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Nahtlosigkeit § 145 SGB III aufgrund Lastenunterbrechung Krankengeld

Kessia

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Hallo liebe Community!

Auf meine Fragen zur Aussteuerung bin ich im Internet auf dieses Forum gestoßen und habe dazu hier sehr hilfreiche Informationen gewonnen :idea:

Um zukünftig mitreden zu dürfen und gemeinsam Erfahrungen auszutauschen, habe ich mich direkt in diesem Forum angemeldet.

Sollte ich jetzt in einem falschen Thread gelandet sein, bitte ich um Verschiebung meines Themas an die entsprechende Stelle. Recht vielen Dank dafür.

Ich fange mal so an:

Am 11.02.2019 erfolgt die Lastenunterbrechnung der Krankengeldzahlung durch die KK.
Im Internet habe ich erfahren, dass für mich ab dem 11.02.2019 die Nahtlosigkeitsregelung (§ 145 SGB III / ALG1) in Betracht kommt, obwohl ich in einem ungekündigtem/unbefristetem Arbeitsverhältnis stehe.

Also bin ich jetzt zur AfA und habe dort meinen Antrag auf ALG1 stellen und mir die entsprechenden Unterlagen aushändigen lassen wollen. Dies scheiterte, denn lt. SB habe ich den Bescheid von der KK zur Lastenunterbrechung ab dem 11.02.2019 nicht vorlegen können. Inzwischen hab ich mir den Bescheid von der KK angefordert und werde also erneut bei der AfA erscheinen.

Die SB von der AfA sagte mir aber schon einmal, dass ich auf jeden Fall zum ÄD der AfA muss.

Ich habe einen behandelnden (Haus)arzt, der mich aufgrund meiner Krankheit bislang AU-geschrieben hat. Wenn ich bislang alles richtig verstehe, entscheidet der ÄD aber über die Leisungsfähigkeit; richtig? 2 verschiedene Dinge also....

Nun meine Frage: Wann erfolgt diese Untersuchung beim ÄD und was wird dort gemacht? Ehrlich gesagt bin ich da nämlich nicht so begeistert drüber, da ich sehr schwer Vertrauen aufbauen kann und ich mich auch nicht jedem x-beliebigem Arzt offenbaren und anvertrauen möchte. Es fällt mir unheimlich schwer, einen anderen, mir völlig unbekannten, Arzt, an mich heranzulassen… Versteht ihr, wie ich das mein?

Ein Rentenantrag wurde bislang bei der DRV noch nicht eingereicht; wird aber aller Voraussicht nach im Januar erfolgen.

Nun meine zweite Frage, die mich mehr als alles andere beschäftigt: Ich las, dass der ÄD der AfA das ALG 1 nicht streichen kann, solange die DRV keine Entscheidung getroffen hat. Habe ich das richtig gelesen?
Warum muss ich dann also überhaupt zum ÄD?
Und wenn der ÄD mir das ALG1 (ich habe mir darüberhinaus diesen Anspruch sogar jahrelang erarbeitet!) streichen sollte, woher oder was für Leistungen beziehe ich dann ab dem 11.02.2019?
Ich werde ab dem 11.02.2019 weiterhin AU (Hausarzt) sein.

LG @all; Kessia
 

Kerstin_K

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Hallo Kessia, :welcome:

Das ist ja mal eine ganz neue Variante. Normal findet die afA das ganz toll, wenn man so früh kommt und fängt dann schon an zu nerven.

Ich vermute mal, dass, wass Du Lastenunterbrechung nennst, ist die Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Den Bescheid dazu bekommst Du automatisch, den muss man nicht extra anfordern. Aber jetzt kan die Karnkenkasse den noch gar nicht ausstellen, bis dahin könntest Du ja noch gesund werden. Reicht Deine AUB überhaupt bis dahin?

Wenn Du Anfang febuara zu AfA gehst, reicht das. Geld gibt es sowieso erst am Monatsende.

Wir haben hier extra ei Unterforum für diese ALG I nach Aussteuerung aus dem Krankengeld Fälle. Ich habe die Moderation bereits gebeten, Deinen Thread dahin zu veschieben, da findetst Du dann auch ganz viele Antworten auf Deine Fragen.

Vor der Begutachtung durch den ärztlichen Dienst musst Du keine Angst haben. Das passiert sowieso meist nach Aktenlage.

Achte bitte auf folgendes: Das Ausfüllen von Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen ist freiwillig. Viel besser st es meistens, wenn Du stattdessen einige aussagekräftige Befundberichte in Kopie dort hinschickst.

Es sollten keinerlei Unterlagen mit medizinischen Iformationen über den Schreibtisch Deines SB laufen. Das schickst Du bitte alles direkt zum ärztlichen Dienst oder gbst es direkt dort ab, oft sitzen die im gleichen Haus.

Das gutachten des äD ist nicht leistungrelevant. Das heisst, es können die daraufhin keine Leistungen gestrichen werden.

Der äD stellt Dein Restleistungsvermögen fest. Die Vermittlungsfachkraft bekommt dann mitgeteilt, was Du trotz Deiner erkrankung noch machen kannst. Aber keine Angst, Wir hatten hier noch keinen Ausgesteuerten, der tatsächlich in Arbeit vermittelt werden konnte.

Hier findest Du einen Musterantrag:

https://www.krank-ohne-rente.de/viewtopic.php?f=3&t=1751

Das Formular hat sich leicht geändert, aber das passt noch.

Wichtig ist auch, dass Du keine AU Bescheinigungen bei de AfA abgibst. Du riskierst sonst, nach sechs Wochen aus dem Bezug zu fliegen. Dar zwar eigentlich auch nict sein, aber manchmal wied es trotzdem versucht.
 

Kessia

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Besten Dank fürs Verschieben...ja hier ist die passendere Stelle :cheer2:

Huhu liebe Kerstin, thx für deine Post, die ich gleich beantworten möchte:


Ich vermute mal, dass, wass Du Lastenunterbrechung nennst, ist die Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Die KK nennt das so. Deshalb dacht ich, ich kann es auch so schreiben. :bigsmile:

Den Bescheid dazu bekommst Du automatisch, den muss man nicht extra anfordern. Aber jetzt kan die Karnkenkasse den noch gar nicht ausstellen, bis dahin könntest Du ja noch gesund werden.
Doch, gestern hab ich den zugeschickt bekommen. Als ich die angerufen hatte, meinten die, dass dieser Bescheid eh auf Montag (also den 18.12.) terminiert war....

Reicht Deine AUB überhaupt bis dahin?
Wie meinst du das? Also mein behandelnder Arzt schreibt mich bis dahin definitiv AU und die KK scheint ebenso davon auszugehen...

Wenn Du Anfang febuara zu AfA gehst, reicht das. Geld gibt es sowieso erst am Monatsende.
Und ich dachte, dass sei viel zu spät???
Hab mal was von einer 3-Monats-Frist (zwar nur in Bezug von Arbeitslosigkeit) gehört, aber man weiß ja nie, wie die Ämter das wieder so drehen. Nicht dass man hinterher seine Ansprüche verloren hat; deshalb dacht ich, gehste so zeitig wie möglich hin.
Auch will ich Ende Februar ja nicht ohne Geld dastehen...Miete usw. muss ja schließlich auch alles bezahlt werden...keine Ahnung, wie lange die AfA benötigt, um solche Anträge zu bearbeiten....

Vor der Begutachtung durch den ärztlichen Dienst musst Du keine Angst haben. Das passiert sowieso meist nach Aktenlage.
Na und dieser Begutachtungstermin muss ja dann auch noch irgendwie dazwischengequetscht werden....Also ich brauch Anfang März definiv Geld, um meine Miete usw. zu bezahlen.
Muss ich mich bei diesem Gutachtertermin nackig machen? Also ausziehen? Ich will das eigentlich alles nich. :sorry:

Achte bitte auf folgendes: Das Ausfüllen von Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen ist freiwillig. Viel besser st es meistens, wenn Du stattdessen einige aussagekräftige Befundberichte in Kopie dort hinschickst.
Besten Dank. Ja das mit der Schweigepflicht habe ich hier schon gelesen, werde ich auf jeden Fall umsetzen. Aber wieso Unterlagen hinschicken? Ich muss doch dort persönlich hin, dacht ich und da kann ich die Unterlagen ja direkt auch persönlich aushändigen.

Es sollten keinerlei Unterlagen mit medizinischen Iformationen über den Schreibtisch Deines SB laufen. Das schickst Du bitte alles direkt zum ärztlichen Dienst oder gbst es direkt dort ab, oft sitzen die im gleichen Haus.
Ja das bereitet mir sowieso schon alles Bauchaua. Nun haben wir ja eine solche schöne DSGV und natürlich will ich auf keinen Fall, dass die SB medizinische Informationen über mich erhält. Ganz klar. Da achte ich auch drauf.

Das gutachten des äD ist nicht leistungrelevant. Das heisst, es können die daraufhin keine Leistungen gestrichen werden
Ja das habe ich hier auch schon so oder ähnlich gelesen. Nur alles von der DRV zählt, richtig? Ich will das Gutachten auf jeden Fall ausgehändigt bekommen. Hab ich ein Recht darauf?
Und wann kann es bei der Afa wieder gelöscht werden? Das muss ich auch noch raus bekommen.

Der äD stellt Dein Restleistungsvermögen fest. Die Vermittlungsfachkraft bekommt dann mitgeteilt, was Du trotz Deiner erkrankung noch machen kannst.
Na Hauptsache, ich bekomm das auch mitgeteilt. ich möchte wissen, was man über mich schreibt und wie man mich beurteilt.

Hier findest Du einen Musterantrag:
Ja stelle sich einer vor, den hab ich schon entdeckt bei meiner Recherche im Internet und ihn mir schon runtergeladen :bigsmile: Zufälle gibts....:idea:

Wichtig ist auch, dass Du keine AU Bescheinigungen bei de AfA abgibst. Du riskierst sonst, nach sechs Wochen aus dem Bezug zu fliegen. Dar zwar eigentlich auch nict sein, aber manchmal wied es trotzdem versucht.
Okay, das finde ich sehr wesentlich. Welche AU-Bescheinigung sind hier gemeint? Die nach dem 11.02.2019, also ab Antragstellung?
 

saurbier

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Hallo Kessia,

zuerst mal herzliche Willkommen hier im Forum.

Also Kerstin_K hat dir ja schon vieles mitgeteilt, vielleicht mal etwas schrittweise.

Also zuerst einmal Lastenunterbrechnung gibt es nicht.

Das nennt sich Aussteuerung aus dem Krankengeld und muß dir seitens deiner Krankenversicherung (KV) rechtzeitig vor dessen Ende (4-8 Wochen) schriftlich mitgeteilt werden.

Dazu gilt aber vorsichtshalber selbst einmal nachzuprüfen, ob dieser Aussteuerungstermin überhaupt rechtlich zutreffend ist, also ob dir die Krankenkasse (KK) überhaupt die dir zustehende Krankengeldzahlung (KG) welche regelmäßig über 78 Wochen läuft (78 Wochen minus 6 Wochen Lohnfortzahlung) jetzt auch bewilligt hat, innerhalb einer Blockfrist von 3 Jahren. Dazu müßtest du dann Anhand deiner AUB prüfen ob diese in den letzten Monaten bzw. auch von anfang an durchgehend und alle mit der gleichen Diagnose versehen waren.

Meisten kommt es vor, daß jemand schon mal in der Vergangenheit mit einer Erkrankung AU geschrieben war/wurde und diese dann nach Wochen/Monaten oder gar Jahren erneut auftritt. Wenn dies dann der Fall ist, dann rechnen die KK gerne mal die AUB Zeiten zusammen, wobei sie es nicht immer so genau nehmen mit den jeweils vorliegenden Diagnosen als auch den AUB Zeiten. Zumal dies dann ja auch noch an die Blockfristen von jeweils 3 Jahren gekoppelt ist. (z.B. der Fall von Chistakoo zeigt dies wieder einmal deutlich auf)

Sollte dies bei dir jedoch alles stimmen, dann geht es weiter in den Überlegungen.

Sobald dir die KK nun den Aussteuerungsbescheid zugeschickt hat, gehst du mit diesem (natürlich in Kopie) zu deiner AfA und stellst dort persönlich den Antrag auf ALG-I nach Aussteuerung aus dem KG gemäß § 145 SGB III. Selbstredend kannst du den Antrag auch bereits zu Hause nach dem vorgegebenen Muster von Doppeloma ausfüllen.

Mach dir bitte unbedingt auch davon eine Kopie für deine eigenen Akten, wie von allen Anträgen!

Nun sollte der/die SB dir mitteilen das man dich zuerst zum ärztlichen Dienst der AfA zwecks Begutachtung schicken muß, was zumeist jedoch per Aktenlage erfolgt, weshalb die/der SB von dir sicherlich noch schnellstmöglich den ärztlichen Fragebogen und diverse Schweigepflichtendbindungen ausgefüllt und unterschrieben zurück zu ihren Händen haben will.

VORSICHT! Erstens, du brauchst dem/der SB keinerlei Unterlagen im Zusammenhang mit deiner Gesundheit weder vorzulegen noch zu übergeben. Egal was man dir sagt! Es handelt sich um höchst persönliche Unterlagen die der Schweigepflicht unterliegen und die deshalb nur dem ärztlichen Gutachter (äD-Gutachter) persönlich (gegen Unterschrift) oder per Einschreiben zu übergeben sind. Es spielt dabei keine Rolle was der/die SB wohlmöglich dazu behauptet. Der/die SB muß dir allerdings die Adresse des ärztlichen Gutachters mitteilen.

Es bleibt dir dabei überlassen ob du dem äD-Gutachter neben dem ärztlichen Fragebogen auch noch aktuelle Arztberichte beifügen möchtest, wie auch ggf. die eine oder andere Schweigepflichtendbindung. Du solltest dir aber immer im klaren sein, je mehr aktuelle Befunde (ggf. noch einen Reha-Entlassungsbericht wohlmöglich) dem äD-Gutachter vorliegen je genauere Kenntnis kann er von deinem Gesundheitszustand erlangen und entsprechend beurteilen. Wenn du die eine oder andere Schweigepflichtendbindung unterschreiben solltest, dann kürze dabei unbedingt die Nutzungsdauer auf max. 4 Wochen, ansonsten könnten die Herrschaften diese bis zu 3 Jahre anwenden. Stelle bitte keine Schweigepflichtendbindung für die DRV (Rentenversicherung) oder sonstige aus, denn mit denen braucht die AfA (Agentur für Arbeit) keinen Datenaustausch.

Der äD-Gutachter soll lediglich dein Leistungsvermögen für eine mögliche Arbeitsvermittlung prüfen und dazu reicht es wenn er über aktuelle ärztliche Befunde verfügen kann, falls er dies nur nach Aktenlage vornehmen will.

Bitte bedenke auch, du bist gemäß § 62 SGB I verpflichtet bei der ärztlichen Begutachtung mitzuwirken, also entweder du gehst dort persönlich hin (falls du keine Unterlagen zur Verfügung stellen willst, denn dies ist lt. Gesetz ja freiwillig) oder du übergibst dem äD-Gutachter die Unterlagen.

Das äD-Gutachten hat allerdings keine Auswirkungen auf deinen Leistungsbescheid, was so manche SB zumeist anders behaupten, lass dich also nicht über den Tisch ziehen. Solltes du zum Monatsende noch kein Geld bekommen haben, dann kannst du dies auch gemäß § 328 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3
SGB II oder nach § 43 SGB I schriftlich als Vorschuß einfordern.

Wichtig ist ebenfalls, daß du seitens deines Arbeitsgebers eine sogenannte Verdienstbescheinung schnellstmöglich erhälst du diese dem Antrag beifügst, denn anhand dessen kann die AfA deinen ALG-I Anspruch berechnen.

Im ALG-I Bescheid kreuzt du an, daß du dich mit deinem Restleistungsvermögen entsprechend dem äD-Gutachten der Arbeitsvermittlung zur verfügung stellst - dies ist sehr wichtig -.

Je nach Ausgang des äD-Gutachtens kann dies ggf. später Auswirkungen auf die Höhe deines ALG-I, falls du im ALG-I Antrag wohlmöglich irrtümlich oder gar wissentlich andere Arbeitszeiten angibst, denn danach richtet sich dann später auch das zu berechnende ALG-I für dich.

Als kleines Beispiel: solltest du ggf. eine 30Std./woche im Antrag angeben, dann wird sich dein ALG-I nicht nach deinem letzten Einkommen berechnen, sondern nur noch nach den o.g. von dir ja gewünschten 30Std./woche. Also immer daran denken: ich stelle mich mit meinem Restleistungsvermögen entsprechend dem äD-Gutachten der Vermittlung zur Verfügung.

Pass bitte auch auf, daß die der/die SB dabei wohlmöglich nicht irgendwelche Worte in den Mund legt!

Alles was dir der/die SB vorlegt nimmst du am besten zuerst mal mit nach Hause um dies dort dann in Ruhe zu prüfen, bevor du etwas unterschreibst, das ist dein RECHT.

Alles weiter sollte man dann gezielt beantworten, wenn du weitere Fragen hast.

Vorab mal ein schönes Weihnachtsfest und ein besseres neues Jahr 2019.

Ggf. wird sich auch noch Doppeloma hier mit weiteren Ratschlägen/Empfehlungen melden.



Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo Kessia,

Okay, das finde ich sehr wesentlich. Welche AU-Bescheinigung sind hier gemeint? Die nach dem 11.02.2019, also ab Antragstellung?
Die AU-Bescheingungen die du nach deiner Meldung bei der AfA von deinem behandelnden Arzt erhälst.

Eigentlich sollte ein davon ja an den noch vorhandenen Arbeitgeber gehen und eine weitere an deine Krankenkasse und die letzte verbleibt dann bei dir in den Akten.

Die AU-Meldung für die Krankenkasse ist wichtig für den Fall das die DRV später mal sehen will ob du auch fortlaufend AU bzw. in ärztlicher Behandlung warst, denn das kann ggf. für ein Rentenverfahren von Bedeutung werden.

Leider verfährt die DRV immer öfter nach dem Motto - wer nicht dauerhaft krank ist, der braucht auch keine Rente -.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Gutachten nach Aktenlage heisst, dass du gar nicht persönlich untersucht wirst, sondern der äD dein Restleistungsvermögen nur an Hand der vorliegenden Unterlagen feststellt.

Ob die Unterlagen dazu ausreichen oder ob der äD Dich noch persönlich sehen will, entscheiden die Ärzte sort selber, aber da eine persönlihe Untersuchung natürlich teuerer ist, versucht man das in der Regel zu vermeiden.

Das Gutachten besteht aus 2 Teilen: Teil A enthält die medizinischen Daten und bleibt bei äD. Du kannst Dir aber eine Kopie aushändigen lassen.

Teil B geht an Deune Vermittlungsfachkraft. Da steht so was drin wie nicht schwer heben, kein Publikumsverkehr, keine Schichtarbeit usw. AUch davon kannst Du dann eine Kopie bekommen.

Das Gutachen des äD ist nicht leistungsrelevant. Das bedeutet, dass Dein ALG 1 bewilligt werden kann, auch wenn das Gutachten des äD noch nicht fertig ist. Es gib AfAs, die das anders sehen, aber dagegen kann man sich wehren.

Wenn alles vorliegt, geht eine Bewilligung von ALG I schnell, meine AfA schafft sowas unnerhalb von einer Woche.

Da wie gesagt sowieso immer zum Monatsende gezahlt wird, reicht es aus, wenn Du Ende Januar/Anfang Februar dort hingehst. Das mit den drei Monaten gilt nur, wenn man sich normal arbeitssuchend meldet, weil man seine Arbit verloren hat.

Lass dich bitte auch nicht auf eine online-Antragstellung ein. Das passt für Aussteuerungsfälle nicht.

Und nochwas: Du musst nur postalisch für die AfA erreichbar sein. Die Angabe von eMail und Telefonnummer ist freiwillig.

PS: Sag mal, steht in dem Schreiben der KK vielleicht Leistungsunterbrechung?
 

Kessia

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Hallo sauerbier...besten Dank auch für deine Zeilen und Tips, auf welche ich auch direkt gleich eingehen möchte:


Also zuerst einmal Lastenunterbrechnung gibt es nicht.
Jup. Aber die KK hat dieses Wort mir gegenüber genau so gebraucht und nur deshalb hatte ich es hier auch benutzt. Inzwischen hab ich den Aussteuerungsbeschreid vorliegen und wie ich wieder in einem anderen Thread gelesen habe, empfiehlt es sich nichma, schon so zeitig bei der AfA aufzutauchen. 2 Bis zu 2 Wochen vor der Aussteuerung soll wohl ausreichend sein.......

Krankengeldzahlung (KG) welche regelmäßig über 78 Wochen läuft (78 Wochen minus 6 Wochen Lohnfortzahlung) jetzt auch bewilligt hat, innerhalb einer Blockfrist von 3 Jahren. Dazu müßtest du dann Anhand deiner AUB prüfen ob diese in den letzten Monaten bzw. auch von anfang an durchgehend und alle mit der gleichen Diagnose versehen waren.
Also ich hab exakt 6 Wochen Lohnfortzahlung und anschließend die 72 Wochen Krankengeld erhalten. Auf ein und dieselbe Diagnose.Es scheint diesbezüglich also alles korrekt gezahlt worden zu sein.


Nun sollte der/die SB dir mitteilen das man dich zuerst zum ärztlichen Dienst der AfA zwecks Begutachtung schicken muß, was zumeist jedoch per Aktenlage erfolgt, weshalb die/der SB von dir sicherlich noch schnellstmöglich den ärztlichen Fragebogen und diverse Schweigepflichtendbindungen ausgefüllt und unterschrieben zurück zu ihren Händen haben will
Na noch habe ich nix zum ausüllen bekommen, da ich diesen Aussteuerungsbescheid nicht hatte, hab ich ja auch nichma die üblichen Unterlagen zum ausfüllen erhalten. Den Aussteuerungsbescheid habe ich zwar jetzt, aber wie oben geschrieben, melde ich mich dann lieber doch erst um den 18.01. 2019 rum bei der AfA....


Es bleibt dir dabei überlassen ob du dem äD-Gutachter neben dem ärztlichen Fragebogen auch noch aktuelle Arztberichte beifügen möchtest, wie auch ggf. die eine oder andere Schweigepflichtendbindung
Ja das habe ich hier auch schon gelesen und das kommt mir auch sehr recht. Rechtliche Nachteile dürfen mir daraus auch nicht entstehen, wenn ich alles richtig verstanden habe. Ich werde abwägen, was ich alles einreiche. Danke sauerbier. Auch zu den Hinweisen zur Schweigepflicht.

Der äD-Gutachter soll lediglich dein Leistungsvermögen für eine mögliche Arbeitsvermittlung prüfen und dazu reicht es wenn er über aktuelle ärztliche Befunde verfügen kann, falls er dies nur nach Aktenlage vornehmen will.
Was bedeutet denn Leistungsvermögen nach "Aktenlage vornehmen"?? Also eigentlich will ich nur das mir zustehende ALG1 und mich nicht wirklich für meine KH rechtfertigen müssen. Also bitte nicht falsch verstehen, ich sehe ja ein, dass während einem ruhendem Arbeitsverhältnis Anträge geprüft werden müssen, aber wenn ich meine AU einreiche und das KK nun einmal nachweislich ausgelaufen ist, ist doch klar, dass ich auf die Nahtlosigkeit - so wie es das Gesetz vorsieht - zurückgreifen muss. Warum da nun noch ein Gutachten von der AfA und/oder dieses und jenes bei der AfA nachzuweisen ist, erschließt sich mir nicht wirklich....

Bitte bedenke auch, du bist gemäß § 62 SGB I verpflichtet bei der ärztlichen Begutachtung mitzuwirken, also entweder du gehst dort persönlich hin (falls du keine Unterlagen zur Verfügung stellen willst, denn dies ist lt. Gesetz ja freiwillig) oder du übergibst dem äD-Gutachter die Unterlagen.
ich werde da persönlich hingehen, denke ich.


Solltes du zum Monatsende noch kein Geld bekommen haben, dann kannst du dies auch gemäß § 328 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3
SGB II oder nach § 43 SGB I schriftlich als Vorschuß einfordern.
Sehr interessant. Und ja, diese Ängste habe ich wirklich. Ich las hier in einem Thread, da hat die SB mitgeteilt, dass es noch kein Geld gibt, weil der ÄD usw......Mit so einer Mitteilung wäre ich echt aufgeschmissen, da ich meine Rechnungen dann nicht bezahlen kann und ich in Verzug gerate. Deshalb wollt ich die Unterlagen etc. ja eigentlich schon beizeiten abgeben....Wann kann ich diesen Vorschuss also geltend machen? Wenn das ALG 1 nicht am 28.02.2019 eingegangen ist?

Wichtig ist ebenfalls, daß du seitens deines Arbeitsgebers eine sogenannte Verdienstbescheinung schnellstmöglich erhälst du diese dem Antrag beifügst, denn anhand dessen kann die AfA deinen ALG-I Anspruch berechnen.
Ja das ist alles bereits in Arbeit.

Je nach Ausgang des äD-Gutachtens kann dies ggf. später Auswirkungen auf die Höhe deines ALG-I, falls du im ALG-I Antrag wohlmöglich irrtümlich oder gar wissentlich andere Arbeitszeiten angibst, denn danach richtet sich dann später auch das zu berechnende ALG-I für dich.
Also ich bin schon sehr erstaunt .Ich dachte, man bekommt das ALG 1 nach seinem letzten Verdienst und nicht nach einem begutachteten Restleistungsvermögen :sorry: Mir fehlen fast die Worte....oder verstehe ich hier was falsch? Ich hoffe doch bei dem, was du nachfolgend als Beispiel angibst:

Als kleines Beispiel: solltest du ggf. eine 30Std./woche im Antrag angeben, dann wird sich dein ALG-I nicht nach deinem letzten Einkommen berechnen, sondern nur noch nach den o.g. von dir ja gewünschten 30Std./woche. Also immer daran denken: ich stelle mich mit meinem Restleistungsvermögen entsprechend dem äD-Gutachten der Vermittlung zur Verfügung.
Selbst wenn man das so ankreuzen sollte (aus Unwissenheit oder wie auch immer; klärt die AfA da eigentlich auf????), wäre ich immer noch davon ausgegangen, dass sich das ALG 1 nach dem letzten Verdienst richtet und der wurde bei mir berechnet auf eine 43h-Woche. Dieses Einkommen wird zur Leistungsberechnung herangezogen, nahm ich an. Und auf diesem Brutto wurde ja auch die Versicherung (Arbeitslosenversicherung) entrichtet. Wenn von dieser Lesitungsgrundlage dann aber einfach etwas runter gerechnet wird, find ich das, ehrlich gesagt, nicht gerecht. Denn niemand hat sich ja seine KH ausgesucht und niemand kann dafür, dass es Krankengeld nur befristet gibt...

Pass bitte auch auf, daß die der/die SB dabei wohlmöglich nicht irgendwelche Worte in den Mund legt!
Jap, da passe ich sehr auf. Aber das liegt bei mir eh in der Natur der Sache. :bigsmile:

Besten Dank sauerbier für alles und auch dir wünsche ich vorsorglich schonma ein besinnliches Weihnachtsfest und ein kraftvolles neues Jahr.
 

Kessia

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Nachschieb (hatte zuvor auf sauerbiers Post von 18:40 Uhr geantwortet, muss aber noch von den Mods freigegeben werden, heißt es….Hoffentlich gerät jetzt mit meiner Nachschiebpost nix durcheinander...:bigsmile:

Gutachten nach Aktenlage heisst, dass du gar nicht persönlich untersucht wirst, sondern der äD dein Restleistungsvermögen nur an Hand der vorliegenden Unterlagen feststellt.
Okay, sehr gut zu wissen und kommt mir auch sehr gelegen. Recht vielen Dank. Gut, dann schicke ich die entsprechenden Unterlagen mit der Post hin.

Das Gutachten besteht aus 2 Teilen: Teil A enthält die medizinischen Daten und bleibt bei äD. Du kannst Dir aber eine Kopie aushändigen lassen.
Wie erfahre ich denn von dem Gutachten, wenn Teil A beim ÄD verbleibt. Werde ich da angeschrieben, dass das Gutachten fertig ist und ich fordere dann eine Kopie (auch von Teil B) an?

Lass dich bitte auch nicht auf eine online-Antragstellung ein. Das passt für Aussteuerungsfälle nicht.
Hab ich schon gesehen. Denn solche Zugangsdaten haben die mir bereits mitgegeben. Der dortige Antrag ist ein ganz normaler Hauptantrag und hat nix mit § 145 SGB III zu tun.

PS: Sag mal, steht in dem Schreiben der KK vielleicht Leistungsunterbrechung?
Nö, da steht u.a., dass mein „Krankengeldanspruch spätestens am 10.02.2019 endet“ und dass ich „dieses Schreiben direkt nach Erhalt Ihrer Agentur für Arbeit“ vorlegen soll.

Die AU-Meldung für die Krankenkasse ist wichtig für den Fall das die DRV später mal sehen will ob du auch fortlaufend AU bzw. in ärztlicher Behandlung warst, denn das kann ggf. für ein Rentenverfahren von Bedeutung werden.
Sehr interessant. Ab dem 11.02.2019 (also nach Aussteuerung) gehen weitere AU-Bescheinigungen also zur KK? Wusste ich auch nicht. Notiz an mich: Keine AU-Bescheinigungen zur AfA. Alles klar.:bigsmile:
 

Curt The Cat

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Nachschieb (hatte zuvor auf sauerbiers Post von 18:40 Uhr geantwortet, muss aber noch von den Mods freigegeben werden, heißt es….Hoffentlich gerät jetzt mit meiner Nachschiebpost nix durcheinander...[...]
Warum also wartest Du das nicht ab ...?


:icon_wink:
 

Kessia

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Ja sorry, hab ich leider erst zu spät gesehen, da war mein zweiter Beitrag schon fertig. Hast recht, Curt The Cat, zukünftig werde ich erst nachschauen und dann posten. :idea:
 

Machts Sinn

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Also ich hab exakt 6 Wochen Lohnfortzahlung und anschließend die
72 Wochen Krankengeld erhalten. Auf ein und dieselbe Diagnose.
Es scheint diesbezüglich also alles korrekt gezahlt worden zu sein.
"korrekt" passt nur, wenn du vorher nie wegen derselben Krankheit
arbeitsunfähig warst. Der ununterbrochen Krankengeld-Bezug ist
bis zu 156 Wochen möglich.
 

Kessia

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Hm.
Also das mit den Blockfristen hab ich ehrlich gesagt noch nie wirklich richtig verstanden. Ende 2013/ Anfang 2014 war ich auf dieselbe Diagnose erkrankt wie derzeit und habe Krankengeld von der KK erhalten.
Ab September 2017 auf dieselbe Diagnose erneut Krankengeld und die Aussteuerung nun zum 11.02.2019.
Ich verstehe das alle so, dass ich einen Neuanspruch auf Krankengeld (hier die 72 Wochen) auf dieselbe Diagnose erst wieder dann habe, wenn ich z.B. mindestens wieder ein halbes Jahr arbeiten gewesen bin. Die KK meinte sogar zu mir, nach einem Jahr.

Ist das falsch?
 

Machts Sinn

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.
Schade!

Besser wäre die (Vor-) Geschichte nach diesem Beispiel:

Arbeitsunfähigkeit vom 01.12.2012 bis 31.01.2013

starre Blockfristen
01.12.2012 bis 30.11.2015
01.12.2015 bis 30.11.2018
01.12.2018 bis 30.11.2021

Mit der erneuten AU wegen derselben Krankheit ab August 2017
wäre der Krankengeld-Anspruch am 30.11.2018 nicht erschöpft,
weswegen ab 01.12.2018 weiterhin Anspruch auf Krankengeld
für erneut 78 Wochen besteht.

Also wieder zurück zum Kern-Thema.
 

Kessia

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Machts Sinn :idea:

Habe eben der guten Ordnung halber noch einmal nachgeschaut. Habe damals sogar schon zum 01.07.2013 Krankengeld (bis zum 03.02.2014) bezogen.
War ich mir gar nicht mehr bewusst. Man muss eben alles aufheben.

Wenn ich jetzt mit deiner Beispielrechnung alles richtig und das Prinzip mit den Blockfristen verstanden habe, fielen die maßgeblichen und ausgeschöpften 78 Wochen meiner aktuellen AU vom 14.08.2017 – 10.02.2019 also in den 3-Jahres-Zeitraum vom 01.07.2016 - 30.06.2019.

Richtig? :icon_kinn:
 

Machts Sinn

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Nach meinem Verständnis fast richtig:

Für den Beginn der starren Blockfristen kommt es nicht auf den
Beginn des Krankengeldes, sondern auf den Beginn der AU an,
die in deinem Beispiel bereits im Mai 2013 begonnen haben
müsste.

Und falls du vorher wegen derselben Krankheit schon mal ohne
Krankengeld (mit Entgeltfortzahlung) arbeitsunfähig warst, sieht
alles wieder anders.

Fast ideal wäre z. B.: eine Woche AU wegen derselben Krankheit
ab 20.01.2013.
 

Kessia

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… ja so ist es.
Ab 01.07.2013 war ich bereits arbeitsunfähig (also 6 Wochen Lohnfortzahlung und anschl. Krankengeld bis 03.02.2014); hab das oben leider nur nicht korrekt geschrieben. Danach gab es bis zum 14.08.2017 keine Arbeitsunfähigkeiten wegen derselben Krankheit mehr. Dank dir verstehe ich das Prinzip mit den Blockfristen jetzt, wollte ich schon immer verstehen. Jetzt tu ich es. Hast mir sehr geholfen damit. :idea:

Also zurück zum Thema:

Hab hier irgendwo gelesen, dass man in der Nahtlosigkeit Lebensläufe und Bewerbungen abgeben muss. :icon_frown:
Da ich ein Arbeitsverhältnis habe, finde ich das - in meinem Fall - irgendwie seltsam.
Oder muss man derartige Unterlagen erst einreichen, wenn die DRV eine verminderte Erwerbsunfähigkeit festgestellt hat?
Dann könnten ja Fälle, wie die meinen, sich wieder an ihren Arbeitgeber wenden, wenn man nicht mehr arbeitsunfähig wäre, oder? Denn bei der verminderten Erwerbsunfähigkeit muss man ja sowieso hinzuverdienen.
Was aber ist, wenn man wieder arbeitsunfähig wird? Muss man dann wieder einen neuen Antrag auf Nahtlosigkeit stellen?
 

Kerstin_K

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Bewerbungsunterlagen muss man überhaupt nicht abgegen. Wenn überhaupt, dann legt man die mal zur Einsicht vor. Oft steht in den Einladungsschreiben auch drin, man solle die Mitbringen und wenn man dann da ist, werden sie gar nicht angeschaut.

Due hat das mit dem Restleistungsvermögen noch nicht richtig verstanden, ich versuche es nochmal zu erklären:

Deine AUB auf de ausgesteuerte Krankheit zählt für die AfA nicht mehr. Auch zu Meldeterminen kannst Du Dich damit nicht entschuldigen. Wenn Du wegen was anderem krank bist, ist das okay, aber nicht für die ausgesteuerte Krankheit.

Manche Afas versuchen sogar, dem Arzt zu verbieten, auf die ausgesteuerte Krankheit weiter krank zu schreiben. Dafür gibt es aber absolut keine Rechtsgrundlage.

Für Dein ruhendes Arbeitsverhältnis bist Du AU. Grundlage für den Bezug von ALG I ist aber, dass man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Der äD schaut also, was Du trotz Deiner Krankheit noc machen könntest und welche Einschränkungen dabei vorliegen. Das it das sogenannte Restleistungsvermögen.

Wenn Dein SB Dir dann den Teil B des Gutachtens eröffnet, iat es seine Aufgabe, diech dahingehend zu beraten, was Du mit diesem Restleistungsvermögen am Arbeitsmarkt noch machen könntest. Schon mit dieser Beratung sind sie Vermittlungsfachkräfte regelmäßig überfordert. Manchmal kommen sie dann auf die Idee, Du sillst Deinen Arbeitgeber fragen, ob er eine passsende Arbeit für Dich hat. Auch dafür gibt es keine Rechtsgrundlage.

Dann sollst Du Dich auf Stellen bewerben, die diesem Restleistungsvermögen entsprechen. Dazu kommt noch der §140 SGBIII. Auch da gibt es noch Einschränkungen, welche Stellen Du akzeptieren musst.

Jetzt verstehst Du vielleicht, wie wenig wahrscheinlich es ist, dass eine solche Stelle überhaupt gefunden wird, dann muss der Arbeitgeber Dich auch noch wollen trotz Deiner Erkrankung und er müsste noch die Kündigungsfrist abwarten. Also wir hatten hier noch keinen Fall, wo das geklappt hat.

Du solltest keines falls eine erklärung unterschreiben, dass Du nur noch x Stunden arbeiten willst oder kannst. Auch das versuchen die AfAs gerne. Selbst wenn Du ktrnkheitsbedingt nur noch weniger Stunden arbeiten kannst als zuvor, steht Dir das volle ALG I zu. Du hast Dafür eingezahlt.
 

Kessia

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Liebe Kerstin, vielen Dank für deine Antworten. :cheer2:

Bewerbungsunterlagen muss man überhaupt nicht abgegen. Wenn überhaupt, dann legt man die mal zur Einsicht vor. Oft steht in den Einladungsschreiben auch drin, man solle die Mitbringen und wenn man dann da ist, werden sie gar nicht angeschaut.
Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, wie das funktionieren soll. Da ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis habe, sind ja sicherlich auch rechtliche Dinge zu berücksichtigen. Ausserdem würde ich mein Restleistungsvermögen auch ausschließlich nur bei meinem Arbeitgeber einsetzen wollen...


Deine AUB auf de ausgesteuerte Krankheit zählt für die AfA nicht mehr.
Da staune ich gerade, weil es doch heißt, die AUB haben bei der AfA nix zu suchen. Insofern dachte ich schon, dass die in irgendeiner Weise doch noch von Bedeutung gewesen wären...


Wenn Du wegen was anderem krank bist, ist das okay, aber nicht für die ausgesteuerte Krankheit.
Bedeutet das, ich kann auf die ausgesteuerte Krankheit (Diagnose) nicht mehr AU sein? Also die AfA kann mich dann trotzdem - sobald sie die Leistungsfähigkeit beurteilt hat - überall einsetzen? Obwohl ich von meinen behandelnden Ärzten auf eben diese ausgesteuerte Krankheit doch noch AU geschrieben werde? Das macht mir gerade ja richtig Angst.
Oder gilt hier grundsätzlich das:
Für Dein ruhendes Arbeitsverhältnis bist Du AU.

Du solltest keines falls eine erklärung unterschreiben, dass Du nur noch x Stunden arbeiten willst oder kannst. Auch das versuchen die AfAs gerne. Selbst wenn Du ktrnkheitsbedingt nur noch weniger Stunden arbeiten kannst als zuvor, steht Dir das volle ALG I zu. Du hast Dafür eingezahlt.
Nein ich unterschreibe nix. Ich halte mich gedanklich an das, was in meinem Arbeitsvertrag steht, denn an diesen sind ja auch Pflichten gebunden. Bei meinem Arbeitgeber kann ich zur Not auch jederzeit mit den Stunden runtergehen, wenn die Leistungsbeurteilung der AfA vorliegt....und da muss ich ja dann wohl durch, wenn es eine AUB auf die derzeitige Diagnose nicht mehr gibt....:sorry:


Aber moment mal, wenn ich - nach Einschätzung der AfA (ÄD) - noch für wenige Stunden (bei meinem Arbeitgeber) wieder arbeiten gehen kann, bin ich doch gar kein Fall mehr für das ALG1, oder? :icon_kinn:
 

Kerstin_K

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Lies bitte mal zuende.

Wenn du bei deinem Arbeitgeber mit reduzierter Stundenzahl arbeiten könntest, warst du nicht AU geschrieben.
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Kessia

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Ja Kersin, das stimmt natürlich. Offensichtlich scheine ich das alles nicht zu verstehen oder nachvollziehen zu können, entschuldigung bitte...ich lerne noch. :idea:
Derzeit lese ich, dass ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen soll und eine AUB auf die derzeitige Diagnose nach der Aussteuerung nicht mehr möglich ist........also würde ich dann, im Falle einer "Arbeitsaufnahme" lieber natürlich dahin, wo ich mich bereits auskenne..... Das mir das alles gefällt und ich diese Form der Vermittlung gutheiße, habe ich ja nirgends geschrieben.....
 
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