Nahtlosigkeit wird abgelehnt. Wie geht es weiter ?

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Catia

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Hallo zusammen,
Ich bin neu hier habe aber schon reichlich mitgeesen. Ich würde euch gerne etwas fragen, da hier zuhause ein ähnlicher Fall vorliegt. Vermehrt habe ich hier gelesen, dass AU nicht bei der Afa einzureichen sind. Heute haben wir Post erhalten, dass das gutachten der Afa vorliegt und Nahtlosigkeit nicht greift in Zukunft seien AU's einzureichen gem.311SGB und der Husarzt sei darauf hinzuweisen, dass künftige AU's sich auf die neuen Jobangebote zu beziehen haben...also andere diagnosen. Wenn ich doch gesetzlich verpflichtet bin die AU's einzureichen kann ich das doch nicht einfach nicht tun? Vorgeschichte: EWRente beantragt noch vor Aussteuerun, Ablehnung noch vor Aussteuerung zeitgleich widerspruch eingereicht, Verfahren läuft...AlG 1 bei Aussteuerung beantragt wurde zunächst wegen Bearbeitungsdauer des medizinischen dienstes nicht gezahlt somit AlG 2 beantragt seit Februar 2019 bezogen, Ende März bewilligung AlG1 jedoch erste Zahlung erst ab 30.05 da alles seit Ansprucjsbeginn an jobcenter geht. So nun kam besagtes schreiben wonach keine nahtlosigkeit und aU's wären einzureichen. Sorry für den langen text ABER 1. FRAGE bin ich wirklich trotz Hinweis Paragraph 311 SGB nicht verpflichtet AU's einzureichen? 2. FRAGE was bedeutet das jetzt für wenn sie schreiben nahtlosigkeit greift nicht? (Ungekündigte Anstellung besteht weiterhin, weiter Krank OP steht noch an, DRV hat noch nix endgültig entschieden)

Wäre super lieb wenn mir jemand etwas dazu sagen könnte. Vielen Dank
 

BerndB

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1. FRAGE bin ich wirklich trotz Hinweis Paragraph 311 SGB nicht verpflichtet AU's einzureichen?
Für dich stellt sich die Frage, hältst du dich an das Gesetz oder an die Aussagen im Forum? Die Antwort müsste leicht sein. Gesetze gelten für alle.
2. FRAGE was bedeutet das jetzt für wenn sie schreiben nahtlosigkeit greift nicht? (Ungekündigte Anstellung besteht weiterhin, weiter Krank OP steht noch an, DRV hat noch nix endgültig entschieden)
Du bist ganz normal arbeitslos und musst dich der Av zur Verfügung stellen. Ob du mit deinen Einschränkungen vermittelbar bist ist die ganz andere Geschichte.
 

Catia

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Danke BerndB.
Ich werde mich morgen erst einmal darum kümmern das Teil A und B vom äD zu bekommen. Das mit der Krankmeldung macht mir jedoch immer noch Kopfschmerzen...evtl. versuche ich auch da die zuständige Sachbearbeiterin zu sprechen und nochmal genau raus zu hören ob Sie tatsächlich die Krankmeldungen für die ausgesteuerten Diagnosen jetzt weiterhin haben wollen ODER tatsächlich erst eine Krankmeldung wenn ein Vermittlungsangebot reinflattert (die schrieben nämlich ich solle meinen Arzt darauf hinweisen, dass die Diagnosen in den weiteren Krankmeldungen sich auf das neue evtl. Vorgelegte Vermittlungsangebot beziehen müssen). Mal sehen was das llea noch so wird😞
 

HermineL

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Es ist ganz einfach. Wenn du normal ALG 1 bekommst, was jetzt der Fall ist, musst du eine AU vorlegen. Bei ALG 1 Nahtlosigkeit nicht.
 

BerndB

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Wenn die SB keine Krankmeldung von dir erhält, giltst du einfach als arbeitsfähig entsprechend der Feststellungen des ÄD.
 

HermineL

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Wo steht diese Ausnahme vom § 311? Ich habs wirklich nicht gefunden.
Bei Nahtlosigkeit stellt man sich mit dem Restleistungsvermögen fiktiv der Vermittlung zur Verfügung. Wird dann eine AU vorgelegt gibt es weder ein Restleistungsvermögen noch steht man dann der Vermittlung zur Verfügung. Auf Grund dessen wird die AFA dann die Leistungen einstellen.
 

Catia

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Dieses ganze AU Thema ist echt zum kotzen im grunde möchte ich einfach nur nicht nach 6 Wochen AU bei der AfA zur Kasse geschickt werden und von da zum Hartz 4. Es ist unglaublich man zahlt 20 Jahre ein und einmal sollen die jetzt "überbrückenderweise" Leistungen zahlen und seit ich den AlG 1 Antrag im Dezemer 2018 wegen Aussteuerung im februar 2019 gestellt habe nur Schreiben hin her Sorgen wie man sich über Wasser halten soll usw. Seit fast 5 Monaten Theater über Leistungen und von denen bis dato keinen Cent bekommen....schlimm....also im Endeffekt bekomme ich jetzt also normales ALG 1 obwohl ich noch angestellt bin ( dachte in meinem Fall "Aussteuerungsfälle/Erwerbsminderungsfälle" gäbe es nur NahtlosigkeitsALG 1 oder garnix aber gut und weiterhin AU's einreichen bis sie mir dann den nächsten Strick drehen...Danke euch aber schon einmal für die Antworten und Hinweise...lieben Dank
 

Catia

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Kurz Chronologisch:
-Dezember 2018 ALG 1 Antrag gestellt äD wird beauftragt parallel dazu EU-Rentenantrag
-Januar 2019 Ablehnung Rentenantrag Widerspruch direkt eingereicht, Termin Sachbearbeitung Afa wegen Gutachten äD bestätigt Nahtlosigkeit ich müsste mich ab jetzt nur noch alle 6 Monate mal melden wie es aussieht (alles mündlich).
Ein paar Tage später im Januar schreiben AfA aufgrund Ablehnung DRV müsste erneutes Gutachten beim äD in Auftrag gegeben werden ich solle bitte Hartz 4 beantragen da Bearbeitung dauert....hier gegen habe ich Widerspruch per Mail eingelegt als Antwort habe ich lediglich einen Auszug der Weisungen von der Afa bekommen
-Februar Ende Krankengeld kein AlG 1 aber Hartz 4 beantragt. Anschreiben von der DRV erhalten ein Gutachter wird sich melden.
-März 2019 Gutachtertermin für die DRV hat statt gefunden, Afa meldet sich und teilt mit Gutachten liegt vor eine Nahtlosigkeit kommt nicht in Betracht kommen Sie zum Termin bei ihrer SB zwecks Lagebesprechung, parallel Bewilligungsbescheid gem. 136 SGB III ab 30.05 Leistungen an mich die Leistungen von Februar bis April gehen ans Jobcenter da Hartz 4 gezahlt wurde muss dieses entsprechend erstattet werden. Termin bei SB in der AfA = stelle mich für leichte Tätigkeiten zur Verfügung muss AU einreichen bei Jobangeboten die ich nicht kann jedoch mit anderer Diagnose als die bereits ausgesteuerte...
-April 2019 aus heiterem Himmel wieder ein schlichtes Anschreiben "Gutachten liegt vor keine Nahtlosigkeit gegeben ab jetzt bitte gem. 311 AU einreichen ferner den Arzt darauf Hinweisen das andere Diagnosen gegeben sein müssen bei evtl anderen Jobangeboten." Dieses Schreiben machte mich jetzt eben etwas unruhig deswegen habe ich mich an euch gewandt...
 

Catia

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Mir wurde weder vom 1. Gutachten der AFa noch vom 2ten irgendwas ausgehändigt. Das Gutachten was die DRV veranlasst hat am 18.03.19 hab ich auch nicht der Gutachter war aber super nett meinte er gibt sein Gutachten so schnell wie möglich an die DRV damit diese dann über den Widerspruch bzw. Meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente entscheiden kann....also ich hab nix an Gutachten aber da ich hier gelesen habe man kann sich Teil A und B besorgen wollte ich mich gleich morgen darum kümmern.
 

HermineL

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Solange dir weder ein Gutachten eröffnet wurde noch ein sonstiger rechtsmittelfähiger Bescheid vorliegt ist weder die Nahtlosigkeit noch sonst irgendetwas beendet.
Teil A und B von der AFA sind zwar interessant aber vollkommen nutzlos wenn es ein Gutachten der DRV gibt. Einzig dieses Gutachten hat eine Relevanz.

Nach meiner Auffassung bist du nach wie vor in der Nahtlosigkeit egal was irgendein SB blubbert. Solange dir weder das DRV Gutachten eröffnet wurde noch ein Bescheid vorliegt ist nichts passiert. Wenn ein Bescheid vorliegt gibt es Rechtsmittel.
 

Catia

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Das ist ja äusserst Interessant und mir natürlich wie vieles anderes auch ganz neu.... ich hatte gelesen das diese AFA Gutachten generell nicht übersandt werden und somit sowie so nix Rechtsmittelfähiges in dieser Form. Die AfA würde diese gutachten für ihre Vermittlungsgeschichten benötigen also wem drehen wir was für eine Art von Job an und wem zahlen wir was für eine Art auch immer von ALG 1....das ich von der DRV noch nix hab wundert mich eher weniger ich denke die hauen einfach irgendwann die entscheidung ja Rente oder nein rente raus dann muss ich entweder klage oder auch nicht das ich auch dieses gutachten sehen einsehen darf wusste ich nicht....also erstmal danke an dich und AU's reiche ich wohl doch ein wenn ich euch richtig verstanden hab da die mir "normales aLG 1'" bewilligt haben wird dies dann nicht dazu führen dass sie mich nach 6 Wochen wieder wegschicken...
 

HermineL

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Vergesse das Gutachten der AFA den das ist nicht relevant wenn die DRV begutachtet hat.
Rechtsgrundlage dafür ist § 44a Abs.2 SGB II
....
(2) Die gutachterliche Stellungnahme des Rentenversicherungsträgers zur Erwerbsfähigkeit ist für alle gesetzlichen Leistungsträger nach dem Zweiten, Dritten, Fünften, Sechsten und Zwölften Buch bindend; § 48 des Zehnten Buches bleibt unberührt.
....

Sollte die DRV der Auffassung sein das du nicht erwerbsunfähig bist muss sie dir das nach der Begutachtung per ablehnenden Bescheid zu deinem EMR Antrag mitteilen. Gegen diesen Bescheid kannst du in Widerspruch gehen. Sollte auch der abgelehnt werden kannst du Klage einreichen.
Während dieser ganzen Zeit gibt es dann keine rechtskräftige Feststellung deiner Erwerbsfähigkeit. Solange das aber nicht der Fall ist muss die AFA weiter ALG I Nahtlosigkeit leisten bis das es eine rechtskräftige Feststellung gibt.
Rechtsgrundlage hierfür ist § 145 Abs.1 Satz 1 SGB III
...
(1) 1Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.
...

Also lasse dich nicht verunsichern. Warte ruhig was bei der DRV rauskommt und entscheide dann ob du dagegen in Widerspruch gehst. Wenn ja muss die AFA weiter leisten und wenn nein dann stehst du der Vermittlung voll zur Verfügung und bekommst normales ALG 1. Allerdings kannst du dann eine weitere AU wegen der gleichen Krankheit vergessen.
 

Catia

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Ok danke dir so mache ich es. Widerspruch gegen den ersten ablehnenden Bescheid der DRV hatte ich bereits im Januar gestellt daraufhin wurde ein Gutachter im märz beauftragt hierüber habe ich noch nix gehört also muss ich abwarten zu guter letzt kommt dann eh die Klage.
 

BerndB

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Bei Nahtlosigkeit stellt man sich mit dem Restleistungsvermögen fiktiv der Vermittlung zur Verfügung.
Nahtlosigkeit liegt vor, wenn man nur noch unter 15 Std./Wo. arbeiten kann. Somit liegt Verfügbarkeit nicht mehr vor.
Wird dann eine AU vorgelegt gibt es weder ein Restleistungsvermögen noch steht man dann der Vermittlung zur Verfügung.
Man muss sich der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stellen. Die Arbeitslosigkeit wird nach § 145 SGB III fingiert. AU ja oder nein spielt keine Rolle mehr.
 

HermineL

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Somit liegt Verfügbarkeit nicht mehr vor.
Die Verfügbarkeit liegt im Rahmen des Restleistungsvermögens fiktiv vor bis das der Rententräger die Erwerbsfähigkeit und damit auch das Restleistungsvermögen rechtskräftig festgestellt hat. Es wird damit eine Arbeitslosigkeit fingiert damit überhaupt Leistungen nach SGB III gezahlt werden können.

Die bedeutet das der Arbeitslose sich mit seinem Restleistungsvermögen ( bis 15 Stunden; nicht darüber) der Vermittlung durch die Bundesagentur zur Verfügung stellen muss= Arbeitsbereitschaft.

Man muss sich der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stellen. Die Arbeitslosigkeit wird nach § 145 SGB III fingiert. AU ja oder nein spielt keine Rolle mehr.
Aber selbstverständlich steht man denen zur Verfügung aber wie du selber festgestellt hast nur fiktiv.
Wird dann eine AU vorgelegt gibt es weder ein Restleistungsvermögen noch steht man dann der Vermittlung zur Verfügung.
Wenn man die AU der Afa vorlegt wird diese in der Regel nach 6 Wochen die Zahlung einstellen und auf Krankengeld verweisen auf das man keinen Anspruch hat. So zumindest die Logik der AFA und um dem Risiko aus dem Weg zu gehen gibt man keine AU mehr ab.
 

Kerstin_K

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Bei Dir ist von Anfang an einiges schiefgelaufen.

Erstmal ist das Gutachten des äD der AfA nicht leistungsrelevant. Das heisst, die AfA hätte dir sofort nach Antragstellung das ALG I zahlen müssen und nicht erst das Gtachten des äD abwarten. Der Verweis auf ALG II ist da ene Unverschämtheit, den Du Dir nicht hättest bieten lassen müssen.

Widerspruch kegt an übrgens nicht per Mail aien, Du solltest überhaupt nicht per Mail mit der Af A kommunuzieren, sondern nur belegbar. Zudem gab es bei Dir noch gar nichts, gegen dass Du hättest widersprechen können. Die Fachlichen Weisungen der AfA sind auch keie Rechtsgrundlage, sondern nur Arbeitsanweisungen für die SBs.

Hast Due den Widerspruch gegen die Rentenablehnung der AfA gegenüber nachgewiesen? Dann hätte das zweite Gutachten gar nicht erstellt werden dürfen, denn die Feststellung der DRV zu Deiner Erwerbsfähigkeit ist noch nicht bindend.

Jetzt mal zum Teham AU Bescheinigung: Eigentlich darf die AfA bei ALG I nach Aussteuerung aus dem Krankengeld das ALG I nach 6 Wochen AU nicht einstellen.aber es passiert eben oft trotzdem. Deshalb raten wir hier dazu, keine AUBs bei der AfA abzugeben, damit man nicht ohne Geld und Krankenversicerung dasteht. Man sollte die Arbeitsunfähigkeit aber weiterführen und die AUBs auch bei der KK abgeben, sonst hat das eventuell negative Auswirkungen auf den Rentenantrag.

Bei der AfA gelten alsse AUBs für die ausgesteuerte Krankheit nicht als Entschuldigung für Meldetermine usw. Wenn man maber wegen etwas anderem AU iat, zum Beispiel Erkältung, Magen-Darm oder so, dann kann man sich auch dort mit einer AUB entschuldigen.

Das Problem, was die AfA dabei hat ist, dass auf der Ausfertigung der AUB, die sie bekommt gar ekien Diagnose draufsteht. Deshalb versucht sie DeinemArzt vorzuschreiben, wegen was er Dich in Zukunft kramkschreiben darf und wegen was nicht. Das steht der AfA aber nicht zu, deshalb teil sie das dem Arzt auch nicht selber mit, sonder schickt Dich vor.

Daraus folgt: Ich würde an Deiner Stelle keine AUBs bei der AfA abgeben, es sei denn Du kannst tatsächlich einen Termin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen. passieren kann die nichts. Un den Vermittlungsbemühungen der AfA würde ic gelassen entgegensehen, erstmal muss ein Arbeitgeber gefunden werden, der einen leidensgerechten Arbeistplatz für dich hätte. Unddann muss dieser Arbeitgeber Dichauch noch einstellen wollen. Das ist sehr unwahrschinlich.
 

Catia

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Ich habe mittlerweile auch das Gefühl, dass bei mir einiges Schief gelaufen ist :-( Ich lade gleich die Anschreiben der AfA hoch sowie meine Email von seinerzeit woraufhin ich die Weisungen zugesandt bekommen habe....
Ich wusste nicht, dass ich die Korrespondenz besser nicht per Email führen sollte und auch nicht das irgendwelche Einsprüche/Widersprüche von mir gar keinen Sinn machen.

Nicht nur, dass sie nicht sofort ALG I gezahlt haben sondern vor allem, dass die AfA 2 Gutachten hat erstellen lassen und das nur weil Ihnen dann bekannt war, dass die DRV meinen Antrag abgelehnt hat und ich in Widerspruch gegangen bin. Ja den Widerspruch habe ich nachgewiesen, den hat eine nette Dame hier von der Stadtverwaltung mit mir erstellt.

Das Thema AU hab ich mittlerweile so verstanden: wer ALG I aufgrund von Nahtlosigkeit bezieht (sollte in meinem Fall so sein ist es wohl aber nicht) der sollte die AU´s nicht einreichen, den er gibt damit an auch kein fiktives Restleistungsvermögen zu haben und ist somit nicht Verfügbar nicht vermittelbar und landet dann bei Krankenkasse bzw. Hartz IV. Wer aber normales ALG I (trotz bestehendem Arbeitsverhältnis-klingt schon total irre-) bezieht, der kann ruhig AU´s einreichen, da erfolgt nach 6 Wochen keine Weiterleitung an Krankenkasse oder Jobcenter. Ich neige dazu trotz alledem keine AU´s mehr einzureichen jedoch hindert mich irgendwie der § 311 auch wenn ihr sagt die können dir nix...ich habe halt im Gefühl, dass es naher heißt "Sie sind ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht nachgekommen somit streichen bzw. kürzen wir Ihnen Leistungen (welche Leistungen dauert ja noch ewig bis ein Cent fließt). Nun ja ich danke euch erst einmal allen von Herzen das ihr auf meinen Fall hier schaut und es versucht mir zu erklären. Die Dateien lade ich gleich hoch also den Schriftverkehr.
 

Kerstin_K

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Um Dir nachzuweisen, dass Du Deinen Verplichtungen nicht nachgekommen bist, müsste die AfA erstmal wissen, dass Du AU warst und die AUB nichtbabgegeben hast. Woher?
 

Catia

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Das ist richtig aber so wie ich dem Anschreiben entnehme wollen sie AU' s für die Ausgesteuerte Krankheit und da ist es ja klar das ich nach wie vor weiter krank geschrieben bin sonst könnte ich ja wieder in die Firma...vielleicht denk ich zu quer sorry😅😅
 

saurbier

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Hallo Catia,

also ich schließe mich hier den Aussagen von HermineL und Kerstin_K voll an, denn sie sind zutreffend.

Das die AfA SB dir mit vielen dummen Sprüchen gekommen ist, sollten wir nicht weiter diskutieren, denn das ist vergeblich Mühe.

Das die SB natürlich liebend gerne hätte, daß dir dein Hausarzt/Arzt jetzt mit einer anderen Diagnose eine AUB ausstellt hat doch nur den Grund, das man dich dann nach 6 Wochen AU aus dem Leistungsbezug des ALG-I raus schmeissen kann. Also VORSICHT.

Laß dich von deinem Hausarzt/Arzt weiterhin mit der bereits zur Aussteuerung bei der KK geführten Diagnose AU schreiben. Da du ja noch einen Arbeitspaltz hast, brauchst du ja auch für den Arbeitgeber ein AUB weil ansonsten müßtest du ja wieder dort ausfschlagen um deinen Arbeitsvertrag zu erfüllen.

Also gibst du deine fortlaufende AUB bei der KK und deinem Arbeitgeber ab, aber nicht bei der AfA, denn dort bringt sie dir eh nichts weil du wegen der ausgesteuerten Krankheit ja nach dem äD-Gutachten nur noch ein sogenanntes Restleistungsvermögen hast nach welchem dich jetzt die AfA SB bitte versuchen darf zu vermitteln. Der äD-Gutachter dürfte ja in seinem Gutachten neben der zeitlichen Leistungsfähigkeit auch noch gesundheitliche Leistungseinschränkungen aufgeführt haben und die sind aktuell unbedingt bei jedem Vermittlungsangebot seitens der AfA SB zu berücksichtigen.

Mein Rat - hole dir schnellstmöglich den Teil-A und Teil-B des äD-Gutachtens, damit du weist was du laut Gutachter noch arbeiten kannst. Damit kannst du dann jedes Vermittlungsangebot auf seine Durchführbarkeit deinerseits prüfen und ggf. direkt bei der SB unter Verweis auf das äD-Gutachten ablehnen.

Solange du dich mit der DRV im Rechtsstreit befindest, gilt die bisherige Feststellung des äD-Gutachters, denn letzten Endes streitest du dich ja genau deshalb mit der DRV weil sie dich für viel gesünder hält.

Wenn bei der DRV jetzt ein medizinisches Gutachten vorliegt, dann solltest du dir dies unbedingt zuschicken lassen, daß kannst du über § 25 SGB X (Akteneinsicht) dort schriftlich gegen Kostenerstattung anfordern oder auch selbst in deiner für dich zuständigen DRV Geschäftsstelle einsehen/Kopieren.

Ich vermute mal, daß bei dir doch auch eine Reha durchgeführt wurde, oder etwa nicht?

Falls du in einer Reha warst, dann dürfte dir ja der Reha-Abschlussbericht vorliegen. Anhand dessen kannst du ja bereits ersehen, wie man deine Leistungsfähigkeit bezgl. einer Erwerbsfähigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt eingeschätzt hat.

Aus der bisherigen Erfahrung heraus möchte ich mal behaupten, daß ein Rentenstreit (Teil-EMR / volle EMR) nur dann erfolgreich sein dürfte, wenn dort bereits entsprechende Hinweise (Reha-Entlassungsbericht) vorliegen. Sollte da keine Einschränkung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegen die mindestens 3-6 Std./tägl. ausweisen, dürfte es mehr als schwer werden eine EMR zu erhalten, womit sich dann wirklich die Frage stellt ob es sinnvoll ist ein langwiriges Klageverfahren zu führen. Das sollte man aber mit seinem behandelnden Arzt/Ärzte ausgiebig erörtern.

Wegen deinem zwischenzeitlichen Nachtrag.

Das Thema AU hab ich mittlerweile so verstanden: wer ALG I aufgrund von Nahtlosigkeit bezieht (sollte in meinem Fall so sein ist es wohl aber nicht) der sollte die AU´s nicht einreichen, den er gibt damit an auch kein fiktives Restleistungsvermögen zu haben und ist somit nicht Verfügbar nicht vermittelbar und landet dann bei Krankenkasse bzw. Hartz IV.

Nein hier hast du was falsch interpretiert.

Wenn du ein Nathlosigkeitsfall bist, dann stellst du dich fiktiv mit deinem Restleistungsvermögen entsprechend dem äD-Gutachten der Arbeitsvermittlung zur Verfügung. Du stehst damit also der AfA-Vermittlung sehr wohl zur Verfügung - nur eben sehr eingeschränkt im Rahmen der vom äD-Gutachter festgestellten gesundheitlichen/zeitlichen Einschränkungen. Bei einem echten Nathlosigkeitsfall nach § 145 SGB III sogar soweit eingeschränkt das du für mindestens 6 Monate nicht einmal 3 Std./tägl. Leistungsfähig bist. Da du ja bereits bei der KK eben wegen der 78 Wochen KG mit deinem Krankheitsbild ausgesteuert wurdest, hast du mit dieser Krankheit/Diagnose auch keinen Leistungsanspruch mehr auf KG (3-jährige Blockfrist). Der AfA ist bekannt das du mit dieser Krankheit/Diagnose ja eh wenn überhaupt nur eingeschränkt arbeiten kannst - deshalb auch der billige Versuch deiner SB, das du dich bitte nur mit einer anderen Krankheit/Diagnose ab jetzt AU schreiben lassen sollst -, denn mit der bisherigen gibt es eben nichts mehr (Krankengeldanspruch) von der KK. Aber wie schon oben erwähnt, befindest du dich ja in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis - wenn ich das richtig verstanden habe - und genau deshalb schon mußt du dich auch weiterhin AU schreiben lassen, denn ohne AUB müßtest du deine Arbeit entsprechend deinem Arbeitsvertrag unverzüglich wieder aufnehmen. Ansonsten würdest du unendschuldigt der Arbeit fern bleiben, was ein Kündigungsgrund wäre. Hinzu kommt, da du jetzt deinem AG und der KK die AUB übergibst, kann die DRV auch anhand der fortlaufenden AUB-Zeiten sehen das du eben nicht Arbeiten kannst, was deinen schlechten Gesundheitszustand eher untermauert.

Wer aber normales ALG I (trotz bestehendem Arbeitsverhältnis-klingt schon total irre-) bezieht, der kann ruhig AU´s einreichen, da erfolgt nach 6 Wochen keine Weiterleitung an Krankenkasse oder Jobcenter.

Tja und genau das ist die fette AfA Falle. Wenn du als aus dem KG ausgesteuerter jetzt weiter deine AUB bei der AfA einreichst, dann wird man dir nach 6 Wochen das ALG-I einstellen. Aber bei der KK bekommst du ja auch kein KG mehr, weil mit der Krankheit/Diagnose bist du bereits ausgesteuert. Da bliebe dir nur noch das ALG-II und die AfA lacht sich einen in Fäustchen. Bitte vergiß nicht, du hast noch einen Arbeitsplatz inne, mußt dort also solange er bestand hat (haben soll) auch dein fern bleiben mittels AUB begründen, genauso wie es Vorteilhaft ist gegenüber der DRV den Fortbestand des schlechten Gesundheitszustandes mittels AUB über die KK nachweisen zu können, vor allem wenn man um die EMR zu klagen gedenkt.

Etwas anderes wäre es z.B., wenn du keinen Arbeitsplatz hättest und auch nicht um deine EMR kämpfen würdest, dann könntest du theoretisch mit einer gänzlich neuen Diagnose z.B. einen neuen Krankengeldanspruch begründen, der dann ggf. auch über 78 Wochen laufen könnte. Dazu würde es ausreichen mindestens 1 Tag voll arbeitsfähig zu sein. Das hieße auf deine alte Krankheit erfolgt eine AUB mit dem Vermerk Endbescheinigung womit diese AUB-Kette abgeschlossen wäre, 1 Tag voll arbeitsfähig und am übernächsten Tag würde dann eine neue AUB mit einem gänzlich anderen Krankheitsbild/Diagnose von deinem Hausarzt/Arzt ausgestellt werden. Dann würde die AfA für 6 Wochen normal das ALG-I zahlen und im Anschluss würdest du wieder bei der KK KG beziehen. Das aber ist kompliziert und dürfte wohl kaum jeder Arzt so ohne weiteres mitmachen, ausgenommen da ist jetzt wirklich ein komplett neue Erkrankung aufgetreten die mit der bisherigen nicht in Verbindung steht.


Grüße saurbier
 
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Catia

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Zunächst Danke für deine ausführliche Erklärung saubier Gutachten Teil A und B sind in Besorgung...Eine Reha fand bereits April 2018 statt direkt nach OP von dort wurde ich seinerzeit krank entlassen mit dem Vermerk das ich die Tätigkeit bei meinem Arbeitgeber nur noch tgl. Unter 3 Stunden verrichten kann jedoch auf dem allgm. Arbeitsmarkt 6 Stunden und mehr arbeiten könnte wenn diverse Einschränkungen werden da erläutert (sprengt gerade den Rahmen das alles nieder zu schreiben). Nach der Reha ist aber noch einiges passiert mittlerweile bin ich zusätzlich noch chronisch schmerzkrank, medikamenten abhängig, Radikulitis, Arthrose im Anfangsstadium und habe nach der Reha noch eine Festellung meiner Behinderung in Höhe von 30% zzgl. Gleichstellung bei der AfA erhalten. Zuletzt habe ich jetzt noch im März 19 eine OP am Ellebogen gehabt chronische Bursitis olecrani (dies erwähne ich nur weil nun mobilität/belastbarkeit in dem Arm ebenfalls hinüber). Was ich sagen möchte ist, das der Reha Entlassungsbericht April 19 einfach nicht an alles was vorliegt mehr angepasst ist.
 
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