Nebenkostenvorauszahlung zu niedrig, Vermieter will keine Erhöhung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

sorycel

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Hallo,

ich hoffe, dass ich in diesem Teil des Forums richtig gelandet bin.

Ich wohne zur Miete, und habe über einen längeren Zeitraum aufstockend ALG II bezogen. Zur Zeit beziehe ich Wohngeld.

Nun ist es so, dass über sehr lange Zeit die Höhe der Nebenkostenvorauszahlung extrem niedrig war und der Vermieter auch keine Nebenkostenabrechnungen machte. Im vergangenen Jahr kam dann zum ersten Mal seit Jahren eine Abrechnung, in der eine gigantische Nachforderung gestellt wurde, die auch vom Jobcenter übernommen wurde.

Kurz darauf endete dann das ALG II, und ich stellte einen Wohngeldantrag und bat den Vermieter, die Vorauszahlung zu erhöhen. Er setzte darauf einen Betrag fest, der immer noch viel zu niedrig war, und sagte, ich könne ja freiwillig mehr zahlen, wenn ich wolle. Weiter erhöhen würde er nicht.

Nun ist es ja so, dass die Höhe der Vorauszahlung auch den Leistungsanspruch erhöht, und im Wohngeld Nachzahlungen nicht übernommen werden. Mir entgeht also dadurch Geld. Die Wohngeldbehörde will ein Erhöhungsschreiben haben, dass aber der Vermieter nicht geben will, und das obwohl ich ihm gesagt habe, dass er mir damit schadet. Und nein, das ist kein Scherz.

Meine Frage ist, ob jemand weiß, ob man den Vermieter entweder dazu zwingen kann, die Vorauszahlung auf eine angemessene Höhe festzusetzen, oder ob die Wohngeldbehörde es auch akzeptieren muss, wenn ich die Vorauszahlung selbst erhöhe, und dem Vermieter das schriftlich mitteile?

Vielen Dank im Voraus.
 

Hartzeola

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Hallo,

Meine Frage ist, ob jemand weiß, ob man den Vermieter entweder dazu zwingen kann, die Vorauszahlung auf eine angemessene Höhe festzusetzen
Den musst Du anschreiben, s. §560 Abs. 4 BGB
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Im vergangenen Jahr kam dann zum ersten Mal seit Jahren eine Abrechnung, in der eine gigantische Nachforderung gestellt wurde, die auch vom Jobcenter übernommen wurde.
Sowas geht aber nur wenn er pünktlich abrechnet, siehe § 556 BGB. Danach steht ihm keine Nachzahlung mehr zu.

Meine Frage ist, ob jemand weiß, ob man den Vermieter entweder dazu zwingen kann, die Vorauszahlung auf eine angemessene Höhe festzusetzen, oder ob die Wohngeldbehörde es auch akzeptieren muss, wenn ich die Vorauszahlung selbst erhöhe, und dem Vermieter das schriftlich mitteile?
---> § 560 Abs. 4 BGB
(4) Sind Betriebskostenvorauszahlungen vereinbart worden, so kann jede Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen.
Da das Gesetz ist, müsste das auch die Wohngeldstelle akzeptieren. Die angemessene Höhe kannst du mit der letzten Abrechnung ja nachweisen.

Oder du lässt ihn mal mit einer verspäteten Nachforderung auflaufen ... siehe oben.
 
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