Nahtlosigkeit und Leistung Teilhabe am Arbeitsleben, hat die Bewilligung der LTA jetzt Nachteile für mich bei dem Bezug vom ALGI, bitte um Hinweise.? (1 Betrachter)

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Phonodromer

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Hallo. Bräuchte dringend einen Rat.
Ich bin seit Ende Dezember 2006 ununterbrochen krankgeschrieben. Ein Arbeitsplatz besteht noch. Kann bei diesem Arbeitgeber und in diesem Beruf jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten. Bin schon seit ca. 1/2 Jahr ausgesteuert und beziehe ALG1 wegen Nahtlosigkeit. Vor einigen Tagen wurde mir von der Rentenversicherung LTA dem Grunde nach bewilligt. Rehaberater soll sich hoffentlich bald bei mir melden. Ich würde gerne eine Umschulung machen (bin Jahrgang 84). Den Bescheid der Bewilligung der LTA habe ich zur Kenntnisnahme an die Agentur für Arbeit geschickt. Die versuchen mich jetzt permanent anzurufen, konnten mich telefonisch jedoch noch nicht erreichen. Als ich das Callcenter von denen angerufen habe, konnten die mir nur sagen, dass die Leistungsabteilung mich sprechen möchte wegen meiner "Verfügbarkeit". Konnten mir dazu aber nichts weiter sagen. Kann mir jemand helfen, was die von mir jetzt möchten? Hat die Bewilligung der LTA jetzt Nachteile für mich bei dem Bezug des ALG1? Wie soll ich mich verhalten? Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte. LG
 

Seepferdchen 2010

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Phonodromer und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Nahtlosigkeit und LTA Bewilligung" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

verona

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Wie geht das, ununterbrochen krankgeschrieben und seit einem halben Jahr ausgesteuert zu sein, und dennoch einen Arbeitsplaz zu haben?
 

Doppeloma

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Hallo Verona,

Wie geht das, ununterbrochen krankgeschrieben und seit einem halben Jahr ausgesteuert zu sein, und dennoch einen Arbeitsplaz zu haben?
Ich nehme mal an der TE hat sich oben vertippt und meint, dass er seit Dezember 2016 durchgehend AU gewesen ist ... das kann er nur selber beantworten ...

Das passt dann auch eher mit der Aussteuerung vor ca. 6 Monaten zusammen und einen Arbeitsplatz kann man auch haben wenn man wegen der Aussteuerung ALGI von der AfA bekommt (§ 145 SGB III macht gerade das ja möglich).

Wir hatten sogar noch in (fast 2 Jahren) Hartz 4 jeder unseren Vollzeit-Arbeits-Vertrag und ich sogar noch über die Zeit der ersten (befristeten) EM-Rentenbewilligung, der von Männe war dann beendet als er seinen Bescheid zur EM-Rente ohne Befristung bekam, da wurde der Arbeitsvertrag dann deswegen "aufgelöst".

Und durchgehend AU geschrieben sein kann man bei Bedarf JAHRE lang, das ist ganz unabhängig davon möglich, ob man noch irgendwo Geld bekommt und/oder noch einen Arbeitsplatz hat an dem man aber aus (genau diesen) gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann.

MfG Doppeloma
 

Sellermann

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Hallo Phonodromer,

da Du ja LTA vom Rententräger genehmigt bekommen hast, ist die AFA wegen Weiterbildung usw. erst einmal raus. Kostenträger egal für was, wird jetzt wohl der Rententräger sein.

Wahrscheinlich der übliche Kram 30% Zuschuss bei Einstellung oder irre ich mich?
Hast Du ALG1 nach §145 wie Doppeloma schreibt oder $136 SGB III ?
Wenn ein Gespräch mit einem Rehaberater stattfindet, bereite Dich darauf vor. Du möchtest eine Umschulung? Warum kannst Du in Deinem letzten Beruf nicht mehr Arbeiten? Welche Wünsche hast Du für Deine zukünftige Berufswahl. Vielleicht schlägt man Dir eine Arbeitserprobung vor.
 

Phonodromer

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Hallo Phonodromer,

da Du ja LTA vom Rententräger genehmigt bekommen hast, ist die AFA wegen Weiterbildung usw. erst einmal raus. Kostenträger egal für was, wird jetzt wohl der Rententräger sein.

Wahrscheinlich der übliche Kram 30% Zuschuss bei Einstellung oder irre ich mich?
Hast Du ALG1 nach §145 wie Doppeloma schreibt oder $136 SGB III ?
Wenn ein Gespräch mit einem Rehaberater stattfindet, bereite Dich darauf vor. Du möchtest eine Umschulung? Warum kannst Du in Deinem letzten Beruf nicht mehr Arbeiten? Welche Wünsche hast Du für Deine zukünftige Berufswahl. Vielleicht schlägt man Dir eine Arbeitserprobung vor.
Ich hoffe nicht, dass die Afa jetzt komplett raus ist, denn Übergangsgeld bekomme ich ja erst mit dem Beginn der ersten Maßnahme der LTA. Was ja eventuell noch länger dauern kann. In der Zwischenzeit müsste dann ja das ALG weiterlaufen, oder nicht?

Ich beziehe derzeit ALG1 nach Paragraph 136 SGB III.
Die Nahtlosigkeitsregelung nach dem § 145 SGB ist nur für die Begründung der Zahlung gedacht...weil Arbeitsfähigkeit ja nur simuliert wird...

Arbeitserprobung habe ich schon hinter mir. Musste ich schon vor der Endgültigen Bewilligung zur LTA machen.

Konkrete Maßnahmen würden mir noch nicht bewilligt, nur LTA grundsätzlich.

Auf ein Gespräch mit dem Rehaberater bin ich schon sehr gut vorbereitet und ich denke eine Umschulung ist das einzig sinnvolle bei mir. Dieses habe ich auch schon schriftlich von mehreren Ärzten vorliegen.

Bis zur Umschulung kann es ja aber noch dauern, deshalb ist die finanzielle Regelung bis dahin sehr wichtig und damit auch meine Fragen aus dem ersten Beitrag von mir.
 
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Doppeloma

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Hallo Phonodromer,

Ich hoffe nicht, dass die Afa jetzt komplett raus ist, denn Übergangsgeld bekomme ich ja erst mit dem Beginn der ersten Maßnahme der LTA. Was ja eventuell noch länger dauern kann. In der Zwischenzeit müsste dann ja das ALG weiterlaufen, oder nicht?
Die AfA ist natürlich aktuell NICHT raus, solange keine Umschulungs-Maßnahme auch beginnen wird, die von der DRV bewilligt und bezahlt wird, dann hast du Anspruch auf "Übergangsgeld" von der DRV

Ich beziehe derzeit ALG1 nach Paragraph 136 SGB III.
Die Nahtlosigkeitsregelung nach dem § 145 SGB ist nur für die Begründung der Zahlung gedacht...weil Arbeitsfähigkeit ja nur simuliert wird...
Völlig richtig erkannt, das gilt aber trotzdem Alles NUR solange du auch Zahlungs-Anspruch lt. Bescheid hast.

Arbeitserprobung habe ich schon hinter mir. Musste ich schon vor der Endgültigen Bewilligung zur LTA machen.
Konkrete Maßnahmen würden mir noch nicht bewilligt, nur LTA grundsätzlich.
Hast du auch ein Ergebnis / Bericht zur Arbeits-Erprobung (schriftlich) erhalten, welche Art der LTA man dort für sinnvoll halten möchte ?
Das muss nicht immer wirklich eine Umschulung sein, obwohl das in deinem Alter (vermutlich) die beste Lösung sein könnte.

Auf ein Gespräch mit dem Rehaberater bin ich schon sehr gut vorbereitet und ich denke eine Umschulung ist das einzig sinnvolle bei mir. Dieses habe ich auch schon schriftlich von mehreren Ärzten vorliegen.
Wurde denn in der Arbeitserprobung schon auf bestimmte Tätigkeiten was eingegrenzt, sehr häufig wird nur Richtung Bürokaufleute umgeschult, weil das (angeblich) eine sehr flexibel nutzbare Ausbildung ist ...
"Mit arbeitslosen Bürokaufleuten könne man die Straßen pflastern ..." , war dazu (schon vor fast 20 Jahren) die Auskunft des damals noch Arbeitsamtes, als mein Männe diese Ausbildung dann als Umschulung (in einem Berufs-Förderungs-Werk der DRV) abgeschlossen hatte ...

Zudem war er schon Ende 40 und da erwarten die AG zumindest langjährige Berufserfahrung, sonst können sie auch Jüngere (und Gesündere) Berufsanfänger bekommen und einstellen.

Bis zur Umschulung kann es ja aber noch dauern, deshalb ist die finanzielle Regelung bis dahin sehr wichtig und damit auch meine Fragen aus dem ersten Beitrag von mir.
Sofern es wirklich um eine Umschulung geht, wirst du nicht viel "Auswahl" haben, die Berufsrichtung betreffend (fürchte ich) und je nachdem wann die Umschulungen jeweils beginnen (meist 2 Mal im Jahr) kann es tatsächlich noch etwas dauern, bis es dann richtig losgehen wird.
Eventuell wird noch ein "Vorbereitungs-Lehrgang" vorgeschaltet wo man rund 3 Monate lang das "Schulwissen" auffrischen möchte ... ich fand das damals sehr passend, die Schulzeit war ja doch schon länger her und in der Zeit wurde auch schon Übergangsgeld gezahlt ... ob das heutzutage auch noch so läuft und angeboten wird, weiß ich allerdings nicht.

Ob dein persönlicher Anspruch auf ALGI bis dahin reichen wird kann ich nicht beurteilen, die AfA ist jedenfalls NICHT verpflichtet länger zu zahlen ... als aktuell in deinem Leistungsbescheid steht.

Mit der Info der AfA hättest du besser noch gewartet bis der Termin beim Reha-Berater gewesen ist und telefonisch ist nie wirklich gut was Wichtiges (nachweislich) regeln zu wollen, du brauchst dich auch von der AfA nicht zu Hause anrufen lassen, es ist immer besser ALLES schriftlich zu bekommen.
Beantworten kannst du die Fragen der AfA ja im Moment auch noch gar nicht, deine "Verfügbarkeit" (mit dem "Restleistungsvermögen" lt. ÄD) darfst du aber niemals in Frage stellen, daran ändert dieser Bescheid bisher auch nichts (auch wenn es die AfA wohl gerne so hätte).

Rein theoretisch darf die AfA also weiter versuchen, dich in diesem Rahmen zu "vermitteln", muss aber auch die allgemeine Zumutbarkeit nach § 140 SGB III dabei beachten.
Der "vermutliche Beginn einer Umschulung irgendwann" ist kein Grund nicht zur "Überbrückung der Wartezeit" bis dahin noch eine Tätigkeit aufzunehmen, so wird das jedenfalls die AfA gerne verstehen wollen.

Mit irgendwelchen "Fördermaßnahmen" wird man dich allerdings in Ruhe lassen, dafür soll ja nun die DRV bezahlen müssen und nicht mehr die AfA, vermutlich wird das auch wieder "Viel Lärm um NICHTS" ... man wird auch jetzt keinen "passenden" Job für dich haben.

Nach Ablauf deines ALGI wirst du möglicherweise noch ALGII / Hartz 4 beantragen müssen wenn du sonst keine finanziellen Mittel mehr für deinen Lebensunterhalt und die Miete hast.

MfG Doppeloma
 

Phonodromer

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Doppeloma.

Völlig richtig erkannt, das gilt aber trotzdem Alles NUR solange du auch Zahlungs-Anspruch lt. Bescheid hast.
Laut Bescheid habe ich noch Anspruch auf ALG1 wegen Nahtlosigkeit bis Juni 2019, allerdings befürchte ich ja, dass durch die Bewilligung zur Teilhabe am Arbeitsleben der Anspruch auf das ALG wegen Nahtlosigkeit erlischt.

Nahtlosigkeit habe ich ja wahrscheinlich nur bekommen weil mein allgemeiner Gesundheitszustand zu diesem Zeitpunkt schlechter war. Wenn mir die DRV jetzt LTA zutraut, wird ja dann indirekt gesagt, dass ich fit genug bin für einen "Vollzeitjob" bzw. eine Umschulung.

Könnte es nicht sein, dass deshalb jetzt mein ALG1 wegen Nahtlosigkeit in ein "normales" ALG1 umgewandelt wird?
Könnte ja theoretisch wieder arbeiten. Nur nicht an meinem alten Arbeitsplatz und in meinem gelernten Beruf.
 

Kerstin_K

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Gesundheitliche Beeinträchtigungen muessen bei der Vermittlung immer berücksichtigt werden. Was waere also der unterschied Bein normalem ALG?
 

Phonodromer

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Gesundheitliche Beeinträchtigungen muessen bei der Vermittlung immer berücksichtigt werden. Was waere also der unterschied Bein normalem ALG?
Wenn ich das denn überhaupt bekommen würde, da ich ja noch in einem Beschäftigungsverhältnis stehe.

Außerdem würde sich dann einiges ändern. Die Afa dürfte mich dann ja sogar vermitteln u.s.w. Das geht in der Nahtlosigkeit nicht.
 

Phonodromer

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Vermitteln darf man dich auch bei ALG nach der Nahtlosigkeitsregelung.
Das stimmt nicht.

Zitat:
"Grundsätzlich können Versicherte ein Arbeitslosengeld nur dann erhalten, wenn sie für die Vermittlung durch die Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen. Dies ist bei einem arbeitsunfähigen Versicherten nicht der Fall, weshalb hier grundsätzlich der Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verneinen wäre.

Durch die Nahtlosigkeitsregelung des § 145 SGB III muss das Arbeitslosengeld trotz fehlender Verfügbarkeit geleistet werden, wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann. Die mehr als sechsmonatige Leistungsminderung ist ab dem Tag zu prognostizieren, an dem der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt wird."

Quelle: Sozialversicherung kompetent - Allgemeines
 

Doppeloma

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Hallo Phonodromer,

Das stimmt nicht.
Nicht alles wo "kompetent" dran steht muss auch wirklich Kompetenz genug drin sein, man darf durchaus nach der Aussteuerung mit seinem "Restleistungsvermögen" (auch in Vollzeit) vermittelt werden, damit MUSST du ja auch (mindestens) vermittlungsbereit sein, das unterschreibst du bereits auf dem Antrag.

Das ist so bereits 1999 vom BSG festgestellt worden, auch wenn es widersinnig klingt und meist auch widersinnig ist ... ALGI ist leider kein "Ersatz-Krankengeld" ...

In der Realität scheitert das meist schon an der Zumutbarkeit nach § 140 SGB III, du darfst der geballten Kompetenz der Foren-User hier ruhig vertrauen, die das vielfach selbst erlebt haben, bei der AfA nach der Aussteuerung ...
Als meine EM-Rente dann abgelehnt wurde hat man auch kurz versucht "zu taktieren" weil die DRV ja nun (angeblich endgültig) entschieden habe, dass ich gar nicht so Leistungseingeschränkt bin und (eigentlich) doch arbeiten könnte ...

Nach kurzem "Aufbäumen" (Nachweis des Widerspruches) und der Erinnerung daran, dass dieses Verfahren noch lange nicht als "abgeschlossen" anzusehen ist, wurde dann trotzdem weiter gezahlt, bis mein regulärer Anspruch abgelaufen war (18 Monate lang).

Auch bei bewilligter LTA ist die AfA verpflichtet weiter zu zahlen, zumindest bis der Anspruch abgelaufen ist wenn eine DRV-Maßnahme nicht mehr vorher beginnen KANN.
Wenn die AfA selber finanziell zuständig wäre (für die LTA) muss ja auch gezahlt werden bis es auch los gehen wird und nicht nur bis zum Bewilligungs-Bescheid darüber.
Dass man trotzdem versuchen könnte dich "zur Überbrückung" noch zu vermitteln, habe ich ja oben bereits beschrieben.

Mein Männe hatte bereits eine bewilligte LTA (von der DRV) und die AfA musste auch zahlen als er ausgesteuert wurde ... es gelang der AfA allerdings auch nicht ihn in eine "leidensgerechte / versicherungspflichtige" Arbeit zu vermitteln damit der AG die großzügigen Zuschüsse der DRV dafür in Anspruch nehmen konnte.
Das ist nun mal die Hauptaufgabe der AfA und nicht "Abwarten und Tee trinken" ...

Man hat sich aber auch in seinem Falle nicht gerade "überanstrengt" dabei, was nachvollziehbar ist wenn man bedenkt, dass er inzwischen Mitte 50, seit Jahren krank und immer noch fest angestellt war, in einem Job den er aber auch nicht mehr weiter ausüben sollte ... er war zuletzt Pförtner ...

Die Arbeitsanweisungen der AfA zu § 145 SGB III enthalten auch irgendwo dazu was, aber aktuell finde ich das nicht sofort (das wird ja auch laufend "überarbeitet") ... ich denke mal diese Quelle dürfte dann aber doch zuverlässiger sein ...
Lass dich einfach bei der AfA informieren was man dort nun weiter mit dir vor haben könnte und von dir erwartet damit du weiter dein ALGI bekommen wirst ... bis dein Anspruch sowieso abgelaufen ist.

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
man darf durchaus nach der Aussteuerung mit seinem "Restleistungsvermögen" (auch in Vollzeit) vermittelt werden, damit MUSST du ja auch (mindestens) vermittlungsbereit sein, das unterschreibst du bereits auf dem Antrag.
Das stimmt so auch nicht ganz zu 100%. Ist das Restleistungsvermögen mit "nur noch weniger als 15 Stunden wöchentlich" festgestellt worden, steht im gleichen Schreiben: Damit stehen Sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung.....

Da ändert dann auch das vermittlungsbereit nichts daran und die Unterschrift auf dem Antrag dazu.

Daher ist die Aussage und das Zitat von @Phonodromer nicht falsch.
 

Phonodromer

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Das stimmt so auch nicht ganz zu 100%. Ist das Restleistungsvermögen mit "nur noch weniger als 15 Stunden wöchentlich" festgestellt worden, steht im gleichen Schreiben: Damit stehen Sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung.....

Da ändert dann auch das vermittlungsbereit nichts daran und die Unterschrift auf dem Antrag dazu.

Daher ist die Aussage und das Zitat von @Phonodromer nicht falsch.
Und genau so ist es auch bei mir gewesen. Restleistungsvermögen unter 15 Stunden/Woche und ich musste nicht einmal in der Zeit der Nahtlosigkeit bisher (seit ca. 8 Monaten) zur AFA. Haben sich auch die ganze Zeit nicht gemeldet. Erst jetzt, wo die Bewilligung der LTA (dem Grunde nach) von der RV gekommen ist. Deshalb ja meine Fragen aus meinem ersten Beitrag.
 

Interesierter

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Die DRV hat LTA dem Grunde nach bewilligt also schätzen Sie dein Restleisungsvermögen mit 6 und mehr Stunden auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ein als DRV und daran hält sich jetzt auch die AfA, soweit sie davon Kenntnis erlangt. Du hast es der AfA ja auch mitgeteilt, dass LTA bewilligt wurde. Du musst somit der Arbeitsmarkt jetzt auch zur Verfügung stehen. Die AfA wird aber nichts machen, da Sie wegen allem an die DRV verweisen wird. Was die reine Vermittlung angeht haben Sie sich an das vorliegende Leistungsbild der DRV zu halten.

Die AfA wird weiterhin Arbeitslosengeld zahlen bis zum Auslaufen des Anspruches.
 

Phonodromer

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Die DRV hat LTA dem Grunde nach bewilligt also schätzen Sie dein Restleisungsvermögen mit 6 und mehr Stunden auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ein als DRV und daran hält sich jetzt auch die AfA, soweit sie davon Kenntnis erlangt. Du hast es der AfA ja auch mitgeteilt, dass LTA bewilligt wurde. Du musst somit der Arbeitsmarkt jetzt auch zur Verfügung stehen. Die AfA wird aber nichts machen, da Sie wegen allem an die DRV verweisen wird. Was die reine Vermittlung angeht haben Sie sich an das vorliegende Leistungsbild der DRV zu halten.

Die AfA wird weiterhin Arbeitslosengeld zahlen bis zum Auslaufen des Anspruches.
Aber so bürokratisch, wie ich das alles einschätze müsste die AFA dann doch die Bewilligung des ALG1 Anspruches wegen Nahtlosigkeit aufgrund meines jetzt erhöhten Restleistungsvermögens aufheben und ich dann einen neuen Antrag auf "normales" ALG1 stellen oder wird das automatisch umgewandelt?
 

saurbier

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Nein die AfA wird vorläufig gar nichts machen, wozu auch, hat sie sich doch durch § 145 SGB III bereits einen Erstattungsanspruch gegenüber der DRV für den Fall der Fälle gesichert (§§102-107 SGB X). Heißt wenn du eine LTA antrittst - was auch immer - und damit aus dem Leistungsbereich der AfA raus fällst, bekommst du von der DRV ein Übergangsgeld für die Dauer der Maßnahme. Nur bedenke LTA kann vieles sein und muß nicht unbedingt in einer Umschulung münden, noch weniger in eine vielleicht gewünschte.

Das mit der Vermittlung ist doch mumpitz, dazu müßte man mal tief in die ganzen Gesetze einsteigen. Zuerst einmal gilt bereits bei der AfA die 15-Wochenstundengrenze. Unterhalb steht man der Vermittlung erst gar nicht zur Verfügung und oberhalb würde man bereits als vermittelt gelten. Heißt wer eine Arbeit mit 15 Wochenstunden nachgeht, der ist für die AfA bereits in Arbeit vermittelt. Das bedeutet aber nicht das man ggf. Schulungsmaßnahmen ins Auge fassen könnte, sofern dieser die Gesundheit nicht entgegen steht.

Ganz nebenbei sollte man dann auch nicht den winzigen Unterschied bei der Bezeichung "für den allgemeinen Arbeitsmarkt" nicht außer Acht lassen. Jemand der für den allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, kann jede Arbeit ausführen, wer diesem aber nicht zur Verfügung steht kann halt nur eingeschrängt arbeiten. Hier wäre dann in deinem Fall eben mal die Frage ob dich der äD-Gutachter auch bezogen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für unter 3 Std./tägl. für mehr als 6 Monate Leistungsunfähig eingestuft hat.

Und auch sollte man nicht vergessen, weshalb steht im Antrag überhaupt das man sich mit oder eben nicht mit seinem Restleistungsvermögen nach äD-Gutachten der AfA zur Verfügung stellt. Nun macht man es nicht, gibt es kein ALG-I, so einfach macht es sich die AfA.

Und wie Doppeloma schon zu recht ausführte, nicht jeder im I-net veröffentliche Bericht ist unbedingt korrekt auch wenn es für den Laien den Eindruch erweckt. Dazu ist diese Thematik leider viel zu kompliziert und nicht umsonst streiten sich AfA und DRV oft genug um die Zuständigkeiten.

Wenn du hier mal ausnahmsweise Glück mit deiner AfA hast, daß man dich dort in Ruhe läßt ist es schön, aber dafür kann es diverse Gründe geben. Zwischenzeitlich gibt es zwischen AfA und DRV ja eine neuerliche Übereinkunft, wonach sich diese im Falle von § 145 SGB III vorab kurz schließen um einen vereinfachten Behördenablauf zu schaffen (ha ich träum). Wer weiß was die Herrschaften in deinem Fall da ggf. bereits nach deiner Antragsabgabe so telefonisch erörtert haben, von dem du gar nichts mit bekommst.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Zwischenzeitlich gibt es zwischen AfA und DRV ja eine neuerliche Übereinkunft, wonach sich diese im Falle von § 145 SGB III vorab kurz schließen um einen vereinfachten Behördenablauf zu schaffen (ha ich träum). Wer weiß was die Herrschaften in deinem Fall da ggf. bereits nach deiner Antragsabgabe so telefonisch erörtert haben, von dem du gar nichts mit bekommst.
Kannst die dazu näheres schreiben?
 

Phonodromer

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Nein die AfA wird vorläufig gar nichts machen, wozu auch
Das machen Sie ja jetzt schon schon weil sie mehrfach telefonisch mit mir versuchen Kontakt aufnehmen um über meine Verfügbarkeit u.s.w sprechen zu wollen. Das machen die ja nicht umsonst bzw. ohne Hintergedanken.

Heißt wenn du eine LTA antrittst - was auch immer - und damit aus dem Leistungsbereich der AfA raus fällst, bekommst du von der DRV ein Übergangsgeld für die Dauer der Maßnahme.
Es geht mir um die Zeit zwischen der Bewilligung und dem Antritt der ersten Maßnahme und nicht um die Zeit ab Beginn der ersten Maßnahme.
 

Doppeloma

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Hallo Phonodreamer,

Das machen Sie ja jetzt schon schon weil sie mehrfach telefonisch mit mir versuchen Kontakt aufnehmen um über meine Verfügbarkeit u.s.w sprechen zu wollen. Das machen die ja nicht umsonst bzw. ohne Hintergedanken.
Dass du dich gar nicht telefonisch belästigen lassen musst, von der AfA wurde dir ja nun schon sehr früh mitgeteilt, was man dir am Telefon erzählen (oder entlocken) könnte ist sowieso (eigentlich) ohne jede rechtliche Relevanz, es gilt NUR was du schriftlich bekommst.
Es gab allerdings auch schon User, wo man am Telefon verstanden haben wollte, dass sie sich selbst gar nicht für Vollzeit vermittelbar gesehen haben und sie bekamen das auch schnell schriftlich in einen Änderungsbescheid.
Wegen Einschränkung ihrer "Verfügbarkeit" auf z.B. 30 oder 20 Wochenstunden (am Telefon) wurde dann auch FIX das ALGI auf diese Teilzeit-Verfügbarkeit gekürzt. :icon_neutral:

Und schriftlich wirst du (vermutlich) bald eine Einladung bekommen, um mit dir über deine "berufliche Situation" zu sprechen und wohin man dich vielleicht bis zum Beginn einer DRV-Umschulung noch vermitteln könnte ...
Die Einschätzung vom ÄD (unter 15 Wochenstunden) gilt jetzt als überholt (wenn du darauf bestehen möchtest kürzt man dein ALGI auch gerne auf diese "Verfügbarkeit"), wer nicht Erwerbsfähig ist bekommt auch keine LTA angeboten und bewilligt, du weißt noch nicht mal was man wirklich mit dir vor haben könnte, es ist nicht sicher, dass es überhaupt eine Umschulung wird.

LTA "dem Grunde nach" bedeutet alles Mögliche, das wird sich ja erst in dem Beratungsgespräch erweisen, was man dir tatsächlich anbieten möchte und bezahlen wird ... bei Männe war es ein Zuschuß für einen AG der bereit ist ihn einzustellen "so wie er ist" und seine Einschränkungen bereit ist hinzunehmen ... es fand sich leider Keiner, dem es genügt hätte die laufende AU-Bescheinigung entgegen zu nehmen ...
Darum habe ich ja nach dem Ergebnis der DRV-Arbeits-Erprobung gefragt, schade dass du lieber "um des Teufels Bart" diskutierst als das mal zu beantworten. :icon_kinn:

An deinem Bescheid zum ALG I muss gar nichts geändert werden, ganz gleich was man dir dazu bei der AfA erzählen möchte (besonders vielleicht am Telefon), es gibt kein "anderes ALGI" (höchstens weniger, siehe oben) als du aktuell bekommst ... es ist völlig "schnurz" welchen Namen das "ALGI-Kind" so trägt, es ist nur wichtig, dass du dein Geld bekommst, also sei froh wennn sich daran nichts so leicht ändern lässt.

Es geht mir um die Zeit zwischen der Bewilligung und dem Antritt der ersten Maßnahme und nicht um die Zeit ab Beginn der ersten Maßnahme.
Dazu habe ich dir doch oben schon sehr eindeutig geantwortet, ALGI bekommst du NICHT länger, als es in deinem Bescheid geschrieben steht und wenn dein Leistungs-Anspruch an die AfA abgelaufen ist kannst du (bei Bedürftigkeit) nur noch ALG II / Hartz 4 beantragen, wenn deine DRV-Maßnahme immer noch nicht begonnen hat ...

Ob es überhaupt eine Maßnahme mit Anspruch auf Übergangsgeld geben wird von der DRV, erfährst du erst im DRV-Beratungsgespräch ... bis dahin hast du "Aussichten" auf "irgendeine" berufliche Förderung von der DRV.
Bewilligung dem Grunde nach bedeutet NICHTS "Bestimmtes", sondern nur, dass man einen Anspruch auf berufliche Förderung (LTA) zunächst mal anerkannt hat ...

MfG Doppeloma
 

Phonodromer

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Darum habe ich ja nach dem Ergebnis der DRV-Arbeits-Erprobung gefragt, ...
Mir wurde kein Ergebnis der Arbeitserprobung mitgeteilt, deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Da diese Erprobung aber Voraussetzung für die Bewilligung der LTA war, kann die ja nicht so schlecht ausgefallen sein.

schade dass du lieber "um des Teufels Bart" diskutierst als das mal zu beantworten. :icon_kinn:
Das hat nichts doch nichts mit "um des Teufels Bart dirkutieren" zu tun, wenn mir für mich wichtige relevante Dinge noch unklar sind.

Du schreibst ja auch noch viele Dinge die mir schon klar sind und nach denen ich gar nicht gefragt habe. Das ist sehr lieb von Dir, aber hilft mir bei meinen speziellen Fragen leider auch nicht wirklich weiter. Mir ist klar, dass LTA keine Zusage für eine Umschulung bedeutet u.s.w.
 

Doppeloma

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Hallo Phonodromer,

Mir wurde kein Ergebnis der Arbeitserprobung mitgeteilt, deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Da diese Erprobung aber Voraussetzung für die Bewilligung der LTA war, kann die ja nicht so schlecht ausgefallen sein.
Na-Ja, mich hätte so was schon interessiert, immerhin geht es ja um deine berufliche Zukunft und eine "Arbeits-Erprobung" wird eben nicht nur gemacht, um dir mit Sicherheit eine Umschulung zu bewilligen ... ich weiß, das klingt als würde ich dir das nicht gönnen ... ist aber nicht so, ich kenne nur die Arbeitsweisen und Tricks der DRV schon zu gut um zu wissen, dass man die Kosten für Umschulungen inzwischen meist lieber sparen möchte.

Es würde mich durchaus interessieren welche Berufsrichtung das sein wird und welche Aussichten auf Einstellung (genug Bedarf am Arbeitsmarkt ?) du da selber für sehen möchtest wenn du mal den Abschluss in der Tasche hast.

Das ist sehr lieb von Dir, aber hilft mir bei meinen speziellen Fragen leider auch nicht wirklich weiter.
Das verstehe ich nun wieder nicht ganz, du wolltest wissen wie deine weitere finanzielle Absicherung aussieht bis eine DRV-Umschulung mal beginnen könnte (und du dann Übergangsgeld bekommst) oder bin ich jetzt komplett falsch ???

Dazu habe ich dir bereits erklärt, dass es nach ALGI (gemäß deinem aktuellen Bescheid) NUR noch Leistungen aus dem SGB II (ALG II / Hartz 4) geben KANN wenn eine Umschulung (mit Zahlung von Übergangsgeld) bis dahin noch nicht begonnen hat ...
Das ist von der sozialen Notwendigkeit abhängig, das gibt es also nur wenn du nachweislich keine anderen finanziellen Mittel zur Verfügung hast, um deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Magst du das nicht lesen oder kannst du es wirklich nicht verstehen, die AfA zahlt nicht länger als dein Anspruch lt. aktuellem Bescheid auch besteht, egal ob mit oder ohne Umschulung ....

Bis zum Beginn meiner Umschulung dauerte es damals auch länger als mein Anspruch an die AfA (damals noch Arbeitsamt) war, ich bekam dann (bis zum Beginn) gar kein Geld mehr, weil mein Ehemann "genug" verdient hat ...

MfG Doppeloma
 
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