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Nebenerwerb

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praxishandbuch

Elo-User/in

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#1
Ich betreibe zu Hause ein kleines Home-Nagelstudio. Meine Kundschaft ist noch sehr klein, deshalb noch im Nebengewerbe. Außerdem bekomme ich noch Alg II. Ich möchte mal ganz konkret wissen, was die Arge mir jetzt als Einkommen anrechnet aus o.g. Nebenerwerb.
Gewinn oder die tatsächlichen Einnahmen. Muss ich alles genau der Arge vorlegen oder reicht Einkommensteuerbescheid vom Finanzamt.
Arge wollte von mir noch Betriebsausgaben wissen, falls diese 30 Prozent der Einnahmen übersteigen. Was sind den für die Arge Betriebsausgaben?
Gelten die gleichen Kriterien wie bei der Steuererklärung? Muss ich der Arge meine kompletten Rechnungen für Materialausgaben, Arbeitskleidung Telefon usw. vorlegen. Sitzen da jetzt auch fachkundige Steuerberater?
 

Koelschejong

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#2
Was sind den für die Arge Betriebsausgaben?
Gelten die gleichen Kriterien wie bei der Steuererklärung? Muss ich der Arge meine kompletten Rechnungen für Materialausgaben, Arbeitskleidung Telefon usw. vorlegen. Sitzen da jetzt auch fachkundige Steuerberater?
Es gelten im Prinzip die Regeln des Steuerrechts, Rechnungen musst Du bestenfalls auf entsprechende Anforderung vorlegen, aber Du solltest schon eine einfache Einnahme-Überschußrechnung führen und vorlegen können. Wie oft - da gibt's keine Regeln (ich selbst lege monatlich vor). Fachkundige Steuerberater bei der ARGE - leider nein, dann wäre bestimmt manches leichter für uns, sprich, mit etwas Glück hast Du einen SB, der sich einigermaßen in wirtschaftliche Zwänge und Notwendigkeiten hineindenken kann, mit etwas Pech hast Du einen SB der davon nicht der blassen Ahnung blauen Dämmerschein hat.
 

DJL-HH

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#3
Moinen,

habe diesbezüglich auch eine Frage:

Weder habe ich etwas schriftlich, noch wurde mündlich irgendetwas vereinbart über die Vorlage meiner EÜR.
Es ist nichts geregelt, nichts besprochen worden.

Bin ich jetzt aber vom Gesetz her verpflichtet, unaufgefordert eine mtl. EÜR zwecks Be- bzw. Verrechnung meiner möglichen Einküfte aus selbständiger Tätigkeit mit dem Bezug von Alg2 (Bewilligungsbescheid nur über 3 Monate) der Leistungsabteilung bzw. dem Sachbearbeiter vorzulegen?

Selbst im Bescheid steht nichts... oder werden mögliche Einkünfte dann mit dem Folgeantrag nach Ablauf der 3 Bewilligungsmonate angerechnet?

Bloßes Schulterzucken....

LG, Dirk
 

Koelschejong

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#4
Wie gesagt, im Gesetz ist das "wie oft" und das "wie" der Abgabe einer Gewinnermittlung meines Wissens überhaupt nicht geregelt.
Ich habe einen Termin mit meiner SB gemacht und habe ihr von mir aus angeboten, ihr monatlich meine EÜR per Fax zu übersenden. Mein Argument: Dann könne sie ja ggf. immer zeitnah reagieren und sie und ich ersparen uns u.U. das mühsame aufdröseln langer Zeiträume. Bisher lief das absolut problemlos, einmal im Jahr bekommt sie dann noch eine Kopie des Einkommensteuerbescheids, der natürlich auf den Cent genau mit der EÜR übereinstimmt - und gut ist es.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, warum sich viele hier gegen eine regelmäßige Vorlage wehren. Ich mach die Buchführung doch selbstverständlich immer regelmäßig und zeitnah zu meiner eigenen Information, und da ist es doch absolut kein Aufwand, einen zusätzlichen Ausdruck für die ARGE zu erstellen.

Ich möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass ich das Glück habe eine SB erwischt zu haben, die den Kopf nicht nur zum Schütteln hat. Sie ist eines klaren Gedankens durchaus fähig und gewillt den Kopf auch zur Denkarbeit einzusetzen. Aus den Schilderungen hier, weiß ich, das dies nicht immer so sein muss.
 

DJL-HH

Elo-User/in
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#5
Nabends Koelschejong,

besten Dank auch für die Info's.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, warum sich viele hier gegen eine regelmäßige Vorlage wehren
Ich mach ebenfalls von vornherein immer mtl. eine EÜR, (allein schon wegen der mtl. Umsatzsteuervoranmeldung) die 12 Monate habe ich in Excel mit der Jahresübersicht verknüpft, so dass ich immer eine monatliche und eine kumulierte BWA habe, naja , und halt noch so ein paar Extratabellen für mich, z.B. mtl. Vor- und Umsatzsteuer (gleichzeitig auch Datenkontrolle, obs mit der EÜR übereinstimmt oder irgendwo ein Zahlendreher drinn steckt).

Von daher "kostet" mich das dann 5 min. Zeit, meiner SB, die im übrigen auch mal selbständig Tätig war, meine EÜR mit einem netten Anschreiben kurz mal rüberzumailen.

Nein Koelschejong, was mich nur gewundert hat, ist, dass es eben diesbezüglich keine entsprechenden Vorschriften gibt oder das es nicht in der EGV vereinbart wurde, wenn monatliche Einkünfte bestehen... dann lieber einmal monatlich eine EÜR eineichen, bevor dann bei einer Halbjahres- oder Jahresabrechnung das böse Erwachen und einem eine fette Rückerstattung ins Haus flattert.

Ich möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass ich das Glück habe eine SB erwischt zu haben, die den Kopf nicht nur zum Schütteln hat
Nicht immer, aber sicherlich doch des öfteren kann diese Weisheit zutreffen:
"So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch hinaus"

Klar, wenn man von vornherein einen inkompetenten, lustlosen, gefrusteten SB hat... kann man selber noch so freundlich und geduldig sein...aber... wenn man aber selber mit einer miesgrämigen Flappe, unhöflich, gereizt oder gar aggressiv zum SB hinein kommt, dann darf man sich eben auch nicht wundern... meine persönliche Meinung.

Also denn... sonnige Pfingsttage und nie den Kopf hängen lassen, man hat nur diesen Einen.

LG aus Hamburg
DJL
 
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