Nebentätigkeit: 200 oder 400 Euro-Job??

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Ralf_D.

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Hallo!

Ich bekomme Hartz IV und habe jetzt die Möglichkeit in einem Getränkehandel mir ein paar Tacken dazu zu verdienen.
Natürlich möchte und muss ich das der ARGE melden.

Dabei möchte ich natürlich so wenig "Verlust" wie möglich machen.
Wenn wir das als 400-Euro Job laufen lassen, bliebe mir ja nur 165 Euro, der Rest würde angerechnet.
Deshalb sagte mir der Chef, er würde mich für 200 EUR anmelden, dann dürfte ich auch die 165 behalten, und hätte nur 35 EUR Verlust.

Frage an Euch: Ist das so korrekt, oder bliebe mir bei einem 200 EUR-Job entsprechend (prozentual) weniger als diese max. 165 ?
Irgendwie blicke ich da nicht so ganz durch. Wenn obiger Sachverhalt stimmt, würde ja jeder Arbeitslose anstatt für 400,- für 200,- arbeiten, oder?

Könnt ihr mich bitte aufklären? Danke schonmal im voraus!

Gruß
Ralf
 
A

Arco

Gast
... also die Zahl 165 Euro die immer rumgeistert ist eine Zuverdienstsumme aus dem Alg1 ( SGB III ).

Bei Alg2 ist es so;

100 Euro Grundfreibetrag ( wer also genau 100 Euro verdient, kann auch die 100 Euro voll behalten )

.... bei Mehreinkommen ab 100 Euro sind das dann 20 % die mann/frau behalten kann - also

400 Euro ( 300 x 20 % ) = 60 Euro somit 160 Euro
200 Eure ( 100 x 20 % ) = 20 Euro somit 120 Euro

soweit klar ? ?
 

Ralf_D.

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Hallo Arco!

Danke, ich hab's verstanden.
Aber mal ehrlich, wer ist denn so dumm und nimmt als Arbeitsloser einen 400 EUR Job an?
Sofern die Möglichkeit besteht bzw. der AG mit sich reden lässt, steht man doch eindeutig besser da, wenn man stattdessen zwei 200 EUR Jobs macht, oder?

Wieviel Nebenjobs darf man denn überhaupt machen?

Gruß
Ralf
 

gelibeh

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Bei zwei 200€-Jobs stehst Du auch nicht besser da, denn das Erwerbseinkommen sind auch 400€. Und vom gesamten Erwerbseinkommen werden die Freibeträge gerechnet, also nicht 100€ Freibetrag und 20% pro Job.
 

Koelschejong

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Nun ja, das ist eben das Problem mit dem Zuverdienst:
Für 400 EUR musst Du 100% mehr arbeiten als für 200 EUR hast aber nur 30% mehr in der Tasche. Ich vermute mal, das haben unsere Gesetzgeber nicht so ganz bedacht.
Ist ja auch schwer, wenn man für seine eigene gesetzgeberische Tätigkeit häufig, oder zumindest manchmal, anders rechnet:
Für 100% Arbeit bekomme ich EUR 7100,--
Für 50% Arbeit bekomme ich auch EUR 7100--, kann dann aber vielleicht noch für 50% einige Aufsichtratspöstchen ausfüllen und bekomme dafür dann nochmal 100% mehr = EUR 7100,--

Das wird ja wohl auch dem verbohrtesten Hartz IV-ler einleuchten, dass dieser Rechenweg eine detaillierte Beschäftigung mit dem für uns vorgegebenen Rechenweg nicht zuläßt - und etwas Verständnis kann ja wohl auch der Gesetzgeber von uns verlangen - oder? (Ich seh's ironisch, so mancher Abgeordnete vermutlich nicht)
 
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