Nahtlosigkeitsregelung ALG1 noch angestellt 450€ JOB

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Sellermann

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Hallo meine Lieben,

ich würde mich freuen, wenn Ihr mir eine Einschätzung geben könntet.
Bin in der Nahtlosigkeitsregelung noch angestellt und beziehe ALG1. Medizinischer Dienst hat mich für den allgemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig arbeitsfähig eingestuft mit Einschränkungen.
Meinen letzten Job kann ich nicht mehr machen. Zur Zeit bin ich in einer Weiterbildung die Klasse ist und habe ein Angebot bekommen einen 450€ Job zu auszuführen. 12 Stunden im Monat.
Ich bekomme natürlich nur 165€ raus, wegen der Anrechnung aber mir geht es darum, ob ich überhaupt noch etwas tun kann und freue mich eigentlich. Möchte noch nicht die Erwerbsminderungsrente beantragen.

Meine Frage wären:
  1. Wie sieht das mit der Arbeitsagentur aus, gibt es Probleme mit der Nahtlosigkeit bei 450€ Job?
  2. Laut Arbeitsvertrag muss ich mein AG informieren bei einem Nebenjob. Allerdings ist bei Nahtlosigkeitsreglung das Weisungsrecht des Arbeitgeber aufgehoben oder?
 
E

ExUser 2606

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Das Problem wird sein, dass du den Minijob nur machen kannst, wenn du nicht mehr AU geschrieben bist. Nur, dann musst du auch bei deinem Hauptarbeitgeber arbeiten.
 

Sellermann

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Danke Kerstin,

ich dachte nur es wäre Ok, da der Minijob auch unter den Tätigkeiten fällt die ich gesundheitlich machen kann. Die bei meinem Arbeitgeber ja leider nicht.
Bin ja über die Agentur auch in einer 6 Monats Weiterbildung, wo ich 8 Stunden bin.
 

saurbier

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Hallo Sellermann,

also ich schließe mich das Kerstin_K mal an.

Ich hab schon Bauchschmerzen bei dem was du hier geschrieben hast, denn ALG-I nach § 145 SGB III paßt da irgendwie überhaupt nicht mit zusammen.

Medizinischer Dienst hat mich für den allgemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig arbeitsfähig eingestuft mit Einschränkungen.

Wenn dich der äD vollschichtig arbeitsfähig eingestuft hat, dann dürfte nach den eigenen Weisungen der AfA überhaupt keine Nathlosigkeit zustande kommen, denn dafür müßtest du nach § 145 SGB III ja für mindestens 6 Monate unter 15 Wochenstunden Leistungsfähig sein. Ferner solltest du dann auch seitens der AfA aufgefordert werden einen Reha/Rentenantrag zu stellen.

Hier käme dann für dich bestenfalls ein ALG-I rein nach § 136 SGB III in Betracht, nur das würde wiederum ja nicht mit deinem noch bestehenden Arbeitsverhältnis (ungekündigt) passen. Also irgendwas paßt hier nicht zusammen.

Zur Zeit bin ich in einer Weiterbildung die Klasse ist

Vor allem wie soll das bitte mit der Nathlosigkeitsregelung zusammen passen, wenn dich die AfA in eine Weiterbildung gesteckt hat, obwohl du noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis gebunden bist.

Die Nathlosigkeitsregelung stellt ja eine fortlaufende soziale Absicherung (hier nun bei der AfA) dar, welche ja gerade auf deiner noch fortlaufenden AU basiert und soll eigentlich dazu dienen bis die DRV eine abschließende Entscheidung ob EMR oder nicht getroffen hat.

Wenn hier nun eine Weiterbildung seitens der AfA statt findet, dann hat die AfA hier der DRV vorgegriffen und sich als Leistungsträger für zuständig erklärt.

Noch interessanter erscheint dann auch noch das du einem Minijob nach gehst, wohl alles trotz laufender AU, oder.

Sollte letzteres zutreffend sein, nun dann muß man wohl fragen wozu du überhaupt eine AUB erhälst, vor allem vor den Hintergund das du ja offenbar auch keine EMR wünschst.


Grüße saurbier
 

Sellermann

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Danke für Eure Antworten,

ich bin ausgesteuert und für meinen letzten Job AU auch derzeit noch (also weiter krank). Nahtlosigkeit beantragt und ich bekomme ALG1 nach §136 SGBIII gezahlt. Habe den Bescheid nach Aktenlage aber vollschichtg Arbeitsfähig aber nicht in meinem alten Job.
Natürlich hat die AfA mir ermöglicht, durch eine Weiterbildung meine Berufschancen mit meinen Einschränkungen zu erhöhen und die Möglichkeit zu schaffen, vielleicht wieder berufstätig zu werden.
Die Afa hat erst einmal eine Weiterbildung nach meinen Wünschen genehmigt. Deswegen ist die DRV ja nicht raus.

Ich gehe noch keinen Mini Job nach aber ich würde gerne für ein paar Stunden eine Tätigkeit ausprobieren, ob ich das schaffen kann. Habe einen GDB von 80, eine DIN A4 Seite an Einschränkungen und Merkenzeichen G unbefristet.
Es gibt ja auch Menschen die möchten zumindest probieren wieder Arbeiten zu gehen, nach Ihren gesundheitlichen Möglichkeiten. Warum soll das verwerflich sein.

Ich finde, dass jeder die Unterstützung erhalten soll die er braucht. Ich mag einfach nicht aufgeben. Der Kampf um EMR bleibt mir immer noch, wenn ich es doch nicht schaffe beruflich irgendie klar zukommen.


Habe heute die Möglichkeit eines 450€ anzufangen erst einmal verschoben, um auch keine Probleme zu bekommen. Letztendlich würde ich auch gerne einmal die Rechtssituation klären wollen.

Liebe Grüße
Sellermann
 
E

ExUser 2606

Gast
Zum Ausprobieren gibt es sowas wie stufenweise Wiedereingliederung. Aber fuer einen Arbeitgeber AU sein und fuer einen anderen nicht, das geht gar nicht.
 

saurbier

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Ich hab dir ja schon einiges dazu geschrieben und kann nur sagen das ich mich Kerstin_K in ihrer Feststellung voll anschließen muß.

Was du willst ist das eine, was du kannst aber eine ganz andere Realität.

Wenn du meinst, daß du keine Rente willst o.k., daß ist deine Entscheidung und der GDB von 80 ist da eh völlig irrelevant, denn das Interessiert die DRV eh nicht, solange du nicht eine Rente für SchwerB beantragen würdest.

Wenn dich die AfA in eine Weiterbildung gesteckt hat, dann bringt dir die AUB auch nichts, denn du trittst ja den Beweis täglich an das du noch arbeiten kannst.

Genau das ist ja jetzt auch das Problem, denn regulär müßtet du deine Arbeitskraft deinem Arbeitgeber zur Verfügung stellen (wenn du denn überhaupt noch einen hast, wovon ich mal nicht ausgehe), es sei denn du würdest dich dort mittels einer AUB entschuldigen.

Nur das paßt ja nicht mit der Tatsache zusammen, daß du seitens der AfA eine Fortbildung machst, denn sowas ist bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis nicht drin.

Und einen Nebenjob mit einer AUB ist ebenfalls nicht drin, denn damit würdest du deinen Arzt der die AUB ausgestellt hat letztlich kompromittieren, den AU (Arbeitsunfähigkeit) und Arbeit gehen nicht zusammen.

Es gibt ja auch Menschen die möchten zumindest probieren wieder Arbeiten zu gehen, nach Ihren gesundheitlichen Möglichkeiten.

Vollkommen richtig, wie Kerstin_K auch schon ausführte, dafür hat die KK ja das Hamburger Modell einer stufenweisen Wiedereingliederung in Arbeit. Das ist im übrigen kein Wunschkonzert, sondern soll dich vor einer Verrentung wieder langsam an die Arbeit heran führen.


Grüße saurbier
 

Sellermann

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Meine Lieben,

@kerstin ich habe übrigens geschrieben ausgesteuert zu sein, also kein Hamburger Modell oder Stufenweise Wiedereingliederung durch KK.

Ist ja alles schön und gut was angeblich nicht geht. Bei mir ist es so wie ich es geschrieben habe. AU für meine alte Tätigkeit. Immer noch angestellt.
@saurbier Ich hätte mich gefreut, wenn Du meinen Post gelesen hättest (#Nr.1). Steht da drin.
Zur Weiterbildung habe ich auch geschrieben ein Angebot bekommen zu haben, nicht dort zu Arbeiten.

Zumindest habe ich keine rechtswirksame Kündigung bekomen oder eine Anhörung des Integrationsamtes. Weiterbildung geht übrigens auch in der Krankschreibung , wenn das kein Hinderungsgrund für die Genesung ist und mein Arzt dieses so bescheinigt hat. Bzw. Stellungnahme medizinischer Dienst AA. Arbeitgeber muss nicht informiert werden.

Im Übrigen habe ich viele Sachen dazu, hier aus dem Forum und es hat mir bisher gut geholfen.

Lieben Gruß
Sellermann
 
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