• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Nebenkostennachzahlung von über 600,- HILFE

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#1
Hallo zusammen,
ich habe ein Problem, das mich die letzen Tage kaum hat schlafen lassen. Ich habe die letzten Tage damit verbracht im Netz nach informationen zu suchen und habe letztendlich nicht wirklich was brauchbaren gefunden.

Meine Vermieterin kam am Dienstag und brachte mir die Nebenkostenabrechenung, ich bin fast von Hocker gefallen! Ich soll über 600,- Euro nachzahlen!
Wovon? Ich bin am untersten stand von Harz4 angekommen, das kann ich nicht!
Im letzten Jahr hatte ich eine Nachzahlung von 200,- die habe ich in 4 Monaten abgestottert, da ich da noch einen zuschuß von 80,-/Monat von der Arge bekam, weil ich bis 2004 vollbeschäftigt war, ging das.

Aber jetzt bekomme ich keinen Zuschuß mehr und 600,-, das kann ich nicht, zumal die MIete dadurch jetzt auch noch teurer wird, wie soll ich das denn bezahlen?? Zumal die miete bis dado eh schon teurer ist als das was ich von der Arge bekomme. Bis dato habe ich schon jeden Monat 45,- die ich selber tragen muß. Wenn die Miete jetzt um 40,- aufgestockt wird, lieg ich bei 85,-Euro die ich zuzahlen muß, wie soll ich denn da noch Geld aufbringen um die Nebenkostennachzahlung abzustottern.

Ich habe die Berechnung mehrfach selbst überrechnet soweit es möglich war, denn die Ista, bei der ich um Auskunft gebeten habe, hat mich an den Vermieter verwiesen, weil ich nicht unmittelbar mit ihnen im Vertrag stehe. Den Vermieter hab ich schon angeschrieben und um Akteneinsicht gebeten, da wie ich feststellen mußte der Arbeitspreis für Fernwärme um sage und schreibe 41% im Verhältnis zum letzten Jahr gestiegen ist. ( zumindest auf meiner abrechnung ) Weiß jemand ob das Recht ist? Dürfen die um 41% innerhalb von einem Jahr erhöhen?

Ich habe die gleichen Heizungsablesungen wie bei der Abrechnung im letzten Jahr, ledigtlich Warmwasser habe ich etwas mehr verbraucht und dann sind eben bei der Abrechnung die Müllgebühren und der Gemeinschafftsstrom gestiegen. Besteht die möglichket das die Arge vielleicht zumindest den größten teil der Nachzahlungskosten übernimmt? Weiß das jemand?
Ich Bitte dringend um Hilfe.

Lieben Gruß
Sabine:confused:
 
Mitglied seit
19 Jun 2005
Beiträge
795
Gefällt mir
4
#2
Einfach bei der ARGE einreichen, und erst wenn der Bescheid kommt darüber Gedanken machen.
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#3
Einfach bei der ARGE einreichen, und erst wenn der Bescheid kommt darüber Gedanken machen.
Vielen lieben Dank für die super schnelle Antwort,
aber das ist einfacher gesagt als getan. Einreichen bei der Arge ja Sicherlich, aber erst später Gedanken drüber machen geht nicht. Hast du Ahnung davon ob eine AP erhöhung von 41% okay ist?
Oder was man sonst noch machen könnte?

Lieben Gruß
Sabine:confused:
 

eAlex79

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Dez 2006
Beiträge
927
Gefällt mir
1
#4
Hi!

Was ist denn eine AP??? Abwasserpauschale??

x
x Alex
x
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#5
Hi!

Was ist denn eine AP??? Abwasserpauschale??

x
x Alex
x
Eine AP ( Arbeitspreis) erhöhung bei der Heizkostenabrechnung. Nach meiner Abrechnung ist der Arbeitspreis im vergangenen Abrechungsjahr ( 1.11.04 - 31.10.05 ) mit 4,006 Cent/KWh ( Kilowattstunde) und in diesem Jahr ( 1.11.05 - 31.10.06) mit 5,646 Cent/KWh berechnet worden das ergibt nach meiner Rechnung eine erhöhung von 41%. Das ist doch ganz schön happig oder?

Lieben Gruß
Sabine:icon_cry:
 

eAlex79

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Dez 2006
Beiträge
927
Gefällt mir
1
#6
Oh ja..

Naja das ist die Zeit in der wir leben fürchte ich...


So aus meiner Erfahrung.. Vorletztes Jahr (wohnte ich noch "gross" wurde der Strom (nicht das Gas) von 100 € monatl. auf 200 € erhöht. Kein Widerspruch möglich (kam auch durch die kW/h Preiserhöhung).

Ich habe immernoch über 800 euro Schulden dadran.

:s Ich hoffe dass Du Deine ARGE zum bezahlen kriegst.

x
x Alex.
x
 

eAlex79

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Dez 2006
Beiträge
927
Gefällt mir
1
#7
Du könntest versuchen die Erhöhung wegen Unbilligkeit anzufechten.

Such da mal im INet nach.

x
x Alex.
x
 
Mitglied seit
19 Jun 2005
Beiträge
795
Gefällt mir
4
#8
Nach meiner Abrechnung ist der Arbeitspreis im vergangenen Abrechungsjahr ( 1.11.04 - 31.10.05 ) mit 4,006 Cent/KWh ( Kilowattstunde) und in diesem Jahr ( 1.11.05 - 31.10.06) mit 5,646 Cent/KWh berechnet worden das ergibt nach meiner Rechnung eine erhöhung von 41%.
Das haben die Energieversorger als auch das Bundesamt für Statistik so veröffentlicht. Energie ist halt teurer geworden. Da werden sich noch viele Argen freuen.
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#9
Oh ja..

Naja das ist die Zeit in der wir leben fürchte ich...


So aus meiner Erfahrung.. Vorletztes Jahr (wohnte ich noch "gross" wurde der Strom (nicht das Gas) von 100 € monatl. auf 200 € erhöht. Kein Widerspruch möglich (kam auch durch die kW/h Preiserhöhung).

Ich habe immernoch über 800 euro Schulden dadran.

:s Ich hoffe dass Du Deine ARGE zum bezahlen kriegst.

x
x Alex.
x
Hallo Alex,
das macht mir ja nicht gerade viel Hoffnung, aber versuchen werde ich das auf jeden fall, denn letztendlich bin ja nicht ich an der miesere, sodern vielmehr das Gasversorgungsunternehmen daran schuld. Und da muß es ( hoffe ich zumindest) möglichkeiten geben, nur wie gesagt man muß sie auch erst einmal wissen und da fangen die kleinen probleme schon an.

Danke dir für deinen Tip mit der Unbilligkeit, ich weiß nur nicht ob da 41% ausreichen, müssen das nicht über 50% sein, das man da raus kommt? Ich glaub mal sowas gelesen zu haben.

Hast du vielleicht noch mehr kenntnis, insbesondere vielleicht wie ich das schreiben für die Arge aufsetze?

Lieben Gruß
Sabine :icon_stern:
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#10
Das haben die Energieversorger als auch das Bundesamt für Statistik so veröffentlicht. Energie ist halt teurer geworden. Da werden sich noch viele Argen freuen.
Hallo Ralf,
das hab ich nachdem was ich hier an Abrechnungsunterlagen vom meinem Vermierter bekommen habe errechent, es steht kein Arbeitspreis in den Berechnungen.
Wo ist das veröffentlicht, kannst du mir die Seite geben?
Es führen ja bekanntlich mehrere Wege nach Rom, und wenn man mehrere wege kennt kommt man bestimmt auch an.

Lieben Gruß
Sabine:icon_question:
 
Mitglied seit
19 Jun 2005
Beiträge
795
Gefällt mir
4
#11
Liebe Sabine, guckst Du hier:

Pressemitteilung Hans-Böckler-Stiftung
Studie zu Energiekosten und Hartz IV

Energiekosten: ALG-II-Empfängern und Kommunen droht böse Überraschung durch Jahresabrechnungen

Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Sozialhilfe bekommen zu wenig Geld für die gestiegenen Stromkosten. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Es mehren sich Fälle, wo Haushalte wegen Zahlungsschwierigkeiten der Strom abgestellt wird. Die Situation dürfte sich durch Jahresabrechnungen mit Nachzahlungen weiter verschärfen.

"Seit den Hartz-Reformen liegt eine Unterdeckung bei der Erstattung der Haushaltsstromkosten vor, die von den Leistungsempfängern aus dem übrigen Budget innerhalb des Regelsatzes von 345 Euro finanziert werden muss", so die Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) gemeinsam mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE). Die Wissenschaftler haben die Folgen des Energiekostenanstiegs für Haushalte mit geringem Einkommen untersucht.

Die Strompreise für private Haushalte erhöhten sich von 1998 bis 2006 laut Verbraucherpreisindex um 26,8 Prozent. Im diesem Zeitraum wurden die Ansätze für Haushaltsstrom jedoch nur um 7,2 Prozent angepasst. Derzeit erhält ein Ein-Personen-Haushalt 20,74 Euro im Monat für Licht, Waschen, Kochen, TV und elektrische Warmwassererzeugung. Die für 2007 geplante Regelsatzanpassung kann den Preisanstieg nur teilweise auffangen.

Die staatliche Hilfe könnte durch mehr Transparenz und eine bessere Zusammenarbeit von Sozialämtern, Energiefachämtern und Verbraucherzentralen den sparsamen Umgang mit Energie ohne Komfortverzicht fördern, so die Studie:

Den privaten Haushalten fehlen Informationen, "wie viel Geld für Haushaltsstrom ausgegeben werden kann, damit ausreichend Mittel für die Bewältigung der übrigen Ausgaben zur Verfügung stehen." Die Forscher schlagen vor, die Leistungsempfänger über das vorgesehene Budget besser zu informieren und Hilfestellungen zum Energiesparen zu geben.
Sparsamkeit werde den Leistungsempfängern zudem schwer gemacht: "Energieeffiziente Geräte mit langfristig niedrigeren Betriebskosten sind in der Regel mit höheren Anschaffungskosten verbunden, die von Beziehern von ALG II und Sozialhilfe kaum aufgebracht werden können."

Die Heizkosten zahlen die Kommunen in voller Höhe - sofern sie angemessen sind. Für die Bewertung, was angemessen ist, vermissen die Forscher jedoch klare Maßstäbe. Viele Kommunen versuchten zuletzt, die steigenden Kosten durch Obergrenzen für die Erstattung zu deckeln. Von dieser Regelung sind vor allem Bewohner von schlecht isolierten Gebäuden mit hohen Heizkosten betroffen. Zwar haben Gerichte mehrfach entschieden, dass die Kommunen auch für die stark erhöhten Heizkosten aufkommen müssen. Dennoch ist die gegenwärtige Praxis unübersichtlich und führt bei vielen Haushalten zur Verunsicherung.

Die Preise für Heizenergie sind von 1998 bis 2006 um durchschnittlich 106 Prozent gestiegen. In 2006 betrugen die Heizkosten von ALG-II Beziehern bundesweit schätzungsweise 2,7 Mrd. Euro, von denen 1,9 Mrd. Euro auf die Kommunen entfallen. Besonders problematisch ist daher, dass die gegenwärtige Regelung keinen systematischen Anreiz für einen sparsamen Umgang mit Heizenergie vorsieht. Nach Ansicht der Autoren könnten die kommunalen Haushalte allein durch eine 5-prozentige Verringerung des Heizenergieverbrauchs durch Effizienzmaßnahmen jährlich um etwa 95 Millionen Euro entlastet werden. Diese Gelder sollten nach Ansicht der Autoren in die Sanierung kommunaler Wohngebäude investiert werden. Durch eine bessere Wärmedämmung könnte der Heizenergiebedarf der Gebäude verringert werden, um weitere Preisanstiege aufzufangen.

Die Studie zum Download (pdf) unter:

www.boeckler.de/pdf_fof/S-2006-882-4-1.pdf
Bei Deinem Vermieter kannst Du seine Berechnungsgrundlagen einsehen.
Die Kommune muß die Kosten übernehmen, solange sie Dir kein "unwirtschaftliches Verhalten" nachweisen kann. Eine Energiepreiserhöhung fällt nicht in Deine Verantwortung.
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#13
Liebe Sabine, guckst Du hier:



Bei Deinem Vermieter kannst Du seine Berechnungsgrundlagen einsehen.
Die Kommune muß die Kosten übernehmen, solange sie Dir kein "unwirtschaftliches Verhalten" nachweisen kann. Eine Energiepreiserhöhung fällt nicht in Deine Verantwortung.
Hallo Ralf,
vielen lieben Dank für die Info´s. Insbesondere im Link sind sehr gute Eckpunkte, die mir mit Sicherheit bei der Aufsetzung des Schreibens an die Arge weiterhelfen können.
Das werde ich denn Heute noch in Angriff nehmen und sobald sich was getan hat, es hier mitteilen.

Ich finde es echt super das es dieses Forum gibt. Es müsste für jeden der Harz4 bekommt gleich bei der Antragstellung eine Info geben, das es diese Seite gibt. Dann wäre es mit Sicherheit für viele sehr viel leichter mit den ganzen klar zu kommen.

Lieben Gruß
Sabine;)
 

Dopamin

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Jan 2007
Beiträge
1.077
Gefällt mir
0
#14
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...

Sollte DIESE Information falsch sein, möge man mich doch gerne korrigieren...

Dopamin
 

blaublume

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Apr 2007
Beiträge
85
Gefällt mir
0
#15
Meine Vermieterin kam am Dienstag und brachte mir die Nebenkostenabrechenung, ich bin fast von Hocker gefallen! Ich soll über 600,- Euro nachzahlen!
Wovon? Ich bin am untersten stand von Harz4 angekommen, das kann ich nicht!
Im letzten Jahr hatte ich eine Nachzahlung von 200,- die habe ich in 4 Monaten abgestottert, da ich da noch einen zuschuß von 80,-/Monat von der Arge bekam, weil ich bis 2004 vollbeschäftigt war, ging das.

Aber jetzt bekomme ich keinen Zuschuß mehr und 600,-, das kann ich nicht, zumal die MIete dadurch jetzt auch noch teurer wird, wie soll ich das denn bezahlen?? Zumal die miete bis dado eh schon teurer ist als das was ich von der Arge bekomme. Bis dato habe ich schon jeden Monat 45,- die ich selber tragen muß. Wenn die Miete jetzt um 40,- aufgestockt wird, lieg ich bei 85,-Euro die ich zuzahlen muß, wie soll ich denn da noch Geld aufbringen um die Nebenkostennachzahlung abzustottern.

Ich habe die Berechnung mehrfach selbst überrechnet soweit es möglich war, denn die Ista, bei der ich um Auskunft gebeten habe, hat mich an den Vermieter verwiesen, weil ich nicht unmittelbar mit ihnen im Vertrag stehe. Den Vermieter hab ich schon angeschrieben und um Akteneinsicht gebeten, da wie ich feststellen mußte der Arbeitspreis für Fernwärme um sage und schreibe 41% im Verhältnis zum letzten Jahr gestiegen ist. ( zumindest auf meiner abrechnung ) Weiß jemand ob das Recht ist? Dürfen die um 41% innerhalb von einem Jahr erhöhen?

Ich habe die gleichen Heizungsablesungen wie bei der Abrechnung im letzten Jahr, ledigtlich Warmwasser habe ich etwas mehr verbraucht und dann sind eben bei der Abrechnung die Müllgebühren und der Gemeinschafftsstrom gestiegen. Besteht die möglichket das die Arge vielleicht zumindest den größten teil der Nachzahlungskosten übernimmt? Weiß das jemand?
Ich Bitte dringend um Hilfe.

Lieben Gruß
Sabine:confused:
Bei uns genau das gleiche...Habe allerdings die Abrechnung schon im Januar eralten. 650€..Letztes Jahr waren es 250€ die wir nachzahlen sollten.

Die Arge hat nichts überommen, ich versuch jetzt so zu "sparen"..GsD meinte der Vermieter, wir sollen eben zahlen, wenn wir es haben. Aber wohl ist mir dabei nicht!!!
 
Mitglied seit
19 Jun 2005
Beiträge
795
Gefällt mir
4
#16
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...
Merkwürdige Praxis. Da sollten sie doch zumindest den "Angemessenen" Anteil übernehmen.
 

blaublume

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Apr 2007
Beiträge
85
Gefällt mir
0
#17
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...

Sollte DIESE Information falsch sein, möge man mich doch gerne korrigieren...

Dopamin

Genau mit dieser Begründung wurde auch unsere Nachzahlung nicht übernommen.
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#18
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...

Sollte DIESE Information falsch sein, möge man mich doch gerne korrigieren...

Dopamin
Hallo Dopamin,
aber mal ehrlich, das kann es doch nicht sein. Es gibt hier keine Wohnung die genau in die Maßstäbe passt. Wenn man dann schon einen teil selber tragen muß, dann kann man doch nicht auch noch dafür verurteilt werden das der Ölpreis/Gaspreis explodiert ist. Sicherlich sind die Preise gestiegen, aber von einer Nachzahlung von 200,- auf über 600,- in einem Jahr, das ist doch horror. Was ist denn im nächten Jahr? Da mag ich garnicht drüber nachdenken.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, denn es muß einen Weg geben, vielleicht habe ich in blos noch nicht gefunden.

Ich bin bestimmt nicht verschwenderisch, ich habe vor Harz4 nie Schulden gehabt und es kann doch nicht sein, das man nach nur 3 Jahren Arbeitslosigkeit, stückchen für stückchen immer tiefer in ein Loch gesogen wird. Das ist doch .....:icon_kotz:

Aber ich werde erst mal positiv denken und hoffen.

Lieben Gruß
Sabine:icon_rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
#19
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...

Sollte DIESE Information falsch sein, möge man mich doch gerne korrigieren...

Dopamin
Dann korrigiere ich mal ;)
Liegt die Wohnung qm-mässig im *vorgeschriebenen* Bereich, MUSS die ARGE die Nebenkostenachzahlung voll übernehmen.( wie Ralf das oben schon geschrieben hat) Dies hat nichts mit einem überhöhten Mietpreis zu tun.

Bezieht sich allerdings der *zu hohe* Mietpreis auf eine zu grosse Wohnung, wird die Nebenkostenabrechnung auf die vorgeschriebenen qm umgerechnet.

Dass heisst:
für eine einzelne Perrson werden 45qm als angemessen angesehen.
Beläuft sich jetzt die Wohnungsgrösse auf 55qm, musst Du, Kirsche, aus der Nebenkostenendabrechnung für 10qm die Kosten selbst übernehmen und der Rest ist Sache der ARGE.
Dies gilt aber nur dann, wenn man bereits von der ARGE zur Senkung der Kosten der Unterkunft aufgefordert worden ist und aufgrunddessen die Miete gekürzt wurde. ( Hast Du eine schriftliche Aufforderung zur Senkung der KdU bekommen?)
Wenn keine Aufforderung zur Senkung der KdU erfolgt ist, sind die Kosten der Nebenkosten voll von der ARGE zu übernehmen.


Bei den Heizkosten kann ich Dich auch beruhigen:
Deckelung der Heizkosten bei Hartz IV ist rechtswidrig.
09.04.2007 [FONT=verdana,geneva]Die generelle Höchsterstattungssumme pro qm der Heizkosten bei Hartz IV Empfänger, die in vielen Kommunen praktiziert wird, ist laut Bundesregierung rechtswidrig.[/FONT] [FONT=verdana,geneva]In einer Antwort der Bundesregierung vom 21.03.2007, auf Grund einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke, betreffend "Der Steigerung der Energiekosten - Auswirkungen auf die Realeinkommen von SGB II und SGB XII Beziehenden" zu der Frage: „Teilt die Bundesregierung die Einschätzung……, dass die gegenwärtige Praxis der Kommunen zur Bewertung der Angemessenheit der Heizkostenübernahme und die Einführung von Obergrenzen für die Heizkostenerstattung in einigen Kommunen zu einer Benachteiligung von Bewohnerinnen und Bewohnern schlecht isolierter Gebäude führt?“ [/FONT]

[FONT=verdana,geneva]„Leistungen für Heizung sind in der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen zu übernehmen, soweit sie angemessen sind. Soweit Heizkosten auf Grund schlechter Isolation des Wohngebäudes überdurchschnittlich hoch sind, sind dementsprechend höhere Heizkosten als angemessen anzuerkennen. Die Übernahme von Heizkosten kann demnach nicht ohne eine Einzelfallprüfung auf eine pauschal festgelegte Obergrenze beschränkt werden. Beruhen hohe Heizkosten hingegen auf dem Verbraucherverhalten des Hilfsbedürftigen, ist eine Beschränkung auf festgelegte Obergrenzen erforderlich. Sofern kommunale Träger die Entscheidung über die Angemessenheit der Heizkosten ohne Einzelfallprüfung ausschließlich auf der Grundlage festgelegter Obergrenzen treffen, handeln sie nach Auffassung der Bundesregierung rechtswidrig.[/FONT]
www.elo-forum.org/deckelung-der-heizkosten-bei-hartz-iv-ist-rechtswidrig-t9638.html?t=9638
 

Dopamin

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Jan 2007
Beiträge
1.077
Gefällt mir
0
#20
Kirsche,

ich habe diese Gesetze nicht gemacht, und habe selbst nur die eine oder andere Erfahrung gemacht...

Du hast ja sicherlich irgendwann mal die Aufforderung zum Umzug bekommen, nehme ich an... Meine Idee wäre jetzt dem/der SB in einem Gespräch oder auch schriftlich mitzuteilen Du würdest Dich aus o.g. Gründen nach günstigerem Wohnraum umschauen. Lies bitte weiter, bevor Du mir erklärst ich könne nicht lesen... :icon_hihi:

Surf doch mal durchs Forum wie man sich gegen einen Umzug zur Wehr setzt und WAS du alles beantragen kannst. Ich hab jetzt nciht alle Feinheiten auf dem Kasten, viel ist ja auch Einzelfallabhängig...

Mach Dir Notizen WAS zu beantragen ist und was das Amt auf jeden Fall übernehmen muss bei einem Zwangsumzug, und zwar ALLES!!! Die Kosten vorneweg auch !!! Zeitungen und Telefonate, Fahrtkosten Wohnungsbesichtigung etc. sind ja schliesslich nciht kostenlos...

Die Notizen würde ich in einem Schreiben "verwursten" das dann als formloser Antrag durchgeht und DAS mitnehmen zum Gespräch. In zweifacher Ausführung (auf der Zweitschrift die Empfangsbestätigung vom SB).

So dann bist Du also am Suchen: In der Tageszeitung (Internet), fein säuberlich alles ausschneiden (ausdrucken) was preislich passt, anrufen, wenn möglich Besichtigungstermin. Zum Termin wichtig: Bereite eine Bestätigung vor, warum Du eine Wohnung nicht bekommen hast, den Grund kannst Du ja vor Ort bei der Besichtigung am besten vom Verwalter/Vermieter eintragen lassen, ich denke das ist glaubwürdiger...

Und mit den Ergebnissen dieser Recherchen einfach regelmässig zum SB (Einmal die Woche?!). Wenn es nichts gibt, was das Amt bewilligen würde, MÜSSEN sie mehr zahlen!!! Beweise es ihnen einfach, dasses nichts gibt!!!

Ausserdem gibt es eine Toleranzklausel im Gesetz: 10% überm Satz darf eine Wohnung kosten OHNE dass man umziehen muss!!!

Dopamin
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#21
Merkwürdige Praxis. Da sollten sie doch zumindest den "Angemessenen" Anteil übernehmen.
Genau mit dieser Begründung wurde auch unsere Nachzahlung nicht übernommen.
Allerdings ist es so, dass, wenn die Wohnung eh zu teuer ist, man sämtliche Nachzahlungen (Neben-, Betriebs- und Heizkosten) selbst finanzieren muss... Was die Gerechtigkeit dieser Praxis angeht, lasse ich lieber offen...

Sollte DIESE Information falsch sein, möge man mich doch gerne korrigieren...

Dopamin
Hallo Ralf, blaublume, Dopamin
und alle anderen,
Ich bin ja eigentlich eine kämpfernatur, nur manchmal dann kann man einfach nicht mehr und weiß sich keinen Ausweg.
Ihr habt mich hier ein bischen verstärkt einen Weg zu suchen, denn so wie es aussieht komm ich wohl mit Antrag auf Kostenübernahme stellen und hoffen, nicht weit.
Wenn noch jemand einen Rat, Hinweis, Info oder der gleichen hat, immer her damit. Ich benötige seh sehr viel wissen, sonst hab ich schon von vornherrein verloren.

Danke Euch im Vorraus

Lieben Gruß
Sabine:icon_frown:
 

blaublume

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Apr 2007
Beiträge
85
Gefällt mir
0
#22
Jetzt mal an unserem Beispiel: Wir (4 Personen) haben 108 qm. "Erlaubt" wären glaub ich 90qm?!
Miete zahlen wir 550€ warm. Die Arge übernimmt 495€ wenn ich mich grad nicht täusch.
Miet- und Heizkosten wurden diese Jahr "angepasst". Also bekamen wir auch ne Erhöhung. Vorher haben wir 450€ Miete gezahlt bekommen o.ä.

Heizkosten werden bei uns 1€/qm gezahlt...

Wir haben NULL für die Nachzahlung der NK bekommen. Mit eben der Begründung, da eh schon Obergrenze für uns gezahlt wird.

Kann man da jetzt noch was machen´?
Oder versteh ich grad was falsch?
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#23
Lies doch nochmal den Beitrag von Tinkalla, da steht eigentlich alles relevante drin, musst nur beantworten wie es bei Dir aussieht, hast Du eine Aufforderung zur Senkung der KDU bekommen?
 
E

ExitUser

Gast
#24
Ja, blaueblume, da kannst Du etwas machen.

Die kalten Nebenkosten werden ja nach Personen, bzw. nach qm abgerechnet.
So, dass heisst, die NK, die nach Personen abgerechnet werden, müssen komplett übernommen werden.
Die NK, die nach qm abgerechnet werden, müssen bis zur oben beschriebenen Angemessenheitsgrenze übernommen werden.

Es gibt es nicht, dass man - aufgrund einer zu grossen Wohnung- gar keine Nachzahlungen mehr übernimmt.
Wie ich oben zitiert habe, hat ist dies sogar von der Bundesregierung so bestätigt worden.

Also: schön Widerspruch einlegen und als Begründung die obigen Zitate von Ralf und mir verwenden. Als letzten Satz *ganz lieb* schreiben: erbitte einen rechtsmittelfähigen Bescheid, da ich bei Ablehnung unmittelbar Klage beim SG einreichen werde.

Die (ARGE) versucht es halt immer wieder. Und wir kontern.;)
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#25
Hallo Tinkalla,
danke dir für deine Mail, hat sich ein wenig überschnitten mit deiner Info im Forum. Vielen lieben dank für die Info, das beruhigt mich doch schon sehr. Meine Wohnung ist nicht zu groß in soweit sehen meine Canchen ja garnicht so schlecht aus.

Danke dir nochmals
Lieben Gruß
Sabine
 

Kirsche

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
26
Gefällt mir
0
#28
Dann korrigiere ich mal ;)
Liegt die Wohnung qm-mässig im *vorgeschriebenen* Bereich, MUSS die ARGE die Nebenkostenachzahlung voll übernehmen.( wie Ralf das oben schon geschrieben hat) Dies hat nichts mit einem überhöhten Mietpreis zu tun.

Bezieht sich allerdings der *zu hohe* Mietpreis auf eine zu grosse Wohnung, wird die Nebenkostenabrechnung auf die vorgeschriebenen qm umgerechnet.

Dass heisst:
für eine einzelne Perrson werden 45qm als angemessen angesehen.
Beläuft sich jetzt die Wohnungsgrösse auf 55qm, musst Du, Kirsche, aus der Nebenkostenendabrechnung für 10qm die Kosten selbst übernehmen und der Rest ist Sache der ARGE.
Dies gilt aber nur dann, wenn man bereits von der ARGE zur Senkung der Kosten der Unterkunft aufgefordert worden ist und aufgrunddessen die Miete gekürzt wurde. ( Hast Du eine schriftliche Aufforderung zur Senkung der KdU bekommen?)
Wenn keine Aufforderung zur Senkung der KdU erfolgt ist, sind die Kosten der Nebenkosten voll von der ARGE zu übernehmen.


Bei den Heizkosten kann ich Dich auch beruhigen:

www.elo-forum.org/deckelung-der-heizkosten-bei-hartz-iv-ist-rechtswidrig-t9638.html?t=9638

Ich habe mit dem ersten Bewilligungsbescheit einen anhang bekommen "Hinweis auf unangemessene Unterkunftskosten" indem vermerkt ist, das die Arge nur bis ende des ersten Bewilligungszeitraumes die Kosten für Unterkunft und Heizung übernimmt. Die Warmmiete lag mit letzem Bescheid 45,- über dem was sie mir Berechnet haben, die Wohnungsgröße entsricht dem was ich haben darf.

Frage: Ist es denn vorteilhaft gleich beim ersten Schreiben an die Arge auf Nebenkostennachzahlungsübernahme mit $$ zu schreiben, oder lieber erstmal auf "ich möchte" und dann abwarten?

Lieben Gruß
Sabine:smile:
 
E

ExitUser

Gast
#29
Ups, also doch eine Aufforderung zur Kostensenkung.

Aber, ok, wenn die Wohungsgrösse im *Rahmen* ist, ist es in Ordnung.

Nein, Kirsche, Du hast eine berechtigte Forderung an die ARGE, also kannst Du auch einen selbstbewussten und förmlichen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen.
Wenn Du nun hingehen und demütig bitten würdest, ist ein Scheitern vorprogrammiert.;)
Also: höflich und förmlich:
......''...... überreiche ich Ihnen meine Nebenkostenabrechnung mit der Bitte, den Betrag von....****.... auf mein, Ihnen bekanntes Konto zu überweisen.
Ich verweise hierbei auf die Stellungnahme der Bundesregierung.....( wie oben.....), sowie ....(hier den Passus von Ralf einfügen), wonach Kosten der Nebenkostenendabrechnungen zu übernehmen sind.

Ich bitte Sie ebenfalls, bei der nächsten Zahlung der Kosten der Unterkunft, die Erhöhung der Miete zu berücksichtigen, oder mich ggbf. zu informieren, ob ein neuer, gesonderter Folgeantrag gestellt werden muss.

Ich erbitte einen rechtsmittelfähigen Bescheid .
Mit freundlichen Grüssen.......

.......

Trau Dich, Kirsche, sonst beissen sie Dich immer wieder.:icon_hug: :smile:
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten