Nebeneinkommen anrechenbar? Wie hoch denn dann? (1 Betrachter)

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Simorine

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Hallo zusammen :peace:,

ich finde es prima, dass es so ein Forum gibt und möchte schon mal Lob aussprechen an alle, die hier mit Ihrem Wissen Betroffenen zu Ihrem Anspruch verhelfen und Aufklärung betreiben! :cheer2:
Leider fühle ich mich inzwischen auch betroffen.
Ich habe immer gedacht, wenn ich mal arbeitslos werde, finde ich gleich etwas anderes und brauche die Almosen vom Staat nicht. Aber erstens kommt es anders, zweitens, als man denkt:
:doh:
Bis Februar habe ich für meinen Arbeitgeber in der Gebäudereinigung zwei Objekte bearbeitet. Insgesamt hatte ich eine Wochenarbeitszeit von 22 Std. Dann wurde ich von einem Objekt abgezogen und bekam dafür keinen Ersatz. Schlagartig fehlten mir 15 Std pro Woche und etwa 500 Euro mtl. Ich habe immer auf ein neues Objekt gehofft, aber keines bekommen. So endete im Juni mein Arbeitsvertrag mit einer Abfindung, die ich beim Arbeitsgericht zugesprochen bekam. Von dieser Abfindung habe ich dann meinen Lebensunterhalt bestritten. Nebenher habe ich noch eine Putzstelle, die mir 335 Euro mtl einbringt. Mitte August war dann absehbar, dass die Abfindung bald aufgebraucht ist. Da ich bis dahin keine neue Arbeit hatte, habe ich dann ALG I beantragt.
Für die verspätete Arbeitslosmeldung hat man mir eine Sperrzeit angedroht (und inzwischen auch verhängt). Mein Einwand, dass ich dem Staat ja von Juni bis Mitte August NICHT finanziell belastet habe wurde nicht einmal beantwortet. Ja doch, mit dem Bescheid, in dem die Sperre ist. Ja, ist auch meine Schuld, muss ich wohl hinnehmen. :sorry:
Meine Verwunderung ist die Höhe des Geldes: Leistungsbeträge täglich 9,87 Euro für den 31.8., mal 3,23 Euro für 1.9. - 30.9., mal 5,62 Euro für 1.10.-22.10. Seit 23.10. habe ich neuen Arbeitgeber.
Ich dachte, ich bekomme 67 % vom Bruttolohn. Ich hatte etwa 660 Euro Bruttolohn. Also müsste ich doch etwa 440 Euro ALG im Monat bekommen, oder?
Das tägliche Bemessungsentgelt wurde mit 20,82 Euro angesetzt, das Leistungsentgelt nach Abzug Steuern und SV 16,45 Euro. Davon wurden noch Anrechnungen in Höhe von 6,64 Euro (1.9.-30.9.) und 4,25 (1.10.-22.10.) abgezogen. Laut § 155 i.V.m.§ 138(3) SGB III wäre mein Nebeneinkommen doch anrechnungsfrei, oder? Mein Nebeneinkommen besteht seit über 18 Jahren, die monatliche Arbeitszeit beträgt 25 Stunden.

Ist das alles richtig so? Ich blicke da nicht mehr durch. Oder soll ich Widerspruch einlegen (Bescheid vom 16.11.2017) ? :icon_eek:

LG Simorine
 

Agent

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Hallo Simorine,

hast du denn auch Belege eingereicht darüber, dass dein Nebeneinkommen schon länger als ein Jahr ausgeübt wird und in welcher Höhe? Denn ohne diese Nachweise wird erst mal davon ausgegangen, dass es nicht so ist. Du kannst es aber nachreichen und um Korrektur bitten. Sollte das nicht klappen solltest du Widerspruch einreichen, da du in jedem Fall den doppelten Freibetrag hast oder eben sogar volle Höhe.

Viele Grüße
Agent
 

Katzenfan

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Ich dachte, ich bekomme 67 % vom Bruttolohn. Ich hatte etwa 660 Euro Bruttolohn. Also müsste ich doch etwa 440 Euro ALG im Monat bekommen, oder?
Hallo Simorine,

67 % vom (pauschalierten) Nettoentgelt gibt es, wenn Du oder auch nur Dein Ehepartner ein Kind hast/hat, für das Du/Er/Ihr Kindergeld bekommt.
Ansonsten sind es nur 60 %.

Zur Überprüfung der bewilligten ALG-Höhe kannst Du hier die notwendigen Daten zur Berechnung eingeben:

Selbstberechnung - www.arbeitsagentur.de

Gruß
Katzenfan
 
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