrtenbuch reicht nach meiner Meinung, wenn Du das ab jetzt führst, vorher war das nicht erforderlich, also hast Du das auch nicht gemacht.
 

heinzzhao

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Erst mal ein danke an alle die geantwortet haben.

Ich habe letzten Mittwoch alle Unterlagen eingereicht. Erst wollte man das ich alles da lasse, womit ich nicht einverstanden war, da wollte man alles kopieren, was ich aber auch verneint habe.

Nun ja, nach 10min war ich mit allen Unterlagen wieder aufen Heimweg und habe gestern schon meinen Bescheid für die nächsten 6 Monate bekommen.

Mal schauen was in 6 Monaten kommt.
 

heinzzhao

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@Minimina

Ja ist so ausgefallen wie erwartet, nur mit den Heizkosten muß noch was geklärt werden. LG
 
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