Nahtlosigkeit nach Aussteuerung - Wie soll ich mit Bewerbungen umgehen? Kann mich die AfA zwingen, meinen Job zu kündigen?

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Tabasamu

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe ihr könnt meine Fragen beantworten und meine Unsicherheit etwas abbauen.
Ich bin nach 18 Monaten Krankheit von der Krankenkasse ausgesteuert worden und habe dann bei der
Afa Alg1 beantragt. Mein Arbeitsverhältnis ist ungekündigt, mein Arbeitgeber muss für mich einen
leidensgerechten Arbeitsplatz einrichten, dies ist leider nach 21 Monaten Krankheit immer noch nicht
passiert. Ich habe einen Behindertenstatus von 30% bin aber von der Afa gleichgestellt.
Das Arbeitslosengeld 1 wurde mir ohne Probleme für 18 Monate genehmigt. Bisher hatte ich einen Termin
bei meinem Sachbearbeiter, der sehr verständnisvoll auf meine Situation reagiert hat. Nach nun 4 Monaten
bekomme ich von der Afa schriftliche Aufforderungen mich zu bewerben. Ich möchte weiterhin bei meinem
Arbeitgeber arbeiten, oder zumindest eine Lösung für die Auflösung meines Arbeitsverhältnisse erreichen.
Ich arbeite schon 20 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber, bin auf der Arbeitsstelle unheilbar krank geworden,
ich leide an einer Multiplen Chemikalien Unverträglichkeit und muss jetzt sehen, wie ich als Alleinversorger in
Zukunft durchkomme.
Nun meine erste Frage, wie soll ich in meinen Bewerbungen mit dem Thema Krankheit, Gleichstellung und
besondere Arbeitsbedinungen umgehen? Ich habe erst in 5 Wochen einen Termin bei meinem Sachbearbeiter
und soll mich jetzt auf diverse Stellen bewerben. Im ersten Gespräch teilte mir mein Sachbearbeiter mit, ich
darf in den Bewerbungsgesprächen nicht über meine Krankheit sprechen. Wie soll das funktionieren?
Meine zweite Frage ist, kann die Afa mich zwingen, meinen Job zu kündigen?

Vielen Dank schon mal im voraus.
Liebe Grüße Tabasamu
 

Kerstin_K

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mein Arbeitgeber muss für mich einen
leidensgerechten Arbeitsplatz einrichten, dies ist leider nach 21 Monaten Krankheit immer noch nicht
passiert.
Warum MUSS er das?
Nun meine erste Frage, wie soll ich in meinen Bewerbungen mit dem Thema Krankheit, Gleichstellung und
besondere Arbeitsbedinungen umgehen?
Das kommt ein bischen drauf an. Im Öffentlichen Dienst und bei grossen Abeitgebern bekommt man mit GdB ein Vorstellungsgespräch, Detil gehören aber wenn überhaupt nur ins Vorstellungsgespräch.
Im ersten Gespräch teilte mir mein Sachbearbeiter mit, ich
darf in den Bewerbungsgesprächen nicht über meine Krankheit sprechen.
Dafür solltest Du mal die Rechtsgrundlage verlangen. Wenn deine Erkrankung Auswirkungenauf Deine Arbeit hat, dann musst du diese sogar mitteilen, das wäre sonst ein Kündigungsgrund. Ausserdem hat der Rbeitgeber eien Füsorgepflicht. Das heiss, er darf dich gar nicht in einer Art und Weise Beschäftigen, die Deine Gesundheit schädigt.
Meine zweite Frage ist, kann die Afa mich zwingen, meinen Job zu kündigen?
Mal langsam, so wwit sind wir noch lange nicht. Hast der ärztliche Dienst schon dein Restleistungsvermögen festgestellt und wirde dir dieses Gutachten schon eröffnet? Die Auflagen aus diesem Gutachten sind zu beachten bei Vermittlungsvoschlägen.

wenn sich dann üeberhaupt ein Arbeitsplatzt findet, den du mit diene einschränkungen machen kannst, ist der nächste Punkt, dass es eine Arbeitgeber geben muss, der dich trotz deiner Einschränkungen beschäftigen möchte. ERst wenn diese unwahrscheinliche Fall eintritt, könnte man eventuell von Dir verlangen, das ruhende Arbeitsvehältnis zu kündigen. Der neue Arbeitgeber müsste dann auch noch die Kündigungsfriat abwarten. Das ist alles sehr unwahrscheinlich, dass das eintrott.Im Normalfall hat die AfA nichtmal passende leidensgereche Vermittlungsvorschläge.
 

Helga40

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Du betitelst dein Thema mit "Nahtlosigkeit". Wenn bei dir durch den MD der Agentur Erwerbsminderung festgestellt worden wäre und du unter die Nahtlosigkeit fallen würdest, bekämst du Alg, ohne verfügbar sein zu müssen, d. h., ohne dich bewerben zu müssen.

Von daher passen Titel und Fragestellung nicht zusammen. Würdest du bitte die notwendigen Fakten zu deinem Alg Bezug noch liefer.? Ergebnis Gutachten MD, Verfügbarkeitserklärung mit Restleistungsvermögen....?!
 

Doppeloma

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Hallo Tabasamu, :welcome:

Eine Bitte vorweg ...
Füge bitte in deine Beiträge zukünftig einige Absätze und Leerzeilen ein, das dient der Übersicht und man kann das besser lesen, es erspart auch manche Nachfrage weil man schnell was übersehen konnte in so einem kompakten "Text-Block" ...
Nutze die Vorschau um selbst zu prüfen, welchen Eindruck der Leser dann haben wird.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit ! :icon_daumen:

ch bin neu hier und hoffe ihr könnt meine Fragen beantworten und meine Unsicherheit etwas abbauen.
Ich bin nach 18 Monaten Krankheit von der Krankenkasse ausgesteuert worden und habe dann bei der
Afa Alg1 beantragt.

Soweit ja erst mal folgerichtiger Ablauf ... also vor ca. 4 Monaten wurdest du ausgesteuert ???

Mein Arbeitsverhältnis ist ungekündigt, mein Arbeitgeber muss für mich einen
leidensgerechten Arbeitsplatz einrichten, dies ist leider nach 21 Monaten Krankheit immer noch nicht
passiert. Ich habe einen Behindertenstatus von 30% bin aber von der Afa gleichgestellt.

Wer hat bestimmt, dass dein AG das "muss", gibt es denn (aus deiner persönlichen Sicht) diese Möglichkeit überhaupt ?
Wenn das nachweislich gar nicht geht (weil es keine leidensgerechte Tätigkeit gibt für dich bei diesem AG), dann "muss" dein AG auch nicht und kann dich mit Zustimmung des Integrations-Amtes trotzdem entlassen.

21 Monate sind ja schon eine ziemlich lange Zeit um dazu Regelungen zu finden, wenn sie denn möglich wären ... :icon_kinn:

Das Arbeitslosengeld 1 wurde mir ohne Probleme für 18 Monate genehmigt. Bisher hatte ich einen Termin
bei meinem Sachbearbeiter, der sehr verständnisvoll auf meine Situation reagiert hat.

Der Anspruchsdauer folgend bist du bereits Ü 55 und es wäre interessant zu lesen, wie du denn selbst die Möglichkeiten einschätzen würdest, bei deinem AG wieder arbeiten zu können, gibt es denn überhaupt schon irgendwelche Ideen / Planungen dazu ???

Nach nun 4 Monaten bekomme ich von der Afa schriftliche Aufforderungen mich zu bewerben. Ich möchte weiterhin bei meinem
Arbeitgeber arbeiten, oder zumindest eine Lösung für die Auflösung meines Arbeitsverhältnisse erreichen.

Bei deinem AG wieder zu arbeiten scheint ja eher eine Wunschvorstellung zu bleiben, dein Arbeitsverhältnis selber "aufzulösen" solltest du besser ganz schnell vergessen, hat dir dein AG solche "Angebote" schon gemacht ???
Das würde ja eher nicht für besondere Bemühungen deines AG, um einen passenden Arbeitsplatz sprechen ...

Für die freiwillige Aufgabe deines Arbeitsplatzes (Eigenkündigung / Aufhebungsvertrag) erwartet dich bei der AfA dann eine Leistungssperre (§ 159 SGB III) von 12 Wochen, wenn man das (bei der AfA) verlangen würde, möchtest du das bitte schriftlich vom SB haben (wirst du wohl nicht bekommen).

Dein Wunsch dort vielleicht wieder zu arbeiten ist aber für die AfA aktuell auch nicht relevant, als Hindernis dich vermitteln zu wollen ... du musst dich auch Vermittlungsbereit zeigen, sonst kann man das ALGI einstellen.
Wenn es schon möglich wäre würdest du ja dort wieder arbeiten gehen und kein ALGI mehr benötigen, die AfA zahlt kein "Ersatz-Krankengeld". :icon_evil:

Bist du vom Med. Dienst der AfA untersucht worden, wurde ein ÄD-Gutachten erstellt (wenigstens nach "Aktenlage") zu deiner "Restleistungsfähigkeit", das ist eigentlich vorgeschrieben nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld ???
Oder hat man bisher nur abgewartet, weil du von der (seit 21 Monaten) geplanten Umsetzung bei deinem AG erzählt hast und nun sind 4 Monate vorbei und du bist immer noch da und möchtest weiter ALGI beziehen ...

Für zumutbare Bewerbungen (gemäß § 140 SGB III) wäre aber zunächst mal dieses "Restleistungsvermögen" beim ÄD zu überprüfen und festzustellen, denn diese Forderungen müssen ja dann auch "leidensgerecht" sein, das hat ein Arbeitsvermittler aber medizinisch NICHT selbst zu beurteilen. :icon_evil:
Mit dem brauchst du gar nicht über deine Gesundheits-Probleme zu sprechen (dass es wohl welche geben wird besagt ja schon dein GdB samt Gleichstellung und die Tatsache der Aussteuerung aus dem Krankengeld), das geht NUR einen Arzt was an und der sitzt für die AfA beim ÄD ... den Auftrag dich zu begutachten für die Arbeitsvermittlung, hat der SB dem ÄD zu erteilen ... wenn ihm solche Probleme auch nur bekannt werden.

Ich arbeite schon 20 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber, bin auf der Arbeitsstelle unheilbar krank geworden,
ich leide an einer Multiplen Chemikalien Unverträglichkeit und muss jetzt sehen, wie ich als Alleinversorger in
Zukunft durchkomme.

Und warum bitte bist du dann so "wild" darauf dort wieder arbeiten zu können ???

Hast du nach der langen Krankheit und in deinem Alter noch nie über einen Antrag auf EM-Rente nachgedacht, bist du während der AU mal in einer med. Reha gewesen, meist wird das ja von den KK schon gefordert wenn man länger Krankengeld beziehen muss ???

Nun meine erste Frage, wie soll ich in meinen Bewerbungen mit dem Thema Krankheit, Gleichstellung und
besondere Arbeitsbedinungen umgehen? Ich habe erst in 5 Wochen einen Termin bei meinem Sachbearbeiter
und soll mich jetzt auf diverse Stellen bewerben.

In Bewerbungen hat das ALLES gar nichts zu suchen, was sind denn das so für Vorschläge, haben die eine Rechtsfolgen-Belehrung, sind die überhaupt zumutbar nach § 140 SGB III ???


Entsprechen die deinem Ausbildungsstand, hast du die erforderlichen Kenntnisse / Erfahrungen die der AG dann erwartet, wirst du das entsprechende Einkommen (nach § 140) dort auch erzielen können, wie sind die Wegezeiten ???

In der Regel fehlt da sehr viel was passen müsste und bei dir fehlt schon mal die ärztliche Feststellung deines "Restleistungsvermögens" vom ÄD der AfA ...
Also dürfte das bisher (wahrscheinlich) ALLES als "unzumutbar nach § 140 SGB III" abzulehnen sein ... dafür genügt der handschriftliche Hinweis auf dem Zettel der dafür vorgesehen ist.

Einige genauere Angaben zu den VV (Vermittlungs-Vorschlägen), die du aktuell bearbeiten sollst wären also nicht schlecht, was OHNE RFB (Rechtsfolgenbelehrung) ist, kannst du gleich beiseite legen (eine Bewerbung wäre völlig freiwillig).

Hast du eine Eingliederungs-Vereinbarung (EGV) unterschrieben und dich damit zu einer Zahl X an Bewerbungen verpflichtet, in welche Berufsrichtungen sollst du dich denn bewerben wenn noch nicht mal geklärt ist, was dir gesundheitlich noch zumutbar wäre ... ???

Im ersten Gespräch teilte mir mein Sachbearbeiter mit, ich
darf in den Bewerbungsgesprächen nicht über meine Krankheit sprechen. Wie soll das funktionieren?

Ganz einfach indem du dazu NICHTS erzählst (weil es einen AG auch NICHTS angehen würde), ich glaube sowieso nicht daran, dass dich je ein AG überhaupt zum Gespräch einladen wird ...

Du hast so ziemlich Alles, was ein AG inzwischen NICHT mehr einstellen möchte, das beginnt schon mit deinem Geburtsdatum und wenn du ihm mitteilst wie lang deine Kündigungsfrist im bestehenden Arbeitsverhältnis sein wird, ehe du die neue Arbeit überhaupt aufnehmen könntest ...
Da sind deine weiteren (gesundheitlichen) Gründe gar nicht mehr erforderlich und die Gleichstellung brauchst du ohnehin NICHT anzugeben ... du sollst ja "neutral" nach deinen Kenntnissen und Erfahrungen vom AG "beurteilt" werden, ob du für die Stelle überhaupt geeignet sein könntest, hängt ja nicht (vorrangig) von deiner "Gleichstellung" ab.

Auf gesundheitlich ungeeignete Stellen bewirbt man sich gar nicht erst, das darf auch der Arbeitsvermittler NICHT verlangen ... darum muss ja diese Begutachtung beim ÄD erfolgen, sonst kann der SB das ja auch nicht wissen, was dir schon gesundheitlich unzumutbar wäre.

Damit sind keine Angaben zu Krankheiten gemeint, sondern eher die konkreten Einschränkungen, die sich daraus für berufliche Tätigkeiten ergeben.
Z.B. nicht lange Stehen / Gehen / Sitzen/ keine Schichtarbeit/ kein Leistungsdruck/ keine Arbeit im Freien / nicht der Witterung ausgesetzt / in zu warmen oder zu kalten Räumen oder eben auch Vermeidung von chemischen Belastungen besonders in deinem Falle.

Das sind NUR Beispiele und darüber bekommt der Vermittler dann einen Extra-Teil B vom ÄD der AfA, wo das drin zu stehen hat ... was du alles NICHT mehr machen darfst, bis dahin ist ALLES noch als "unzumutbar" zu betrachten und das brauchst du nicht mit den AG zu klären oder gar in Bewerbungen zu schreiben. :icon_evil:

Meine zweite Frage ist, kann die AfA mich zwingen, meinen Job zu kündigen?

Nein, das kann die AfA NICHT, wenn es tatsächlich mal eine vollkommen zumutbare Stelle geben sollte, dann wirst du dich allerdings bewerben müssen, das bedeutet ja noch lange nicht, dass der AG dich dann auch wirklich einstellen möchte ... meist wird man nicht mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen in deinem Alter und mit der (vermutlich langen) Kündigungsfrist ... :icon_evil:

Der Hinweis auf ein bestehendes Arbeitsverhältnis und die erforderliche Kündigungsfrist gehört "zum guten Ton" in einer Bewerbung, das darf dir auch der SB NICHT verbieten zu schreiben ... zudem geht es die SB gar nichts an was du in eine Bewerbung an den AG schreibst und was in einem (eventuellen) Vorstellungsgespräch dann besprochen wird.
Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass du deswegen deinen Job wirklich mal kündigen musst, weil dich ein anderer AG auch sicher einstellen wird ... das entscheiden auch immer noch die AG SELBER und NICHT die AfA. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Helga40,

Du betitelst dein Thema mit "Nahtlosigkeit". Wenn bei dir durch den MD der Agentur Erwerbsminderung festgestellt worden wäre und du unter die Nahtlosigkeit fallen würdest, bekämst du Alg, ohne verfügbar sein zu müssen, d. h., ohne dich bewerben zu müssen.

Ist ja auch korrekt der Titel, sie wurde aus dem Krankengeld ausgesteuert und da greift nun mal NUR die gesetzliche Sonderregelung (Nahtlosigkeit) nach § 145 SGB III, besonders wenn man (wie geschildert) sogar noch einen Arbeitsplatz hat.

Der ÄD der AfA hat bei ihr noch rein GAR NICHTS festgestellt (was auch aus dem Beitrag hervorgeht) und für die Feststellung von Erwerbsminderung ist nur die DRV zuständig, das wissen wir doch eigentlich beide ... :icon_kinn:
Der ÄD der AfA hat nur die aktuelle Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt zu prüfen, also die sogenannte "Restleistungsfähigkeit" für die Arbeitsvermittler festzustellen.

Dabei kann diese Leistungsfähigkeit unter 15 Wochenstunden liegen und es werden keine Bewerbungs-Bemühungen verlangt und ein Antrag auf Reha oder EM-Rente an die DRV wird schriftlich gefordert.
Es kann aber auch andere Leistungseinschätzungen vom ÄD geben, die durchaus auch zu Bewerbungsforderungen führen (je nach Temperament des SB), wenn man trotzdem ALGI beziehen möchte nach einer Aussteuerung, wird man sich "fügen" müssen.

Diese Begutachtung (nach einer Aussteuerung) zu beauftragen ist Angelegenheit der AfA / des Vermittlers und wurde bei der TE bisher offenbar versäumt, aus welchem tieferen Grund auch immer ...in der Regel wird das ja (bei Ausgesteuerten) als erste (und wichtigste) Maßnahme inzwischen bezeichnet, angeblich um überhaupt ALGI bekommen zu können ... :icon_kinn:

Von daher passen Titel und Fragestellung nicht zusammen. Würdest du bitte die notwendigen Fakten zu deinem Alg Bezug noch liefer.? Ergebnis Gutachten MD, Verfügbarkeitserklärung mit Restleistungsvermögen....?!

Titel und Fragestellung passen also hervorragend zusammen und deine Fragen wurden auch schon ALLE im ersten Beitrag beantwortet, soweit das der TE aus dem bisherigen Verlauf möglich war jedenfalls ...

bisher bekannte Fakten zusammengefasst

Sie bezieht seit rund 4 Monaten ALGI wegen Aussteuerung aus dem Krankengeld (= Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III)
Sie befindet sich noch im festen Arbeitsverhältnis und hat Sorge das (auf Forderung der AfA) kündigen zu müssen
Ihr Vermittler verlangt jetzt Bewerbungen, die sie in ca. 5 Wochen vorlegen soll (beim nächsten Termin) und versorgt sie reichlich mit VV
Ihre gesundheitlichen Einschränkungen soll sie den AG gegenüber NICHT erwähnen verlangt der Vermittler
Es gibt KEIN ÄD-Gutachten bisher also auch kein Ergebnis = "Restleistungsfähigkeit" nach der Aussteuerung ist bisher ungeklärt
Eine zumutbare Vermittlung kann also noch gar nicht erfolgen :icon_evil:

Eine separate "Verfügbarkeitserklärung mit Restleistungsvermögen" ist zumindest mir unbekannt ... bereits auf dem ALGI-Antrag stellt man seine vorhandene Leistungsfähigkeit (eventuell nach Begutachtung durch den ÄD) der Arbeitsvermittlung zur Verfügung.

Weitere Informationen warten wir am Besten einfach mal ab ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Helga40

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Ich widerspreche. Titel und Inhalt passen nicht zusammen, da ein Vermittler immer das Ergebnis der Feststellung des ÄD abwarten muss, er weiß nämlich nicht per se, ob überhaupt ein Restleistungsvermögen von über 3h/Tag gegeben ist. Und dass 4 Monate ohne diese Feststellung einfach Alg1 gezahlt wird, wage ich zu bezweifeln.

Warten wir also die Antwort der TE ab. Vielleicht interessiert sie sich ja noch für ihr Thema. Denn, obwohl sie gestern um 12:05 Uhr hier wohl online war (so sagt es jedenfalls das Profil), hat sie es ja nicht für nötig befunden, etwas zu beantworten.
 

saurbier

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Also wenn ich mir meinen aktuellen Zenober mit der AfA jetzt anschaue, dann müßte ich auf den TE bezogen auch zu dem Schluss kommen, das die AfA hier sehr wohl bereits den äD eingeschaltet hat bzw. hatte. Falls wirklich nicht, dann dürfte hier doch etwas arg schief gelaufen sein.

Bei mir z.B. machte der AfA SB ja bereits beim ersten Meldetermin das ALG-I vom äD Gutachten abhängig, weshalb man mir ja neben dem ALG-I Antrag gleich den Gesundheitsfragebogen mit ausdruckte, aber dennoch weigert man sich bis heute mir ALG-I zu zahlen.

Nun gut, neuerlich (05.08.) versucht man jetzt eine Entscheidung zum ALG-I damit begründen, daß der Einkommensnachweis nicht vorliegt, gleichwohl ich diese bereits per Einschreiben am 06.07. eingereicht habe und zugleich die handschriftliche Aussage der DRV SB - keine Leistung bezogen in 2019 über die Deutsche Rentenversicherung - damit widerlegt habe als das ich die Rentenbescheide (amtliche Dokumente) von 2012 - 2019 beigefügt hatte. Nichts desto trotz schreibt man jedoch dreist, daß man den Einkommensnachweis bei der DRV für die Zeit von 2011 - 2019 angefordert hat und legt mir gleichzeitig das Formular nochmals bei.

Meine schriftliche Beschwerde ans Kundenreaktionsmanagement endete in einer lapidaren Antwort nach welcher man vollkomen korrekt arbeitet. Nun bleibt abzuwarten was die Geschäftsführung unternimmt, wenngleich ich davon ausgehe das auch die alles als korrekt bewerten wird.

Mir zeigt der ganze Vorgang inzwischen, daß man mich mangels positiver Vermittlungsmöglichkeit (ü60, SchwerB, 7 Jahre aus Beruf) einfach versucht ans JC abzuschieben.

Bezogen auf den TE irgendwie schon etwas merkwürdig, allerdings kann ich ihn auch verstehen, wenn es hier um den Lebensunterhalt geht.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Helga40,

Ich widerspreche. Titel und Inhalt passen nicht zusammen, da ein Vermittler immer das Ergebnis der Feststellung des ÄD abwarten muss,

deine persönliche Ansicht sei dir unbenommen, "Widerspruch" geht sowieso nicht, ist ja kein amtlicher Bescheid sondern ein Forenbeitrag einer Hilfesuchenden. o_O
Was die Vermittler "müssen" und was sie wirklich machen sind oft genug zwei "verschiedene Schuhe" ... wenn offenbar bisher noch kein ÄD-Gutachten angefordert wurde, dann wird es auch noch keines geben können, meinst du nicht auch ???

Dazu sollte der TE ja dann auch schon was bekannt sein, es klingt aber nicht danach ...
Wann die TE sich in der Lage fühlt und antwortet sollte man auch ihr selbst überlassen, sie ist krank falls dir das entgangen ist ... da liest man sich auch mal was durch und überlegt in Ruhe was und wann man darauf antworten wird ... dein Beitrag klingt sehr vorwurfsvoll ...

Hier sind wir aber nicht bei der AfA oder beim JC, wo das der "normale Umgangston" zu sein scheint ... :icon_kinn:

Als neuer User würden mich deine Beiträge aktuell hier im Thema auch erst mal "abschrecken", so hilft man Niemandem, der schon von seinem AfA - Erlebnis völlig verunsichert ist. :icon_evil:

Dein "Widerspruch" wurde somit von mir gerade "als unzulässig" in der Sache abgelehnt ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo saurbier,

Mir zeigt der ganze Vorgang inzwischen, daß man mich mangels positiver Vermittlungsmöglichkeit (ü60, SchwerB, 7 Jahre aus Beruf) einfach versucht ans JC abzuschieben.

Wenn du den ersten Beitrag richtig gelesen hast sollte dir aufgefallen sein, dass von einer (eventuellen) Umsetzung beim vorhandenen AG geschrieben wurde ... bei der sich aber nun (4 Monate nach der Aussteuerung) nach insgesamt 21 Monaten AU auch NICHTS zu bewegen scheint. :icon_kinn:

Es ist nicht so selten und ungewöhnlich, dass dann auf die ÄD-Begutachtung verzichtet und der ausgesteuerte LE erst mal "in Ruhe" gelassen wird ... er soll ja (angeblich) bald beim AG wieder arbeiten können, wozu also viel Aufwand betreiben und erst den ÄD beschäftigen ???
Um eine Abschiebung an das JC geht es hier überhaupt NICHT, es geht wohl eher um die (inzwischen zerstörte) Hoffnung des Vermittlers, dass die TE ihre Arbeit bald wieder aufnehmen wird.

Also beginnt er (nach 4 Monaten "Geduld") Druck zu machen, damit er nicht doch noch (sehr verspätet) den ÄD einschalten muss ... "entweder die geht wieder zu ihrem AG zurück ODER sie muss eben eine andere Arbeit aufnehmen", wichtig ist NUR die AfA kann die Zahlungen wieder einstellen ...

Bezogen auf den TE irgendwie schon etwas merkwürdig, allerdings kann ich ihn auch verstehen, wenn es hier um den Lebensunterhalt geht.

Mir kommt da also gar nichts "merkwürdig" vor, das ist doch inzwischen an der Tages-Ordnung wenn es nach einer Aussteuerung noch einen Arbeitsplatz gibt, da wird doch schon regelmäßig (aber trotzdem unrechtmäßig) mindestens gefordert sich vom AG "bescheinigen" zu lassen, ob und wann man dort wieder arbeiten könne ... :icon_neutral:

Es ist völlig EGAL, dass man ja gerade deswegen (nach der Aussteuerung) bei der AfA ist, weil das eben (aus Sicht der behandelnden Ärzte) NICHT geht (oder eben noch nicht wieder geht), man behauptet einfach es muss vom AG ausgefüllt werden, sonst gibt es kein Geld ...
WARUM bitte klärt die AfA das nicht SELBER ???

Weil sie es rechtlich gar nicht DARF ... und der AG das auch nicht "bescheinigen" MUSS
... den Antragstellern wird damit trotzdem "die Hölle heiß gemacht" und sein Lebensunterhalt / die KV bedroht wie du durchaus richtig erkannt hast ...
Was die TE beschreibt ist doch nur eine "Variante" davon, nun ist die Geduld der AfA / des SB aber nach 4 Monaten langsam am Ende ... auf die "Umsetzung" beim AG weiter zu warten.

Oben bemängelt @Helga40, dass die TE sich noch nicht geäußert habe, obwohl sie doch gestern Mittag im Forum war ...

Zu der Zeit gab es NUR ihren ersten Beitrag und die (wenig freundliche, eher sehr fordernde) Antwort von @Helga40 darauf ...

Was sollte sie dazu noch äußern wollen oder müssen, das diente doch eher der "Abschreckung" von Hilfesuchenden ???

Ich würde es bedauern, wenn die TE sich nun gar nicht mehr traut, weil ihr "der Ton hier zu rauh ist" aber ich könnte es nachvollziehen.

Deine persönliche Situation ist wirklich nicht "beneidenswert" aber es ist NICHT vergleichbar, mit dem was hier gefragt wurde ...
Die TE bekommt ja bereits ALGI gezahlt und hatte auch noch keine EM-Rente die letzten Jahre, sondern (angeblich) seit 21 Monaten Aussicht auf einen "angepassten" Arbeitsplatz bei ihrem AG.
Bitte bleibe mit deiner Problematik auch in deinem eigenen Thema ... das verwirrt eher noch mehr, wenn es um eine ganz andere Situation bei der Fragestellung geht ...

MfG Doppeloma
 

Tabasamu

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Erstmal vielen Dank an alle für die Antworten.

Ich hatte die letzten Tage schwierige Termine und noch keine Zeit auf alles zu antworten. Das werde ich schnellstmöglich nachholen.

Das Thema äD möchte ich kurz beantworten, es wurde direkt nach Arbeitslosmeldung ein ärztliches Gutachten nach Aktenlage erstellt. Laut diesem Gutachten bin ich vollschichtig leistungsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit qualitativen Einschränkungen. Was der Amtsarzt mit diesen qualitativen Einschränkungen meint, weiss ich leider nicht. Der Teil A des Gutachtens gibt darüber leider auch keinen Aufschluss.

Liebe Grüße Tabasamu
 

Tabasamu

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Erstmal vielen Dank an alle für die Antworten.

Ich hatte die letzten Tage schwierige Termine und noch keine Zeit auf alles zu antworten. Das werde ich schnellstmöglich nachholen.

Das Thema äD möchte ich kurz beantworten, es wurde direkt nach Arbeitslosmeldung ein ärztliches Gutachten nach Aktenlage erstellt. Laut diesem Gutachten bin ich vollschichtig leistungsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit qualitativen Einschränkungen. Was der Amtsarzt mit diesen qualitativen Einschränkungen meint, weiss ich leider nicht. Der Teil A des Gutachtens gibt darüber leider auch keinen Aufschluss.

Liebe Grüße Tabasamu
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Vielen Dank an Doppeloma, du hast wahre Worte gesprochen, auf den Ton von Helga40 habe ich absolut keine Lust,
dieses Verhalten dient definitiv nur der Abschreckung, hilft aber keinem, der seit 21 Monaten unheilbar krank ist und
vor Verzweiflung nicht weiß, wie es in Zukunft weiter gehen soll. Dieser harte Ton passt überhaupt nicht in ein Forum,
wo es um sehr ernste Lebenssituationen geht.

Ich werde alle Fragen beantworten, mittlerweile sind es sehr viele.

Liebe Grüße
Tabasamu

Du betitelst dein Thema mit "Nahtlosigkeit". Wenn bei dir durch den MD der Agentur Erwerbsminderung festgestellt worden wäre und du unter die Nahtlosigkeit fallen würdest, bekämst du Alg, ohne verfügbar sein zu müssen, d. h., ohne dich bewerben zu müssen.

Von daher passen Titel und Fragestellung nicht zusammen. Würdest du bitte die notwendigen Fakten zu deinem Alg Bezug noch liefer.? Ergebnis Gutachten MD, Verfügbarkeitserklärung mit Restleistungsvermögen....?!

Es passt alles zusammen, ich bin nach Aussteuerung in der Nahtlosigkeitsregelung und beziehe Alg1.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Ich widerspreche. Titel und Inhalt passen nicht zusammen, da ein Vermittler immer das Ergebnis der Feststellung des ÄD abwarten muss, er weiß nämlich nicht per se, ob überhaupt ein Restleistungsvermögen von über 3h/Tag gegeben ist. Und dass 4 Monate ohne diese Feststellung einfach Alg1 gezahlt wird, wage ich zu bezweifeln.

Warten wir also die Antwort der TE ab. Vielleicht interessiert sie sich ja noch für ihr Thema. Denn, obwohl sie gestern um 12:05 Uhr hier wohl online war (so sagt es jedenfalls das Profil), hat sie es ja nicht für nötig befunden, etwas zu beantworten.
Ich finde deine Äusserungen total unverschämt, wieso nimmst du dir herhaus zu beurteilen, ob ich mich noch für mein Thema interessiere, oder nicht? Was soll diese unverschämte Bemerkung, daß ich gestern online war und nicht für nötig gefunden habe, etwas zu beantworten.

Auf deine Statements kann ich gerne verzichten, die helfen mir null weiter.

LG Tabasamu
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

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Auch, wenn es dir null weiterhilft: es passt nicht zusammen, denn du bist eben nicht in der Nahtlosigkeit, weil der ÄD Leistungsfähigkeit festgestellt ("Laut diesem Gutachten bin ich vollschichtig leistungsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit qualitativen Einschränkungen") hat. Daher verlangt man von dir Verfügbarkeit, d. h.: um Alg zu bekommen, musst du bereit sein, Arbeit anzunehmen und dementsprechend auch welche zu suchen. Denn aus irgendeinem Grund sieht der ÄD deine Gesundheit nicht so wie du.

Wärest du ein Nahtlosigkeitsfall, hätte der ÄD ein Leistungsvermögen von unter 3h/Tag feststellen müssen, dann gäbe es ohne Verfügbarkeit Alg 1. Und das ist Nahtlosigkeit.
 

HermineL

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Wärest du ein Nahtlosigkeitsfall, hätte der ÄD ein Leistungsvermögen von unter 3h/Tag feststellen müssen, dann gäbe es ohne Verfügbarkeit Alg 1. Und das ist Nahtlosigkeit.
Hier kann ich Helga nur zustimmen. Wenn du vollschichtig leistungsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit qualitativen Einschränkungen bist liegt keine Nahtlosigkeit vor. Du bekommst ganz normales ALG 1 und stehst der Vermittlung normal zur Verfügung. Lediglich deine Einschränkungen müssen bei der Vermittlung berücksichtigt werden.

Bist du denn derzeit Arbeitsunfähig geschrieben ?
 

Tabasamu

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Soweit ja erst mal folgerichtiger Ablauf ... also vor ca. 4 Monaten wurdest du ausgesteuert ???

Ja, vor 4 Monaten wurde ich ausgesteuert.

Wer hat bestimmt, dass dein AG das "muss", gibt es denn (aus deiner persönlichen Sicht) diese Möglichkeit überhaupt ?
Wenn das nachweislich gar nicht geht (weil es keine leidensgerechte Tätigkeit gibt für dich bei diesem AG), dann "muss" dein AG auch nicht und kann dich mit Zustimmung des Integrations-Amtes trotzdem entlassen.

21 Monate sind ja schon eine ziemlich lange Zeit um dazu Regelungen zu finden, wenn sie denn möglich wären ... :icon_kinn:

Ja, aus meiner Sicht gibt es die Möglichkeit schon, man könnte mich im HomeOffice arbeiten lassen, wenn man wollte, aber leider will der Arbeitgeber nicht.

Der Anspruchsdauer folgend bist du bereits Ü 55 und es wäre interessant zu lesen, wie du denn selbst die Möglichkeiten einschätzen würdest, bei deinem AG wieder arbeiten zu können, gibt es denn überhaupt schon irgendwelche Ideen / Planungen dazu ???

Ich bin 56 Jahre alt. Es gibt noch keine brauchbaren Ideen. Mein Anwalt fordert einen leidengerechten Arbeitsplatz ein, bisher leider ohne Erfolg.

Bei deinem AG wieder zu arbeiten scheint ja eher eine Wunschvorstellung zu bleiben, dein Arbeitsverhältnis selber "aufzulösen" solltest du besser ganz schnell vergessen, hat dir dein AG solche "Angebote" schon gemacht ???
Das würde ja eher nicht für besondere Bemühungen deines AG, um einen passenden Arbeitsplatz sprechen ...

Mein Chef wollte, dass die Firma mir eine Abfindung anbietet, das hat die Firma mit der Begründung "wir haben kein Geld" abgelehnt. Ich kann gerne aufhören, Geld gibt es keines, das hat die Personalchefin meinem Anwalt mitgeteilt.

Für die freiwillige Aufgabe deines Arbeitsplatzes (Eigenkündigung / Aufhebungsvertrag) erwartet dich bei der AfA dann eine Leistungssperre (§ 159 SGB III) von 12 Wochen, wenn man das (bei der AfA) verlangen würde, möchtest du das bitte schriftlich vom SB haben (wirst du wohl nicht bekommen).

Darüber weis ich Bescheid.

Dein Wunsch dort vielleicht wieder zu arbeiten ist aber für die AfA aktuell auch nicht relevant, als Hindernis dich vermitteln zu wollen ... du musst dich auch Vermittlungsbereit zeigen, sonst kann man das ALGI einstellen.
Wenn es schon möglich wäre würdest du ja dort wieder arbeiten gehen und kein ALGI mehr benötigen, die AfA zahlt kein "Ersatz-Krankengeld". :icon_evil:

Bist du vom Med. Dienst der AfA untersucht worden, wurde ein ÄD-Gutachten erstellt (wenigstens nach "Aktenlage") zu deiner "Restleistungsfähigkeit", das ist eigentlich vorgeschrieben nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld ???

Es wurde ein Gutachten nach Aktenlage erstellt.

Oder hat man bisher nur abgewartet, weil du von der (seit 21 Monaten) geplanten Umsetzung bei deinem AG erzählt hast und nun sind 4 Monate vorbei und du bist immer noch da und möchtest weiter ALGI beziehen ...

Für zumutbare Bewerbungen (gemäß § 140 SGB III) wäre aber zunächst mal dieses "Restleistungsvermögen" beim ÄD zu überprüfen und festzustellen, denn diese Forderungen müssen ja dann auch "leidensgerecht" sein, das hat ein Arbeitsvermittler aber medizinisch NICHT selbst zu beurteilen. :icon_evil:
Mit dem brauchst du gar nicht über deine Gesundheits-Probleme zu sprechen (dass es wohl welche geben wird besagt ja schon dein GdB samt Gleichstellung und die Tatsache der Aussteuerung aus dem Krankengeld), das geht NUR einen Arzt was an und der sitzt für die AfA beim ÄD ... den Auftrag dich zu begutachten für die Arbeitsvermittlung, hat der SB dem ÄD zu erteilen ... wenn ihm solche Probleme auch nur bekannt werden.

Der äD hat mich voll arbeitsfähig eingestuft, mit qualitativen Einschränkungen, was auch immer das bedeutet.

Und warum bitte bist du dann so "wild" darauf dort wieder arbeiten zu können ???

Ich tu mich sehr schwer, meinen guten Job aufzugeben, mein AG könnte mich von zu Hause aus arbeiten lassen.
Ich werde keinen neuen Job mehr finden.

Hast du nach der langen Krankheit und in deinem Alter noch nie über einen Antrag auf EM-Rente nachgedacht, bist du während der AU mal in einer med. Reha gewesen, meist wird das ja von den KK schon gefordert wenn man länger Krankengeld beziehen muss ???

Ich denke schon lange über EM-Rente nach, diese wird sehr klein ausfallen, wenn sie überhaupt genehmigt wird.
Da meine Krankheit relativ unbekannt und komplex ist, kann das keiner richtig einstufen, wie krank ich wirklich bin.
Ich habe überall starke Probleme mein Recht durchzukämpfen, mit der Schwerbehinderung bin ich mittlerweile vor dem Sozialgericht, mit dem AG geht nichts voran, hier müssen wir jetzt klagen. Da meine Krankheit noch nicht in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen ist, muss ich alle Termine bei einem Prof. für Umweltmedizin und die täglichen Medikamte selbst bezahlen.

Nein, ich war nicht in Reha, da es in Deutschland keine Reha-Kliniken für Umweltkranke gibt.

In Bewerbungen hat das ALLES gar nichts zu suchen, was sind denn das so für Vorschläge, haben die eine Rechtsfolgen-Belehrung, sind die überhaupt zumutbar nach § 140 SGB III ???

Es sind Vorschläge passend zu meinem Beruf, ich bin Finanzbuchhalter.


Entsprechen die deinem Ausbildungsstand, hast du die erforderlichen Kenntnisse / Erfahrungen die der AG dann erwartet, wirst du das entsprechende Einkommen (nach § 140) dort auch erzielen können, wie sind die Wegezeiten ???

Ja, entsprechen meinem Ausbildungsstand, ja ich habe die erforderlichen Kenntnisse / Erfahrungen. Ob ich das entsprechende Einkommen dort erzielen kann, kann ich leider noch nicht beantworten.
Das Problem ist, das ich eine duftstofffrei Umgebung brauche, d.h. Kollegen mit Parfum, Kosmetik, Pflegeprodukte,
Waschpulver, Weichspüler etc. belasten meine Gesundheit sehr und ich bekomme massive körperliche Probleme.

I
n der Regel fehlt da sehr viel was passen müsste und bei dir fehlt schon mal die ärztliche Feststellung deines "Restleistungsvermögens" vom ÄD der AfA ...
Also dürfte das bisher (wahrscheinlich) ALLES als "unzumutbar nach § 140 SGB III" abzulehnen sein ... dafür genügt der handschriftliche Hinweis auf dem Zettel der dafür vorgesehen ist.

Einige genauere Angaben zu den VV (Vermittlungs-Vorschlägen), die du aktuell bearbeiten sollst wären also nicht schlecht, was OHNE RFB (Rechtsfolgenbelehrung) ist, kannst du gleich beiseite legen (eine Bewerbung wäre völlig freiwillig).

Ich habe keine RFB bekommen.

Hast du eine Eingliederungs-Vereinbarung (EGV) unterschrieben und dich damit zu einer Zahl X an Bewerbungen verpflichtet, in welche Berufsrichtungen sollst du dich denn bewerben wenn noch nicht mal geklärt ist, was dir gesundheitlich noch zumutbar wäre ... ?



Ganz einfach indem du dazu NICHTS erzählst (weil es einen AG auch NICHTS angehen würde), ich glaube sowieso nicht daran, dass dich je ein AG überhaupt zum Gespräch einladen wird ...

Du hast so ziemlich Alles, was ein AG inzwischen NICHT mehr einstellen möchte, das beginnt schon mit deinem Geburtsdatum und wenn du ihm mitteilst wie lang deine Kündigungsfrist im bestehenden Arbeitsverhältnis sein wird, ehe du die neue Arbeit überhaupt aufnehmen könntest ...
Da sind deine weiteren (gesundheitlichen) Gründe gar nicht mehr erforderlich und die Gleichstellung brauchst du ohnehin NICHT anzugeben ... du sollst ja "neutral" nach deinen Kenntnissen und Erfahrungen vom AG "beurteilt" werden, ob du für die Stelle überhaupt geeignet sein könntest, hängt ja nicht (vorrangig) von deiner "Gleichstellung" ab.

Auf gesundheitlich ungeeignete Stellen bewirbt man sich gar nicht erst, das darf auch der Arbeitsvermittler NICHT verlangen ... darum muss ja diese Begutachtung beim ÄD erfolgen, sonst kann der SB das ja auch nicht wissen, was dir schon gesundheitlich unzumutbar wäre.

Das Gutachten sagt nichts über meine Probleme aus, fakt ist, ich darf keine Duftstoffe/Chemikalien einatmen, das steht im Befundbericht von meinem behandelnden Prof.

Damit sind keine Angaben zu Krankheiten gemeint, sondern eher die konkreten Einschränkungen, die sich daraus für berufliche Tätigkeiten ergeben.
Z.B. nicht lange Stehen / Gehen / Sitzen/ keine Schichtarbeit/ kein Leistungsdruck/ keine Arbeit im Freien / nicht der Witterung ausgesetzt / in zu warmen oder zu kalten Räumen oder eben auch Vermeidung von chemischen Belastungen besonders in deinem Falle.

Davon steht nichts im Gutachten des äD.



Moderationshinweis...

Zitat um Urheber und Quelle ergänzt. Bei Zitaten ist immer der Urheber und die Quelle (mind. Quelle) anzugeben. Weitere Hilfe zum richtigen zitieren kannst du hier finden: Richtiges Zitieren ! LG @HermineL



 

Doppeloma

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Hallo Helga40,

Wärest du ein Nahtlosigkeitsfall, hätte der ÄD ein Leistungsvermögen von unter 3h/Tag feststellen müssen, dann gäbe es ohne Verfügbarkeit Alg 1. Und das ist Nahtlosigkeit.

, das ist es eben NICHT, was man unter dem Begriff "Nahtlosigkeit" zu verstehen hat, der wird auch so im § 145 SGB III nicht beschrieben, der Begriff taucht da nicht mal auf ... :icon_evil:

Die Anwendung von § 145 SGB III ist auch nicht auf die völlige Leistungs-Unfähigkeit (unter 15 Wochenstunden übrigens korrekt für den ÄD der AfA) beschränkt, WANN bitte hast du das zuletzt mal nachgelesen im Gesetz ???

§ 145 SGB III soll als Sonderregelung einen Zahlungs-Ausfall / Versicherungslücken vermeiden wenn man nach der Aussteuerung immer noch in der Leistung eingeschränkt (also in der Regel weiter AU) ist, das Ausmaß der Einschränkungen ist dafür erst mal völlig irrelevant, das hat nämlich abschließend NUR die DRV zu prüfen.

Und bis dahin ist (bei bestehendem Anspruch aus eigenen Beiträgen) ALGI zu zahlen und zwar "NAHTLOS", DIREKT im Anschluss an die Krankengeldzahlungen OHNE WENN und ABER . :icon_dampf:
Darüber hat auch NICHT der AfA-ÄD zu entscheiden, ob das anders zu machen ist und im Übrigen KANN die TE schon deswegen gar kein "normales ALGI" beziehen, weil sie NICHT ARBEITSLOS ist ... wie sie ja auch schon im ersten Beitrag deutlich geschrieben hat, ist sie noch im festen Arbeitsverhältnis ...

Da hat man "normal" überhaupt keinen Anspruch auf ALGI. :icon_evil:

Alles andere sind nur unsaubere Tricks der AfA am Gesetz und dieser Sonderregelung vorbei zu handeln, um vielleicht irgendwie Geld sparen zu können ... :icon_neutral:

ALGI ist eine beitragsbasierte Versicherungsleistung / Lohnersatzleistung auf die VORRANGIG ein (persönlicher) Anspruch besteht nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld und die Bewilligung und Zahlung hat NAHTLOS zu erfolgen.
Mehr soll dieser Begriff gar nicht ausdrücken ... und diese zwingende "Nahtlosigkeit" (der zustehenden Geldleistungen) kann auch kein AfA-ÄD-Gutachten einfach außer Kraft setzen. :icon_evil:


Der ÄD stellt nur das sogenannte "Restleistungsvermögen" fest, mit dem man sich trotzdem IMMER der Vermittlung zur Verfügung stellen muss ... das liegt nicht "automatisch" für jeden Ausgesteuerten bei NULL (oder unter 15 Wochenstunden) ... :icon_evil:
§ 145 SGB III ist (als gesetzliche Sonderregelung extra dafür) trotzdem anzuwenden, allein schon wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld, jedenfalls wenn die Leistungsfähigkeit (zunächst mal ganz "allgemein" betrachtet) noch weiterhin eingeschränkt ist.

Da liegt leider auch @HermineL sehr falsch mit ihrer Ansicht ...

Klar ist die TE AU geschrieben, sonst müsste sie ja an ihren vorhandenen Arbeitsplatz zurück und dort wieder arbeiten ... was ja offenbar NICHT möglich ist gesundheitlich ... dann wäre sie ja nicht bei der AfA und würde ALGI beziehen (was der AfA natürlich sehr recht wäre) wegen der Aussteuerung (als sehr eindeutiger Fall nach § 145 SGB III) ...

Wie "realistisch" diese "ÄD-Gutachten" sind (meist nach "Aktenlage") sollte uns doch allen schon sehr bekannt sein ... :icon_kinn:
Ungefähr genau so realistisch wie eine tatsächliche Vermittlung eines Ausgesteuerten, mit angeblich vollem Leistungsvermögen ... o_O
Dafür müsste man wenigstens § 140 SGB III auch noch irgendwie "passend zurechtbiegen" können, denn noch gilt der auch für Ausgesteuerte bei der (versuchten) Vermittlung (und bei Bewerbungs-Forderungen) aber bitte immer auch unter Beachtung der gesundheitlichen Leistungs-Einschränkungen ...

MfG Doppeloma
 

HermineL

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Da liegt leider auch @HermineL sehr falsch mit ihrer Ansicht ...
Naja ob ich da so falsche liege bin ich mir nicht sicher. Wenn du dir das letzte Zitat am Ende des Beitrags durchliest wirst du feststellen das die Nahtlosigkeit Anwendung findet wenn das Leistungsvermögen wöchentlich unter 15 Stunden liegt. Das ist bei der TE aber nicht der Fall da der ÄD sie für vollschichtig einsetzbar hält.
Gleichlautend steht die auch in Abs. 1 des § 145 SGB III.
Laut diesem Gutachten bin ich vollschichtig leistungsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit qualitativen Einschränkungen.
Ich entnehme dieser Aussage aus dem Beitrag 10 des TE das hier ein Leistungsvermögen von über 6 Stunden vorliegt. Es wäre gut wenn man den genauen Wortlaut aus dem Gutachten kennen würde. Ansatzpunkt hier wäre die plötzliche Wunderheilung nach Aussteuerung die sehr unwahrscheinlich ist.

Aber vielleicht bin ich im Moment gerade betriebsblind und übersehe etwas.


Die Nahtlosigkeitsregelung findet Anwendung auf folgende Fälle:

  • Das Leistungsvermögen sieht nur noch Beschäftigungen von weniger als 15 Stunden wöchentlich vor ( sogenannte Kurzzeitgrenze von 15 Stunden) und die Erwerbsminderung ist durch den zuständigen Rententräger noch nicht festgestellt
  • Sinkt während eines laufenden ALG-1 Bezugs das Leistungsvermögen auf unter 15 Stunden und ist die Erwerbsminderung noch nicht festgestellt, so ist § 145 SGB III auch anzuwenden
  • bei teilweiser Erwerbsminderung wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit ( 15-30 Stunden wöchentlich) ist zu prüfen, ob der Arbeitsmarkt für den Versicherten verschlossen ist, ist der Arbeitsmarkt verschlossen, greift die Nahtlosigkeitsregelung.
Nahtlos das Arbeitslosengeld: Voraussetzung für den Anspruch
Die Voraussetzungen für die Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung sind:


  • 145 fingiert die Arbeitslosigkeit, wenn der Arbeitslose für mehr als 6 Monate in seiner Leistungsfähigkeit so gemindert ist, dass er keine Tätigkeit / Beschäftigung von mindestens 15 Stunden wöchentlich ausüben kann,
  • Das Direktionsrecht des Arbeitgebers aus dem bestehenden Arbeitsverhältnis wird nicht mehr ausgeübt,
  • Der Arbeitslose muss sich mit seinem Restleistungsvermögen ( bis 15 Stunden; nicht darüber) der Vermittlung durch die Bundesagentur zur Verfügung stellen= Arbeitsbereitschaft,
  • Der Versicherte muss sich persönlich Arbeitslos melden, in Ausnahmefällen auch durch einen Vertreter,
  • Die gesundheitlichen Einschränkungen sind durch entsprechende Nachweise zu belegen oder der BA eine Schweigepflichtsentbindungserklärung gegenüber den Ärzten vorzulegen,
  • Der Amtsarzt der BA holt Gutachten ein, ärztliche Stellungnahmen und entscheidet, ob die behauptete Leistungsminderung vorliegt
  • Der Versicherte oder sein Vertreter muss einen Antrag auf Leistungen der Arbeitsförderung stellen,
  • Erfolgt die Antragstellung durch einen Vertreter, ist die Bundesagentur verpflichtet eine Identitätskontrolle durchzuführen, entweder Hausbesuch oder Vorlage eines Personalausweises des Antragstellers ist notwendig,
  • Es muss eine mehr als 6 Monatige Leistungsminderung vorliegen: es wird auf den ersten Tag der Arbeitslosigkeit abgestellt,
  • Bestätigt der Amtsarzt die Minderung der Leistungsfähigkeit ( keine Beschäftigung oberhalb der 15 Stunden) , so ist die Nahtlosigkeit durchzuführen, eine vor der Antragstellung liegende Zeit dauerhafter Arbeitsunfähigkeit bis zur Aussteuerung (Ende Krankengeld) ist ein Indiz für die bestehende Leistungsminderung,
  • Antrag auf Reha bei der Rentenversicherung nach Aufforderung durch die Bundesagentur durch den Versicherten( zwingend) binnen 1 Monat.
Quelle: Nahtlos in die Arbeitslosigkeit
 

Doppeloma

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Hallo HermineL,

Wenn du dir das folgende Zitat durchliest wirst du feststellen das die Nahtlosigkeit Anwendung findet wenn das Leistungsvermögen wöchentlich unter 15 Stunden liegt. Das ist bei der TE aber nicht der Fall da der ÄD sie für vollschichtig einsetzbar hält.

Ich halte mich lieber an das Gesetz und nicht an die Interpretationen diverser Rentenseiten.

  • Die gesundheitlichen Einschränkungen sind durch entsprechende Nachweise zu belegen oder der BA eine Schweigepflichtsentbindungserklärung gegenüber den Ärzten vorzulegen,
    [*]Der Amtsarzt der BA holt Gutachten ein, ärztliche Stellungnahmen und entscheidet, ob die behauptete Leistungsminderung vorliegt
Kein Wort dazu, dass Schweigepflicht-Entbindungen freiwillig sind ... die Vorlage von "Nachweisen" übrigens auch ...
Der "Amtsarzt" holt Gutachten ein und ärztliche Stellungnahmen und entscheidet ... :icon_laber:

Wie wäre es denn mal mit einer persönlichen Untersuchung des Betroffenen ... da könnte man sich vielleicht ernsthaft ein Bild machen und dann erst Entscheidungen dazu treffen ... aber wer schaut seinen "Opfern" schon noch gerne ins Gesicht von dem "Amtsärzten" ... ???

Im Gesetz steht letztlich auch, dass die AfA das durch eine (ordentliche) "Begutachtung" zu prüfen hat (richtig) aber was wird denn meist geprüft ... irgendeine "Aktenlage" die keine echten Aussagen dazu erlaubt, die letzte Entscheidung dazu hätte die DRV zu treffen, auch das steht klar im Gesetz, NICHTS davon wird noch beachtet bei den AfA, nach einer Aussteuerung, Untersuchungen sind die Ausnahme aber Ablehnungen "der Nahtlosigkeit" (nach ÄD-Aktenlage) oft genug die Regel.

Ich habe auch langsam keine Lust mehr mich darüber weiter aufzuregen, sind ja MEINE Nerven und mich betrifft das doch ALLES gar nicht mehr ...

ALGI ist und bleibt trotzdem ein Vorrangiger Rechtsanspruch wenn man nach der Aussteuerung noch weiter krank ist und da ist es eigentlich völlig egal welchen Namen man dafür verwendet, um den betroffenen Leuten dieses Recht streitig zu machen ...
Wir sind eben nur solange was wert, wie fleißig Beiträge (in die angeblichen Sicherungs-Systeme) gezahlt werden ...

MfG Doppeloma
 

HermineL

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Hallo Doppeloma,

unabhängig was die Rentenseite dort schreibt oder nicht geht es mir um den Hinweis darauf das, dass Leistungsvermögen unter 15 Stunden liegen muss. Dies steht auch genauso im § 145 SGB III und die TE schreibt schon im Beitrag 10 das sie begutachtet wurde und vollschichtig einsetzbar ist. Ich verstehe das so das sie damit eindeutig über 15 Stunden liegt.
 

Beasterhasi

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Also der TE ist schon sehr lange krank AU geschrieben und Gleichgestellt.
Dem Arbeitgeber sollte diese Gleichstellung auch mitgeteilt werden, falls nicht schon geschehen.

Der Arbeitgeber hat eine Pflicht frühzeitig ein Präventionsverfahren ( hier ein Link für Bayern, anderorts heisst das nicht Inklusionsamt sondern Integrationsamt )
einzuleiten.

Auch muß der Arbeitgeber Dir ein BEM-Betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten wie jedem erkrankten AN der länger als 6 Wochen im Jahr krank ist.

Weiter hast Du die Möglichkeit bei deinem Arbeitgeber eine stufenweise Wiedereingliederung mit Hilfe Deines Arztes durchzuführen, soweit Du dich
gesundheitlich hierfür fit genug fühlst. Du hast einen Anspruch darauf und der Arbeitgeber muß in der Regel zustimmen.

Selbst kündigen auf gar keinen Fall. Da hast Du überall schlechte Karten ( ALG1 Sperre, selbst Verschuldung von Bedürftigkeit, Aufgabe von Rechten
gegenüber AG und vieles mehr )

Wichtig ist das BEM und ein Präventionsverfahren daß der AG auch weiss was geändert werden muß oder sollte an dem Arbeitsverhältnis und daß somit auch
externe Stellen wie Rentenversicherer, Integrationsamt, Intergrationsfachdienst ,Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung mit eingebunden werden
können um Hilfen zu erörtern wie ein zurückkommen an den Arbeitsplatz ermöglicht werden kann oder unterstützend geholfen werden kann.

Ich hoffe Da sind Hilfen für Dich dabei
lG
Hasi
 

Helga40

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Die Anwendung von § 145 SGB III ist auch nicht auf die völlige Leistungs-Unfähigkeit (unter 15 Wochenstunden übrigens korrekt für den ÄD der AfA) beschränkt, WANN bitte hast du das zuletzt mal nachgelesen im Gesetz ???


Nu ja, ziemlich oft in letzter Zeit:

(1) 1Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.

Der Rest erübrigt sich. Die Agentur geht aufgrund des Gutachtens von vollschichtiger Leistungsfähigkeit aus und erwartet daher sowohl die objektive als auch subjektive Verfügbarkeit.
 

saurbier

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Nun ja, so steht es nun mal im § 145 SGB III.

Nur wird hier leider zu gerne von der AfA die erforderliche ärztliche Begutachtung umgangen und da muß ich Doppeloma recht geben.

Der Vorgang der AfA basiert doch alleine aus kostengründen und der Arbeitserleichterung wegen aus einer Begutachtung nach Aktenlage nicht aber einer eigenständigen ärztlichen Begutachtung. Da arbeitet die AfA allzugerne mit vielen Tricks bis hin zur Schweigepflichtentbindung, welche im hier anzuwendenden § 62 SGB I gar nicht vorgesehen ist.

Wenn die AfA sich hier auf § 145 SGB III beruft, ja warum verfährt sie denn nicht nach § 62 SGB I, sondern kommt hier mit dem Argument die Betroffenen vor Doppeluntersuchungen schützen zu wollen und macht ihre Leistung dann von Schweigepflichtentbindungen abhängig.

Hier darf man wohl feststellen, daß die AfA einfach nicht daran interessiert ist ein für die DRV ggf. negatives Gutachten zu erstellen, denn das könnte in einem Prozeß ja als Argument Verwendung finden und dann der DRV wiederum schaden. Hier zeigt sich dann das wahre Gesicht unseres Sozialstaates.

Nichts anderes erlebe ich doch aktuell selbst bei meinem jetzigen ALG-I Antrag, der mit genau dieser fadenscheinigen Begründung hinaus gezögert wird.

Der äD will keine eigenständige Begutachtung nach § 62SGB I vornehmen und verlangt ganz einfach die aktuelle ärztliche Begutachtung der DRV, wenngleich bekannt ist das diese noch gar nicht vorliegt. Die AfA nutzt dies dann liebend gerne um abseits der eigenen Fachlichen Weisungen die Antragsbearbeitung bis auf weiteres abzulehnen und ich stehe damit sozusagen im Regen, oder wie.


Grüße saurbier
 

Helga40

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Objektiv = können (z. B. gesundheitlich oder zeitlich)
Subjektiv = wollen (Bereitschaft)

Hier mal an einem Urteil zur Nahtlosigkeit erklärt:

Den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit steht gemäß § 138 Abs. 5 SGB III aber nur zur Verfügung, wer u.a. eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben kann und darf (Nr. 1 – objektive Verfügbarkeit) und bereit ist, jede Beschäftigung im vorstehenden Sinne anzunehmen und auszuüben (Nr. 3 – subjektive Verfügbarkeit).

 
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