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Nationalstolz U21 Weltmeister, Fussballgott,Schland

wolliohne

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Nationalstolz U21: "Was soll die Schlaaand-Euphorie?"

Sie fieberten mit, feuerten an und freuten sich, als die DFB-Elf in Brasilien Weltmeister wurde. Aber sind sie jetzt stolz, Deutsche zu sein? Zehn junge Fans U21 erzählen von ihren Schland-Gefühlen.
Deutschland ist Weltmeister: Jugendliche über Nationalstolz - SPIEGEL ONLINE

Ps. wie steht ihr dazu,neben ständiger Existenzangst-Überleben-wie Morgen etc.pp?
Eine sehr interessante Studie darüber,ich glaube von Heidmann in der SD (oder so), kann ich leider nicht mehr finden?
 

wolliohne

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dazu passend


Der SPIEGEL des „fröhlichen Biedermeiers“

Die SPIEGEL-Titelgeschichte von dieser Woche „Wir sind wieder…wer?“ ist gleichsam ein Spiegelbild der Befindlichkeit der Spiegel-Redaktionslinie: Man nutzt die schwarz-rot-gold unterlegte nationale Fußballeuphorie, um das eigene Bild einer „entkrampften Nation“ zu malen, in der „fröhliches Biedermeier, kühler Nationalismus, egoistische Schonhaltung“ herrsche.
„Egoistisch“ sei die „Schonhaltung“, die eigenen Soldaten zu schonen. So wird die mangelnde Unterstützung für Gaucks (Steinmeiers und von der Leyens) Forderung nach einem stärkeren (militärischen) Engagement in der Welt durch die Deutschen kritisiert. Innenpolitisch seien die Deutschen „weitgehend saturiert“, sie würden von der Großen Koalition „gepampert“. Nur Außenpolitisch fehle ihnen die Orientierung, hier fehle ein Bundestrainer der eine klare Linie findet.
Der „szenische Essay über Deutschland“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich der SPIEGEL selbst zum „fröhlichen Biedermeier“ degradiert hat. „Wir“ als Fußball-Weltmeister müssten nur noch in der Außenpolitik unsere eigenen Soldaten nicht mehr schonen. Von Wolfgang Lieb.
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wolliohne

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Weltmeister
  1. Wir Weltmeister – Ball flach halten!
    Endlich Weltmeister! Und keine Frage: Dieses Team und dieser Trainer haben es sich verdient. Spaß gemacht hat es auch, den einen auf dem Feld, den anderen auf der deutschlandweiten Fanmeile. Ein Rausch in Schwarz-Rot-Gold, von Flensburg bis Garmisch – und Respekt für dieses Team im Rest der Welt. Alles schön, und doch: Alles nur ein Spiel. Wenn da nicht dieses „Wir“ wäre. Wir Fußballfans, wir Steuerzahler, wir Deutsche. Wir Exportweltmeister und Sparweltmeister. Und endlich wieder: Wir Fußballweltmeister! Die wir uns so schön in Demut üben können, wenn es 7:1 steht. Aber ein wieder erstarktes Deutschland herbeisehnen, wenn es um neue Aufgaben in der Welt geht. Ja, auch der Bundespräsident spricht von „wir“, wenn es um Deutschlands neue – militärische – Aufgaben in der Welt geht. Und auch die Kanzlerin, wenn sie von Deutschlands Vorreiter-Rolle in Europa spricht. Wir Deutsche in einer Welt der Unordnung und Gefahren. Wir Deutsche als Garanten für weltweite Sicherheit und eisernen Sparwillen. Wir, die wir alles besser können, und Fußballspielen sowieso. Noch jubelt die Welt Jogi und seiner Truppe zu. Doch morgen schon herrscht wieder Unbehagen, wenn deutsche Lehrmeisterei der Welt zur Genesung verhelfen will. Deshalb: Ball flach halten! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist Weltmeister geworden. Das ist ein Grund zur Freude. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr!
    Georg Restle Monitor
    Quelle: Monitor via Facebook
  2. Stephan Hebel – Und jetzt ein Unentschieden
    Die deutsche Mannschaft hat bei der Weltmeisterschaft ein paar Tugenden gezeigt, die Nachahmung verdienen. Nur am Siegeswillen sollte sich nicht ausgerechnet die Politik orientieren. [...]
    Bei Vergleichen zwischen Sport und Politik ist zwar Vorsicht geboten. Aber die Frage, welches Deutschland die Nationalmannschaft in Brasilien repräsentiert hat, darf man schon mal stellen. Es war ein starkes Land, allemal. Eines allerdings, das Stärke nicht einfach nur aus kraftstrotzender Überlegenheit bezieht. [...]
    Aber Joachim Löw und seine Mannschaft haben auch ein paar andere Eigenschaften gezeigt: Der Trainer änderte während des Turniers sein Spielkonzept – und hörte dabei, wie berichtet wird, auf seine Berater. Er legte also eine Stärke an den Tag, die gerade im Verzicht auf Rechthaberei und Sturheit liegt. Und die Mannschaft präsentierte sich nach dem 7:1 gegen Gastgeber Brasilien im Halbfinale mit erstaunlicher Sensibilität gegenüber den Unterlegenen. Nichts von Großtuerei, die die Demütigung noch gesteigert hätte.
    Waren diese positiven Züge ein Spiegelbild unseres Landes, seines Alltags wie seiner Politik? Nein, nicht ganz. Ein bisschen mehr Bewegung, ein bisschen weniger Überlegenheitswahn könnten wir auch jenseits des Fußballs gebrauchen.
    Quelle: Frankfurter Rundschau
 

HajoDF

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He Leute,
ich bin jetzt 4 mal Weltmeister im Fussball! Vor kurzem war ich noch Pabst, dann sogar Nobelpreisträger:icon_mrgreen:
Da muss ich doch stolz sein? Oder? Verdammt, jetzt habe ich die D-Fahne vergessen, hab auch sonst keine Fahne, ich bin ich mit meinem Leben und mit dem, was daraus bis jetzt geworden ist, oder besser, was ich daraus gemacht habe.

Über den Sieg bei der WM habe ich mich wirklich mitgefreut wie beim ersten Mal, als ich 12 Jahre alt war. Ich weiß, wie es ist, einen sportlichen Wettkampf zu gewinnen.
Stolz?
Gar Nationalstolz? Immer noch die selben blöden Fragen von Spiegel, Bild und Co. Immer die obsessive Neigung der Medien und der herschende Klasse und Politik, sich auf irgendeine Weise den Erfolg anderer zu Nutze zu machen. Wir sind wieder wer ! Oder sollte ich da besser ein Fragezeichen machen? Den Spruch kenne ich seit 1954, wo es letztendlich im Ergebnis nicht mehr um Sport ging, sondern um die politische "Auferstehung" eines vom Krieg zerstörten Landes, an dessen Zerstörung die damals in Deutschland lebenden Menschen fast alle selbst die Schuld trugen.
Und heute? Wieder wird ein grossartiges Ereignis dank der Mainstream-Medien umfunktioniert zur politisch gewollten Ablenkung von immensen sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Problemen in diesem Land. Dafür geht sogar Merkel persönlich in eine Kabine mit halb oder ganz nackten Männern, die nach Schweiß stinken, natürlich auch Gauck, unser Bundesästhet.

Der Artikel in der Frankfurter Rundschau trifft in einigen Punkten schon ganz gut.
Leider ist Nationalstolz heute manchmal wohl politisch immer noch wichtig, dabei gehört er verbal und inhaltlich schon lange in die Tonne.
 
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Millionen meist junger Saufschland-Spacken unterwegs - was sind wir doch für ein verkommener Drecksvölkischer Verein...:icon_stop:
 

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Leider ist Nationalstolz heute manchmal wohl politisch immer noch wichtig, dabei gehört er verbal und inhaltlich schon lange in die Tonne.

Wenn man mit Nationalstolz nicht so gut umgehen kann (was ja zwei Weltkriege bewiesen haben), muss man den Ball einen Hauch flacher halten, wenn man halbwegs moralisch begabt sein sollte.
 

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Beschreib mal genauer, was Du meinst.
Meinst Du den grössten Niedriglohnsektor Europas, die grösste Schere zwischen arm und reich weit und breit oder die miesen Arbeitsbedingungen in fast allen Branchen?
Ausnahme dürfte eindeutig die Einkommenssituation in der Bundesmannschaft sein.... und jetzt nochmal ein 300.000€ Bonbon dazu.....

Aber bei 8000€ Diäten macht man sich ins Hemdchen..... wie albern.
 

Lecarior

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Sie fieberten mit, feuerten an und freuten sich, als die DFB-Elf in Brasilien Weltmeister wurde. Aber sind sie jetzt stolz, Deutsche zu sein?
Wer Erfolge in internationalen Wettbewerben braucht um ein bisschen Nationalstolz zu entwickeln, sollte es gleich bleiben lassen. Besonders ist nur, dass auch Deutsche alle zwei Jahre zu sportlichen Großereignissen Patrioten sein und dies auch zeigen dürfen. Dass davon geschätzte 80% reine Party-Patrioten sind, die ihre Herkunft nach dem Event wieder verleugnen wie einen pädophilen Verwandten, geschenkt. Während dieser Zeit bröckelt die linke Meinungshegemonie, die ständigen "NAZI!!!"-Vorwürfe gehen zeitweilig in der schwarz-rot-goldenen Begeisterung unter.

Mir geht es eher gegen den Strich, dass diese Party-Patrioten Sportereignisse brauchen, um stolz auf ihre Herkunft zu sein. Dabei gibt viel bessere Ansatzpunkte, etwa die Errungenschaften des deutschen Volkes in den Bereichen Wissenschaft, Philosophie, Musik, Literatur usw. Wer meint, die deutsche Fahne nach der WM wieder aus dem Fenster nehmen zu müssen, sollte sie gar nicht erst aufhängen.

Mir selbst habe ich die Anteilnahme an diesem Party-Patriotismus erspart. Ich trage meinen Patriotismus im Herzen und nicht an den Seitenspiegeln meiner Karosse.*


* Sorry, noch mehr Pathos ging auf leerem Magen nicht...
 
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Wenn ich das Wort "Schland" höre, rollen sich bei mit die Zehnägel auf:icon_motz:
 

HajoDF

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Wenn man mit Nationalstolz nicht so gut umgehen kann (was ja zwei Weltkriege bewiesen haben), muss man den Ball einen Hauch flacher halten, wenn man halbwegs moralisch begabt sein sollte.
Um Missverständnisse zu vermeiden: meinst Du, ich kann mit Nationalatolz nicht umgehen?:confused:
Oder bedeutet Dein Satz eher eine Bestätigung meiner Ansicht?
Wäre für eine Antwort sehr dankbar.
 
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Beschreib mal genauer, was Du meinst.
Meinst Du den grössten Niedriglohnsektor Europas, die grösste Schere zwischen arm und reich weit und breit oder die miesen Arbeitsbedingungen in fast allen Branchen?
Hallo, Heiliger Geistl, es läuft sicherlich nicht alles gut, aber im Vergleich zu vielen anderen Ländern geht es den Menschen in Deutschland relativ gut.

Wenn ein Amerikaner sagt, er sei stolz darauf ein Amerikaner zu sein, ist das genauso unsinnig wie wenn ich sagen würde ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein, weil ein Mensch ja keinen Einfluss darauf hat wo man geboren wird. Aber sowohl der Amerikaner, als auch ich als Deutscher können auf die Leistungen unserer Länder stolz sein.
 

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Um Missverständnisse zu vermeiden: meinst Du, ich kann mit Nationalatolz nicht umgehen?:confused:
Oder bedeutet Dein Satz eher eine Bestätigung meiner Ansicht?
Wäre für eine Antwort sehr dankbar.
Liegt natürlich in deiner Verantwortung und Selbstbestimmung.

Wie weit man diesen Bogen spannen kann, beweist ja das NSU-Drama (nur ein Beispiel in allgemeiner Form und KEINE Unterstellung).

Ökonomisch gesehen habe ich leichte Zweifel, ob Deutschland auch in Zukunft ganz vorne mitboxen wird (und wenn dann ja eher vor Ort und in Form von Unternehmen), zum einen nimmt der demographische Wandel der BRD sicher etwas Macht und zum anderen werden die "Schwellenländer" (siehe BRICS) sicher noch einen "BRICSKETT" nachlegen.
 

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Hallo, Heiliger Geistl, es läuft sicherlich nicht alles gut, aber im Vergleich zu vielen anderen Ländern geht es den Menschen in Deutschland relativ gut.

Wenn ein Amerikaner sagt, er sei stolz darauf ein Amerikaner zu sein, ist das genauso unsinnig wie wenn ich sagen würde ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein, weil ein Mensch ja keinen Einfluss darauf hat wo man geboren wird. Aber sowohl der Amerikaner, als auch ich als Deutscher können auf die Leistungen unserer Länder stolz sein.

Also ich bin überzeugt, dass sogenannte "deutsche" Unternehmen ihr Kerngeschäft kaum im Nationalstolz haben (siehe z.B. Deutsche Bank Chef Anshu Jain - vorher ein Schweizer). Hier geht es schlichtweg um Rendite... wer die realisiert ist erstmal eher "Wurst".

Man sieht am Beispiel der Deutschen Bank: Name ist Etikett, aber keine Inhaltsangabe....
 

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Wer Erfolge in internationalen Wettbewerben braucht um ein bisschen Nationalstolz zu entwickeln, sollte es gleich bleiben lassen.

Das dürften auch viele Headhunter in Unternehmen so sehen. Wer sich auf dem Weltmarkt nicht multikulturell aufstellt, kann in der Regel nach Hause gehen (oder zum Insolvenzgericht).

Beim Fussball habe ich auch oft den Eindruck, dass nationale Qualitäten auch nicht auf der Liste ganz oben stehen, wenn man sich seine "Elf" zusammenkauft.
 

HajoDF

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Manche haben meinen Beitrag #7 offensichtlich gar nicht verstanden oder ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt:
...dabei gehört er (der Nationalstolz) verbal und inhaltlich schon lange in die Tonne.
Unsere Sprache und unser Denken wären nicht ärmer, wenn es das Wort und den Gehalt "Stolz" gar nicht gäbe, dieses Wort, das inhaltlich immer auf eine Selbstwertüberhöhung weist und damit den anderen bereits abwertet.
Die alte Volksweisheit gilt immer noch:

Dummheit und Stolz wachsen auf dem selben Holz
 
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