Neoliberales Rädchen dreht sich tapfer (ZDF Reporter)

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bender

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Wieder mal lassen uns die ZDF-Reporter um Norbert Lehmann wissen wer in diesem Land die echten Verbrecher sind, die Arbeitslosen ! Diesmal gehts es darum das es Arbeitslosen-Berater gibt die zum Sozial-Missbrauch aufrufen, Sozialmissbrauch ist wenn Arbeitslose das beantragen was sie alles gesetzlich beantragen dürfen - ist ja eh eine Frechheit wie wir seit Peter Struck wissen, "Man muß nicht alles rausholen was geht" (damit meinte er nicht die 700 Euro Diätenerhöhung soindern kranke Arbeitslose die es wagen vielleicht 15 Euro für spezielles Essen zu beantragen ...

Hier mal was von der FAZ über die ZDF-Ordnungsamt-Reporter:

"ZDF.reporter" ist das mit Abstand monotonste Magazin im deutschen Fernsehen. Es nimmt die Welt fast ausschließlich aus der Perspektive von Ordnungshütern wahr. Andere Menschen kommen nur als reuige Sünder oder uneinsichtige Missetäter vor, bestenfalls als Zeugen oder zu Unrecht Verdächtige. Es sind oft Bagatelldelikte, die im Mittelpunkt stehen, aber bei "ZDF.reporter" ist klar, daß es keine Bagatelldelikte gibt: Es geht um Recht und Ordnung, im Kleinen wie im Großen, und wenn man genug Sendungen gesehen hat, beginnt man selbst zu glauben, daß der Unterschied zwischen einem Menschen, der achtlos eine Bananenschale wegwirft, und einem Terroristen möglicherweise nur in Nuancen besteht.

Die Off-Texte klingen wie Sätze aus dreißig Jahre alten "Aktenzeichen XY"-Sendungen oder frühen "Derrick"-Folgen: In der Wohnung eines jungen Kriminellen riecht es "wie in einer Marihuana-Höhle" (was immer das sein mag). Ein "Sozialschmarotzer" schläft bis mittags und würde nie putzen, "nicht mal bei sich zu Hause". Zwei Sechzehnjährige nachts um zwei weit von ihren Wohnungen, klarer Fall: Die müssen Böses im Schilde führen. "Lautes Hundegebell in der Wohnung, nicht gerade ein Zeichen für gute Erziehung." Immer heißt es: "Für die Beamten ist er kein Unbekannter", "die Dunkelziffer ist hoch" oder: "Frank ist kein Einzelfall". Und wenn ein Ertappter sprachlos ist, reicht es den Reportern nicht, seine Sprachlosigkeit zu zeigen. Sie müssen sagen: "Er ist sprachlos."

ZDF.reporter" ist auf eine sehr kleinkarierte Art das deutscheste Fernsehmagazin.



Eine Themenauswahl

2.Januar: Mit zwei Polizistinnen gegen kriminelle Jugendliche.

19.Januar: Mit der österreichischen Autobahnpolizei gegen Vignettensünder. / Mit Ladendetektiven gegen Supermarktdiebe.

26.Januar: Mit der Polizei gegen betrunkene junge Autofahrer. / Mit Schleierfahndern gegen Schlepper.

2.Februar: Mit der Polizei gegen Raser und Drängler. / Mit der Kripo gegen Drogenbanden.

23.Februar: Mit der „Brummi-Polizei“ gegen gefährliche Lkw. / Mit der Polizei gegen prügelnde Ehemänner.

9.März: Mit dem Ordnungsamt gegen Schulschwänzer. / Mit Taxi-Kontrolleuren gegen „Taxi-Trickser“.

23.März: Mit der Polizei gegen „Schrottlaster“.

30.März: Mit Zollbeamten gegen Schwarzgeldsünder. / Mit Fahndern gegen Führerscheinsünder.

27.April: Mit privaten Sicherheitsdiensten gegen Hooligans und Ladendiebe.

4.Mai: Mit der Polizei gegen Langsamfahrer auf der mittleren Spur. / Mit der Polizei gegen Kriminelle in Kreuzberg.

12.Mai: Mit der Zivilpolizei gegen Dealer in der U-Bahn.

25.Mai: Mit dem Arbeitsamt gegen Drückeberger. / Mit den Lebensmittelkontrolleuren gegen Kakerlaken. / Mit dem Videomobil der Polizei gegen Lkw-Sünder.

1.Juni: Mit Zwangsvollstreckern gegen säumige Schuldner.

6.Juli: Mit der Polizei gegen Motorradraser.

13.Juli: Mit Ferienpolizisten gegen Lagerfeuer am Strand. / Mit dem Wildtierbeauftragten gegen Tiere in der Stadt.

20.Juli: Mit dem Lkw-Kontrolleur gegen sonntags fahrende Laster. / Mit dem Tierinspektor gegen Tierquäler.

27.Juli: Mit der Hundekontrolleurin gegen Hunde ohne Leine. / Mit der Polizei gegen Motorradraser. / Mit der Schuldeneintreiberin gegen säumige Schuldner.


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.07.2005, Nr. 30 / Seite 27

Unter Missbrauch verstehe ich das was NOKIA abzieht, hunderte Millionen Subventionen einstecken und dann ins nächste EU-Land nochmal hunderte Millionen einstecken ...
 

Rinzwind

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Wieder mal lassen uns die ZDF-Reporter um Norbert Lehmann wissen wer in diesem Land die echten Verbrecher sind, die Arbeitslosen ! Diesmal gehts es darum das es Arbeitslosen-Berater gibt die zum Sozial-Missbrauch aufrufen, Sozialmissbrauch ist wenn Arbeitslose das beantragen was sie alles gesetzlich beantragen dürfen - ist ja eh eine Frechheit wie wir seit Peter Struck wissen, "Man muß nicht alles rausholen was geht" (damit meinte er nicht die 700 Euro Diätenerhöhung soindern kranke Arbeitslose die es wagen vielleicht 15 Euro für spezielles Essen zu beantragen ...

Hier mal was von der FAZ über die ZDF-Ordnungsamt-Reporter:

[Zitat]

Unter Missbrauch verstehe ich das was NOKIA abzieht, hunderte Millionen Subventionen einstecken und dann ins nächste EU-Land nochmal hunderte Millionen einstecken ...
Es ist schön zu sehen, dass inzwischen auch mal vereinzelte kritische Berichte in Mainstreammedien veröffentlicht werden.

Zu Bertelsmann-TV (ZDF genannt):
Von diesem Sender Beiträge wie ...

- mit Zivilcourage gegen Korruption in Politik und Wirtschaft,
- Lobby-Kontrolleure entlarven die wahren Hintergründe der repressiv-faschistoiden ReGIERungspolitik oder
- Zivilcouragisten decken auf: eine 1000-Seitige Dokumentation über Grundgesetzverletzungen durch PolitikerInnen in Zeiten der großen Korruption.

... zu erwarten, ist so realistisch wie die Forderung, dass in Zukunft Männer die Babys austragen. :icon_pfeiff:


Schönen Gruß, Andreas
 
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ExitUser

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Berliner Arbeitslosenberatungen fordern zum Sozialmissbrauch auf

Arbeitslosenberatungen fordern zum Sozialmissbrauch auf

Mainz (ots) - "ZDF.reporter": Arbeitslosenberatungen fordern zum Sozialmissbrauch auf / Beitrag über Berliner Beratungsstellen am Donnerstag, 17. Januar, 21.00 Uhr

"ZDF.reporter" hat Berliner Beratungsstellen einer Stichprobe unterzogen: In vier von fünf Testgesprächen wurden Arbeitslosen Tipps zum Sozialmissbrauch gegeben. Der Beitrag ist in "ZDF.reporter" am 17. Januar 2008, 21.00 Uhr, zu sehen - auf dem neuen Sendeplatz am Donnerstag.

Die ZDF-Mitarbeiter gaben sich für den Beitrag als Paar aus, das zusammenziehen wolle. Ein Partner beziehe Hartz IV, der andere habe einen festen Job. Als so genannte Bedarfsgemeinschaft müsste nach geltender Rechtslage das Einkommen mit dem Arbeitslosengeld verrechnet werden.

Vier von fünf Beratern rieten dazu, gegenüber den Behörden die Partnerschaft zu verschleiern und eine "Wohngemeinschaft" vorzutäuschen. Dazu gaben sie auch praktische Tipps, zum Beispiel einen "Untermietvertrag" zu fingieren oder die Zimmer so herzurichten, dass getrennte Schlafmöglichkeiten simuliert werden. Eine ebenso unkorrekte Beratung erhielten die ZDF-Mitarbeiter, als sie angaben, dass der vermeintliche Arbeitslose ein Auto im Wert von mindestens zehntausend Euro verkaufen wolle. Auf Nachfrage wurde geraten, den Verkauf bar abzuwickeln und sich einen Verschrottungsnachweis beim Schrotthändler zu besorgen, der dann den Behörden vorgelegt werden könne. Eine andere Masche: Der Arbeitslose solle zum Schein mit einem Freund einen Kaufvertrag über 500 Euro abschließen, das Auto aber für den tatsächlichen, wesentlich höheren Wert an eine andere Person verkaufen.

Als die ZDF-Mitarbeiter auch noch eine angebliche Erbschaft des Arbeitslosen in Höhe von 11.000 Euro zur Sprache brachten, empfahlen vier der fünf Berater das Vermögen den Behörden zu verheimlichen. Der Trick: Das Geld solle auf dem Konto eines Verwandten "geparkt" bleiben und bei Bedarf bar an den Arbeitslosen ausgezahlt werden.

Quelle:

Presseportal: ZDF - Bitte Sperrfrist beachten: Zur Berichterstattung frei ab Donnerstag, 17. Januar 2008 / "ZDF.reporter": Arbeitslosenberatungen fordern zum Sozialmissbrauch auf
 
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ExitUser

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Da gibt es doch tatsächlich noch anständige Mitarbeiter auf den Ämtern? :biggrin:
 

Rinzwind

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[...]
Vier von fünf Beratern rieten dazu, gegenüber den Behörden die Partnerschaft zu verschleiern und eine "Wohngemeinschaft" vorzutäuschen. Dazu gaben sie auch praktische Tipps, zum Beispiel einen "Untermietvertrag" zu fingieren oder die Zimmer so herzurichten, dass getrennte Schlafmöglichkeiten simuliert werden. Eine ebenso unkorrekte Beratung erhielten die ZDF-Mitarbeiter, [...]
Kurze Analyse:
Es ist einerseits ein schweres Verbrechen, das mit voller Härte bestraft werden muss, wenn Menschen, die unter dem Existenzminimum dahin vegetieren, versuchen, durch kleine Schummeleien ihr Überleben zu sichern, andererseits ist es völlig legal, wenn Politik- und Wirtschaftsbonzen ungeniert Millionen zur eigenen Bereicherung abzocken oder für sinnlose Dinge verschleudern. :icon_klarsch:

Die Logik soll mir mal jemand verständlich machen! :icon_neutral:

Schönen Gruß, Andreas
 

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Wann kommt die Reform der öffentlich -rechtlichen Sender.

Es reicht ein Sender, der als Nachrichtensender geführt werden kann.
Der Empfang dieses Senders sollte nur über einen speziellen Decoder möglich sein.

Wer möchte kann ihn mit einer Cashkarte füttern.

Die Vorteile liegen auf der Hand keine Schwarzseher in unserer Bananenrepublik
(bis auf ein paar verwirrte Hacker)

Einsparungen von mehreren Milliarden Euro im Jahr und die GEZ ist überflüssig.

Wer Volksmusik hören möchte kann sich eine CD kaufen, Fußball gibt’s im Station.
 
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