Nebenkosten 2016 in Pauschalmietvertrag enthalten. (FM zaudert - Abhilfe?)

Lilliputz

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Wie hoch sind eure Nebenkosten monatlich?
Versuche derzeit einem Bekannten zu helfen der einen Pauschalmietvertrag hat.
Also immer nur einen bestimmten Betrag monatlich zahlt egal wie hoch oder niedrig sein Verbrauch ist. Die SBchen knausern jetzt bei der Bewilligung :icon_evil:
 

Flodder

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AW: Nebenkosten 2016

Ich bezahle als Alleinstehender und 23 m² Wohnung mit Zentralheizung und zentraler Wasserversorgung 50 € Heizung und 48 € Nebenkosten (Wasser, Müll, Hausreinigung usw.)

In den letzten Jahren nach Jahresabrechnung immer Guthaben (steht natürlich JC zu).
 

Jiyan

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AW: Nebenkosten 2016

Eigentlich gibt das JC immer vor wie hoch diese max. sein dürfen, was natürlich nicht Deutschland weit gleich ist.
 

ZynHH

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AW: Nebenkosten 2016

Eine pauschalmiete zeichnet sich dadurch aus, das sie pauschal einen Summe für alles ist, inklusive Strom, Nebenkosten, Heizung, Warmwasser etc und sich die einzelnen Posten vom Vermieter nicht separat darstellen lassen.
 
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ExitUser

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AW: Nebenkosten 2016

Und zudem darüber keine Nebenkostenabrechnung erstellt wird.
 

Flodder

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AW: Nebenkosten 2016

Eure Antworten beantworten aber nicht die Frage des TE
Wie hoch sind eure Nebenkosten monatlich?
Bitte Eingangsthread vor Antwort genau lesen.
 

Travolta

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AW: Nebenkosten 2016

Meine Nebenkosten sind 67 Euro. Heizung mit Strom 80 Euro. Bei 43qm. 230 Euro kalt.
 

Jiyan

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AW: Nebenkosten 2016

Eine pauschalmiete zeichnet sich dadurch aus, das sie pauschal einen Summe für alles ist, inklusive Strom, Nebenkosten, Heizung, Warmwasser etc und sich die einzelnen Posten vom Vermieter nicht separat darstellen lassen.
Ich hatte was ähnliches bei mir, Heizkosten sind in den Nebenkosten und das Jc wollte nicht meinen Antrag bewilligen weil zu hoch. Hab mir dann vom Vermieter bestätigen lassen das die Heizkosten in den Nebenkosten enthalten sind, SB wollte immer noch nicht bewilligen. Also bin ich direkt zum Geschätfsführer und dieser hat es dann bestätigen lassen.
 

Hartzeola

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In Anbetracht dieses klaren gesetzgeberischen Willens erachtet der BGH die Vereinbarung einer sogenannten Bruttowarmmiete, bei der also alle Nebenkosten mit der monatlichen Miete abgegolten sein sollen, als unzulässig (vgl. BGH Urteil vom 19.07.2006, VIII ZR 212/05). Nach Auffassung des BGH muss eine solche Pauschalvereinbarung umgedeutet werden, in die Vereinbarung einer sogenannten Bruttokaltmiete (Pauschale für Miete und Kosten aller nicht verbrauchsabhängigen Nebenkosten) zuzüglich einer monatlichen Vorauszahlungen auf die verbrauchsabhängigen Nebenkosten (Heizung und Warmwasser).


Die Mietparteien kommen also um monatliche Vorauszahlungen auf Heizung und Warmwasser nicht herum und die damit verbundene Pflicht zur jährlichen Abrechnung nicht herum.
Die Vereinbarung einer Pauschalmiete ist unzulässig! | Mietrecht Südwest
 
E

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30qm, 2 Personen, 50€ Nebenkosten und 66€ Heizung. Jedes Jahr Guthaben...
 

Lilliputz

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Das hieße ja dann auch , dass wenn ein Pauschalmietvertrag unterschrieben worden ist, dieser zu Gunsten des SBchens nicht geändert werden muss, richtig?

Und auch dass eine Mietbescheinigung dann total sinnlos ist, weil alles ja pauschal bereits vereinbart wurde. Eine Aufstellung der Nebenkosten wäre sozusagen dann spekulativ!
 

gelibeh

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Hier dürfte das SBchen überfordert sein, weil es nicht weiß, wie es das in die Software eingeben soll. Das kann aber nicht das Problem des Leistungsberechtigten sein.
 
E

ExitUser

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Miete wurde gerade wegen erneutem Guthaben geändert. Kaltmiete erhöht, Heizung gekürzt. Gesamtmiete gleich.
Nebenkosten 51,66 Heizung 46,70
 

Lilliputz

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Ja bei dem Antragstellenden hat es auch geklappt.
Das SBchen hat die Zahlen so aufgespalten, dass die Gesamtsumme die gleiche
bleibt, die Nebenkosten und die Wohnungsnettomiete sich jeweils im System
gändert haben....
ein neuer MIetvertrag wurde dafür nicht aufgesetzt.:biggrin::biggrin::biggrin:
 

ZynHH

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Lediglich in Ausnahmefällen findet die Heizkostenverordnung keine Anwendung, beispielsweise dann, wenn die Anbringung der Ausstattung zur Verbrauchserfassung mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden wäre, was wiederum dann der Fall ist, wenn sich die Kosten nicht innerhalb von 10 Jahren amortisieren würden (vgl. § 11 Abs. 1 Nr. 1b HeizKV).
Und das ist sehr häufig bei privaten Vermietern der Fall.
Selbstverständlich ist das also möglich.
 

Hartzeola

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Und das ist sehr häufig bei privaten Vermietern der Fall.
Selbstverständlich ist das also möglich.
Nichts ist unmöglich...Bis der Mieter schweigt.

Die oben veranschaulichte, komplexe Materie zeigt, dass der Versuch der Mietparteien, die Verwaltung eines Mietvertrages dadurch zu erleichtern, dass auf eine jährliche Abrechnung verzichtet werden soll, durchaus nach Hinten losgehen kann. Das gesetzgeberische Ziel ist klar: Reduzierung von Energielosen durch die Pflicht den Verbrauch zu erfassen.
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