NDR Bericht über Inkasso infoscore Premiere und smartcard

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Inkasso

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Das das Inkassobüro Infoscore die Eintreibung und den Bausteinmahnbriefterror für angeblich bei Abo Kündigung vom (EX) Kunden nicht zurückgeschickte smartzcards übernimmt dürfte wohl kein Geheimnis sein.


Hier ein Bericht vom NDR vom 31.07. über diese Angelegenheit :
Die Angst vor den angedrohten rechtlichen Konsequenzen dürfte sich damit auch für Nervenschwache Zeitgenossen wohl erledigt haben :

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Eigentlich ist Peter Barenthin aus Henstedt-Ulzburg ein freundlicher, ausgeglichener Mann. Doch wenn er an den Bezahlsender Premiere denkt, bei dem seine Frau bis Ende vergangenen Jahres Abonnentin war, fängt er an zu schimpfen: "Ich bin fassungslos, wie Premiere mit seinen ehemaligen Kunden umgeht. Das ist einfach dreist!"


Was ihn so ärgert: Nach der Kündigung des Premiere-Abos kam einige Wochen später eine freundlich gehaltene Erinnerung, er möge die Smartcard an Premiere zurückschicken. Die Smartcard ist eine Entschlüsselungskarte, die der Abonnent in einen Decoder stecken muss, um das Premiere-Fernsehen empfangen zu können. Sofort sandte Peter Barenthin die Smartcard an Premiere zurück: "Ich dachte, damit wäre alles erledigt. Doch dann bekamen wir ein paar Wochen später Post von einem Inkassobüro. Das fordert 75 Euro, weil wir angeblich die Smartcard nicht zurück geschickt haben. Eine Frechheit ist das!"

So wie den Barenthins ergeht es seit einiger Zeit vielen ehemaligen Abonnenten von Premiere. Auch sie haben ihre Smartcard an Premiere zurück gesandt. Auch sie bekamen Post von der Inkassofirma Infoscore Forderungsmanagement GmbH mit Sitz in Baden-Baden. Die fordert im Auftrage von Premiere 35 Euro Schadenersatz für die angeblich nicht zurück geschickte Smartcard, dazu zehn Euro Mahngebühren und 30 Euro Inkassogebühren.

Merkwürdig dabei: Die Kündigungsschreiben sind bei Premiere wohl alle eingegangen. Doch das zweite Schreiben mit der Smartcard ist angeblich nicht angekommen. Auch Peter Barenthin rief bei Premiere an, wollte den Verbleib der Smartcard aufklären: "Die Dame sagte mir ganz frech, dann ist Ihr Brief wohl bei der Post verloren gegangen. Da müssen Sie mal einen Nachforschungsantrag stellen."

Bei der Briefermittlungsstelle der Post häufen sich die Anfragen, weil Ex-Kunden ihre an Premiere geschickten Briefe vermissen. Dazu Jörg Koens, Pressesprecher der Post: "Dass viele Briefe an einen bestimmten Empfänger bei uns verloren gehen, können wir ausschließen."

Wo die Briefe mit den Smartcards abgeblieben sind, darüber können die Ex-Kunden nur spekulieren. Peter Barenthin: "Wenn mein Brief nicht bei der Post verloren gegangen ist, dann muss er ja bei Premiere eingegangen sein. Dann gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist das ein schlamperter Laden oder das hat System. Wenn das System hat, dann ist das in meinen Augen eine Riesenschweinerei!"

Was kann man tun?

Inzwischen kümmert sich die Verbraucherzentrale Hamburg um das Problem der verschwundenen Smartcards.

"Wer seine Smartcard zurückgeschickt hat und jetzt eine Rechnung über 75 Euro bekommt, sollte nicht zahlen. Einfach nicht einschüchtern lassen", rät Edda Castello von der Verbraucher-Zentrale Hamburg.

Für diejenigen Ex-Premierekunden, die bereits gezahlt haben, bereitet die Hamburger Verbraucherzentrale eine Sammelklage vor. Damit wollen die Verbraucherschützer das Geld zurück holen. In diesen Fällen sollten die Kunden eine eidesstattliche Versicherung ausfüllen, aus der hervorgeht, das sie die Smartcard zurück geschickt haben.

Mehr Infos

Hilfe erhalten Betroffene bei der Verbraucher-Zentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, Tel. (040) 24832-0, Stichwort Premiere
 

Andi_

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Wichtig wäre hier der Tipp, solches immer per Einschreiben mit Rückschein zurückzusenden. Damit hat man einen ultimativen gerichtsfesten Nachweis der Rücksendung. Dies sollte man auch gleich nach / bei Kündigung machen. Ansonsten konnte man das Programm nach wie vor entschlüsseln, was einen Zahlungsanspruch rechtfertigen kann :pfeiff:
 

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Super-Moderation
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Wichtig wäre hier der Tipp, solches immer per Einschreiben mit Rückschein zurückzusenden. Damit hat man einen ultimativen gerichtsfesten Nachweis der Rücksendung.
Stimmt !

Geht aber auch billiger und wird ebenfalls bei einem (theoretischen) Gerichtsverfahren anerkannt :

Im Beisein eines Freundes die card in den Brief befördern - Zusammen mit dem Freund zur Post maschieren und in den Briefkasten befördern
Uhrzeit und Datum merken.
Vom Brief vorher eine Kopie machen.

oder
ich mache eine Kopie von der Card und faxe Diese an Premiere
Anbei Smartcard in Kopie. ;)

Ja ok ich gebs zu der war nicht so gut

gruß
jürgen
 
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