Nebenkostenprüfung

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

wellwellwell

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
57
Bewertungen
6
Hallo,

ich habe hier eine Nebenkostenabrechnung mit folgenden umlagefähigen Mietnebenkosten. Laut Abrechnung 111,75 Euro pro Monat. Die ARGE hat aber nur 88,63 pro Monat anerkannt. Ich werde jetzt erst mal die Berechnung der ARGE anfordern, den im Bescheid ist nur ein Betrag für Heizung und Unterkunft angegeben.

Hier meine Frage:

Sind bei den umlagefähigen Kosten Positionen dabei die die ARGE nicht anerkennen muss oder mindern kann?

Umlagefähig:

Betriebskosten

Straßenreinigung
Versicherungen
Müllgebühren
Allgemeine Stromkosten
Wasser/Entwässerung
Feuerlöscherprüfung
Kabelfernsehen
Hauswart/Garten (SV-Pfl.)
Hauswart/Garten Material
Hausreinigung (Minijob)
Hauswart/Hausreinigung Vertretung
Schneebeseitigungsmaterial
Hausreinigungsmaterial
Wartung Allgemein
Schädlingsbekämpfung

Aufzugbetriebskosten

Wartung Aufzug
TÜV Aufzug

Heizungsbetriebskosten

Heizkosten lt. Brunata

Grundsteuer

Grundsteuer



Nichtumlagefähig:

Sonstige Ausgaben

Verwaltungskosten
Sonstige Kosten
Bankgebühren


Instandhaltungskosten

Kleinreparaturen
Zuführung zur Rücklage

wellwellwell
 

Nur_mal_So

Elo-User*in
Mitglied seit
19 März 2008
Beiträge
203
Bewertungen
0
Bei den umlagefähigen Nebenkosten ist nichts dabei was die Arge ablehnen darf.

Da das ja scheinbar von einer professionellen Hausverwaltung gémacht wurde, ist ohnehin davon auszugehen dass das wirklich wasserdicht ist!

Solltest du aber selber in der Eigentumswohnung wohnen, so muss die Arge auch die Nicht umlagefähigen Kosten übernehmen!
Nur die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage wird nicht übernommen, sondern erst wenn Reperaturen anfallen, zahlt dien Arge!

Gruß
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Auch die Instandhaltungsrücklage gehört bei Eigentumswohnungen zu den KdU. Genauso wie der Verwalter.
Selbst eine Sonderumlage wäre KdU.
Der Eigentümer ist zur Tragung dieser Kosten verpflichtet. (§ 16 WEG)
Ansonsten droht Zwang. Das geht dann bis § 18 WEG. Die Entziehung des Wohneigentumes.

Nur eines darf ARGE verweigern: Tilgungsleistungen.

SB hat Probleme mit dem "nicht umlagefähig". Der will nicht erkennen, dass das nur gegenüber Mietern gilt.

Bei der vorgelegten Liste hat ARGE nur alles zu übernehmen. Mehr nicht.
 

Shearing

Elo-User*in
Mitglied seit
19 Dezember 2007
Beiträge
146
Bewertungen
6
Hi,

mir ist in der Liste der Punkt "Kabelfernsehen" aufgefallen:

Es soll schon Sachbearbeiter gegeben haben, die um eine Vermietererklärung gebeten haben, die eine Sperrung der Kabeldose in der Mietwohnung ausschließt.

Will heißen:
Ist eine Sperrung möglich, dann konnte - trotz mietvertraglicher Bindung - eine Herausrechnung dieser Kosten verlangt werden.

Ob dieser Punkt schon höchstrichterlich entschieden ist bzw. überhaupt einer Klage standhält, weiß ich gerade nicht, will aber nur auf diesen möglichen Stolperpunkt hinweisen.
Shearing
 

catwoman666666

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
4 April 2007
Beiträge
1.641
Bewertungen
153
Kabelfernsehen muß doch auch übernommen werden, wenn es keine andere Möglichkeit des Fernsehempfanges gibt oder die Kabelgebühren zwingend zum Mietvertrag mit abgeschlossen werden müssen.

cat
 

redfly

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Juni 2007
Beiträge
3.577
Bewertungen
211
Siehe Post Nr.4, dort wurde doch ein Beispiel geschildert. Wenn theoretisch die Lieferung abbestellt werden könnte, muss die ARGE diese Kosten natürlich nicht tragen.
 

theota

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 März 2007
Beiträge
1.020
Bewertungen
164
Eine Herausrechnung, wenn theoretisch individuelle Sperrung nur eines Anschlusses im Mehrfamilienhaus möglich, würde aber nur dann Sinn machen, wenn der Mieter tatsächlich bereit ist, auf diesen TV-Empfang zu verzichten.

Gleichzeitig mit den Gebühren für Gemeinschaftsempfang kann der Vermieter nämlich im Mietvertrag ebenfalls schriftlich festlegen, daß aufgrund des Vorhandenseins einer Gemeinschaftsanlage eine alternative Empfangsart wie z.B. per Satellit und damit einhergehend eine Anbringung einer Satellitenschüssel an seinem Wohnobjekt untersagt ist.

Unser 6-Familen-Haus hat die Sache grad durch; Vermieter hat neuen Vertrag mit Kabelanbieter abgeschlossen und uns lapidar - und im übrigen erst nach Monaten, obwohl seit Abschluß des neuen Vertrages für jeden Mieter unseres Hauses eine Kabelgebührenerhöhung von 50% anfällt - mitgeteilt, daß im Zuge der für 2010 geplanten Freischaltung auf digitalen Empfang in unserer Region bereits jetzt "Modernisierungsarbeiten" vorgenommen werden sollen.

Habe Angelegenheit nach fruchtlosem eigenen Schriftverkehr mit Vermieter dem Anwalt übergeben müssen; Sache ist noch nicht abgeschlossen, läuft im Grunde grade erst an. :icon_pause:

Zur o.g. Problematik hat mich der Anwalt aber aufgeklärt, daher erlaube ich mir mal, hier meinen Senf dazuzugeben.

Und von den Techikern, die hier vor Ort im Auftrag des Kabelanbieters die neuen Kabel gezogen haben (wie wir im Nachhinein erfahren haben, vollkommen überflüssig, da technisch gesehen genau diese Kabel bereits lagen, aber vermutlich wollte man im Rundumschlag alles renovieren, wenn man schon mal dabei ist) habe ich erfahren, die Sperrung einer Dose auch nicht mal eben so einfach gemacht ist - zumindest, was unseren Fall anbetrifft.

Unser Kabelanbieter hat sich nämlich ausgebeten - vermutlich reine Geldschneiderei - daß nur er diese Arbeiten ausführen darf, gegen Bezahlung versteht sich und inklusive Anfahrtskosten dürfte da ein stattliches Sümmchen zusammenkommen - und wer zahlt das? ... :icon_evil:

Um uns nicht des Vorwurfs der Sabotage einer vom Vermieter im Vorfeld angekündigten Modernisierungsmaßnahme schuldig zu machen (nach mehrmaliger Rücksprache mit meinem Anwalt riet er mir, dies zuzulassen, da ich hierzu verpflichtet bin und um bei Niederlage trotz RA eine nochmalige Anfahrt der Techniker nicht in Rechnung gestellt zu bekommen), haben wir (meine einzige Mitstreiterin hier im Haus und ich) die Techniker zwar hereingelassen, um die neuen Kabel ziehen zu lassen (wie gesagt, erst im Nachhinein erfahren, daß selbst dies unter den neuen Aspekten gar nicht notwendig gewesen wäre, in den Wänden der Dachgeschosswohnungen sind nämlich die Kabelkanäle so eng, daß die neuen Kabel mit Hilfe der alten gar nicht gezogen werden konnten. Die alten Kabel sitzen so fest, daß man es in diesen Wohnungen bei den alten Kabeln belassen mußte, aber diese Mieter haben technisch gesehen den gleichen !!! TV-Empfang wie die Mieter in den Wohnungen mit neuen Kabeln :cool: ) aber die Wiederanbringung der Dosen abgelehnt.

Gut, wenn man technisch nur halbwegs versiert ist, kann man sich das selber wieder anschließen, aber da der Vermieter weiß, daß speziell in unserem Haus nur Alleinerziehende und Rentnerinnen wohnen und wir uns im Vorfeld so massiv dagegen gewehrt und bekräftigt haben, daß wir diesen Gebührenwucher nicht hinnehmen wollen und dann lieber ganz auf TV verzichten wollen, hoffe ich, daß sich diesbezüglich in der Zukunft keine Nachteile für uns ergeben werden.

Meinetwegen kann der Vermieter und/oder Anbieter gern von Zeit zu Zeit unangekündigt aufschlagen, ich kann jederzeit beweisen, daß in meiner Wohnung die Dose für den TV-Empfang noch wie vor "tot" ist.

Nach Aussage meines RAes entbindet mich dies aber nicht von der Pflicht, die (ursprünglichen, vor Abschluß des neuen Vertrages? ---> genau das ist noch strittig; welche Höhe?) Kabel-TV-Gebühren, wie im Mietvertrag schriftlich festgelegt, weiter mtl. an den Vermieter zu zahlen - so sieht's aus.

Sorry, für den "Lebenslauf", aber mich belastet das jetzt bereits seit August, ich hasse diese nervenaufreibende Hin- und Hergeschreibe ohne Aussicht auf ein Ende...als wenn man mit der ARGE selbst nicht schon genug zu tun hätte...:icon_neutral:
 

redfly

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Juni 2007
Beiträge
3.577
Bewertungen
211
Eine Herausrechnung, wenn theoretisch individuelle Sperrung nur eines Anschlusses im Mehrfamilienhaus möglich, würde aber nur dann Sinn machen, wenn der Mieter tatsächlich bereit ist, auf diesen TV-Empfang zu verzichten.

Verzichten muss er doch nicht, aber die ARGE wird dann die Kosten nicht tragen.
 

wellwellwell

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
57
Bewertungen
6
Hallo,

ich habe eine Aufstellung der Kostenübernahme durch die ARGE bekommen. Sie hat alle Kosten wie in der Betriebskostenabrechnung angegeben übernommen.

Nur bei der Berechnung hat sich etwas geändert. Der Warmwasseranteil hat sich geändert. Ich muss statt 1,80 jetzt 3,70 übernehmen. Die ARGE hat nicht mehr von meiner Heizpauschale gerechnet, sondern vom tatsächlichen Heizungsverbrauch. Damit ist meine Wohnung ca. 40 Euro über dem Mitspiegel der ARGE für die Jahre 2006 und 2007 mit der Kaltmiete.

Da es aber eine Anpassung im Jahre 2008 für die Kaltmiete gab, und wenn ich den gleichen Betriebskostenbetrag von 2007 für 2008 zugrunde lege, ist meine Wohnung nur noch ca. 1,50 über den Kaltmietenhöchstbetrag.

Ich hoffe, das ich jetzt auch Ruhe bei der ARGE habe, und nicht mehr umziehen soll, weil meine Kaltmiete den Höchstbetrag übersteigt.

Aber erstmal sehen was nächste Woche beim Sozialgericht raus kommt.

Ich habe unter anderen auch auf Übernahme der Bareinzahlungsgebühr für die Mietzahlung geklagt.

Ich berichte dann mal nach der Verhandlung.

wellwellwell
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten