Neckermann.de stellt Insolvenzantrag

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Nasenbohrer

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Januar 2012
Beiträge
541
Bewertungen
71
Der Laden war längst überfällig!

Bereinigung des Geschäftslebens nennt man so etwas.
 

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Was heisst Probleme:

Preise überteuert, das lässt sich auf Dauer heute kein Kunde mehr bieten.
Ergo:
Kaum einer kauft noch etwas, der Laden ist fertig.
Ich habe erst vor wenigen Monaten einiges an Kleidung dort eingekauft. Überteuert war davon nichts. Eine gutverarbeite Jeans für 15 Euro. Ein gutverarbeitetes Hemd für 7.95 Euro. Natürlich hat man auch teuere Produkte, nur sind die in der Regel woanders auch nicht billiger. Und wer nun einmal Highend Produkte kaufen will, der sollte seinen Realitätssinn überprüfen lassen, wenn er dafür Lowend-Preise erwartet.

Seien wir realistisch, wenn wir wollen, dass die Leute vernünftige Löhne bekommen, dann müssen wir auch vernünftige Preise akzeptieren, denn sonst kann kein Arbeitgeber etwas anderes als Hungerlöhne zahlen.

Ein Unternehmer ist nicht Mutter Theresa. Ich kenne Neckermann seit meiner Kindheit und war immer sehr zufrieden. Schnelle Lieferung, keine Probleme bei Reklamationen (waren auch sehr, sehr selten). Produkte waren haltbar.

Was bitte soll ein Unternehmer tun, damit er in Deinen Augen bestehen kann? Seine Waren verschenken? Halt geht ja nicht, dann müßten ja die Hersteller der Produkte und der Rohstoffe dafür kostenlos arbeiten und alle Mitarbeiter der beteiligten Firmen.

Du kannst ja alternativ bei kik kaufen. Die beuten auf das heftigste die Mitarbeiter und die Arbeiter der Herstellerfirmen aus.
 

Nasenbohrer

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Januar 2012
Beiträge
541
Bewertungen
71
Seien wir realistisch, wenn wir wollen, dass die Leute vernünftige Löhne bekommen,
dann müssen wir auch vernünftige Preise akzeptieren, denn sonst
kann kein Arbeitgeber etwas anderes als Hungerlöhne zahlen.
Das stimmt schon, da gebe ich dir recht.

Aber man muss sich heute umstellen.
Es gibt viel Schrott im Internet billig zu kaufen, da fahren viele darauf ab.
Ich nicht, denn Qualität kostet nun einfach etwas oder vieles mehr.
Aber:
Im I-Net ist es einfach billiger gewesen als bei Neckermann.
Einfach eine Tatsache.
 
E

ExitUser

Gast
Bin jetzt mal gespannt auf welche Ideen die BA jetzt kommt.

Mitarbeiter von Neckermann in die Kita oder doch in die Pflege oder oder oder.:icon_neutral:
 

hartz5

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2010
Beiträge
4.476
Bewertungen
1.592
Im I-Net ist es einfach billiger gewesen als bei Neckermann.
Einfach eine Tatsache.
Bei Neckermann wie bei Quelle sind die Hauptgründe für das Scheitern wohl eher im kompletten Herunterfahren des Kundenservices zu sehen.
Bei Quelle war auch vieles teurer, trotzdem wurde gekauft, weil Quelle einen guten Ruf hatte. Das änderte sich genau dann, als die Callcenter ausgegliedert wurden und den schlecht bezahlten Agents fast 0 Freiraum im Kundenservice gelassen wurde.
 
F

FrankyBoy

Gast
Neckermann war ja schon einmal 1976 pleite und gehörte von diesem Zeitpunkt an, diversen Heuschrecken und die jetzige Inhaberheuschrecke, US-Finanzinvestor Sun Capital, will dort nichts mehr rein stecken.

Es ist ganz normal geworden, dass Konzerne ausbluten und die Konsequenzen für die Mitarbeiter interessieren kaum noch, ob es nun Schlecker ist oder Neckermann.

Es leben die Heuschrecken, die ja in Deutschland ganz besondere Schutzmechanismen genießen, die unter der Regierung des Vollkernasis Gerhard Schröder noch einmal so richtig ausgebaut wurden.
 

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Das stimmt schon, da gebe ich dir recht.

Aber man muss sich heute umstellen.
Es gibt viel Schrott im Internet billig zu kaufen, da fahren viele darauf ab.
Ich nicht, denn Qualität kostet nun einfach etwas oder vieles mehr.
Aber:
Im I-Net ist es einfach billiger gewesen als bei Neckermann.
Einfach eine Tatsache.
Nur existieren viele dieser Billigfirmen inzwischen auch schon nicht mehr.

Es erinnert mich an die Probleme als selbstständiger Computerfachmann vor Jahren. Da gab es Studenten, die verdienten sich Geld mit dem Verkauf von Computern und der Aufstellung der selben. Problem war, dass sie bei der Kalkulation nie berücksichtigten, dass im Garantiefall Kosten anfallen. Rücksendung zum Hersteller, Großhändler, Anfahrt, Rückfahrt, Überprüfung und vieles mehr.

Noch weniger hatten sie begriffen, dass der Fachmann sein Geld nur peripher mir Verkauf verdient und das eigentliche Geld mit Service gemacht wird. Und den boten sie kostenlos und ruinierten reihenweise die regulären Fachhändler. Selbst aufwendige Netzwerkeinrichtungen gingen zwischen kostenlos und einem Hunderter rüber. Und was war wenn der Kunde nach einem oder zwei Jahren das Netzwerk ändern wollte? Der Student war nicht mehr greifbar. Die Daten der Installation lagen nicht vor (früher gab es noch komplexere Netzwerksoftware wie z.B. von Novel), also entstanden heftige Kosten weil der nun wieder gebrauchte Fachmann alles erst herausarbeiten mußte. Sehr spaßig.

Das tun viele der extremen Internetbilligheimer auch. Schaue einmal nach ein oder zwei Jahren wie viele davon noch da sind.

Bei Neckermann konnte man mehrere Größen zur Ansicht bestellen und kostenlos zurücksenden was man nicht wollte. Mache das mal bei den Billigheimern. Kostenlose Rücksendung? Davon kannst Du in der Regel träumen.

Ich erinnere hier an den Spruch: Wer billig kauft, der kauft zwei Mal.

Einmal den Schrott und dann den Ersatz für den Schrott. Also lieber preiswert kaufen und das heißt nicht nur den reinen Verkaufspreis ansehen. Der ist nur ein Teil der echten Kosten.
 

götzb

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 April 2008
Beiträge
1.913
Bewertungen
1.940
Der periphere Grund bei Neckermann etwas zu bestellen, ist die einfache Gewährung von Ratenzahlung ohne Einkommensnachweis.

Und natürlich der Blätterkatalog.

Dann nahm man gerne die höheren Preise in Kauf.

Die Ursache ist aber nicht der Service sondern die Heuschrecken und deren Missmanagement. Siehe auch Aufgabe des Katalog Geschäftes und Agieren als reiner Internethändler.
 
E

ExitUser

Gast
Bei Neckermann wie bei Quelle sind die Hauptgründe für das Scheitern wohl eher im kompletten Herunterfahren des Kundenservices zu sehen.
Bei Quelle war auch vieles teurer, trotzdem wurde gekauft, weil Quelle einen guten Ruf hatte. Das änderte sich genau dann, als die Callcenter ausgegliedert wurden und den schlecht bezahlten Agents fast 0 Freiraum im Kundenservice gelassen wurde.

Da hast du vollkommen recht, ich habe dort im Call Bereich auch gearbeitet vor Jahren, das wurde dann später immer schlechter., da die CC outgesourct wurden, billig Kräfte. und noch Fördergelder abgezockt hatten. Da ist klar wer dran verdient.
 

hartz5

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2010
Beiträge
4.476
Bewertungen
1.592
Der periphere Grund bei Neckermann etwas zu bestellen, ist die einfache Gewährung von Ratenzahlung ohne Einkommensnachweis.

Und natürlich der Blätterkatalog.

Dann nahm man gerne die höheren Preise in Kauf.

Die Ursache ist aber nicht der Service sondern die Heuschrecken und deren Missmanagement. Siehe auch Aufgabe des Katalog Geschäftes und Agieren als reiner Internethändler.
*hüstel...bei Quelle gehörte es am Ende zum "Kundenservice", dass selbst langjährige und immer brav zahlende Kunden nur noch auf Vorkasse bestellen durften...das verklicker mal der 75 jährigen, sie seit xundneunzig Jahren Kundin ist...die bestellt nicht mehr und erzählt es ihren Freundinnen und Verwandten...das geht schwuppdiwupp...und hat einen grossen Teil zum Untergang beigetragen
 
E

ExitUser

Gast
*hüstel...bei Quelle gehörte es am Ende zum "Kundenservice", dass selbst langjährige und immer brav zahlende Kunden nur noch auf Vorkasse bestellen durften...das verklicker mal der 75 jährigen, sie seit xundneunzig Jahren Kundin ist...die bestellt nicht mehr und erzählt es ihren Freundinnen und Verwandten...das geht schwuppdiwupp...und hat einen grossen Teil zum Untergang beigetragen
genauso so läuft das bei denen
hab auch ein konnto da und hab die erfahrung auch gemacht
muste nacher keine vorkasse leisten aber das war ein ackt mit denen

von daher wunders mich nicht das die in die inso gehn
war nur eine frage der zeit
 

götzb

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 April 2008
Beiträge
1.913
Bewertungen
1.940
Und in Zeiten der Insolvenz wer noch bei Neckermann bestellen will,sollte dies ausschließlich per Rechnung, dürfte klar sein.

Und dann auch nur bei Artikeln, wo es eine echte Herstellergarantie gibt.
 

Clint

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2005
Beiträge
796
Bewertungen
26
Der periphere Grund bei Neckermann etwas zu bestellen, ist die einfache Gewährung von Ratenzahlung ohne Einkommensnachweis.
Von wegen! Als vor 3 Jahren mein Sohn mein Lap geschreddert hatte, wollte ich mir eins bei Kleckermann auf Stotter kaufen. Kein Kredit weil keine Verdienstbescheinigung!

Also warum dann noch bei denen kaufen?

LG

Clint
 

götzb

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 April 2008
Beiträge
1.913
Bewertungen
1.940
Also das wäre mir neu.
Sicherlich bei höheren Bestellwerten u.U. Teilvorauszahlungen verlangt wurden, oder generell auf Vorkasse oder Nachname verwiesen wurde etwa weil Neukunde oder niedrige Schufa Punktzahl (Wohnort) ,aber das Einkommensbescheinigungen verlangt werden, das war mir nicht bekannt.
 
Mitglied seit
4 September 2008
Beiträge
1.243
Bewertungen
75
Von wegen! Als vor 3 Jahren mein Sohn mein Lap geschreddert hatte, wollte ich mir eins bei Kleckermann auf Stotter kaufen. Kein Kredit weil keine Verdienstbescheinigung!
Ist aber nur so bei Neukunden. Ich bin da jetzt Kunde seit 1995 und habe absolut keinerlei Probleme, mein "Kredit"rahmen liegt derzeit bei 2700€.

Ich finde es witzig, dass es Leute gibt, die meinen, die Insolvenz kam, weil Neckermann das Onlinegeschäft verschlafen hat :icon_neutral:
Nur komisch, dass Neckermann.de schon lange vor amazon da war :icon_party:
(bzw gabs da bei amazon nur Bücher).
Also nix mit verschlafen, das war bei Quelle vielleicht so (selbst die gab es schon ewig).

Hab gerne da bestellt, und Sofa wurde da schon gern auf Raten bezahlt, ist dann nicht so tragisch mitm zahlen :biggrin:
Und die Schufaeinträge sehen damit auch prima aus, wenn man immer schön regelmäßig zahlt.
Schade drum.
Otto ist so teuer :eek: Und amazon ebenso, was Klamotten angeht. Puh dann muss in Zukunft ja wieder raus zum einkaufen :icon_knutsch:
 

nightangel

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
17 Juli 2005
Beiträge
1.728
Bewertungen
655
Problem an der ganzen Sache ist, von wegen billig kaufen, dass viele garnicht anders können. Die Löhne gehen immer weiter runter, immer mehr arbeiten im Niedriglohnsektor, die Arbeitslosenzahlen sind enorm gestiegen. Wer kann sich da noch teuer leisten? Auch wenn die Qualität besser ist, man kann Geld das man nicht hat eben nicht ausgeben.
Somit verdienen die Firmen weniger und um das auszugleichen gehen die Löhne weiter runter, folglich wieder weniger Einnahmen weil die Leute noch weniger Geld haben zum ausgeben.
Das ist ein Kreislauf den auch die Firmen selber mit verschulden. Man kann nicht den Menschen wenig Geld geben und dann erwarten das sie viel ausgeben. Das funktioniert eben nicht und jetzt bekommen die ersten eben die Quittung dafür.
 

Clint

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2005
Beiträge
796
Bewertungen
26
Problem an der ganzen Sache ist, von wegen billig kaufen, dass viele garnicht anders können. Die Löhne gehen immer weiter runter, immer mehr arbeiten im Niedriglohnsektor, die Arbeitslosenzahlen sind enorm gestiegen. Wer kann sich da noch teuer leisten? Auch wenn die Qualität besser ist, man kann Geld das man nicht hat eben nicht ausgeben.
Somit verdienen die Firmen weniger und um das auszugleichen gehen die Löhne weiter runter, folglich wieder weniger Einnahmen weil die Leute noch weniger Geld haben zum ausgeben.
Das ist ein Kreislauf den auch die Firmen selber mit verschulden. Man kann nicht den Menschen wenig Geld geben und dann erwarten das sie viel ausgeben. Das funktioniert eben nicht und jetzt bekommen die ersten eben die Quittung dafür.
Hast ja Recht,
und Klaus Steilmann war schon immer der Meinung die Leute müssten mehr Lohn bekommen, damit sie sich die 4. Bluse im Jahr leisten können. (Aber bitte nicht meine Näherinnen.) Deshalb hat er ja in Rumänien oder China nähen lassen.

LG

Clint
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten