Nebenkostenabrechnung laut Jobcenter zu hoch

Angelina3

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Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und bräuchte dringend eure Hilfe. Ich habe im Januar wie immer meine Nebenkostenabrechnung an das Jobcenter geschickt und sie gebeten mir die Gutschrift zu verrechnen. Als Antwort bekam ich das meine Nebenkostenabrechnung trotz Gutschrift zu hoch sei und ich verpflichtet bin entweder dem Wohnungsamt die Vollmacht zu geben sie zu überprüfen, oder den Mieterschutzbund, oder zu einen Anwalt zu gehen für Mietrecht. Ich gab die Vollmacht für das Wohungsamt und bekam vor 4 Wochen die Auswertung wo einige Bereiche zu hoch angesehen werden. Ich wurde aufgefordert vom Wohnungsamt meinen Vermieter anzuschreiben um diese Posten zu klären und soll mich danach unverzüglich beim Wohnungsamt melden, damit die Prüfung beendet werden kann und man dem Jobcenter das Ergebnis mitteilen kann.

Heute kam die Antwort von meinen Vermieter der stinksauer ist und mich angreift ich hätte ihn hintergangen und selber nachprüfen lassen. Ich rief ihn an und sagte zu ihm das ich ihm die Aufforderung vom Jobcenter zusenden werde.

Nun stehe ich hier, habe so wie es aussieht kein gutes Verhätnis mehr mit meinen Vermieter, weiß noch nicht mal ob er die SAchen rausrücken wird, wenn ja und das Jobcenter es zu hoch findet ob ich dann gezwungen werden kann den Vermieter zu verklagen, wenn nein ob mich das Jobcenter zwingen kann ihn zu verklagen auf Herausgabe.

Mein Vermieter war so sauer das er mir schrieb das ich ja kündigen könnte. Mein Vermieter hat in den letzten 20 Jahren seit ich in dieser Wohnung bin gerade mal die KAltmiete um 18 Euro erhöht. Auch ist die Kaltmiete so wie auch die Heizungskosten im normalen Bereich und wurde nicht beanstandet. Nur die Nebenkosten wie Hauswart, Allgemeinstrom, Putzfrau u.s.w also die Kosten auf die ich keinen Einfluss habe beanstandet. Laut Wohnungsamt sind ein paar von diesen Porsten angeblich viel zu hoch nach dem Mietspiegel Mittelwert.

Es gab nie Probleme mit den Nebenkosten erst seit ich eine neue Sachbearbeiterin habe die nun der Meinung ist alles ist zu hoch. Hier wo ich wohne, sind diese Posten die zu hoch sein sollen aber bei allen so hoch. Auch habe ich in meiner Gegend eine total billige Kaltmiete die man so nicht mehr findet. Selbst die Nebenkosten bewegen sich in der selben Höhe sind teilweise sogar noch höher.

Das nächste Problem was ich habe ist, das ich krank bin und ich gar nicht umziehen könnte, somit auch die Kosten nicht senken könnte. Das Jobcenter kennt meine Situation und hat mich sogar schon zum Rententräger geschickt. Ich weiß wirklich nicht mehr wie es weiter gehen soll, bin langsam am Ende, da ich massives Mobbing auch seitens meine Vermittlerin bekomme.

Habt ihr ggf einen Rat für mich was ich nun tun kann, oder welche Rechte ich habe.
Klasse finde ich das mein Vermieter bis dato nicht wusste das ich vom Jobcenter bin.

Liebe Grüsse

Angelina3
 

vidar

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Moin @Angelina3,

Irgendwie erschließt es mir nicht, wieso jetzt auf einmal, trotz einer Gutschrift, die Nebenkosten der Wohnung zu hoch seien sollen.

- Wurden die Gesamtkosten der angemieteten Wohnung seit Beginn des H4-Bezugs anerkannt?
- Befinden sich aktuell die Gesamtkosten der Wohnung immer noch innerhalb der Richtlinie der Stadt/Gemeinde
- Gibt bzw. gab es mittlerweile bereits einen schriftliche(n) Hinweis/Empfehlung des JC darüber die Kosten der Wohnung senken zu müssen?
- Worauf/womit begründen sich - nach Ansicht des JC - sonst die angeblich überhöhten Nebenkosten?
- Gibt es hierüber eine schriftliche Mitteilung inkl. Bekanntgabe der relevanter Vergleichsdatendaten und Nennung der Rechtsgrundlage?
 

Tiefleger

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zu teuer ??

Auch dieses Jobcenter muss eine Kostensenkungsaufforderung erstellen.

Das Verfahren hier ist unüblich und wohl auch nicht ganz rechtskonform.

Das Vertrauensverhältnis mit dem Vermieter ist zerstört.
Wie hat das Wohnungsamt geprüft? Wurden die Abrechnungsunterlagen des Vermieters eingesehen? Wurden die angeblich zu hohen Einzelkosten hinterfragt?

Evtl. ist es möglcih sich mit dem Vermieter zu verbünden. Also ihn immer schön informieren.

Die letzte Abrechnung endet mit Guthaben, somit müsstest Du Deinen Vermieter verklagen.
Hierzu würde ich von JC Rechtsschutz, also Deckungszusage für Verfahrenskosten fordern.

Spaßeshalber würde ich Prozesskostenhilfe beim örtl. Gericht beantragen. Der Antrag kann kaum bewilligt werden. Der Ablehnungsbescheid geht dann an den Vermieter in Kopie. Nettes Gespräch über JC und deren Umgang mit Steuergeldern kittet dann das Verhältnis.
 

Kerstin_K

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Vor allen Dingen hat das JC gar kein Vertragsverhältnis mit dem Vermieter und sich da nicht einzumischen.
 
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