Nebenkostenabrechnung vom Vermieter, diesmal sehr hoch, kann sie nicht bezahlen

beimi

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Hallo liebe Forum-Mitglieder,
habe diesmal eine sehr hohe NK-Abrechnung erhalten.
Ich kann Widerspruch gegen den Vermieter zur weiteren Abklärung einlegen, denn diesmal sind darin Kosten enthalten, die ganz neu sind.
Bezahlen müsste man die Rechnung aber trotzdem innerhalb von 30 Tagen. Doch wo soll ich 358,48 € hernehmen.
Bin eh in einem Widerspruch gegen die Stadt für Leistungen nach dem SGB XII.
Auf meinem Konto hatte ich per 09.08.2018 noch 3,24€.

Kann ich beantragen dass die Stadt direkt an den Vermieter überweist??
Bitte dringend um Hilfe.
Grüße beimi
 

Fairina

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Bitte gehe zum Mieterverein und lass die Rechnung prüfen.

Der Vermieterin teilst du mit, daß du die Rechnung erst prüfen willst. Du hast auch das Recht in die Originalbelege der Vermieterin Einsicht zu nehmen. Kopien müßtest du bezahlen. Dem Grusiamt oder wo du bist, teilst du mit, daß du eine Abrechnung deiner Vermieterin bekommen hast, diese aber erst prüfen möchtest, da sie zu hoch und mit neuen Positionen versehen ist. Sobald das erledigt ist, beantragst du die Übernahme der Kosten.
 

dagobert1

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Ich kann Widerspruch gegen den Vermieter zur weiteren Abklärung einlegen, denn diesmal sind darin Kosten enthalten, die ganz neu sind.
Dann empfiehlt es sich, die Abrechnung mal genau zu prüfen.
Auch ob du die neuen Kosten laut Mietvertrag überhaupt zahlen musst.
 

romeo1222

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Bitte gehe zum Mieterverein und lass die Rechnung prüfen.
Wie soll er denn den Mieterverein bezahlen, wenn er nur ca. 3€ auf hoher Kante hat?

@TE:

Wenn du nicht mit der Nebenkostenabrechnung einverstanden bist, könnte ein Anwalt über Beratungshilfe mal drüberschauen.

Ansonsten, dem Grunde nach kann bzw. muss eine Nebenkostenabrechnung übernommen werden (wenn die Wohnung angemessen ist und es keine Kostensenkungsaufforderung gab usw.)
 

Fairina

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Man könnte ja mit dem Mieterverein sprechen und ggfls. Ratenzahlung vereinbaren oder man spricht das Grusiamt an ob die das zahlen.
 

RoxyMusic

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Hier gibt es Information zur Abrechnung von neuen Betriebskosten:

https://deutschesmietrecht.de/betriebskosten/4-betriebskosten-neu.html

"Voraussetzung ist jedoch, dass die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

es handelt sich um Kosten, die im Katalog der Betriebskostenverordnungenthalten sind und der Mietvertrag enthält eine Öffnungsklausel, durch die der Vermieter sich das Recht vorbehält, neu entstehende Betriebskosten umzulegen.

Fehlt eine der beiden Voraussetzungen, ist die Umlage neu anfallender Betriebskosten nicht möglich."

-> Betriebskostenverordnung
 

beimi

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Hallo, vielen Dank für die Infos.

Bin bereits Mitglied beim Mieterverein, konnte einen Termin vereinbaren.
Die Rechnung werde ich dann bei der Stadt einreichen und Antrag auf Übernahme stellen, mit dem Vermerk, dass ich die Rechnung prüfen lasse.
Herzlichen Dank beimi
 

beimi

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Hallo,

ich habe sozusagen keine "guten Karten" bei der Stadt. Die nehmen die gleichen Kriterien zur Verwaltungsausübung heran, wie bei SGB II Bezug. Auf meine Schwerbehinderung und dass ich Gewaltgeschädigte bin nehmen die keinerlei Rücksicht.
Zur Zeit spielen die "Katz und Maus" mit mir, weil ich mir nicht alles gefallen lasse.
Ich habe trotz meiner Erkrankungen auch Rechte und Ansprüche, auch wenn ich nicht mehr arbeitsfähig bin, so habe ich doch ein Anrecht auf Teilhabe am allgemeinen Leben, dass ich mit meinen Behinderungen eh nur eingeschränkt wahrnehmen kann.

Habe noch eine Frage.
Muss den Folgeantrag ausfüllen. Nun steht im Anschreiben drin, Zitat:"Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin zur Abgabe Ihrer Unterlagen !!!."
Muss ich wirklich persönlich dort hin? Der zuständige SB ist wirklich keine verständnisvolle Person. Und was sollen die drei
Ausrufezeichen?
Ich habe in der Vergangenheit die Unterlagen alle schriftlich eingereicht.
Wenn ich die wieder schriftlich einreiche, kann es passieren, dass man mir mangelnde Mitwirkungspflicht vorwerfen will?
Wie gesagt "jagen" die mich zur Zeit.
Bitte um Ratschläge.
Grüße beimi
 

Seepferdchen 2010

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@beimi

Nun steht im Anschreiben drin, Zitat:"Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin zur Abgabe Ihrer Unterlagen !!!."
Hmmm gab s in der Vergangeheit Probleme beim Übersenden der Unterlagen bzw. Nachfragen seitens vom Amt, weil eventuell Angaben fehlten?

Den Termin per Telefon vereinbaren, sehe ich als Hinweis, wenn eine persönliche Abgabe erfolgen soll, die 3 Ausrufezeichen stehen wohl eher
dafür, das es immer wieder wohl zu Problemen kam, wenn der Antragssteller keinen Termin hatte.

Also nicht direkt eine Auffordrung an dich, bleibt die Frage, was steht genau in dem Anschreiben?

Wird hier in dem Schreiben der § 61 SGB I genannt?

Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers zur mündlichen Erörterung des Antrags oder zur Vornahme anderer für die Entscheidung über die Leistung notwendiger Maßnahmen persönlich erscheinen.
Schau bitte mal in deine Unterlagen.
 

beimi

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Hallo,
nein es gab nie Probleme mit Unterlagen.
Es bestehen noch Probleme bezüglich § 27a, weil ich erhöhte
Leistungen geltend gemacht habe. Widerspruch läuft seit Oktober 2017.
Es fand eine Überprüfung durch das Gesundheitsamt statt.
Es lief eine Frase ab sondersgleichen und der Bericht vom Amtsarzt ist ein Witz. Habe Beschwerde beim Gesundheitsamt eingelegt.
Z.B habe ich unter anderem die Absetzbarkeit meiner KFZ-Vers.beantragt und dazu den Befundbericht aus dem Fachbereich der Neurologie und Psychiatrie beigelegt aus der die Reiseunfähigkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorgeht.
(Agoraphobie)
Die Stadt beauftragt die Untersuchung aufgrund meines Morbus Crohns und der Amtsarzt nimmt auch Stellung zur Morbus Crohn-Erkrankung und lehnt deshalb ab, obwohl ihm der Befundbericht aus dem Fachbereich Neurologie und Psychiatrie vorliegt.
So läuft das hier. Eine Frase, ein Witz, eine Verspottung???
Nur wegen der Ablehnungshaltung genüge zu tun.
Grüße beimi

Ein § 61 wird nicht aufgeführt, aber es kann sein dass die trotzdem Bezug darauf nehmen, wenn ich nicht persönlich komme, danke für den Hinweis.
Die wollen einem nur vera......................
Ich habe mal nachgesehen. Die Leistungen für Renter aus Altersgründen oder wegen dauerhafter Erwerbsminderung werden ja inzwischen voll vom Bund finanziert, auch die Regelbedarfe im SGB II, seit dem Bundesverfassungsurteil 2012.
Da hatten die Kommunen geklagt und Recht bekommen.
Und wurden von diesen Ausgaben entlastet.
Jetzt habe ich gesehen, dass die Stadt mit der Kostenstelle für ältere und voll erwerbsgeminderte einen Überschuss von über 800.000,-€ erwirtschaftet hat.
Deshalb verstehe ich diese Ablehnungshaltung erst recht nicht.
Grüße beimi
 

Kerstin_K

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Ich würde den Weiterbewilligungsantrag wie bisher einfach hinschicken. Verweigern dürfen sie die Besrbeitung deshalb nicht. Wenn es was zu besprechen gubt, dann sollen sie Dich einladen, wie sich das gehört.
 
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