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Nebenverdienste in Bedarfsgemeinschaft

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#1
Bin ALG II-Bezieherin und Alleinerziehende, mit einem 20-jährigen Sohn, der noch Schüler ist und bei mir wohnt.

Seit November übe ich einen 1-EJJ aus, und mein Sohn hatte kein Einkommen, denn er geht zur Schule. Vom Hocker fiel ich, als ich erfuhr, dass er seit einigen Monaten noch zusätzlich 400 Euros verdient. Eigentlich hätte ich mich ja über seinen Fleiß freuen müssen! Hartz IV sorgt dafür, dass unsere Jugendlichen das Arbeiten nicht lernen werden, denn wenn ihm hier etwas abgezogen wird, schmeisst mein Sohn seinen Job. Und wie soll das rückwirkend denn gehen, wenn er sein Geld schon ausgegeben hat? Wird mir hier die Leistung gekürzt?
 

Arco

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#2
Bin ALG II-Bezieherin und Alleinerziehende, mit einem 20-jährigen Sohn, der noch Schüler ist und bei mir wohnt.

Seit November übe ich einen 1-EJJ aus, und mein Sohn hatte kein Einkommen, denn er geht zur Schule. Vom Hocker fiel ich, als ich erfuhr, dass er seit einigen Monaten noch zusätzlich 400 Euros verdient. Eigentlich hätte ich mich ja über seinen Fleiß freuen müssen! Hartz IV sorgt dafür, dass unsere Jugendlichen das Arbeiten nicht lernen werden, denn wenn ihm hier etwas abgezogen wird, schmeisst mein Sohn seinen Job. Und wie soll das rückwirkend denn gehen, wenn er sein Geld schon ausgegeben hat? Wird mir hier die Leistung gekürzt?

..... und die Arge weiß davon ja wohl noch nichts nehme ich an :icon_kinn:

Gehe schleunigst mit Beratungsschein (10 Euro Selbstkosten) zu einem guten Fachanwalt und lasse die dort beraten wie nun vorgegangen werden soll ......

Anwälte evtl. hier mal suchen: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/adressen/default.aspx

Nach meiner Meinung nicht alleine versuchen da das richtige zu machen ! !
 
E

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#3
Danke. Wo bekomme ich denn einen Beratungsschein?

Gruß
Rotkäppchen
 
E

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  Th.Starter/in  
#7
Möchte über das Resultat dieses Themas berichten:

Fand einen netten und kompetenten Sozialrechtler in Wiesbaden, der sich viel Mühe gab. Der meinte, dass der Nebenverdienst meines Sohnes unbedingt gemeldet werden muss und dass ich, als die Vertreterin der BG, dafür haftbar gemacht werde. Um eine Rückzahlung kommt man nicht herum, und dass diese Erfahrung einen Jugendlichen prägt, interessiert die ARGE nicht.

Er riet mir, mich zuerst für die verspätete Meldung zu entschuldigen und die Erklärung dafür geben, denn der SB muß neue Berechnungen für die Monate erstellen. Dann sollte ich probieren, ob man auf eine Rückzahlungserklärung auf Namen meines Sohnes eingeht, in der Raten a 100 Euro/Monat erst ab seinem 25. Lebensjahr zurückzuzahlen sind, da er mittlerweile nicht mehr viel verdient (mein Sohn arbeitet jetzt für nicht mehr als 100 Euro/Monat, was ich auch verstehen kann!) und man einen Jugendlichen nicht jetzt schon demotivieren sollte. Die ARGE reagierte relativ verständnisvoll, sie ging aber leider auf diesen Vorschlag nicht ein.

Also musste ich den 2. Vorschlag des Rechtsanwaltes unterbreiten: Man möge mir den Betrag von meinem ALG II in Raten a 50 Euro abziehen. Diese werde ich dann mit meinem Sohn verrechnen.

... und mein Sohn ist einverstanden! Aber sehr sauer! Und es wird ein Kampf sein, ihm jeden Monat die 50 euro abzuknüpfen.
 

Arwen

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#8
Shit... und mich fuchst am meisten dabei, dass DU nun von Deinem Regelsatz abgeben sollst, obwohl er für Dich bestimmt ist!

Macht Dein Sohn diesen Job immer noch oder hat er ihn hingeschmissen, weil ihm nun soviel angerechnet wird (also Grundfreibetrag plus mehr)?

Ich denk' oft an meine Kinder, wenn sie mal jobben möchten, z.B. in den Schulferien... ich würd' ihnen dieses wahrscheinlich auch "ermöglichen" und dabei draufzahlen, weil es zu meiner Erziehungsaufgabe und zu meine Erziehungsziel gehört, ihnen beizubringen, dass man sich das, was man sich wünscht, erarbeiten kann bzw. muss.

Gruß von Arwen
 
E

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#9
Und genau aus dem Grund solte man die Vertretung für andere volljährige BG Mitglieder ablehnen!

Man erspart dem Amt damit nur 2 Akten und das versenden der Bescheide an jeden Einzelnen...die könnten auch jedem sein Geld aufs Konto überweisen!

ich frag mich, warum alle das mitmachen!
 

gerda52

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#10
Hallo Rotkäppchen

sorry, aber ich sehe das ein wenig anders.

... und mein Sohn ist einverstanden! Aber sehr sauer! Und es wird ein Kampf sein, ihm jeden Monat die 50 euro abzuknüpfen.
Wie hoch ist denn sein Anteil am Gesamtbedarf gewesen, wie sieht die neue Berechnung aus, erhält du für ihn außer Kindergeld noch Kindes-unterhalt?

Wieso abknüpfen, das ALG II bekommst Du überwiesen, dann gib halt 50 Euro weniger (für ihn) aus. Dein Sohn ist 20 Jahre alt, er wirds schon verkraften. Das hat auch mit Demotivation nichts zu tun, sondern mit Realität.
 

gerda52

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#11
Da sehe ich je nach Konstellation aber mehr Nach- als Vorteile.

Z.B.: Eltern plus 2 "entmündigte" Erwachsene, wie soll da die Organisation der Haushaltsführung, die Miet-, Strom- und sonstigen Fixkostenzahlungen laufen?

Ohne Kommunikation über Geldangelegenheiten geht da auch nichts.

Rückzahlungsansprüche sind, wie auch bereits in anderen Threads vielseitig diskutiert, individual festzumachen.

Da Rotkäppchen nach eigener Aussage nichts von der Nebentätigkeit wusste, kann man sie auch nicht haftbar machen. Wohlgemerkt, das ist meine persönlche Meinung. Letztendlich kommt es da auf die Stellungnahme des Sohnes und dessen Zahlungsvermögen an. Ist er Mitglied der BG, wäre die Kürzung seines Anteils (um bis zu 30% ?) in Betracht zu ziehen.

Rotkäppchen hätte das Zahlungsangebot also so nicht unterbreiten müssen. Aber der Zug ist wohl weg.

Ich bin kein Anwalt und ich weiß, dass die Uhr beim SGB II anders tickt, lasse mich deshalb gerne belehren.
 
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#12
Das Einkommen ist für die Bedarfsgemeinschaft bestimmt, und ich bin die Vertreterin. Lt.Auskunft des Anwalts bin ich also verantwortlich nach der Änderung im SGB II § 7. Es ist mir nicht bekannt, ob man die Vertretung für die volljährigen Mitglieder unter 25 Jahren in einer BG ablehnen kann. Ich hatte das damals so hingenommen.

Die Regelleistung für meinen Sohn beträgt insgesamt 276 Euro, von denen ich aber 154 Euro Kindergeld abgezogen bekomme.

Mein Sohn hat seinen Job nicht hingeschmissen. Er arbeitet aber nicht mehr so viele Stunden. Sein Chef stellt ihn aber für 150 Euro monatlich ein (auf 100 Euro ließ der Chef sich nicht ein, das war ihm zu wenig). D.h., mein Sohn muss mir davon 40 Euro + eine Versicherungspauschale von 30 Euro, die ihm die Arge monatlich gutschrieb, (= 70 Euro) von seinen 150 abgeben, weil sie mir abgezogen werden.

Mein Sohn verdiente im Januar 400 Euro, im Februar nochmal 400 Euro, im März 150 Euro und im April nochmal 150 Euro. All diese Nebenverdienste wurden in meinem Bescheid nicht berücksichtigt.

Der SB hat keine neue Berechnung für diese Monate gemacht, da im Mai sowieso ein Nachfolgeantrag fällig war. Es werden von Januar bis April 680 Euro zurückgefordert.

Das 1. Zahlungsangebot (mein Sohn soll in Raten ab dem 25. Lebensjahr zurückzahlen) wurde abgelehnt. Ich soll einen neuen Vorschlag machen. Der ist noch nicht weg; da lässt sich noch was machen. Hier riet der Anwalt, eine Rückzahlung in Raten a 50 Euro zu machen, die ich dann monatlich meinem Sohn abknüpfen soll. Theoretisch müsste ich meinem Sohn ab Mai die 70 Euro für den Monat + 50 Euro Rückzahlung = 120 Euro monatlich abknüpfen. Ganz so viel werde ich wohl nicht nehmen, denn dann schmeißt er tatsächlich die Stelle. Ich bin ja froh, dass er diese Lösung fand.

Hier wollte ich mit dem SB noch persönlich sprechen gehen. Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Hinzu muss ich noch sagen, dass man mir ab 1.7. noch monatlich 77 Euro abziehen möchte, weil meine kalte Miete zu teuer sei. Dagegen werde ich noch Widerspruch einlegen, mache mir aber nicht viel Hoffnung auf Erfolg.

Ob die sich wohl fragen, von was ich lebe? Wer befreit uns eigentlich von Hartz IV? Das geht ja schon 2 1/2 Jahre so!
 

Arwen

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#13
Mein Sohn hat seinen Job nicht hingeschmissen. Er arbeitet aber nicht mehr so viele Stunden. Sein Chef stellt ihn aber für 150 Euro monatlich ein (auf 100 Euro ließ der Chef sich nicht ein, das war ihm zu wenig). D.h., mein Sohn muss mir davon 40 Euro + eine Versicherungspauschale von 30 Euro, die ihm die Arge monatlich gutschrieb, (= 70 Euro) von seinen 150 abgeben, weil sie mir abgezogen werden.
Von den 150€ kann Dein Sohn die 100€ Grundfreibetrag plus 20% vom Rest, also insgesamt 110€ behalten; die 30€ Vers.pauschale sind in diesem Falle schon in den 100€ Grundfreibetrag enthalten.


Mein Sohn verdiente im Januar 400 Euro, im Februar nochmal 400 Euro, im März 150 Euro und im April nochmal 150 Euro. All diese Nebenverdienste wurden in meinem Bescheid nicht berücksichtigt.

Der SB hat keine neue Berechnung für diese Monate gemacht, da im Mai sowieso ein Nachfolgeantrag fällig war. Es werden von Januar bis April 680 Euro zurückgefordert.
Lass' mal rechnen:
Januar: von den 400€ darf er 160€ behalten; Anrechnung von 240€
Februar: 160€ behalten; Anrechnung von 240€
März: 110€ behalten; Anrechnung von 40€
April: 110€ behalten; Anrechnung von 40€

Ich komme hier nur auf 560€ (ich weiß... "nur" ist gut...), die nicht mir dem AlgII verrechnet wurden und somit zurückgezahlt werden müssen.

*grübel*

Gruß, Arwen
 
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#14
Shit... und mich fuchst am meisten dabei, dass DU nun von Deinem Regelsatz abgeben sollst, obwohl er für Dich bestimmt ist!

Macht Dein Sohn diesen Job immer noch oder hat er ihn hingeschmissen, weil ihm nun soviel angerechnet wird (also Grundfreibetrag plus mehr)?

Ich denk' oft an meine Kinder, wenn sie mal jobben möchten, z.B. in den Schulferien... ich würd' ihnen dieses wahrscheinlich auch "ermöglichen" und dabei draufzahlen, weil es zu meiner Erziehungsaufgabe und zu meine Erziehungsziel gehört, ihnen beizubringen, dass man sich das, was man sich wünscht, erarbeiten kann bzw. muss.

Gruß von Arwen
Arwen, dann seh zu, daß sie was machen, wo sie kein Geld verdienen, sondern "nur" ne Aufwandspauschale bekommen.

Meine Tochter hat sich so ihren Führerschein finanziert..
 

gerda52

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#15
auch *grübel*

Lass' mal rechnen:

Januar: von den 400€ darf er 160€ behalten; Anrechnung von 240€
Februar: 160€ behalten; Anrechnung von 240€
März: 110€ behalten; Anrechnung von 40€
April: 110€ behalten; Anrechnung von 40€

Ich komme hier nur auf 560€ (ich weiß... "nur" ist gut...), die nicht mir dem AlgII verrechnet wurden und somit zurückgezahlt werden müssen.

*grübel*

Gruß, Arwen
zuzüglich 4 * 30 Euro bereits berücksichtigter Versicherungspauschale (Kindergeld bei über 18jährigen)

= Rückzahlungsbetrag.

Aber ich möchte meinen Beitrag von gestern entschärfen, denn da bleibt jetzt vom Zuverdienst trotz Freibetrag noch nicht mal "Taschengeld" übrig.

Ich muss dazu sagen, dass ich noch Unterhaltszahlungen vermutet und damit ein evtl. bedarfsüberschreitendes Enkommen für den Rückzahlungszeitraum vorausgesetzt habe ...

@Rotkäppchen

Das sieht jetzt wirklich eng aus. Hast Du schon eine Stellungnahme abgegeben? Mit dem ursprünglichen und abgelehnten Rückzahlungsangbot wird ja eigentlich ein Versäumnis Deines Sohnes eingeräumt und das Geld ist ausgegeben.

Die Veränderung in den Einkommensverhältnissen hast Du unverzüglich
nach Kenntnisnahme angezeigt.

Vielleicht kannst Du erreichen, dass die Rückzahlung nicht im Wege der Aufrechnung, sondern über Ratenzahlungen an die Regionaldirektion erfolgt.

Da können auch geringere Beträge angeboten werden, die sich an der Leistungsfähigkeit orientieren. Für Dich ja auch wichtig wegen der bevorstehenden KdU-Kürzung.

Und nochmal zum "Abknüpfen": Mit Humor geht's vielleicht leichter.
Halte am Tag der Lohnzahlung immer einen sauren Apfel parat. Und dann heißt es tauschen. :)
 
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#16
Auf dem Anteil meines Sohnes sind tatsächlich noch 30 € einer Versicherungspauschale drauf, die bei Nebenverdienst wegfallen. Das hat mir auch der Anwalt gesagt. D.h. 30 x 4 = 120 €, die für die 4 Monate noch zusätzlich von meinem Geld abgezogen werden. Von den 150 Euro, die mein Sohn verdient (a 5 Euro die Stunde in einer Drecksarbeit!) bleiben tatsächlich nur 80 Euro übrig.

Wegen einer anderen Angelegenheit (ich soll umziehen, meine Wohnung ist für die BG zu teuer, da habe ich schon etwas im Forum gefragt) interessiert es mich, ob ich die BG in eine Wohngemeinschaft umfunktionieren kann und wie das geht. Schließlich verdient mein Sohn ja etwas, und er schuldet mir viel Geld. Das Verhältnis ist seitdem sowieso sehr gespannt.

Arwen, ich konnte Deine Beiträge nicht lesen.
 
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#17
Wegen einer anderen Angelegenheit (ich soll umziehen, meine Wohnung ist für die BG zu teuer, da habe ich schon etwas im Forum gefragt) interessiert es mich, ob ich die BG in eine Wohngemeinschaft umfunktionieren kann und wie das geht. Schließlich verdient mein Sohn ja etwas, und er schuldet mir viel Geld. Das Verhältnis ist seitdem sowieso sehr gespannt.
Das klappt nur, wenn dein Sohn ausreichend eigenes Einkommen hat... dann fiele er aus der BG, du könntest Wohngeld für ihn beantragen... und er hätte mit dem Amt nichts mehr zu tun.

Das hab ich gemacht, aber meine Töchter haben auch Kindesunterhalt...bzw Ausbildungsvergütung.
 
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#18
Das klappt nur, wenn dein Sohn ausreichend eigenes Einkommen hat... dann fiele er aus der BG, du könntest Wohngeld für ihn beantragen... und er hätte mit dem Amt nichts mehr zu tun.

Das hab ich gemacht, aber meine Töchter haben auch Kindesunterhalt...bzw Ausbildungsvergütung.

Die Aufforderung zur Kostensenkung wurde dann auf mein Drängen zurück genommen... siehe meinen Beitrag in erfolgreiche Gegenwehr
Wenn dein Sohn noch 400 € im Monat verdienen würde...
 
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#19
Müßte ich mal berechnen. Er arbeitet nur nicht so viel, weil es ja sonst sowieso fast alles weg ist.
 

Arwen

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#20
Auf dem Anteil meines Sohnes sind tatsächlich noch 30 € einer Versicherungspauschale drauf, die bei Nebenverdienst wegfallen. Das hat mir auch der Anwalt gesagt. D.h. 30 x 4 = 120 €, die für die 4 Monate noch zusätzlich von meinem Geld abgezogen werden. Von den 150 Euro, die mein Sohn verdient (a 5 Euro die Stunde in einer Drecksarbeit!) bleiben tatsächlich nur 80 Euro übrig.
Hallo Rotkäppchen!

Ja, das mit den 30€ ist klar, aber die würden dann von seinem Kindergeld abzusetzen sein bzw. würde das Kindergeld um diesen Betrag weniger als Einkommen angerechnet werden. So wurde es ja auch behandhabt, als die Erwerbstätigkeit Deines Sohnes noch nicht bekannt war.

Aber bei Erwerbseinkommen in der von Dir genannten Höhe gibt's den Grundfreibetrag und dort sind die 30€ Vers.pauschale enthalten.

Ich zitiere zum besseren Verständnis:
... Konkretisiert wird die Einkommensbereinigung durch die Bestimmungen in der Arbeitslosgengeld II-Verordnung (Alg II-VO). Demnach werden für private Versicherungen (Ziff. 3) pauschal 30,00 €...
...
Wird Erwerbseinkommen erzielt, wird anstelle der abziehbaren Beiträge für Versicherungen (Ziff. 3) und Altersvorsorge (Ziff. 4) sowie für Werbungskosten (Ziff. 5) ein pauschaler Grundfreibetrag von 100 € abgezogen. Übersteigt das Erwerbseinkommen 400 € können anstatt dieser Pauschale auch die tatsächlichen Aufwendungen berücksichtigt werden.
Darüber hinaus bleibt der Erwerbstätigen-Freibetrag nach § 30 SGB II anrechnungsfrei. Dieser beträgt:
  • 20% des Bruttoeinkommens zwischen 100 € und 800 € und
  • 10% des Bruttoeinkommens zwischen 800 € und 1.200 bzw. 1.500 € (wenn Kinder im Haushalt)
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#Anrechnung_von_Einkommen

Das bedeutet, wenn Dein Sohn nun 150€ im Monat verdient:
150€ - 100€ = 50€ --> 20% von 50€ = 10€ --> insgesamt also 110€, die erbehalten darf.

Die 30€ werden nicht mehr beim Kindergeld bereinigt, da er ja nun Erwerbseinkommen hat!
Ich habe selbst auch einen Minijob.

Ich bin mir da ziemlich sicher. Wenn jemand Gegenteiliges weiß, immer her damit, ich bin ja lernfähig. Allerdings würde es mich überraschen.

Auf jeden Fall würde ich das unbedingt überprüfen lassen. Da sind die 30€ Versicherungspauschale denke ich evtl. im Programm A2LL einfach beim Kindergeld belassen worden und nicht zum jetzt erst bekannt gewordenen Nebenverdienst übertragen worden... und dass die Versicherungspauschale zweimal absetzbar ist, wäre mir neu.

Arwen, ich konnte Deine Beiträge nicht lesen.
Die hatte ich selbst gelöscht, weil ich zu vorschnell war und noch einmal nachdenken musste... warum das dann zweimal erschien, weiß ich nicht. Hast also nix verpasst. ;) Es wäre nett, wenn's von der Redaktion gelöscht werden könnte, wie sieht das denn aus! :icon_mad: :icon_pfeiff:

Gruß, Arwen
 

gerda52

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#21
Hi Arwen, vielleicht hilft das

Die 30€ werden nicht mehr beim Kindergeld bereinigt, da er ja nun Erwerbseinkommen hat!
Ich habe selbst auch einen Minijob.

Das ist richtig.

Ich bin mir da ziemlich sicher. Wenn jemand Gegenteiliges weiß, immer her damit, ich bin ja lernfähig. Allerdings würde es mich überraschen.

Aber ....

Auf jeden Fall würde ich das unbedingt überprüfen lassen. Da sind die 30€ Versicherungspauschale denke ich evtl. im Programm A2LL einfach beim Kindergeld belassen worden und nicht zum jetzt erst bekannt gewordenen Nebenverdienst übertragen worden... und dass die Versicherungspauschale zweimal absetzbar ist, wäre mir neu.

.. hier machst Du den Auslegungsfehler. Die Rückzahlung erfolgt für die Vergangenheit, deshalb auch Rückzahlung der bereits berücksichtigten Versicherungspauschale, weil ja neu nun in Grundfreibetrag enthalten.

Denn doppelt geht nicht, das schreibst du ja auch selbst

Für die Zukunft, also ab Mai bedeutet das für Rotkäppchen: neben dem Anrechnungsbetrag von 40 Euro fehlen ihr zusätzlich noch die 30 Euro in der Kasse. :icon_rolleyes:

Die Berechnung der Arge ist korrekt.
 
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#22
Das ist ja höhere Mathematik! Nicht mein FAch. Ich blicke nicht durch.

Also ich zitiere die Zahlen

Ohne dem Einkommen erhielt mein Sohn:
Regelleistung + 276
Kindergeld - 154
SGB2 Versicherungspauschale + 30

Seit seinem Einkommen von 150 Euro erhält er
Regelleistung + 276
Kindergeld - 154
lfd. Einkünfte Erwerbstätg. - 150
Freibetrag Erwerbstätigkeit + 10
Grundfreibetrag + 100

Das macht eine Differenz von 70 Euro. Kann mir jemand sagen, ob das richtig ist? Hole mir für nächste Woche einen Termin bei dem Sachbearbeiter.

Besten DAnk!
 

Arwen

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#24
Hallo gerda52
Hi Arwen, vielleicht hilft das ...
Den Denkfehler hatte ich, als ich einen Beitrag postete und diesen dann wieder löschte, weil ich dann selbst drauf kam ... ("Doppel-lösch-Posting", hihi).

Ich beziehe mich in dem aktuellen Beitrag aber auf die jetzige Situation (nicht auf die Vergangenheit/Rückzahlung), denn er arbeitet ja nun für 150 Euro:
Von den 150 Euro, die mein Sohn verdient (a 5 Euro die Stunde in einer Drecksarbeit!) bleiben tatsächlich nur 80 Euro übrig.
Da wird zuviel abgezogen meiner Meinung nach, sieht Du das nicht so?

Gruß von Arwen
 

Arwen

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#25
Ja, Rotkäppchen, die Rechnung stimmt so mit dem Freibetrag... ich bin irritiert, weil Du vorher schriebst, er würde von den 150 Euro nur 80 Euro behalten können ... jetzt versteh' ich gar nichts mehr...

Gruß, Arwen
 

gerda52

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#26
Sag ich doch, die Berechnung ist korrekt.

40 Euro werden vom Einkommen angerechnet und der Pauschalabzug beim Kindergeld fällt weg, macht 70 Euro Manko für Dich.

Du hast das doch alles sehr gut dargestellt und im Grunde auch die Ergebnisse geliefert. :biggrin:
 

gerda52

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#27
Hi Arwen,

das ist wieder ne andere Rechnung.

Sohn verdient 150
Arge bezahlt - 70

Bleiben real vom Verdienst 80 übrig.

Und davon muss die Rückzahlung noch bestritten werden.
 
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#28
Alles klar. Das mit der Rückzahlung möchte ich mit dem SB auch noch besprechen. Ich gehe davon aus, dass ich denen einen Vorschlag unterbreiten soll, weil die es auch nicht wissen. Da kann mein Sohn ja 8 Monate lang seine 80 Euro abgeben, bis er die 680 euro erreicht hat. Ich will gar nicht daran denken.
 
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