Nebenjob - neben der Schule, um meine Mutter zu unterstützen...

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maxi

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folgendes:
ich bin die tochter einer alleinerziehenden mutter, die vollzeit (ca. 36h d. woche) arbeitet. jedoch verdient sie nicht genug, um zb. die miete allein zahlen zu können. das heißt, sie muss das geld aufstocken. meine frage: kann ich als 17- jährige neben der schule geld verdienen?....habe ja schon einige abschreckende dinge darüber gehört.....nur wäre es für mich wichtig ein bisschen geld zu verdienen, um meine mutter auch ein stück weit zu entlasten und um mir zb. über einen gewissen zeitraum den fürhrerschein zusammen zu sparen.....viele solcher dinge sind einfach nicht möglich und ich würde mich freuen vllt. einen kleinen lichtblick am ende des tunnels sehen zu können, oder bin ich dazu verdammt, bis zum studium mit der armut meiner mutter zu leben???????
 

Karma

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folgendes:
ich bin die tochter einer alleinerziehenden mutter, die vollzeit (ca. 36h d. woche) arbeitet. jedoch verdient sie nicht genug, um zb. die miete allein zahlen zu können. das heißt, sie muss das geld aufstocken. meine frage: kann ich als 17- jährige neben der schule geld verdienen?....habe ja schon einige abschreckende dinge darüber gehört.....nur wäre es für mich wichtig ein bisschen geld zu verdienen, um meine mutter auch ein stück weit zu entlasten und um mir zb. über einen gewissen zeitraum den fürhrerschein zusammen zu sparen.....viele solcher dinge sind einfach nicht möglich und ich würde mich freuen vllt. einen kleinen lichtblick am ende des tunnels sehen zu können, oder bin ich dazu verdammt, bis zum studium mit der armut meiner mutter zu leben???????

Hallo Maxi,
Schön, dass du deine Mutter unterstützen möchtest, sie hat es bestimmt nicht leicht..war selbst Alleinerziehende.
Ihr seid sicherlich eine BG (Bedarfsgemeinschaft) nach dem SGB II.
Natürlich wird Dir bei Erwerbseinkommen ein Teil angerechnet. 100.- € sind immer frei.Alles was darüber hinaus geht wir mit abzüglich 20 % angerechnet.Beispiel: du verdienst in einem Minijob 200.-, abzgl. 100.-= 100.-x20%=20.-€...also werden 80.-€ angrechnet, bzw. von den aufstockenden Leistungen abgezogen.Wenn du 400.- verdienst, dann darfst du nur 160.-€ behalten..240.- werden angerechnet.
Gruß Karma

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern meine eigene Meinung
 

biddy

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Aaaaaaaaaalso ...

100 Euro kannst Du anrechnungsfrei im Monat nebenher verdienen.

Kommst Du über 100 Euro, sieht's folgendermaßen aus:

Beispiel: 300 Euro Verdienst

100 Euro sind wie gesagt frei.
Von dem, was darüber hinausgeht, also von 200 Euro, sind noch mal 20 % frei (= 40 Euro), somit hast Du einen Gesamtfreibetrag von 140 Euro.

300 Euro Verdienst
- 140 Euro Freibetrag
---------------------
160 Euro werden auf DEIN Alg II angerechnet.


Jetzt passiert aber folgendes:
Wenn Du mit diesen 160 anrechenbaren Euro über Deinen Bedarf (Dein Miet- und Heizkostenanteil plus 281 Euro Regelleistung) kommst, wird dieses Plus bei Deiner Mutter angerechnet. Es ist das Kindergeld, welches laut SGB II Dein Einkommen ist, aber dadurch, dass Du dann evtl. Deinen Bedarf gedeckt hättest, wieder zum Einkommen der kindergeldberechtigten Mutter wird. Es ist also gehoppst wie gesprungen: Außer den 140 Euro Freibetrag (bei 300 Euro Verdienst z.B.) bleibt nichts.
 

Mario Nette

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Doch, da bleibt was: Unendlich viel Papierkrieg, ein noch prall gefüllterer Tag und gegebenenfalls sogar Unkosten, die aus dem Freibetrag zu bezahlen sind. Effektiv bleiben dann von beispielsweise 140 € bei 300 € Lohn gar nicht 140 € übrig, sondern vielleicht nur 80 €, weil man irgend ein Ticket bezahlen muss oder mehr Kalorien braucht.

Mario Nette
 
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Doch, da bleibt was: Unendlich viel Papierkrieg, ein noch prall gefüllterer Tag und gegebenenfalls sogar Unkosten, die aus dem Freibetrag zu bezahlen sind. Effektiv bleiben dann von beispielsweise 140 € bei 300 € Lohn gar nicht 140 € übrig, sondern vielleicht nur 80 €, weil man irgend ein Ticket bezahlen muss oder mehr Kalorien braucht.

Mario Nette
Das habe ich meinen Töchtern auch gesagt, als sie über einen Nebenjob nachdachten, um sich ihr Taschengeld dazuzuverdienen. Unterm Strich bleibt von dem Geld nichts übrig, und schon gar nicht um der Mutter finanziell unter die Arme zu greifen und sich einen Führerschein zusammenzusparen.
So ehrenwert und lieb ich das von maxi finde - sie sollte all´ ihre Kraft darauf sammeln, richtig gut in der Schule zu sein, um den Sprung auf die Uni zu schaffen, damit sie später einmal überall in der Welt einen gut bezahlten Arbeitsplatz findet - die gibt´s ja schließlich noch. Nur nicht in Deutschland! :icon_kotz: Traurig genug, dass eine Mutter mit ihrer Arbeit nicht einmal mehr sich und ihr Kind anständig versorgen kann -und das mitten in Deutschland, einem der größten und reichsten Industrienationen der Welt. :icon_kotz: :icon_kotz:

LG :icon_smile:
 

Arania

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Noch trauriger ist es - weil ersteres schon sehr lange so ist- das man den Kindern wenn sie etwas dazuverdienen noch fast alles weg nimmt und sich dann wundert das viele Jugendliche keine Motivation mehr sehen sich etwas zu verdienen, warum auch?
 

ela1953

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Noch ungerechter wird es , wenn der Schüler dann 18 wird und die 30 Euro Versicherungspauschale vom Kindergeld abziehen darf.

Bei einem Miniminijob von 30 Euro im Monat, wie mein Sohn ihn hatte, entfällt dann die Versicherungsprämie, da diese in den 100 Euro Grundfreibetrag drin sind.

Es bleibt also für den Schüler bei + / - Null, obwohl er 30 Euro verdient hat.

Sogar mein SB meinte, er solle nicht arbeiten, weil es sich nicht lohnt.
 

Erolena

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Lohnen könnte sich eine Arbeit bei der kein Erwerbseinkommen erzielt wird. Wenn die Vergütung ein Honorar für ehrenamtliche Arbeit ist bei einem gemeinnützigem Verein, dann wird das gar nicht als Erwerbseinkommen angerechnet, weil es eine Aufwandsentschädigung darstellt und das Ehrenamt gefördert und nicht bestraft werden soll. Außerdem weil diese Mittel zweckbestimmt sind und einem anderen Zweck als das ALG 2 dienen (siehe unten).
Z.B. könnte das der Fall sein bei einer Arbeit als Betreuerin im Ferienlager eines gemeinnützigen Trägers.
Oder suchen nach einer Landesrichtlinie zur Förderung des Ehrenamtes. Da können Vereine manchmal eine kleine Vergütung zahlen für Leute, die bei Ihnen mithelfen bei irgendwelchen gemeinnützigen Aktivitäten. Vielleicht bei der Tafel, bei Behindertenvereinen, Seniorenbetreuung, Umweltschutz. Das ist sicher in jedem Land anders geregelt.
Diese Freistellung von der Anrechnung findet man im Gesetz: SGB II § 11 (Einkommen) und dazu unbedingt die Durchführungshinweise zum Unterpunkt: Zweckbestimmte Einnahmen und Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege
 

Tinka

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Vielleicht mal in der Nachbarschaft nach einem privaten Putzjob, Babysitten, Hundeausführen, Einkaufen gehen, etc. gucken?

Sowas gab's doch eigentlich schon immer, bringt ein Paar Euro pro Woche, ist nicht so zeitaufwendig (Schule!) und geht Niemand etwas an...
 
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ExitUser

Gast
Vielleicht mal in der Nachbarschaft nach einem privaten Putzjob, Babysitten, Hundeausführen, Einkaufen gehen, etc. gucken?

Sowas gab's doch eigentlich schon immer, bringt ein Paar Euro pro Woche, ist nicht so zeitaufwendig (Schule!) und geht Niemand etwas an...
:icon_daumen: Stimmt, das nennt man Nachbarschaftshife......:cool:

LG :icon_smile:
 

Elke2

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folgendes:
ich bin die tochter einer alleinerziehenden mutter, die vollzeit (ca. 36h d. woche) arbeitet. jedoch verdient sie nicht genug, um zb. die miete allein zahlen zu können. das heißt, sie muss das geld aufstocken. meine frage: kann ich als 17- jährige neben der schule geld verdienen?....habe ja schon einige abschreckende dinge darüber gehört.....nur wäre es für mich wichtig ein bisschen geld zu verdienen, um meine mutter auch ein stück weit zu entlasten und um mir zb. über einen gewissen zeitraum den fürhrerschein zusammen zu sparen.....viele solcher dinge sind einfach nicht möglich und ich würde mich freuen vllt. einen kleinen lichtblick am ende des tunnels sehen zu können, oder bin ich dazu verdammt, bis zum studium mit der armut meiner mutter zu leben???????



Ist es denn überhaupt in Ordnung und Rechtens, dass Kinder für Ihre Eltern aufkommen müssen? Und wenn ja, ab welchem Alter und in welchem Umfang? LG Elke
 
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